Dienstag, 4. April 2017

[Rezension] Annette Hennig - Blütenträume 02: Leilani, Die Blume des Himmels



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: Tinte & Feder (4. April 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1612185355
ISBN-13: 978-1612185354
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 2,5 x 12,6 cm

Inhalt gem. Amazon:
Eine junge Ärztin, ein wertvolles Gemälde und ein Geheimnis, das die Zeit überdauert hat.

Im Sommer 1990 gerät das Leben der jungen Ärztin Leilani Vonderhoff aus den Fugen. Von den Menschen die ihr wichtig waren verlassen, bricht sie ihre Zelte in Berlin ab und macht sich auf die Suche nach einem Neubeginn, um wieder Ruhe und Ordnung in ihr Leben zu bringen. Auf der Insel Rügen glaubt sie all das zu finden. Die Beschaulichkeit ihrer kleinen neuen Welt ist jedoch nur von kurzer Dauer. Völlig unerwartet wird sie mit dem Vermächtnis ihrer Familie konfrontiert. Neugierig begibt sie sich auf Spurensuche, an deren Ende nichts mehr so sein wird, wie es bisher schien.

Zum Buch:
Es kommt eins zum anderen. Nicht nur Rose, Leilanis Mutter, stirbt, sondern ihr verheirateter Kollege und zudem Liebhaber wendet sich ungeniert einer jüngeren Kollegin zu.
Während sie den Nachlass ihrer Mutter durchsieht und auf deren Wunsch das Haus verkaufen will, findet sie ein Gemälde, das recht wertvoll zu sein scheint und welches eine Villa darstellt. Leilani kann sich schwer vorstellen, wie ihre Mutter an dieses Gemälde gekommen sein soll, denn finanziell wäre sie definitiv dazu nicht in der Lage gewesen. Da sie momentan nichts mehr in Hannover hielt, macht sie kurzerhand gemeinsam mit ihrer Freundin Urlaub und ist auf den Weg an die Küste, wo sie recht bald auch dem Charme der Insel Rügen unterliegt.
Tief vom Verrat ihres Liebhabers getroffen, nimmt sie die Chance eines Neuanfangs auf der Insel Rügen war, als sie sich ihr in Form einer Praxis dort bietet...

Auch dieser Roman der Autorin Annette Hennig spielt auf 2 Zeitebenen. Während die in der Vergangenheit die Zeit von 1945 bis 1961 umfasst, spielt die andere im Jahr 1990 als Gegenwart.
Der Vergangenheitsteil schließt nahtlos an Teil 1, "Floras Traum vom roten Oleander" an. Der Leser erfährt, wie es mit der Familie von Langenberg weitergeht, wobei das Hauptaugenmerk auf das Heranwachsen von Viola geht. Flora von Langenberg, ihre Mutter, hat noch immer das Zepter in der Hand und bestimmt nach eigenem Gütdünken über die Geschicke ihrer Familie. Obwohl als Mensch sehr dominant und fast nicht tragbar, ist sie andererseits erfolgreich und durchsetzungsfähig. Deutlich spürbar ist die Abweisung, die Flora ihrer Tochter Viola entgegenbringt.
Die Reue kommt zu spät, Viola und auch ihrer geliebten Schwester Rose gegenüber.

Im Jahr 1990 ist Leilani die Hauptprotagonistin, eine Ärztin, die in Hannover lebt. Nach dem Tod der Mutter und dem Vertrauensbruch ihres Liebhaber zieht sie sich auf die Insel Rügen zurück, wo sie einen Neuanfang wagt. Das Gemälde, das sie von ihrer verstorbenen Mutter hat, lässt sie Nachforschungen betreiben. Sie findet das Haus auf Rügen. Ihr kommen Fragen und Zweifel, wer war ihre Mutter Rose? Sie war ihre einzige Verwandte, aber stimmte das so? Fragen zu ihrem Vater wurden nie beantwortet. 
Andere Gegenstände kommen ihr zwischen die Finger, die neue Fragen aufwerfen. Wird es ihr gelingen, diese Fragen alle zu beantworten?

Sehr gekonnt hat Annette Hennig wieder die beiden Zeitebenen miteinander verwoben. Fragen, die nach dem Lesen des 1. Bandes beantwortet wurden, bringen neue auf. Auch dieser Teil endet mit einem Cliffhanger und lässt den Leser hoffend zurück, dass es mit der Fortsetzung nicht so lange dauern möge.

Altbekannte Protagonisten, wie beispielsweise Flora und Heinrich aus Teil 1 sind auch hier wieder anzutreffen, denn ihre Geschichte wird ja weitererzählt.
Neu hinzugekommen ist Leilani, eine sympathische junge Frau, die einfach nur Pech mit Männern hat. Auch wenn sie zu Beginn des Buches noch einiges verklärt sah, so ist sie doch eine Frau, die weiß, was sie will und auch, was nicht. Sie muss man einfach mögen, ob man will oder nicht.
Mit Flora ist das so eine andere Sache. Ich weiß nicht wirklich, ob ich die Frau so verdammen soll, wie ich es fühle. Sie ist inzwischen eine alte Frau, die versucht, einiges gut zu machen, zwar immer noch sehr dominant, aber doch bemüht, vergangenes Unrecht wieder gut zu machen.

Ich mag Bücher mit Familiengeheimnissen, die auf verschiedenen Zeitebenen spielen. 
So ist es für mich einfach ein Muss, die Bücher von Annette Hennig zu lesen. Sie kann das, nimmt mich mit auf die Reise und zieht mich in den Strudel der vergangenen und gegenwärtigen Zeit. Durch Angaben der Zeiten fällt es dem Leser leicht, sich zu orientieren. 
Es ist eine wunderbare Geschichte, die noch immer nicht zu Ende ist. Ich fühlte mich wohl beim Lesen und wollte das Buch nicht aus der Hand legen. Das Buch und ich waren verwachsen, schließlich wollte ich wissen, wie es ausgeht.
Nun heißt es wieder warten, bis der letzte Teil der Trilogie erscheint.

Ich mag die Bücher der Autorin und empfehle sie immer gern weiter, so dass ich auch für dieses nur eine klare Kauf- und Leseempfehlung aussprechen kann.
Jedoch sollte vor dem Lesen dieses Buches der 1. Teil gelesen werden.


Reiheninfo:
Blütenträume 01: Floras Traum vom roten Oleander
Blütenträume 02: Leilani - Die Blume des Himmels

Bewertung:


Zur Autorin:
Annette Hennig über sich selbst findet ihr HIER 


Von Annette Hennig wurden gelesen und rezensiert:
    

An dieser Stelle  möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin

                           Annette Hennig 

bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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