Sonntag, 25. Juni 2017

[Neuzugänge] der 25. KW 2017


In letzter Zeit häufen sich die Neuzugängeposts, die ich (Kleeblatt) allein zu bewerkstelligen habe. So auch diese Woche wieder. Leider 

So, das sind nun meine von der letzten Woche:
 

Kleeblatts Neuzugänge:
Teufl-Heimhilcher, Brigitte - Millionärin wider Willen - Elenas Geheimnis 
Kanitz, Brigitte - Die Herzensammlerin 

 

Kennt ihr bereits eines meiner neuen Bücher bzw. habt ihr sogar schon eines von ihnen gelesen?

Kleeblatt

Donnerstag, 22. Juni 2017

[Hörbuch-Rezension] Jana Lukas - Landliebe



Hör- und Leseprobe



Eckdaten:
Audio CD
Verlag: Random House Audio; Auflage: Gekürzte Lesung (9. Mai 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3837137848
ISBN-13: 978-3837137842
Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 2 x 13,4 cm

Inhalt gem. Amazon:
Ellie hat Geldprobleme und nur eine Chance, ihren Kopf aus der finanziellen Schlinge zu ziehen: die Teilnahme an der TV-Show Landliebe. Vier Wochen muss sie, begleitet von Kameras und in ein Dirndl gequetscht, das bayerische Großstadtdummchen mimen. Das Weingut an der Mosel, das als Drehort dient, ist zwar traumhaft schön, doch Winzer Tom entpuppt sich als hinterwäldlerischer Sturkopf. Und er ist gar nicht erfreut, Ellie als Landliebe-Partnerin aufnehmen zu müssen. Doch Ellie hat weder mit Toms Augen gerechnet noch mit seinem Lächeln, das ein Kribbeln in jeden Winkel ihres Körpers jagt ...

Zum Hörbuch:
Ellie ist arbeitslos und hat obendrauf Schulden in Höhe von 10.000 €, die sie nicht hat. Als ihr ihre Freundin anbietet, an der TV-Show "Landliebe" teilzunehmen, wo sie genau das benötigte Geld gewinnen könnte, glaubt sie nicht recht zu hören. Sie kann nicht glauben, dass ihr die Freundin solch eine Teilnahme zutraut und kann noch weniger glauben, dass sie sich darauf einlässt. Aber ihre Geldnot ist einfach zu groß. Zu allem Unglück soll sie dort auch noch das Großstadtdummchen spielen und in einen Dirndl gezwängt werden.
Auf was hat sie sich da nur wieder eingelassen, aber wenn die Not am größten ist, frisst der Teufel Fliegen.

Der Drehort für die TV-Sendung "Landliebe" ist ein Weingut an der Mosel, das von Tom, dem Winzer, und seinem Bruder betrieben wird. Die Weine, die sie herstellen, wurden schon oft mit Auszeichnungen versehen. Aber sie stehen fast vor dem Ende, brauchen Geld, um ihre Weine weiterhin keltern zu können. Ohne dass Tom Kenntnis davon hat, wird er von seinem Bruder Eric für die Fernsehshow angemeldet. Er soll der Winzer sein, der auf diesem Wege eine Frau sucht. Auch er kann es nicht fassen, dass er sich letztendlich für Geld dazu bereiterklärt, an diesem "Theater" mitzuwirken.

Zu allem Übel soll er sich auch noch mit einer Großstadttussi abgeben, die sich stark schminkt, auf High Heels herumstakt, Dirndl trägt und durch diese TV-Show einen Mann sucht. Zeitverschwendung, Zeit, die er gerade jetzt, so kurz vor der Weinlese nicht hat. Aber des Geldes wegen macht er gute Miene zu bösen Spiel.

Die Autorin Jana Lukas hat hier zwei Protagonisten aufeinanderprallen lassen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Eine aufgeweckte, lebenslustige Großstädterin trifft auf maulfaulen Winzer in einem kleinen Kaff. 
Beiden widerstrebt es, an dieser Show teilzunehmen, aber beide sind unverschuldet finanziell in Not geraten und lassen sich deshalb darauf ein. Die Vorurteile dem anderen gegenüber sind gefasst und werden deutlich gemacht.
Und doch gibt es Momente, wo sie hinter die Fassade des anderen schauen und etwas sehen, was sie nicht erwartet haben, nämlich einen Menschen, den sie gern haben könnten.
Aber die Unterschiede sind zu groß, als dass aus ihnen ernsthaft etwas werden könnte.

