Dienstag, 20. Februar 2018

[Rezension] Mina Teichert - Ich wollt, ich wär ein Kaktus

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Leseprobe 




Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH (16. Januar 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522505921
ISBN-13: 978-3522505925
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 14,9 x 2,5 x 21,1 cm

Inhalt gem. Planet!:
Lu wird so lange die Luft anhalten, bis Mama es sich anders überlegt und nicht wegen ihres neuen Freundes mit ihr zu Oma Käthe zieht. Eine neue Schule, ohne ihre Freunde? Das ist Bullshit! Leider hilft alles nix und Lu muss wohl oder übel ihre Kakteensammlung einpacken. Also beschließt sie, ihre Stacheln auszufahren. Doch dann trifft sie Julian und die Sache mit den Gefühlen wird noch komplizierter ...

Zum Buch:
Eine Trennung der Eltern bringt nicht nur für diese Veränderungen ins Leben, auch die Kinder sind betroffen.
So geschieht es gerade Lucinda, Lu genannt, deren Eltern sich getrennt haben. Lu's Mutter hat einen neuen Freund und nun heißt es, wegzuziehen und das auch noch ausgerechnet aufs Dorf, in das Haus ihrer Großmutter. 
Schlimm genug, dass sie Papa, ihre gewohnte Umgebung und ihre Freunde verlassen muss, aber ausgerechnet aufs Dorf und dann zur Oma Käthe? Noch langweiliger geht wohl nicht.
Eine Oma, von der sie keine guten Erinnerungen hat, neue Schule, keine Freunde, das kann doch nur in einer Katastrophe enden. Oder? ...

Auf Lu stürzt gerade alles ein. Nur weil ihre Mutter einen neuen Freund hat und sie sich von ihrem Vater getrennt hat, muss sie aus der ihr vertrauten Umgebung wegziehen, aufs Dorf.
Da wünscht sie dich doch mal wieder, einer ihrer geliebten Kakteen zu sein. Man kann sich in sich selbst zurückziehen, lässt die Stacheln draußen und niemand kann an einen heran. Schön wärs, aber es ist nur Wunschdenken.

Der erste Schultag verläuft dann auch noch fast wie erwartet. Sie findet zwar recht schnell eine neue Freudin, schafft sich aber auch gleich eine Feindin. Was für ein Einstieg. Tja und dann ist da auch noch Julian, ein Traum von einem Jungen, da kann man schon mal ins Schwärmen kommen.

Die Autorin Mina Teichert ist mir bislang mit Büchern bekannt, die sie für Erwachsene geschrieben hatte. Mit diesem Werk taucht sie nunmehr in die Welt der Kinder und Jugendlichen ein. Das Buch ist für die Altersklasse der 10 - 12jährigen konzipiert und ich denke, dass das passt und stimmig ist.

Die Autorin hat sich sehr gut in die Protagonistin Lu hineinversetzt und den Leser an deren Neuanfang in einer neuen Umgebung und neuen Lebensumständen teilhaben lassen. Lu ist typisch für ihr Alter, nicht wirklich mehr ein Kind, aber noch lange keine Erwachsene. Selbstbestimmung ist noch nicht angesagt, so dass man den Eltern folgen muss und sei es auf das Dorf. Ein wenig trotzig und maulig und mit einer eigenen Meinung aufmüpfig, aber leider oftmals ohne Erfolg. Nur gut, dass sich Lu mit ihrer Trompete zu ihren Kakteen zurückziehen kann. 

Aber es ist nicht alles schlecht, auch wenn sich Lu dagegen sträubt, es zuzugeben. Zum einen ist Jo, der Freund ihrer Mutter gar nicht so übel wie befürchtet. Dann hat er auch noch was von Katzenbabys gesagt, die sie sich anschauen könnte, aber da steht ihr doch noch ein wenig ihre eigene Sturheit im Weg.

Tage im Leben eines pupertierenden Mädchens, die Mina Teichert eingefangen hat. Man kann sich sehr gut in Lu hineinversetzen, man leidet mit ihr, fühlt sich mit ihr gemeinsam hilflos gegen alle Ungerechtigkeiten und spürt auch die Schmetterlinge, die in ihrem Bauch flattern.
Mit Humor beschreibt sie Lu's Leben auf dem Land, das gar nicht so schlimm ist wie erwartet. Lu lebt sich ein und als Leser darf man dabei sein. 
Da gibt es dann auch schon mal Situationen, bei denen man schmunzeln muss. Ich denke da mal nur an den Hahn Herbert.

Ein wunderbar unterhaltsames Buch, das zwar für Kinder und Jugendliche geschrieben wurde und somit so gar nicht meine Altersgruppe anspricht, aber mich trotzdem fasziniert hat und mir schöne Lesestunden bescherte.
Es ist ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.


