Samstag, 30. April 2016

[Tommy] ACHT !!!

Hallo ihr da draußen.
Wisst ihr eigentlich, was für ein wichtiger Tag heute ist?
Ich, der Tommy, werde heute 8 Jahre alt und ich bin der Große hier.
Mein Ersatzpersonal meint zwar immer, ich wäre noch immer klein und kein richtiger Kater, aber mein Frauchen sagt, dass das nicht wahr ist.

Heute also habe ich Geburtstag und das ist mit der schönste Tag im Jahr.
Nicht, dass wir sonst nicht auch verwöhnt werden, aber an so einem Tag wird man das noch mehr.


Nun ist es schon wieder ein Jahr her, dass ihr von mir gehört habt, so dass ich es auch an der Zeit finde, mich mal wieder zu melden.
Mein Frauchen sagt, ich mache noch genauso viel Unsinn wie ein von Anfang an und es wäre unglaublich, dass mir immer noch was neues einfällt.
Neuerdings bin ich auf Selbstversorgung umgestiegen. Mein Personal findet das zwar nicht lustig, aber ich schon. Wenn sie nämlich vergisst, den Deckel von unserem Futter richtig fest anzudrücken, dann komme ich gut ran und hole für die Lucky und mich immer mal ein Tütchen raus.


Auch sonst habe ich immer das Bedürfnis, überall reinkrauchen zu müssen, was mein Frauchen auch nicht jedesmal in Entzückensschreie ausrufen läss. Kann ich irgendwie nicht verstehen.





Ach ja, so ein Geburtstag bringt natürlich auch Geschenke ins Haus. Das hier ist das Geschenk von unserem Ersatzpersonal, der Kerry. Das Fresschen lieben wir. Die Näpfe sind danach so sauber, die könnten glatt in den Schrank hinterher gestellt werden.
Dann gab es noch gaaaaaanz viele Leckerlis, die werden aber eingeteilt. Schade, aber ist auch besser so.


So, nun habt ihr Gelegenheit, mir zum Geburtstag zu gratulieren. Ich freue mich schon darauf.

Macht's gut bis zum nächsten Jahr
Euer Tommy

Freitag, 29. April 2016

[Rezension] Karen Rose - Dornenmädchen (Band 1)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 896
ISBN: 978-3-426-51707-9
Erscheinungstermin: 1. Oktober 2015
Format:
Broschiert
Verlag: Knaur


Klappentext: gem. Droemer Knaur:
Gnadenlos gejagt von einem Stalker, flieht Faith an den Ort, der ihr seit ihrer Kindheit Alpträume bereitet: in das abgeschiedene, leerstehende Herrenhaus ihrer Familie, in dem ihre Mutter vor 23 Jahren Selbstmord beging. Hier will sie unter neuer Identität einen Neuanfang wagen. Doch was sie in dem alten Anwesen erwartet, übertrifft all ihre Ängste. Auf der Zufahrtstraße dorthin taumelt ihr eine schlimm zugerichtete, nackte junge Frau vors Auto. Bei den anschließenden Ermittlungen stößt das FBI unter dem Kellerboden der Villa auf sorgfältig präparierte Frauenleichen. FBI-Agent Deacon Novak zweifelt an Faith‘ Unschuld, doch gleichzeitig fasziniert ihn die hübsche Zeugin. Gemeinsam betreten sie einen düsteren Pfad, der weit in Faith‘ Vergangenheit führt.


Rezension: 
Noch vor wenigen Wochen war Faith Corcoran eine angesehene Therapeutin, die mit Sexualstraftätern gearbeitet hat. Doch alles änderte sich, als es einer ihrer Patienten es auf sie abgesehen hat. Er stalkt sie und trachtet ihr nach dem Leben. Mehrere Mordanschläge hat die junge Frau schon überlebt, doch sie weiß, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sie ihm nicht mehr entkommen wird. Von daher entschließt sie sich zu einem radikalen Schritt - sie bricht alle Brücken hinter sich ab, ändert ihren Namen und zieht sich in das Haus zurück, dass ihre Großmutter ihr vererbt hat.

Wie ernst es ihr ist, merkt man daran, dass sie tatsächlich in dieses Haus zieht, denn hier beging ihre Mutter vor 23 Jahren Selbstmord. Doch auf dem Weg dorthin trifft sie mit ihrem Auto (im wahrsten Sinne des Wortes) auf eine nackte, schwer verletzte junge Frau. Die junge Frau, der die Flucht vor ihrem Peiniger gelungen ist, war tatsächlich auf der "Suche" nach Faith. Die anschließenden Ermittlungen offenbaren schreckliches. Mehr zufällig werden unter dem Kellerboden von Faiths Haus mehrere Frauenleichen gefunden. FBI-Agent Deacon Novak glaubt nicht an die Unschuld von Faith, doch irgendwas hat sie, was ihn fasziniert.

Auch Faith, die eigentlich mit allem abgeschlossen hat, inklusive Männer versteht sich, lässt der attraktive Agent nicht kalt. Sie weiß jedoch, dass sie erst die Schrecken der Vergangenheit aufklären muss, bevor sie sich eine neue Zukunft aufbauen kann. Gemeinsam mit Novak begibt sie sich auf eine Reise in die Vergangenheit ihrer Familie und dabei offenbart sich ihnen unmenschliches ...


Der 1. Band der Faith-Reihe! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich arbeitet. Besonders faszinierend fand ich, wie sich nach und nach die Vergangenheit von Faiths Familie zu einem klaren Bild ergab und in mir immer mehr das Verständnis wuchs, warum sie das alles verdrängt hat. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Besonders fasziniert war ich von Deacon Novak, der in meinen Augen einen außergewöhnlichen Ermittler darstellt, denn obwohl der nicht an die Unschuld von Faith glaubt, ist er bereit, über seine eigenen Vorstellungen hinauszugehen, um zu erfahren, was sich wirklich ereignet hat. Den Schreibstil kann ich nur als fesselnd beschreiben, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir dieses Buch spannende Lesestunden bereitet hat und ich jetzt schon gespannt wie, wie es weitergeht.

Bewertung


Die Autorin:
Karen Rose studierte an der Universität von Maryland, Washington, D. C. Ihre hochspannenden Thriller sind preisgekrönte internationale Topseller, die in viele verschiedene Sprachen übersetzt worden sind. Auch in Deutschland feiert die Bestsellerautorin große Erfolge. „Todesstoß“ stand auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste. Wenn Karen Rose nicht gerade Thriller schreibt oder auf Weltreise ist, lebt sie mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in Florida. (übernommen von Droemer Knaur)


Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich  mir geliehen. 


[Rezension] Jonas Jonasson - Die Analphabetin, die rechnen konnte



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 448
ISBN: 978-3-570-58512-2  
Erscheinungstermin: 15. November 2013
Format: Hardcover

Verlag: carl´s books



Klappentext: gem. Random House:
Die aberwitzige Geschichte der jungen Afrikanerin Nombeko, die zwar nicht lesen kann, aber ein Rechengenie ist, fast zufällig bei der Konstruktion nuklearer Sprengköpfe mithilft und nebenbei Verhandlungen mit den Mächtigen der Welt führt. Nach einem besonders brisanten Geschäft setzt sie sich nach Schweden ab, wo ihr die große Liebe begegnet. Das bringt nicht nur ihr eigenes Leben, sondern gleich die gesamte Weltpolitik durcheinander...


Rezension: 
Die kleine Nombeko muss schon als 5-jährige schwere Eimer voller menschlicher Exkremente im Soweto schleppen, denn so etwas wie eine funktionierende Kanalisation gibt es in der Townshipsiedlung nicht. Nombeko ist ein cleveres Mädchen, das vielleicht nicht lesen kann, dafür aber besser rechnen, als jeder Taschenrechner. Schnell steigt das Mädchen in der Hierarchie der Exkrementenbeseitigung auf und wird die rechte Hand des Chefs. Als dieser abgesetzt wird, übernimmt sie diesen Posten. Tatsächlich gelingt es ihr, die wenigen Geldern, die ihr zur Verfügung stehen, zu verwalten und dennoch sind ihre Tage gezählt. Als Nombeko genügend Geld zusammen hat, will sie ihr Glück in der großen Stadt versuchen.

Doch kaum dort angekommen, wird sie von einem betrunkenen Ingenieur angefahren. Anstatt sie vor Gericht Schmerzensgeld zugesprochen bekommt, muss sie jahrelang beim Ingenieur arbeiten, um die Schäden an seinem Wagen abzubezahlen. Nombeko scheint einfach kein Glück zu haben - zumindest nicht, wenn es darum geht, ihre eigenen Träume zu verwirklichen. Beim Ingenieur lernt sie drei chinesische Schwestern kennen, die ihren Nutzen aus der Arbeit beim Ingenieur ziehen.

Nachdem der Ingenieur, der mit dem Bau von einer Atombombe beauftragt wurde, bei der Regierung in Ungnade fällt, gelingt Nombeko schlussendlich die Flucht nach Schweden. Dort angekommen gelingt es ihr durch einen Trick, das Asylheim zu verlassen und unterzutauchen. Final trifft sie in Schweden auf Holger und dessen Zwillingsbruder Holger. Als wäre das nicht schon verwirrend genug, gibt es da noch eine Kleinigkeit, die Nombeko mit im Gepäck hat - eine Atombombe, die es nicht geben dürfte ...


Die Analphabetin und die Atombombe! Der Plot wurde herrlich skurril und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders schön fand ich, wie unvorhersehbar der Plot erarbeitet war. Das einzige, was für mich von Anfang an feststand, ist, dass mich die Reise nach Schweden führen würde - vom Rest habe ich mich einfach überraschen lassen. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Besonders ans Herz gewachsen ist mir der (intelligente) Holger, der einfach nur sein Herz auf dem rechten Fleck hat, jedoch leider in seinem Leben auch immer nicht so vorankommt, wie es ihm zustünde, da er wiederholt die Fehler seines Zwillingsbruders Holger ausbügeln muss. Den Schreibstil empfand ich sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

Bewertung


Von Jonas Jonasson bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufbanner ist erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)


Der Autor:
Jonas Jonasson, geboren 1961 im schwedischen Växjö, arbeitete nach seinem Studium in Göteborg als Journalist unter anderem für die Zeitungen „Smålandsposten“ und „Expressen“. Später gründete er eine eigene Medien-Consulting-Firma. Doch nach 20 Jahren in der Medienwelt verkaufte er seine Firma und schrieb den Roman, über den er schon jahrelang nachgedacht hatte: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand. Das Buch trat in Schweden eine regelrechte Allan-Karlsson-Manie los und wurde zu einem Weltbestseller. Auch die Verfilmung war international höchst erfolgreich. Im November 2013 erschien Jonassons zweiter Roman Die Analphabetin, die rechnen konnte in Deutschland und wurde sofort zum Nr.-1-Bestseller. (übernommen von Random House)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich  mir geliehen. 


Donnerstag, 28. April 2016

[Rezension] Inge Löhnig - Scherbenparadies



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 264
ISBN: 978-3-401-06602-8
Erscheinungstermin:
1. Juli 2011 
Format: Taschenbuch
Verlag: Arena


Klappentext gem. Arena:
Sandra hat ein Geheimnis, von dem niemand wissen darf: Seit ihre alkoholabhängige Mutter zu Hause ausgezogen ist, kümmert sie sich alleine um ihre kleine Schwester Vanessa. Alles geht gut, bis Sandra sich Hals über Kopf in ihren jungen Klassenlehrer verliebt. Ohne es zu ahnen, macht sie sich damit zur Konkurrentin und löst eine Welle des Hasses bei ihren Mitschülern aus, die immer unkontrollierbarer wird.


Rezension:
Die 17-jährige Sandra hat es nicht leicht in ihrem Leben. Sie ist die Tochter einer alleinerziehenden Mutter, die von Hartz IV lebt und sich von der staatlichen Unterstützung zusammen mit Sandra und der jüngeren Tochter Vanessa durchbringen muss - oder auch nicht. Denn Tatsache ist, so schlimm die Situation auch ist, es gipfelt darin, dass die Mutter mehr oder weniger ihre Kinder verlassen hat und zu ihrem Freund abgehauen ist. So ist es Sandras Aufgabe, sich um ihre kleine Schwester zu kümmern - während die Mutter nur alle paar Wochen vorbeikommt und lediglich ein bisschen Geld für den Unterhalt ihrer Kinder in der Wohnung lässt. