Mittwoch, 15. März 2017

[Rezension] Margot S. Baumann - Das Gut in der Toskana



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 364 Seiten
Verlag: Tinte & Feder (7. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1477848568
ISBN-13: 978-1477848562
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 2,5 x 12,6 cm

Inhalt gem. Amazon:
Das hatte sich Allegra anders vorgestellt! Mit Herz und Hand wollte sie ihren italienischen Großvater unterstützen. Schließlich kann er als Gärtner auf einem toskanischen Gut jede Hilfe gebrauchen. Also bricht Allegra voller Elan nach Italien auf und ist ziemlich überrascht, als sie dort nicht wirklich willkommen ist.
Weder ihr mürrischer Großvater noch Massimo, der gutaussehende Neffe des Gutsbesitzers, empfangen sie mit offenen Armen. Doch Gefühle sind wandelbar. Ein gemeinsam aufgedecktes Familiengeheimnis schweißt Allegra und Massimo eng zusammen und stürzt sie in ein unerwartetes Liebeschaos. So müssen beide erkennen, dass hinter den Zypressen der Toskana mehr verborgen liegt, als sie jemals vermutet hätten.
Mit ihrem neuen Buch taucht Margot S. Baumann in die Atmosphäre der toskanischen Landschaft und in die Geschichten und Eigenarten ihrer Bewohner ein. Ein großer Roman, der mit Leichtigkeit von den Herausforderungen des Lebens, der Liebe und ihren Konsequenzen erzählt.

Zum Buch:
Allegra arbeitet in Frankfurt / Main gemeinsam mit ihren Eltern, die ein Bestattungsunternehmen betreiben. Als ihr italienischer Großvater einen Schlaganfall erleidet, ist sie es, die sich auf den Weg macht, um ihm hilfreich zur Seite stehen zu können. Was sie jedoch nicht erwartet hatte, war der unfreundliche Empfang ihres Großvaters, den sie so nicht wiedererkannte. Der sonst so liebevolle und herzliche Mensch hat sich irgendwie in Luft aufgelöst. Allegra jedoch lässt sich nicht vergraulen, auch nicht, als sie auf Massimo trifft. Massimo ist der Neffe des Gutsbesitzers Lorenzo Ferretti, der ein langjähriger Freund von Allegras Großvater ist und auf dessen Landgut dieser lebt.
Massimo ist ein gut aussehender Mann mit Machogehabe, der in Allegra widersprüchliche Gefühle auslöst. Treffen die beiden aufeinander, sieht man die Funken förmlich fliegen, bis sie sich zusammentun, um einem Familiengeheimnis auf die Sprünge zu kommen...

Die Autorin Margot S. Baumann entführt den Leser mit ihrem neuesten Werk in die Toskana.
Durch ihre gekonnte bildhafte Beschreibung hat der Leser das Gefühl, sich vor Ort zu befinden. Jedenfalls erging es mir so. 
Die Beschreibungen der Landschaft versetzten mich in die Toskana, ließen mich die Luft schnuppern und ein Gefühl des Erkennens aufleben, obwohl ich noch nie dort gewesen war.

Allegra ist nicht ganz unglücklich darüber, dass sie es ist, die zu ihrem Großvater fahren soll, nachdem dieser einen Schlaganfall erlitten hatte.
Im Betrieb ihrer Eltern erledigt sie die Buchhaltung, was sie nicht gerade glücklich macht, die Arbeit füllt sie nicht völlig aus. So kommt ihr die Abwechslung, die sie in der Toskana erwartet, gerade recht. Dass sie dabei wieder ihren liebevollen Großvater trifft, freut sie umso mehr. 
Wie überrascht aber ist sie, als sie statt dessen einen mürrischen, schlecht gelaunten Mann antrifft, der so gar keine Ähnlichkeit mit ihrem Großvater hat und der sie am liebsten gleich wieder nach Hause schicken würde.
Aber Allegra ist nicht der Mensch, der sich von irgend etwas abschrecken lässt, sie kann mindestens genauso stur wie ihr Großvater sein.
Auf dem Landgut, auf dem ihr Großvater lebt, trifft sie auf den Angestellten Massimo, nicht wissend, dass er der Neffe des Gutsherren ist. Ihn hält sie für anmaßend, frech und unkompetent, was neben den Missverständnissen auch zu Reibereien kommt. Obwohl sie sich nicht leiden können, besteht eine Anziehung zueinander, der sie sich zu widersetzen versuchen.
Massimo, der noch an seiner Verlobten festhält, stellt das ein oder andere mal fest, dass Allegra sich in bestimmten Dingen wie seine Verlobte verhält. Demzufolge sind doch eh alle Frauen gleich und kennt man eine, kennt man alle.
Erst als sie aufeinander angewiesen sind, um einem Geheimnis auf die Spur zu kommen, erkennen sie, wie der jeweils andere wirklich tickt.

Zum wiederholten Mal hat mich die Autorin in eine mir fremde Umgebung versetzt. Wie gehabt versteht sie es, den Leser in genau diese hineinzuversetzen, sich dort wohl zu fühlen. Am liebsten hätte ich meine Koffer gepackt, um genau das sehen zu wollen, was sie den anderen Touristen aus dem Roman gezeigt hat.
Die Protagonisten Allegra und Massimo machen im Laufe der Geschichte eine Wandlung durch. Obwohl sie mir schon von Beginn an sympathisch waren, verstärkte sich das Gefühl bei mir, als ich miterleben durfte, wie sie einem Geheimnis auf die Spur kommen wollten. Mit Tricks und Überlegung gelingt es ihnen, gemeinsam Informationen zu sammeln, an die der einzelne nicht gekommen wäre. Durch das Zusammenspiel der beiden können sie neues Leid vermeiden.

Das Zusammenspiel von Story, den landestypischen Beschreibungen und der Entwicklung der Geschichte ist stimmig. Gerne habe ich mich gemeinsam mit den Protagonisten in der Toskana aufgehalten und mit ihnen gestritten, gelebt und erkundet. Ich fühlte mich wohl dort und habe traurig die letzte Seite umgeschlagen. Traurig, weil die Geschichte zu Ende war und ich mich von den Protagonisten verabschieden musste.
Das Buch wurde wieder mit einem wunderschönen Cover versehen, das schon stimmlich auf die Toskana einstimmt.
Wie schon so oft, auch dieses Buch der Autorin empfehle ich sehr gern weiter.

Bewertung:


Zur Autorin:
Die Autorin über sich selbst: 
Meine Laufbahn als Dichterin begann in der zweiten Klasse, als ich der Lehrerin erzählte, meine Eltern hätten mich Fahrenden abgekauft. Als Kind immer auf der Grenze zwischen Realität und Phantasie balancierend, schuf ich mir bereits früh eine eigene Welt, in der meine selbstverfassten Geschichten einen wichtigen Platz einnahmen.
 Mit meinen Gedichten möchte ich dem Leser eine andere Sichtweise auf Alltägliches vermitteln. Dabei versuche ich ihm gleichzeitig eine Emotion zu entlocken. Sei es ein Seufzen, ein Schmunzeln oder eine Zeitreise zu einer fernen Erinnerung. Ich sehe mich als Erzählerin, die mit Worten Bilder im Kopf entstehen lassen möchte, die den Leser für einen kurzen Augenblick in eine andere Welt entführen und ihn zugleich unterhalten.
In den letzten Jahren habe ich mich von der Lyrik entfernt und mehr der Prosa zugewandt. Diese Gattung lässt mir mehr Raum, um meine Geschichten zu erzählen. Und das Tolle am Romane schreiben ist, dass ich meinen Protagonisten befehlen kann: spring! Interessant wird es aber erst dann, wenn sie mich fragen: warum?
Heute schreibe ich Romane über Liebe, Verrat, Geheimnisse und Sehnsuchtsorte. Für meine Werke erhielt ich nationale und internationale Preise. Ich mag raue Küsten, schroffe Felswände, Musik, Hunde, das Leben im Allgemeinen, meine Familie und träume von einem Cottage am Meer.


Von Margot S. Baumann wurden gelesen und rezensiert:
     

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin 
Margot S. Baumann sowie dem Verlag 
bedanken, der mir das Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt  hat

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

1 Kommentar:

Margot S. Baumann hat gesagt…

Vielen Dank, liebe Monika für diese tolle Rezension! :-)

Liebe Grüβe

Margot S. Baumann