Die Autorin gestattet den Lesern, einmal hinter die Fassade von einschlägig inszenierten Fernsehsendungen zu schauen. Ich bin fest davon überzeugt, dass sich viele Sendungen im Hintergrund genauso abspielen. Jana Lukas hat mit ihrer Sichtweise der Dinge sicherlich nicht übertrieben oder es überspitzt dargestellt. Für mich kamen die einzelnen Szenen so glaubhaft rüber, dass ich das Gefühl hatte, sie hätte schon einmal so ein Format im Fernsehen hinter der Kulisse begleitet und es nur noch zu Papier gebracht.

Dieses Buch habe ich als Hörbuch erleben dürfen. Eingelesen wurde es durch die Schauspielerin und Synchron-Sprecherin Diana Amft. Es ist eine angenehme Stimme, mit der man das Geschehen auf dem Weingut gut verfolgen kann. Ich hatte beim Zuhören das Gefühl, sie würde sich beim Lesen genauso über die Story amüsieren wie ich. 

Die Story ist locker, unterhaltsam, spart nicht mit Romantik und lässt sich leicht miterleben. Sicher weiß man schon von Beginn an, wie sie ausgehen wird, aber trotz dieses Wissens macht es einfach nur Spaß, Ellie und Tom auf ihrem Weg zu begleiten. 
Ich fühlte mich mit diesem Buch bestens unterhalten, konnte abschalten und die Story einfach nur auf mich einwirken lassen. Eine perfekte Sommerlektüre, die ich sehr gern weiterempfehle. 

Bewertung:


Zum Autorin:
(Text übernommen vom Randomhouse)
Was tun, wenn man zwei Traumberufe hat? Jana Lukas entschied sich nach dem Abitur, zunächst den bodenständigeren ihrer beiden Träume zu verwirklichen und Polizistin zu werden. Nach über zehn Jahren bei der Kriminalpolizei wagte sie sich an ihren ersten romantischen Thriller und erzählt seitdem von großen Gefühlen und temperamentvollen Charakteren. Denn ihr Motto lautet: Es gibt nicht viele Garantien im Leben … aber in ihren Romanen ist zumindest ein Happy End garantiert. Immer! "Landliebe" ist ihr erster Roman bei Heyne.


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Mittwoch, 21. Juni 2017

[Rezension] Rose Snow - Die 11 Gezeichneten 01: Das erste Buch der Sterne







Eckdaten:
Taschenbuch: 339 Seiten
Verlag: Independently published (19. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1521539626
ISBN-13: 978-1521539620
Größe und/oder Gewicht: 12,9 x 2,2 x 19,8 cm

Inhalt gem. Amazon:
Ohne Dunkelheit könntest du keine Sterne sehen ... Entdecke die neue Trilogie von Bestsellerautorin Rose Snow mit der mitreißenden Geschichte von Stella und Cas
Seit jeher liebt Stella die Sterne - ohne zu ahnen, wie tief ihre Verbindung zu ihnen tatsächlich ist. Das erkennt sie erst, als sie mit ihrem Zwillingsbruder Cas an eine geheimnisvolle Universität gelangt, auf die schon ihre Eltern gegangen sind. Kurz nach der Ankunft begegnet Stella dort dem selbstbewussten Cedric, der nicht nur der heißeste Typ der Uni ist, sondern Stella auch viel zu schnell viel zu nahe kommt. Mit seiner unausstehlichen Art bringt er sie nicht nur aus dem Konzept, sondern sorgt auch für Ereignisse, die Stellas Zukunft tiefgreifend verändern …

Zum Buch:
Cas und Stella sind Zwillinge und gemeinsam freuen sie sich auf die Zeit, die sie zusammen an der Uni Columbia verbringen werden.
Bevor sie jedoch dort ankommen, meinten ihre Eltern, sie müssten ihnen noch eine andere Uni vorstellen, die, an der sie sich beide seinerzeit kennengelernt haben. Die Eltern machen ein Geheimnis um die Westside University, einer Uni mit ganz eigenen Regeln. Mehr verraten sie aber auch nicht und überlassen das dem dortigen Rektor.
Was der ihnen jedoch erzählt, scheint unglaublich zu sein, denn es soll sich um eine magische Uni handeln. Stella und Cas kommen sich veralbert vor, aber dem Anschein nach muss etwas dran sein, denn es geschehen Dinge, die sind nicht zu erklären.
Sie lassen sich dazu überreden, Eignungstests zu machen und plötzlich haben sie einen ungewöhnlichen Bezug zu den Sternen, Cas mehr, Stella weniger.
Die Uni bietet nicht nur wissenschaftsmäßig viel, auch am Freizeitangebot lässt nichts zu wünschen übrig, so ist es schnell beschlossene Sache, dass die beiden dort bleiben und studieren werden...

Früher waren Cas und Stella eine Einheit, sie die strebsame, er der alles auf sich zukommen ließ. Nun aber trennen sich auf dem Unigelände ihre Wege, Cas ist aufgestiegen, Stella gehört zu denen, die nicht so intensiv gefordert werden. Doch sie ist neugierig und lässt nicht locker, denn es passieren seltsame Dinge, die ihr niemand zu erklären vermag oder man ist zum Schweigen ihr gegenüber verpflichtet. Plötzlich ist Cas derjenige, der fast zum Streber wird und Ehrgeiz entwickelt. Es tauchen auch Leute aus seiner Vergangenheit auf, was sich Stella nun gar nicht erklären kann.
Und über allem liegt Magie.

Rose Snow, das Autorenduo, hat schon andere Fantasyreihen geschrieben. Auch in diesem ersten Teil der Trilogie haben sie ihre unendliche Fantasy schweifen lassen und den Leser in ihren Bann gezogen.
Sie nehmen ihn mit auf eine Reise, die anfangs an Harry Potter erinnert und ehrlich, wer kann dem widerstehen? Genauso freudig lässt man sich auf Stella und Cas ein, erlebt Magie hautnah und erlebt Dinge, die unglaublich sind.
Andere Protagonisten wie Cedric, Ethan, Melissa und Tessa bringen nicht nur Konflikte mit in die Story, sie bereichern das Buch wie auch all die vielen anderen Protagonisten.

Der Schreibstil der Autorinnen ist locker und gleichbleibend flüssig zu lesen. Es macht Spaß, sich mit Stella und Cas anzufreunden und sie zu begleiten. Die Spannung steigt und lässt den Leser teilhaben an den Aufgaben, denen sich die beiden stellen müssen.

Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der so richtig fies ist, dass man sich wünscht, man hätte den 2. Teil schon auf Vorrat zu liegen.

Das Cover des Buches ist einfach nur wunderschön zu nennen. In blau - schwarz - weiß gehalten ist es ein absoluter Eyecatcher, der einen anzieht und anspricht.

Ein Buch, in dem nicht nur Küsse und Sterne eine wichtige Rolle spielen. 
Ich habe Stella und Cas gern begleitet und empfehle das Buch sehr gern weiter. 

Bewertung:


Zu den Autorinnen:
Die Autorinnen über sich: (übernommen von HIER):
Rose Snow ist ein Pseudonym. Warum? Weil wir zu zweit schreiben und sich unsere Nachnamen hintereinander ganz schön blöd anhören. Macht Sinn, oder? Also – hinter Rose Snow stehen zwei liebenswerte Österreicherinnen, die schon seit Kindheitstagen gemeinsam Geschichten schreiben.





Von Rose Snow wurden gelesen und rezensiert:
         


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei den Autorinnen 
bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellten.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 18. Juni 2017

[Neuzugänge] der 24. KW 2017


Kerrys Geburtstag ist es zu verdanken, dass diese Woche wir beide wieder mit Neuzugängen am Start sind. 
Obwohl es mit dem Platz langsam eng wird, freut man sich doch über neue Bücher. Geht es euch auch so?

So, das sind nun unsere Neuzugänge der letzten Woche:

Kerrys Neuzugänge:



Kleeblatts Neuzugänge:
Berg, Ellen - Ich schenk dir die Hölle auf Erden 
Snow, Rose - Die elf Gezeichneten: Das erste Buch der Sterne 

 


Kennt ihr bereits eines unserer neuen Bücher bzw. habt ihr sogar schon eines von ihnen gelesen?

Kleeblatt

Freitag, 16. Juni 2017

[Rezension] Rebecca Michéle - Das Flüstern der Wände



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 362 Seiten
Verlag: Dryas Verlag (26. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3940855618
ISBN-13: 978-3940855619
Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 3 x 19 cm

Inhalt gem. Dryas:
Cornwall 1940: Um den Bombenangriffen auf London zu entgehen, bringt Robert Carlyon seine Familie nach Cornwall, wo sie auf dem Landsitz Higher Barton eine Bleibe finden. Während Roberts Frau und sein Sohn sich zunächst schwer in das Landleben einfügen, ist die siebzehnjährige Eve von dem Herrenhaus sofort begeistert. Doch nachts meint sie, jemanden ihren Namen rufen zu hören. Eve erfährt, dass Mitte des 19. Jahrhunderts die junge Evelyn Tremaine spurlos verschwunden ist. Seitdem soll ihr Geist in den Mauern umgehen.

Welches Geheimnis birgt Higher Barton und welche Rolle spielt der alte Lord Tremaine? Eve beginnt nachzuforschen und stößt auf eine unglaubliche Geschichte, die auch ihr eigenes Leben nachhaltig verändern wird.

Zum Buch:
1940: Die Deutschen beginnen ihre Luftangriffe auf London. 
Robert Carlyon hat in Cornwall eine entfernte Cousine, die sich bereit erklärt, seine Familie aufzunehmen. Seine Frau Melanie wie auch sein Sohn Mikey sind nicht wirklich begeistert von der Idee, liegt das Landhaus Higher Barton so ziemlich in der Einöde. Seine Tochter Evelyn, Eve genannt, fühlt sich dort jedoch sofort wohl.
Helen, die Cousine, die sie aufgenommen hat, ist momentan allein mit ihrem Schwiegervater in dem großen Haus, da ihr Mann eingezogen wurde. Sie ist froh über ein wenig Gesellschaft und Hilfe auf dem Anwesen, denn ihr Schwiegervater wird von ihr nur versorgt, an dem Leben dort nimmt er jedoch nicht teil. Er bewohnt ein paar Räume im Haus und ist für alle mehr oder weniger unsichtbar.
Obwohl sich Eve dort wohlfühlt, ist sie beunruhigt. Nachts hört sie eine Stimme, die ihren Namen - Evelyn - ruft. 
Stimmt es, dass es sich um einen Geist handelt, von dem die Dorfbewohner erzählen? Wieso reagieren Helen und auch deren Schwiegervater eigenartig, wenn sie den Namen Evelyn in den Mund nimmt?
Eve kommt nicht zur Ruhe, sie will wissen, wer diese Evelyn war, die einst in diesem Haus wohnte...

Eve ist aufgeschlossen und neugierig. 
Als sie von dem Gerücht hört, dass auf Higher Barton ein Geist wandelt und da sie auch das Gefühl hat, dass jemand ihren Namen gerufen hat, will sie den Dingen auf den Grund gehen.
Sie ist begeistert von Higher Barton und fängt an, sich für die Geschichte des Anwesens zu interessieren. Dabei stößt sie auf den Namen Evelyn. 
Vor nicht ganz 100 Jahren lebte bereits eine Evelyn auf dem Anwesen, über deren Verbleib Vermutungen getuschelt werden.
Helen und auch der Lord reagieren ungehalten, als Eve sie nach der Evelyn fragt.

Aber nach und nach erschließt sich aus Erzählungen Evelyns Leben. 
Evelyn ist die Tochter eines Minenbesitzers, der nach dem Tod seiner Frau ein weiteres Mal geheiratet hatte. Die Frau brachte einen Sohn mit in die Ehe, den der Vater adoptierte und der später auch die Mine erben sollte. Aber im Gegensatz zu Evelyn, die jünger war, interessierte er sich so gar nicht für die Arbeit im Bergwerk, er gab das Geld lieber aus, das sein Adoptivvater verdiente. Evelyn war ganz die Tochter ihres Vaters und interessierte sich für die Mine, die Arbeiter und alles, was mit ihr zusammenhing. Sie war verantwortungsbewusst, stand für die Arbeiter ein und hätte liebend gern Bergbau studiert. Aber es war das Jahr 1850 und es war nicht üblich, dass Frauen studierten.

Die Autorin versteht es geschickt, das Leben in zwei Zeitebenen widerzuspiegeln. Die Zeitstränge verlaufen im Jahr 1850 und 1940. 
Im 19. Jh. geht es um die Geschichte von Evelyn, einer Frau, die nie die Chance bekam, das tun zu können, was ihr am meisten am Herzen lag. Sie ist eingefercht in die Zwänge des 19. Jh., obwohl sie noch das große Glück hatte, dass ihr Vater ihr zur Seite stand und sie an seiner Arbeit teilhaben ließ.

Im Jahr 1940 tobt der 2. Weltkrieg noch in vollem Umfang. London wird von Deutschland aus der Luft angegriffen und wer flüchten kann, tut das. Hier wird dem Leser ein kleiner Einblick in die Geschichte des Weltkrieges gewährt, dem Kampf ums tägliche Überleben, den Entbehrungen und Ängsten, denen die Menschen ausgesetzt waren.

Ein wunderbarer Roman, der mich fesseln konnte. 
Ich mag Geschichten, die sich auf mehreren Zeitebenen abspielen. Die Autorin hat mit den beiden Evelyns Protagonistinnen geschaffen, die für das einstehen, was sie lieben. Das Schicksal meinte es ungleich gut mit ihnen, aber sie haben Wünsche und Hoffnungen, für die sie leben und für die sie alles tun.
Ich mochte beide Protagonistinnen sehr und konnte mich gut in sie hineinversetzen.
Das Buch bringt dem Leser nicht nur ein wenig Geschichte nahe, es ist auch spannend geschrieben. Natürlich möchte man wissen, wie es Evelyn ergangen ist, ob sie der "Geist" ist, der Eve ihren Namen zuflüstert oder was es damit auf sich hat. Obwohl ein wenig vorhersehbar, war die Geschichte zu keiner Zeit langweilig, ganz im Gegenteil. Mich ließ sie nicht los, ich musste einfach weiterlesen.   

Ich empfehle das Buch sehr gern weiter.

Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen von Dryas)
Rebecca Michéle, geboren 1963 in Süddeutschland, lebt mit Ihrem Mann in der Nähe von Stuttgart. Seit 15 Jahren widmet sie sich ausschließlich dem Schreiben und hat bereits mehrere historische Romane und Krimis veröffentlicht.

Von Rebecca Michéle / Ricarda Martin wurden gelesen und rezensiert:
 

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin

bedanken, von der ich das Buch bei einem Gewinnspiel erhalten habe.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Mittwoch, 14. Juni 2017

[Rezension] Jutta Maria Herrmann - Amnesia - Ich muss mich erinnern




Leseprobe 



Eckdaten:
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426519976
ISBN-13: 978-3426519974
Größe und/oder Gewicht: 12,4 x 2,2 x 19 cm

Inhalt gem. Amazon: 
Du hast nichts zu verlieren.
Du hast eine mörderische Wut.
Und du kannst dich an nichts erinnern …
Als die Berlinerin Helen die Diagnose Krebs im Endstadium erhält, ist es ihr einziger Wunsch, sich vor ihrem Tod endlich mit ihrer Mutter auszusöhnen, zu der sie ein schwieriges und distanziertes Verhältnis hat. Bei ihrer Familie in der südwestdeutschen Heimat angekommen, muss sie dann schockiert erfahren, dass ihre schwangere Schwester Kristin von ihrem Ehemann Leon misshandelt wird. Am liebsten würde Helen Leon dafür umbringen, zu verlieren hat sie ja nichts mehr. Aber einen Menschen töten? Helen glaubt nicht, dass sie dazu wirklich fähig ist.
Am nächsten Morgen allerdings ist Leon tot – und Helen, die Medikamente mit schwersten Nebenwirkungen nimmt, hat keinerlei Erinnerung an die vergangene Nacht. Amnesie …
Die deutsche Spannungs-Autorin Jutta Maria Herrmann legt endlich nach und blickt mit ihrem düsteren und psychologisch tiefgründigen Thriller in die menschlichen Abgründe. Ein Psycho-Thriller der Extraklasse!

Zum Buch:
Helen ist schon ziemlich am Boden zerstört, seit sie die Diagnose Krebs im Endstadion erhalten hat. Nun jedoch hält sie einen Zettel ihres Freundes in den Händen, auf dem nur "Leb wohl" steht.
Er ist weg, weg für immer. Er hat sie allein und im Stich gelassen. 
Wer bleibt ihr jetzt noch? Ihre Mutter und ihre Schwester, aber zu denen hat sie nur ein sporadisches Verhältnis, was man nicht wirklich herzlich nennen kann. Aber sie weiß, sie will nicht allein sterben, also packt sie ihre Sachen und macht sich auf den Weg nach Süddeutschland.
Der Empfang ist alles andere als herzlich, aber zumindest scheint sich ihre Schwester Kristin über den Besuch zu freuen. Ihre Mutter ist froh, dass sie nicht vorhat, bei ihr zu schlafen, sondern mit rüber zu Kristin und ihrem Mann geht.
Leon, Kristins Mann, kennt sie noch von früher und da gab es einmal ein sehr unschönes Erlebnis, von dem Kristin nichts wissen darf. Leon droht ihr, wenn sie es erzählen würde und auch ihre Mutter rät ihr davon ab.
Aber wer ist Leon inzwischen? Hat er sich verändert oder ist er noch immer so brutal wie einst? Schlägt er ihre Schwester, denn alles scheint darauf hinzuweisen, auch wenn diese es abstreitet.

Dann ist Leon plötzlich tot. Kristin, die im 3. Monat schwanger ist, ist untröstlich, auch, weil er brutal ermordet wurde.
Wer ist der Täter? Kann es sein, dass es Helen selbst war? Durch die Einnahme von Medikamenten erlebt sie immer wieder Blackouts, fehlen ihr Minuten, ja Stunden, von denen sie nichts mehr weiß. Aber wäre sie zu einem Mord fähig? Alles scheint darauf hinzuweisen...

Der Autorin gelingt es ausgezeichnet, die Zweifel auch an den Leser weiterzureichen. Ist Helen in der Lage, für ihre Schwester einen Mord zu begehen? 
Helen ist schwer krank, die Ärztin gab ihr höchstens noch ein Jahr zu leben. Ein Jahr, das geprägt sein wird mit den Gedanken an Tod, Krankheit und Schmerzen. Sie ist soweit, dass sie weiß, dass sie nichts mehr ändern kann, nichts mehr zu verlieren hat.

Seit sie jedoch bei Mutter und Schwester aufgeschlagen ist, geschehen Dinge, auf die sie keinen Einfluss hat, die aber auch Rückblicke auf ihre Vergangenheit bringen, einem Ereignis, dem sie entflohen ist, das sie aber nie vergessen hat. Sie hat in den vergangenen Jahren Abstand gehalten, nun aber kommt alles wieder hoch. 
Aber die Frage, ob sie in der Lage wäre, einen Mord zu begehen, bleibt auch bei ihr bestehen.
Helen leidet unter Halluzinationen, was ist Wahrheit und Realität, was eine Wahnvorstellung?

Lange Zeit ist offen, in welche Richtung sich das Ende bewegen wird. Verdächtige gibt es den ein oder anderen, aber wer wird es letztendlich sein? Eine Frage, die den Leser ein Weilchen beschäftigt. 
Das Ende ist dann wieder stimmig und hinterlässt ein fast gutes Gefühl.

Der Thriller war spannend geschrieben, legt aber auch einen großen Fokus auf die Erkrankung der Protagonistin Helen selbst. Die Einnahme der lebensnotwendigen Medikamente setzten sie außer Kraft, machten sie unzurechnungsfähig. Nur die Tatsache, dass sie nicht mehr wusste, ob sie schon eine Tablette genommen hatte und lieber noch eine nahm, störte mich ein wenig. 

Ein Thriller, der den Leser packt und nicht mehr los lässt. Man will wissen, wie es ausgeht, wer der Täter ist und ist nicht in der Lage, das Buch aus der Hand zu legen. 
Mir hat er sehr gut gefallen und ich empfehle ihn gern weiter.

Bewertung:



Zur Autorin:
(Text übernommen von Knaur)

Mitte der Achtziger strandete die Saarländerin Jutta Maria Herrmann in Berlin, studierte Germanistik und Filmwissenschaften, sympathisierte mit der Hausbesetzerszene und stürzte sich ins Nachtleben. Sie war u.a. als Buchhändlerin, Putzfrau, Sekretärin, Synchrondrehbuch-Autorin und Veranstalterin von Punkkonzerten tätig. Heute arbeitet sie für eine Tageszeitung und lebt mit ihrem Mann, dem Autor Thomas Nommensen, vor den Toren Berlins. 

Von Jutta Maria Herrmann wurden gelesen und rezensiert:
 http://lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/2016/06/rezension-jutta-maria-herrmann-schuld.html 


Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin Jutta Maria Herrmann und der




bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Premieren-Lesung] Jutta Maria Herrmann stellt "Amnesia - Ich muss mich erinnern" vor

Ein weiteres Mal lud die Buchhandlung "Totsicher" zu einer Lesung ein.
Dem Aufruf sind wir wieder gern gefolgt, denn es handelte sich um Jutta Maria Herrmann, die hier ihren dritten Thriller vorstellte.

Ankündigung für die Lesung in der Buchhandlung "Totsicher" 


 
Jutta Maria Herrmann und ihr dritter Thriller "Amnesia"

Nach einer kurzen Begrüßung durch die Buchhändlerin Grit Burkhardt ging das Wort auch schon an die Autorin, die sich kurz vorstellte.

Jutta Maria Herrmann

So erfuhren wir, dass sie im Saarland geboren wurde, aber bereits in den 80er Jahren nach Berlin kam. Sie studierte Germanistik und Filmwissenschaften und organisierte Rock- und Punkkonzerte. Sie war Drehsynchronübersetzerin und ist heute für eine Rheinländische Zeitung journalistisch tätig. In ihrer Freizeit schrieb und schreibt sie Bücher.
Dann schwenkte sie auch schon zum Buch ab.
Jutta Maria Herrmann erzählte, dass das Setting des Buches zwar in Berlin beginnt, aber der Handlungsort von Berlin weg in eine Kleinstadt führt.

Dem folgte dann der Leseteil, den die Autorin mit dem Prolog begann und weiterführte mit dem Lesen von Tag 1. Tag 1 ist der 1. von 6 Tagen, in denen die Geschichte unterteilt ist. 
Im vorgetragenen Leseabschnitt lernten wir die Familie der Protagonistin Helen kennen.
Diese ist schwer krank und nach Hause gefahren, um sich von ihrer Familie zu verabschieden, mit der sie nicht mehr viel gemein und zu der sie so gut wie keinen Kontakt hat.
Dort angekommen, muss sie feststellen, dass nicht jeder sich freut, sie zu sehen...

Jutta Maria Herrmann, lesend

Die Autorin hat die zu lesenden Abschnitte gut ausgewählt, sie machten neugierig auf das Buch und lassen den Zuhörer Fragen stellen, die nur nach der Lektüre des Buches beantwortet werden können.

Die Möglichkeit, Fragen an die Autorin zu stellen, wurde nur von einer Zuhörerin genutzt
Dann war auch schon die Lesung beendet.
Natürlich konnte Kleeblatt, die das Buch schon gelesen hat, nicht ohne Signatur ihres Buches nach Hause gehen, so dass dieses noch veredelt wurde.

Kleeblatts Buch wird veredelt


Der Abend war wieder viel zu schnell vorbei, so dass wir kurz darauf den Heimweg antraten.
Vielen Dank an Jutta Maria Herrmann, die wunderbar gelesen hatte und so auf ihr Buch neugierig gemacht hatte.

Kleeblatt und Kerry

Dienstag, 13. Juni 2017

[Rezension] Brigitte Teufl-Heimhilcher - Rosenschlösschen 02: Champagner und ein Stück vom Glück



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 220 Seiten
Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (14. Dezember 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3743139553
ISBN-13: 978-3743139558
Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 1,2 x 20,3 cm

Inhalt gem. Amazon:
Von der Liebe hat die Wienerin Helga erst einmal genug. Schließlich hat sie immer noch ganz schön an der Scheidung von ihrem Mann zu knabbern. Einziger Trost ist ihr zwölfjähriger Sohn, der sich allerdings Schöneres vorstellen kann, als ständig mit seiner Mutter zusammenzuhängen.
Ihre feste Absicht, der Liebe erst mal aus dem Weg zu gehen, gerät jedoch ins Wanken, als der charismatische Hamburger Sternekoch Lars König in ihr Leben tritt. Der macht ihr deutliche Avancen - aber kann sie die wirklich ernst nehmen? Als dann auch noch ihr Ex-Mann vor der Tür steht und zu ihr zurück möchte, ist das Gefühlschaos perfekt. Kann Helga ihr Herz wieder für die Liebe öffnen? Und für welchen Mann wird sie sich entscheiden?
Eine turbulente Beziehungsgeschichte rund um die Irrungen und Wirrungen der Liebe, die romantisch-fröhliche Lesestunden verspricht. Der heitere Liebesroman wird von zahlreichen Genuss-Rezepten begleitet.

Zum Buch:
Helga, die ehemalige Assistentin von Susanne aus Band 1, lernte Lars, den Starkoch bereits kennen. Die Anziehung zwischen den Beiden ist groß, so dass recht schnell klar war, dass sie sich wiedersehen wollen.
Obwohl Helga in Wien und Lars in Hamburg lebt, gelingt es ihnen, eine Beziehung zu pflegen.
Helga ist mit dem Arrangement zufrieden, das sie getroffen haben und würde das gern beibehalten, jedoch Lars will mehr von ihr.
Als jetzt auch noch ihr Sohn Benny ins pupertierende Alter kommt und Ansprüche stellt, ist sie ganz Muttertier. Alles zum Wohl des Kindes, Eigenleben, was ist das? Sie ist diejenige, die immer zurücktritt. 
Auch ihr Geschiedener ist mit seiner Freiheit, auf die er so erpicht war, nicht mehr ganz so scharf. Vielleicht lässt sich Helga ja erweichen und nimmt ihn wieder auf? Ein Versuch ist es wohl wert. Er tut alles, denn scheinbar wird es ernst zwischen Helga und Lars, aber vielleicht kann man ja noch was dran drehen...

Auch in dem zweiten Teil, in dem es unter anderem auch um das Rosenschlösschen geht, hat die Autorin Protagonisten gewählt, die um die 50 Jahre alt sind. Sie sind dem Leser schon aus dem Buch "Neubeginn im Rosenschlösschen" bekannt, aber nunmehr die Hauptprotagonisten im vorliegenden Band. 
Helga und Lars haben schon einiges erlebt, haben Ehen hinter sich und gehen mit Gefühlen nicht leichtfertig um.

Nachfühlbar übermittelt die Autorin dem Leser das Hin- und Hergerissensein von Helga und dem Spagat, den sie zwischen ihrem Geschiedenen, Benny und Lars vollbringen muss.
Lars hatten neben seiner Beziehung zu Helga auch noch Probleme, die seinem Restaurant gelten. Während er sich um einen 3. Stern für seinen Laden bemüht, gibt es jemanden, der ihm Knüppel zwischen die Beine wirft und er glaubt auch zu wissen, wer es ist.

Zwischenmenschliche Beziehungen, gepaart mit den Auseinandersetzungen um das tägliche "Überleben" machen diesen Roman zu einer unterhaltsamen Lektüre, die man nicht aus der Hand legen mag. Gespannt verfolgt man die Beziehung der beiden und fragt sich nicht nur einmal, wie wollen sie das räumliche Problem lösen? Hat ihre Beziehung überhaupt eine Chance und wie soll das funktionieren?
Die Protagonisten sind sympathisch und man hat das Gefühl, sie zu kennen. Es sind Leute wie du und ich, behaftet mit Problemen, die man teilweise selbst kennt.

Wie schon im ersten Teil gibt es auch in diesem Buch vor jedem neuen Kapitel ein Rezept, das man am liebsten sofort nachmachen würde. Es macht Spaß, sie zu lesen. Ich wünschte mir für diese jedoch ein eigenes kleines Inhaltsverzeichnis, so dass das nachschlagen einfacher und die Suche eingeschränkt wäre. Denn dass ich das ein oder andere nachkochen werde, ist gewiss.

Auch für dieses Buch spreche ich eine klare Leseempfehlung aus. Ich habe mich damit sehr gut unterhalten.


Reiheninfo:
Rosenschlösschen 01: Neubeginn im Rosenschlösschen
Rosenschlösschen 02: Champagner und ein Stück vom Glück


Bewertung:




Zur Autorin:

(übernommen von ihrer HP)
Geboren: 1955, im Zeichen des Zwillings
Wohnort: Wien
Beruf: Immobilienbewerter und Autorin
Verheiratet
Lebensmotto: Jeder Mensch kann glücklich sein, wenn er nur will.
Lesestoff: unterhaltsame Belletristik, Gesellschaftsroman
Literarische Vorbilder: Utta Danella, Erich Kästner, Georgette Heyer
Sportliche Aktivitäten: Spaziergänge mit und ohne Golfschläger.
Hobbies: Kochen, Essen, Kommunizieren.


Von Brigitte Teufl-Heimhilcher wurden gelesen und rezensiert:
         


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin


bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hatte.



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt