Dienstag, 7. März 2017

[Lesung] Beate Rösler stellt "Die Töchter des Roten Flusses" vor

Nach langer Zeit hat Kerstin Hohlfeld wieder ihren Lesesalon zum Leben erweckt.
Beate Rösler hieß die Autorin, die als Erste in diesem Jahr lesen sollte.
Ihr neues Buch

war kürzlich erschienen und die Autorin, die in Vietnam lebt, machte während ihrer Lesereise Halt bei Kerstin.

Natürlich konnten wir uns dieses Event nicht entgehen lassen, zumal Kleeblatt das Buch bereits gelesen hat.

Wie immer wurden wir herzlich von der Gastgeberin Kerstin begrüßt und durften uns, auch das ist inzwischen Tradition, an einem auf der Flöte vorgetragenem Musikstück ihrer Tochter Mia erfreuen.
Diese, inzwischen auch älter geworden, wollte sich nicht mehr fotografieren lassen und die Bilder im Internet sehen. Kann man verstehen, deshalb findet auf dem Bild auch Mia ohne Kopf :-)

v.l.: Beate Rösler, Kerstin Hohlfeld

Nachdem Kerstin die Autorin kurz vorgestellt hatte, ging es dann auch schon los. 

Beate Rösler erzählte dem Publikum, wie sie auf die Themen zum Buch gekommen ist. 
In Hanoi traf sie auf ehemalige in der damaligen DDR arbeitende Vietnamesen, mit denen sie ins Gespräch gekommen ist. Aber nicht nur diese Zeit inspirierte sie, sondern auch der Vietnamkrieg und die Nachkriegszeit, die sie ebenfalls in ihrem Buch verarbeitete.

Gleich zu Beginn stellte sie uns die Protagonistin Tuyet und das moderne Vietnam vor. 
In einem ersten Vorlesekapitel lernen wir Tuyet 2015 in Frankfurt / Main kennen, um sie in einem weiteren Kapitel nach dem Fund bestimmter Briefe zu erleben.

Beate Rösler, lesend

Anschließend schwenkte die Autorin zum Anfang des Buches zurück, zum Prolog, in dem wir Hanh und Phong als Kinder im Mai 1970 in Hanoi kennenlernen.

Zurück ins Jahr 2015 erfahren wir Dinge, die Tuyet in Vietnam erlebt, nachdem sie wegen eines Zusammenbruches von der Arbeit beurlaubt wurde. Mit ihrem Freund Alex fliegt sie kurzerhand nach Vietnam, ohne ihn wissen zu lassen, dass sie nach ihrer Mutter suchen will.

Nach einer kurzen Pause erzählte uns Beate Rösler, dass die Vietnamesen der Bildung einen hohen Stellenwert zuordnen, dass sie einen ausgeprägten Ahnenkult hegen und dass es sich um ein recht abergläubisches Volk handelt.

Auf der Suche nach ihrer Mutter, die sie unter ihrer letzten Adresse aufzufinden hofft, findet sie ihre Schwester Tien, die sich alles andere als freundlich ihr gegenüber verhält.
Sie lernt andere Vietnamesen kennen, ob sie jedoch auch ihre Mutter finden wird, das verriet die Autorin natürlich nicht :-)

Kerstin Hohlfeld, die das Buch bereits gelesen hatte, war voller Fragen, von denen sie einige loswerden konnte.
Kerstin fragend

Wie aktuell ist der Krieg noch in den Köpfen der Vietnamesen? Sind die Figuren erfunden?
Interessant darauf waren die Antworten. 
Zwischen den Amerikanern, die den Vietnamkrieg verursachten, und den Vietnamesen gab es zwischenzeitlich eine Annäherung. Ein größeres Problem ist nach wie vor die Diskrepanz zwischen Nord- und Südvietnam. Auch ist so ab Jahrgang 1980 ein vermehrtes Interesse an der Geschichte vorhanden, was bislang nicht vorhanden war.
Beate Rösler interviewte einige Vietnamesen, was sich als Selbstläufer entpuppte, denn viele wollten ihr ihre Familiengeschichten erzählen.
Aus der Fülle der Geschichten, die sie hörte, aus dem Leben in Vietnam, in der ehemaligen DDR und auch in der Gegenwart ist dieser Roman entstanden. Vieles ist in ihm eingeflossen und Bestandteil des Romans, ohne eine einzelne Geschichte widerzuspiegeln.

Nach der Lesung ist vor dem Essen. Wie gewohnt gab es ein vegetarisches Buffet. Mit viel Liebe zubereitet und aufgetischt, schmeckte es wieder unglaublich lecker.

hm...

... lecker

Es gab für uns aber auch eine Premiere. 
Während wir anstandshalber darauf warten wollten, dass die Autorin in Ruhe essen konnte, um anschließend Kleeblatts Buch signieren zu lassen und ein Foto mit Frl. Maunz zu machen, wurde sie gnadenlos in Beschlag genommen.
Kleeblatt hatte keine Chance mehr, an die Autorin zu kommen, Fragen zu stellen und das Buch signieren zu lassen. Angesicht der Tatsache, dass der Wecker 4:45 Uhr seine Arbeit aufnimmt, packten wir Frl. Maunz und das Buch wieder ein und machten uns auf den Heimweg.

An dieser Stelle noch einmal ein Dankeschön für die Einladung an Kerstin und ihren Mann Thomas sowie für das leckere Essen. Es war wie immer sehr schön bei euch und wir kommen sehr gern wieder.

Die Rezension zu dem Buch wird in den nächsten Tagen online gehen.

Kerry und Kleeblatt
  

1 Kommentar:

sommerlese hat gesagt…

Hallo!

Das Buch habe ich auch gern gelesen und diese Lesung durch die Autorin scheint ja richtig toll gewesen zu sein. Was für ein Glück, dass ihr bei Kerstin diese Möglichkeit hattet, ich beneide euch richtig.

Liebe Grüße
sommerlese!