Bewertung:


Zur Autorin:

(übernommen von Planet!)
Mina Teichert wurde in dem schneereichen Jahr 1978 in Bremen geboren und lebt mit ihrer kleinen Familie im ländlichen Idyll Niedersachsens. Nachdem sie zunächst als Kind hartnäckig das Ziel verfolgte, Kunstreiterin im Zirkus und Wahrsagerin zu werden, sattelte sie mit vierzehn um und träumte von dort an von der Schriftstellerei. Heute schreibt sie mit Begeisterung Geschichten für Jung und Alt.

Von Mina Kamp / Teichert wurden gelesen und rezensiert:
   

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin


Mina Teichert 

bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 19. Februar 2018

[Rezension] Corrine Jackson - Touched: Der Preis der Unsterblichkeit (Band 1)

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Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 416
ISBN: 978-3-522-20157-5
Erscheinungstermin: 17. Februar 2012
Format:
Hardcover
Verlag: Thienemann



Klappentext gem. Thienemann:
Wie ein feuriger Blitzschlag ...

... fühlt es sich an, als Asher in Remys Leben tritt. Doch sich ihm zu nähern, bedeutet tödliche Gefahr. Funken sprühen, wenn sie sich berühren, und diese machtvolle Energie ist kaum zu bändigen. Aber Remy will nichts mehr riskieren, zu lange hat sie gelitten unter ihrem gewalttätigen Stiefvater und der Feigheit ihrer Mutter, deren Schmerzen sie immer wieder auf sich nahm. Denn Remy verfügt über eine einzigartige Fähigkeit: Sie kann Menschen durch Berührung heilen. Im friedvollen Maine, wo ihr leiblicher Vater mit seiner neuen Familie lebt, will sie endlich ein normales Leben führen. Doch kann sie ihrem Schicksal entrinnen? Kann sie Asher entkommen?

Rezension:
Die 17-jährige Remy hatte eine alles andere als schöne Kindheit. Aufgewachsen ist sie bei ihrer Mutter Anna, einer eher schwachen Persönlichkeit, die es nicht schaffte, sich und ihr Kind vor ihrem gewalttätigen Lebensgefährten Dean zu schützen, ja schlimmer noch - im Endeffekt war es Remy, die alles wieder "in Ordnung" bringen musste, was sie ihrer Mutter zuliebe getan hat, denn Remy verfügt über die außergewöhnliche Fähigkeit, durch Berührung heilen zu können.

Nach einer besonders schlimmen Attacke von Dean landet Remy schwer verletzt im Krankenhaus. Das ruft ihren leiblichen Vater Ben auf den Plan, der bis zu diesem Zeitpunkt nichts von den Misshandlungen gegenüber seiner Tochter mitbekommen hatte. Er nimmt sie zu sich und seiner neuen Familie, zu der auch ihre jüngere Halbschwester Lucy gehört, und von nun an kann Remy endlich zur Ruhe kommen und wie jeder andere Teenager sein Leben führen.

Dazu gehört natürlich auch eine neue Schule und dort lernt sie neue Freunde kennen, zu denen auch Asher gehört. Dass irgendwas zwischen ihr und Asher ist, ist sehr schnell klar, denn zwischen den beiden sprühen die Funken. Auch scheint Asher, wie Remy, ein Geheimnis zu verbergen, nur dass Remy das Gefühl hat, dass ausgerechnet er mehr darüber weiß, wie es sich mit ihren Fähigkeiten verhält und was verbirgt er noch vor ihr?

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Der 1. Band der Touched-Reihe! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders schön fand ich, dass Remy, nach ihrer wirklich furchtbaren Kindheit, endlich in ein liebevolles Heim bei ihrem Vater kommt, doch noch immer lauert ihr Stiefvater im Hintergrund, denn auch er ahnt, dass etwas an Remy anders ist und will daraus seinen Nutzen ziehen. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich die Figur der Remy an sich mag. Sie ist eine toughe Persönlichkeit, die sehr schlimme Zeiten überstehen musste, auf Grund dessen aber anfangs nicht bereit ist, noch einmal Menschen wirklich in ihre Nähe zu lassen. Hingegen ist ihre kleine Schwester Lucy wie ein Sonnenschein, fröhlich und liebevoll und sie ist es, die es schafft, dass Remy sich nach und nach öffnet. Asher wirkt wie ein Bad Boy, der seine Geheimnisse hat und dennoch merkt man, dass Remy ihm nicht egal ist. Den Schreibstil kann ich nur als flüssig bezeichnen, Längen kamen bei mir beim Lesen nicht auf. Abschließend kann ich sagen, dass es sich um einen gelungenen Reihenauftakt handelt und ich mich auf die übrigen Bände der Reihe bereits jetzt schon freue.


Bewertung

Die Autorin:
Corrine Jackson studierte Englische Literatur, bevor sie zunächst als Grafikdesignerin arbeitete und dann in eine große Marketingagentur wechselte. Sie war außerdem Chef-Redakteurin von zwei literarischen Online-Zeitschriften und ist Mitglied der SCBWI (Society of Children’s Book Writers & Illustrators). (übernommen von Thienemann)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Das Buch habe ich geschenkt bekommen.

Mittwoch, 31. Januar 2018

[Kinderbuch-Rezension] Kerstin Werner / Kattia Salas - Friedolin. Weißt du, wie wertvoll du bist?

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Blick ins Buch 



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 48 Seiten
Verlag: Eifelbildverlag; Auflage: 3 (2. April 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3946328172
ISBN-13: 978-3946328179
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 5 - 7 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 15,6 x 1,2 x 21,6 cm

Inhalt gem. Eifelbildverlag:
Ein kleiner Fisch namens Friedolin lebt in der Eifel auf einem Bauernhof. Er ist grün, hat ein Knubbelnäschen mit roten Sommersprossen und Flossen, die aussehen wie Herzen. Kein Wunder, dass er mit seinem Aussehen von den anderen Tieren ausgelacht wird.
Doch seine Eltern schaffen es immer wieder, ihn zu stärken. Sie erklären ihm, wieso manche Tiere böse sind. Dadurch verändert Friedolin seine Einstellung. Vor allem zu sich selbst. Er versteht etwas Entscheidendes für sein Leben, was nicht nur ihn, sondern auch die Stimmung auf dem Hof verändert.
Diese Geschichte fordert uns zu einem wertschätzenden Umgang mit uns selbst und unserer Umwelt auf, damit ein friedvolleres Miteinander möglich ist.

Zum Buch:
In einem kleinen Teich auf einem Bauernhof lebt Friedolin mit seinen Eltern. Friedolin ist ein kleiner Fisch, der recht lustig aussieht. Er ist grün und hat unterschiedlich große glubschige Augen.
Friedolin ist neugierig und schwimmt des öfteren oben auf der Wasseroberfläche. Da bleibt es natürlich nicht aus, dass er andere Tiere vom Bauernhof kennenlernt.
Diese jedoch sind sehr verwundert über den kleinen Friedolin. Sie sehen ihn an und haben Vorurteile, er sei eingesperrt oder einfach zu bunt. Er ist anders als sie, er kann nicht den ganzen Tag auf der Wiese herumtollen wie die Kuh oder ist nicht so weiß wie das Schaf.
Friedolin ist jedesmal traurig und verletzt, wenn er diese Äußerungen hört und beklagt sich bei seinen Eltern, die ihm zur Seite stehen und die Andersartigkeit erklären. Dann trifft er auf Mia, eine Maus, die seine Freundin wird...

Was für ein wunderschönes Kinderbuch mit traumhaft schönen Illustrationen und einer Geschichte, die zum Nachdenken anregt.
Es zeigt auf, dass jedes Wesen anders ist, ob Schaf, Kuh, Schwein, Fisch oder Mensch, jeder ist auf seine Art andersartig und einzigartig.
Den Kindern wird durch das Buch nahegelegt zu erkennen, dass auch sie einzigartig sind und wertvoll. Niemand hat über einen anderen zu richten oder ihn zu verurteilen, nur weil er anders aussieht und anders lebt.

Auch wird den Kindern anhand der Geschichte aufgezeigt, dass es möglich ist, miteinander befreundet zu sein, sich gegenseitig zu helfen.

Die Illustrationen von Kattia Salas sind passend zum Text und einfach ein Traum. Nicht nur Kinder mögen die Zeichnungen, auch ich habe mich in den kleinen Friedolin verguckt.

Das Buch ist für 5 - 7 Jahre ausgelegt, aber es gibt wohl kein Alter, in dem es keine Freude macht, das Buch zu lesen bzw. sich anzuschauen.
Die Schriftgröße ist passend für Leseanfänger, die jeweiligen Abschnitte kurz und gut verständlich. 
Es eignet sich hervorragend zum selbst lesen oder auch zum vorlesen und gemeinsamen Anschauen.  Das Buch bietet eine gute Grundlage zum Erklären und Diskutieren mit den Kindern.

Wer anhand der Bilder noch nicht genug von Friedolin hat, der hat die Möglichkeit, sich den kleinen Kerl zu häkeln. Die Häkelanleitung findet man dazu am Ende des Buches.

Ein durchweg gelungenes Kinderbuch zum ansehen, lesen und vorlesen, das ich sehr gern weiterempfehle.

Bewertung:


Zur Autorin: (Text übernommen von Amazon)
Kerstin Werner wurde 1973 in der Eifel geboren und kann eins besonders gut: Herzen öffnen. Durch zahlreiche Seminare zum Thema Persönlichkeitsentwicklung und ihrer Ausbildung zum NLP-Coach konnte sie viele Erfahrungen sammeln, die in ihren Büchern Ausdruck finden. Sie schafft es, komplexe Themen leicht verständlich und berührend echt in die Herzen der Menschen zu transportieren. Mit ihren Texten hat sie bereits viele Menschen durch schwere Zeiten begleitet. Den Durchbruch schaffte sie mit "Wach auf - Dein Leben wartet", welches sich über 18 Monate als eBook-Bestseller Nr. 1 in Psychologie, Esoterik und Lebensführung hielt. 

Wenn sie gerade keine Bücher schreibt, folgt Kerstin ihren Herzensaufgaben als Coach und Fotografin. Außerdem liebt sie Kinder und Katzen, steckt voller Ideen, dient als Mutmacherin und ist gerne Mensch. 


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim 


bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 30. Januar 2018

[Kinderbuch-Rezension] Nymphius, Jutta / Göhlich, Susanne - Der Doktor mit dem weißen Fell

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Leseprobe 




Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 64 Seiten
Verlag: TULIPAN VERLAG; Auflage: 1 (24. Juli 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 386429343X
ISBN-13: 978-3864293436
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 7 - 9 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 14,4 x 1 x 20 cm

Inhalt gem. Tulipan:
Maja starrt traurig aus dem Fenster des Krankenhauses. Morgen wird ihr gebrochener Arm operiert und darum muss sie im Krankenhaus bleiben. Ganz allein! Im Bett neben ihr liegt ein Mädchen, das die ganze Zeit quengelt und weint, eine echte Heulsuse eben. Sie meckert auch, als Maja das Fenster aufmacht, um frische Luft hereinzulassen. Und dann kommt mit der frischen Luft noch etwas anderes in das Zimmer! Ein weißer Puschel. Es sieht aus wie ein großer Wattebausch, oder ist es eine lebendige Schneeflocke? Der Puschel entpuppt sich als kleiner süßer Kater, dem nicht einmal Heulsuse widerstehen kann. Eines ist klar, der Kater muss bei ihnen bleiben. Auch wenn
Tiere im Krankenhaus bestimmt nicht erlaubt sind. Jetzt müssen die Mädchen zusammenhalten.

Zum Buch:
Schlimm genug ist es, dass Maja sich beim Schaukeln den Arm gebrochen hat. Zu allem Übel muss sie auch noch ins Krankenhaus und dort bleiben.
Da ihr Bruder zu klein ist und der Fürsorge ihrer Eltern bedarf, können diese nicht im Krankenhaus bleiben, sondern müssen wieder nach Hause gehen.

Zurück bleibt eine traurige Maja, die als Zimmergefährtin nur noch die Suse hat, die aber nur in ihrem Bett liegt und heult.

Maja kann es nicht mehr hören und öffnet aus Protest trotz Regen das Fenster. Plötzlich hören die Mädchen ein leises Miau und durch das Fenster kommt eine kleine weiße Katze hereinspaziert. Suse weiß es natürlich besser und bemerkt, dass es ein Kater ist.
Gerne würden die beiden den Kater verstecken, aber sie wissen, dass Tiere im Krankenhaus nicht erlaubt sind. Was tun? 
Na zuerst einmal frisst er ihnen das Abendbrot weg. Es wird ein wenig mit dem Kater gekuschelt, der genau zu wissen scheint, was die beiden Mädchen brauchen. Dann verschwindet er wieder.
Beim nächsten Regen ist er jedoch wieder zur Stelle. Maja und Suse freuen sich auf ihren Doktor, denn so haben sie den kleinen Kater genannt, sieht er doch mit seinem weißen Fell so aus, als habe er einen weißen Arztkittel an.
Sie versuchen, mehr Essen für sich zu organisieren, damit sie ihn füttern können, aber da bekommen sie plötzlich Hilfe von Kai, einer Pflegekraft...

Mit diesem Buch bekommen Kinder ab 7 Jahre eine Lektüre in die Hand, die nicht nur schön anzusehen ist durch die wundervollen Illustrationen im Buch, sondern sich auch noch hervorragend eignet, Erstleser zum Lesen zu animieren.
Es ist eine schöne Geschichte zum selbst lesen oder auch zum vorlesen. Die Schrift ist in einer ansprechenden Größe und für Erstleser geeignet. Sie hat eine angenehme Länge, so dass sich der Leser sicher über den Erfolg freut, ein ganzes Buch gelesen zu haben.

Die Autorinnen erzählen eine Geschichte, die dem Leser nahebringt, dass man gemeinsam eine ganze Menge erreichen kann. Auch dass es gar nicht so schwer ist, Freunde und Verbündete zu finden.
Sie ist kindgerecht geschrieben und leicht verständlich, so dass es beim Lesen keine Verständnisprobleme geben dürfte.

Ein wunderbares Buch, bei dem man allein schon Spaß hat, wenn man es nur durchblättert. Die Illustrationen sind passend zum Text und einfach nur schön.
Ein Buch zum lesen und vorlesen, das ich sehr gern weiterempfehle.

Bewertung:



Zu den Autorinnen:
(Text übernommen von Tulipan)
Jutta Nymphius wurde 1966 in Bremerhaven geboren. In Köln und Florenz studierte sie italienische, deutsche und spanische Literatur und arbeitete anschließend viele Jahre als Lektorin für Kinder- und Jugendbücher, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Mit ihrem Mann, ihren drei Kindern und Katze Emma lebt sie in Hamburg.
Mehr auf www.jutta-nymphius.de.

Susanne Göhlich, 1972 in Jena geboren, entwirft Plakate, arbeitet für Kindermagazine und schreibt und illustriert viele eigene Bücher, darunter auch Pappbilderbücher. Sie lebt mit ihrer Familie in Leipzig.



An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim
bedanken, der mir zu Rezensionszwecken das Buch zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 29. Januar 2018

[Rezension] Die Wolkenfischerin von Claudia Winter

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Eckdaten:
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (18. Dezember 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442485738
ISBN-13: 978-3442485734
Größe und/oder Gewicht: 12,9 x 3,2 x 18,8 cm

Inhalt gem. Goldmann:
Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec …

Zum Buch: 
Dass Lügen kurze Beine haben, muss Claire Durant rasch feststellen, als ihr Chef sie nach Paris schickt, um an einer Vernissage teilzunehmen, über die sie im Magazin berichten soll. 
Das Timing ist ausgesprochen schlecht, denn eigentlich sollte sie in die Bretagne fahren, um dem Hilferuf ihrer im Krankenhaus liegenden Mutter zu entsprechen, die darum bat, dass Claire nach Hause komme möge und sich um ihre gehörlose Schwester kümmern sollte, solange sie im Krankenhaus wäre. Claire beantragte Urlaub, um wegen eines familiären Notfalls nach Hause fahren zu können, wobei der Chef natürlich davon ausging, dass sie nach Paris fährt.
Niemand bei ihr auf Arbeit weiß, dass sie keine echte Pariserin ist und auch keinen Abschluss in Kunst hat, so dass ihr diese Lüge nunmehr auf die Füße fällt. 
Für Paris und die Berichterstattung sucht sie sich einen Ersatz, so dass sie kurz nach Moguériec fahren kann, um dort alles zu organisieren. So der Plan.
Es dauert nicht lange, bis sie in Moguériec auf ihren Chef stößt. Wie sollte sie auch ahnen, dass er in dieser Einöde Urlaub machen will. Um ihre Haut und Job zu retten, verstrickt sie sich in Lügen, die wie eine Spirale ins Endlose zu gehen scheinen. Wie soll sie da nur wieder herausfinden? ...

Eigentlich hatte Claire mit ihrer Vergangenheit und Herkunft abgeschlossen. Sie wuchs in dem kleinen Örtchen Moguériec in der Bretagne auf. Als ihr Vater starb, veränderte sich alles. 
Nach einem Besuch in Paris bei ihrer Tante Valérie blieb sie dort, ihre Mutter und Schwester Maely fuhren wieder heim mit Claires Versprechen, dass sie bald folgen würde. 
Es vergingen 12 Jahre, bis Claire wieder dorthin zurückkehren sollte. Das ganze dann auch sehr unwillig und nicht freiwillig. Ihre Mutter liegt im Krankenhaus und niemand ist da, der sich um die gehörlose Maely kümmern könnte, so dass sie sich genötigt fühlte, dort nach dem rechten zu sehen.

Es dauert nicht lange, bis sie sich wieder in dem kleinen Örtchen zurecht gefunden hatte, nur mit dem Widerstand ihrer Schwester, die alles andere als hilflos zu sein schien, hatte sie nicht gerechnet. 
Erinnerungen werden wach an Freundschaften, die sie damals ebenfalls im Stich gelassen hatte und dem Erkennen, dass aus den damaligen kleinen Jungen echte Kerle geworden sind. Männer, die ihr gefährlich werden könnten.

Als dann auch noch ihr Chef Sebastian Hellwig in genau diesem kleinen Örtchen auftaucht, um dort Urlaub zu machen, ist Improvision gefragt. Eine Lüge zieht die nächste nach sich und bald weiß Claire sich nicht mehr zu helfen und hat keine Ahnung, wie sie dort wieder herauskommen soll.

Was für ein schönes Buch, war mein erster Gedanke, als ich das Buch zugeklappt hatte. Was nicht wirklich verwunderlich war, denn ein Buch von Claudia Winter hat mich bislang immer glücklich zurückgelassen.

Mit diesem Buch entführt die Autorin die Leser nach Paris und in die Bretagne. Die Geschichte beginnt in Berlin, wo Claire lebt und arbeitet.
Obwohl ich noch nie in der Bretagne war, fühlte ich mich dort wohl und konnte anhand der bildlichen Beschreibungen der Autorin mein Kopfkino laufen lassen.

Die Geschichte wird anfangs in 2 Zeitebenen erzählt, die von Claire und Gwenaelle handeln, die sich recht bald zu einem Zeitstrang vereinen.

Claudia Winter führt den Leser schon mit ihrem Prolog in die Geschichte ein und lässt ihn nicht mehr los. Der Schreibstil der Autorin ist schwungvoll und einfühlsam und man hat immer das Gefühl, als Leser nicht genug zu bekommen. Man mag das Buch nicht aus der Hand legen, bis man es gelesen hat, weil man unbedingt wissen will, wie es weitergeht.

In den Büchern von Claudia Winter wurde bislang immer gekocht und gebacken, so auch wieder in diesem Roman. Leckere Sachen werden fabriziert und der Leser hat im Anhang die Möglichkeit, die Rezepte nachzuarbeiten.
Ergänzt wird das Buch durch ein bretonisch-französisches Glossar, das dem Leser einige Begriffe näherbringt.

Das Buch der Autorin bietet wieder vieles, was einen guten Roman ausmacht. Man findet nicht nur Liebe, Humor, Lügen und Tragik vor, man erfährt auch einiges zum Thema Gehörlosigkeit.

Auch für dieses Buch spreche ich eine klare Kauf- und Leseempfehlung aus.


Bewertung:



Zur Autorin:
(Text übernommen vom Goldmann-Verlag)
Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Neben "Aprikosenküsse" und "Glückssterne", beide im Goldmann Verlag erschienen, hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Nebenbei arbeitet sie als Lektorin und Coach. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und den Hunden Kim und Luca in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn.


Von Claudia Winter wurden von uns gelesen und rezensiert:
     


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag

bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Den Goldmann-Verlag findet ihr auch auf Facebook.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Samstag, 27. Januar 2018

[Rezension] Teresa Simon - Die Oleanderfrauen

[Werbung] Aufgrund der schwammigen Gesetzeslage über Verlinkungen auf Blogs zu Verlagen, Autoren u.a. kennzeichnen wir folgenden Beitrag gem. § 2 Nr. 5 TMG als Werbung. Wir erstellten ihn aus freien Stücken und erhalten dafür kein Honorar.




Leseprobe 




Eckdaten:
Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: Heyne Verlag; Auflage: Originalausgabe (9. Januar 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453421159
ISBN-13: 978-3453421158
Größe und/oder Gewicht: 11,9 x 4,5 x 18,5 cm

Inhalt gem. Heyne:
Was, wenn die Liebe alle Schranken durchbricht?
Hamburg 1936. Die junge Sophie Terhoven, Tochter eines einflussreichen Kaffeebarons, genießt ihr komfortables Leben. Hannes Kröger, der Sohn der Köchin, ist ihr von Kindheit an Freund und Vertrauter. Irgendwann verändern sich ihre Gefühle füreinander, und plötzlich wird ihnen klar, dass sie sich ineinander verliebt haben. Doch Reich und Arm gehören nicht zusammen, und ein dunkles Geheimnis ihrer Eltern, von dem sie bisher nichts wussten, scheint ihre Liebe unmöglich zu machen.

Zum Buch:
Jule Weisbach hat sich mit dem kleinen Café Strandperlchen einen Traum erfüllt. Sie liebt es, dort als Barista zu arbeiten und ihren Kunden selbst gebackenen Kuchen anzubieten. Nebenbei hat sie sich ein zweites Standbein geschaffen, indem sie anderen Menschen bei der Aufarbeitung ihrer Familiengeschichten hilfreich unter die Arme greift.
Sie freundet sich mit Johanna, einer älteren Dame an, die beim Ausräumen des Hauses ihrer Mutter ein Tagebuch gefunden hat, das viele Rätsel aufgibt.
Das Tagebuch und weitere gefundene Briefe führen ins Deutschland der dreiziger und vierziger Jahre des letzten Jhs. 
Sie erzählen die Geschichte von Sophie und Hannes und einer Liebe, der unglaublich viele Hindernisse in den Weg gelegt wurden. Das alles in einer Zeit, in der sich Deutschland zu einem wahren Albtraum entwickelte.

Jule lebt in Hamburg, wo sie sich den Traum vom eigenen Café erfüllt hat. Sie will es ihrer Mutter beweisen, sagt diese doch immer über ihre Tochter "Jule ohne Plan". Sie ist glücklich und scheint es geschafft zu haben, als ihr eine saftige Mieterhöhung ins Haus flattert. Es sieht nach einem absehbaren Ende für ihr Café aus, denn diese Summe könnte sie vielleicht später aufbringen, jetzt jedoch noch nicht.
Neben ihrer Arbeit in dem Café betreibt sie Recherchen für Menschen, die ihre Familiengeschichte erkunden wollen und schreibt diese als Buch nieder. Sie bekommt viele Anfragen und es macht ihr riesigen Spaß, in die Geschichten der Familien einzutauchen und das mit großem Erfolg.

Mit dem Kennenlernen der älteren Johanna wird sie nicht nur eine neue Freundin gewinnen, sondern auch gemeinsam mit ihr in eine Zeit eintauchen, die in die dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte reichen.
Johanna fand beim Durchsehen ihrer Mutter ein altes Tagebuch und Briefe, die von einer Sophie Terhoven geschrieben wurden. Sie beginnt die Unterlagen zu lesen und ist ergriffen von der Geschichte, die sie darin findet. 
Wie aber kam das Tagebuch auf den Dachboden und wer war Sophie Terhoven? Sie bittet Jule, ihr zu helfen, die fehlenden Puzzleteile zu finden und aneinanderzureihen.

Sophie Terhoven und ihr Bruder Lennie sind die Kinder wohlhabender Eltern, die ihr Geld mit dem Import von Kaffee verdienen. Die 17-jährige Sophie ist von Kindheitstagen an mit Hannes, dem Sohn der Köchin, befreundet. Als aus der Freundschaft mehr wird, stoßen sie auf erbitterter Widerstand. 
Nur Malte, engster Vertrauter von Sophie, weiß Bescheid und versucht ihnen zu helfen.
Es ist das Jahr 1936, die Nazis machen sich in Deutschland breit und gewinnen an Macht. 
Körperliche Gebrechen sind nicht gewünscht in dem neuen, rein arischem, Deutschland und Schwule haben einen mehr als schweren Stand. Beides trifft auf Malte zu.
Der 12-jährige Lennie ist begeistert vom neuen kommenden Deutschland, gibt es ihm doch schon in jungen Jahren die Gelegenheit, Macht zu demonstrieren und seine Schwester zu bespitzeln...

Eine wundervolle und ergreifende Geschichte, die die Autorin Teresa Simon hier vorgelegt hat. Sie spielt auf 2 Zeitebenen, zum einen in der Vergangenheit der dreiziger und vierziger Jahre des vergangenen Jhs. in Deutschland, zum anderen in der Gegenwart.
Sie nimmt den Leser mit auf die Reise, die in die Jahre 1936 bis 1943 führt. Das "reinrassige" Deutschland ist dort genauso zum Thema gemacht worden wie die Jagd auf Juden und Schwule. Die Unterschiede zwischen arm und reich sind gravierend und die Klassenunterschiede deutlich spürbar. Sie nimmt wichtige Ereignisse der Zeit mit in die Geschichte auf, wie den spanischen Widerstandskampf und die Olympischen Spiele in Berlin. 
Für den Leser ist es eine Reise in die Geschichte Deutschlands, Geschichtsauffrischung so ganz nebenbei.

Die Protagonisten Sophie, Hannes und Malte aus der Vergangenheit wie auch Jule und Johanna aus der Gegenwart sind sympathisch. Sie sind glaubhaft dargestellt und man wünscht sich als Leser, diese Freunde nennen zu können. Sie haben es nicht leicht, keiner von ihnen, aber sie geben nicht auf. Egal, ob es Jule ist, die um den Erhalt ihres Cafés kämpft oder Sophie und Hannes um ihre Liebe. Sie sind Kämpfer und geben nie auf.

Auch die Nebenfiguren sind authentisch dargestellt. Hellmuth Moers, Sophies Eltern wie auch Malte beleben das Buch mit ihren Charakteren wie auch ihren Geheimnissen.
Die beiden Zeitstränge verlaufen parallel und man kann die Spannung bis zur Auflösung und der Fertigstellung des Puzzles förmlich mit den Händen greifen.

Das Buch ist sehr emotional und spannend geschrieben. Die Autorin packt den Leser gleich zu Beginn mit einem Brief, der Fragen aufwirft, die sich durch das ganze Buch ziehen. Man ist nicht in der Lage, es aus den Händen zu legen, man möchte weiterlesen und ich für meinen Teil habe es gehasst, dass ich zwischendurch schlafen musste und nicht weiterlesen konnte.
Das Buch hat mir wundervolle Stunden beschert und mich in eine Zeit zurückversetzt, die Deutschland hoffentlich nie wieder erleben wird.

Das Cover des Buches ist ein Traum. Die Gestaltung, das Motiv, die Haptik des Schriftzuges, es ist einfach alles stimmig.
Der einzige Wermutstropfen findet sich in dem Buch selbst. Bei der Schriftgestaltung der Tagebucheintragungen hatte der Verlag nicht gerade ein glückliches Händchen. Es strengt die Augen an und gestaltet das Lesen schwierig. 

Ich liebe Romane, die in zwei oder mehr Zeitebenen spielen. Von daher war das Buch schon von vornherein ein Muss für mich. Die Erwartungen waren hoch, wurden jedoch noch bei weitem übertroffen. 
Ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle und das nicht nur an Leser, die gern etwas über deutsche Geschichte lesen wollen. Es ist ein Buch voller Liebe,  Vertrauen, Glauben und Hoffnung, aber auch eines über die schlimmsten Dinge wie Hass, Verrat, Vernichtung, Macht und Gier.
Ich spreche eine klare Kauf- und Leseempfehlung aus.


Bewertung:




Zur Autorin:
(übernommen von Heyne)
Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin, die mit ihrem Mann in München lebt. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, hat sich schon seit Jugendtagen für die aufregende Geschichte der Schokolade interessiert – und liebt die wunderschöne Elbmetropole Dresden, aus der ein Teil ihrer mütterlichen Linie stammt.


Von Teresa Simon wurden gelesen und rezensiert:
 


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag


bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Samstag, 6. Januar 2018

[Blogtour] Tag 1 der Interviewtour zum Buch "Die Wolkenfischerin"

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Heute startet die Interviewtour rund um das neue Buch der Autorin Claudia Winter "Die Wolkenfischerin". Ich darf euch heute die Autorin und ihren neuen Roman vorstellen.


Inhalt gem. Goldmann-Verlag:
Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec …




Der Goldmann-Verlag über Claudia Winter:
Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Neben "Aprikosenküsse" und "Glückssterne", beide im Goldmann Verlag erschienen, hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und den Hunden Kim und Luca in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn.









Im Gespräch mit Claudia Winter:



Das Buch spielt in Frankreich, in der Bretagne. Was genau fasziniert dich an der Gegend so, dass du deine Handlung dorthin verlegt hast?
Ich bin ein großer Schottland-Fan. Auf der Suche nach einem neuen Handlungsort, der in Frankreich spielen sollte, da ich ja die Hauptfigur Claire schon hatte, bin ich über den Satz „Die Bretagne ist das Schottland Frankreichs“ gestolpert. Das war ein Omen. 

Wie kam dir die Idee zu diesem Buch? Gab es mal einen Anstoß dazu oder hast du ähnliches gehört?
Die Geschichte hat sich aus einigen Figuren entwickelt, die ich bereits für die Aprikosenküsse geschaffen hatte. Dann kamen die Handlungsorte hinzu, hier Paris, Berlin und die Bretagne. Der Rest ist einfach ein bisschen Spinnerei, ein bisschen imaginäres Filmabspulen und ein Brainstorming mit dem Ehemann sowie diversen engen Autorenkolleginnen. Meist gehe ich von einer Schlüsselszene aus, die in diesem Fall die Vorstellung von einem rothaarigen Mädchen auf einem schwarzen Fels war, das einem auslaufenden Fischerboot hinterher schaut. 

Hast du dieses Buch jetzt nach der Veröffentlichung selbst noch einmal gelesen und wenn ja, gibt es da etwas, was du im Nachhinein anders geschrieben hättest?
Nein und Nein. Ich habe es nach 20 Korrekturgängen nicht nochmal gelesen und ich würde es wieder genauso erzählen, wie ich es getan habe, weil ich diese Geschichte genau so liebe.

In dem Buch geht es ja unter anderem auch um zwei Schwestern. Ich könnte mir gut vorstellen, dass man auch über die Schwester Maelys einen Roman schreiben könnte. Ist etwas in dieser Richtung geplant?
Das wird leider nicht verraten  

In deinen bisherigen Romanen gab es immer auch etwas kulinarisches zu lesen, es wird gebacken und gekocht in deinen Büchern. Man kann sich eigentlich darauf verlassen. Welche Rolle spielt die Küche in deinem Leben?
Essen und Genuss sind wesentlicher Bestandteil meiner Bücher und damit auch in meinem Leben. Ein gutes Mahl an einer großen Tafel voller lieber Menschen ist eines der besten Dinge, die uns das Leben bieten kann. Und wer kennt es nicht, dieses Gefühl des perfekten Wohlfühlmoments?

Welche Bücher liest du persönlich am liebsten? Darf es auch mal ein Thriller sein?
Ich lese querbeet, aber meist Romane, die in dem jeweiligen Land spielen, mit dem ich mich gerade beschäftige. Thriller liebe ich auch, besonders die von meinem Verlagskollegen Michael Robotham. 

Wieviel kommende Bücherideen trägst du noch mit dir rum?
Meist so zwei bis drei, aber ich beschäftige mich immer ganz intensiv mit nur einem.

Wie wichtig ist dir das Feedback deiner Leser?
Sehr wichtig. Es ist schön, Lob zu bekommen und hilfreich, konstruktive Kritik zu erhalten. Ich mag meine LeserInnen und bin ihnen gerne nahe.

Es gibt Autoren, die lesen gar keine Rezensionen ihrer Bücher. Dann gibt es welche, die posten jede Rezension in den sozialen Netzwerken. Wie wichtig sind dir Rezensionen und wie gehst du mit Kritik um?
Im großen und ganzen bin ich recht zufrieden mit meinen Rezensionen. Bücher sind wie Musik Geschmackssache, man kann nicht alles mögen und manchmal gibt es eben Zeiten für Limonade und dann auch wieder Zeiten für Champagner. Wer sich öffentlich präsentiert muss auch mit Kritik umgehen können. 

Wann und was werden wir als nächstes von dir lesen können?
Das nächste Buch führt von München in die Provence, wo eine alleinerziehende Mutter um die Liebe ihrer 15-jährigen Tochter kämpfen muss. Es wird ein emotionales, sehr familienbezogenes Buch mit dem wunderschönen Flair eines kleinen Bergdorfs in Südfrankreich – mit vielen lustigen Nebenfiguren


Mein Dank geht an Claudia Winter, die mir hier Rede und Antwort stand.

Die Blogtour in der Übersicht. 

Tag 1 Lesendes Katzenpersonal – Die Autorin und ihr neuer Roman
Tag 2 Katjas Bücher und Rezepte – Claudia Winter und die Welt der Gehörlosen
Tag 3 Claudis Gedankenwelt – Fragen, die noch niemand gestellt hat
Tag 4 Süchtig nach Büchern – Claudia Winters Genusswelten

Viel Spaß beim stöbern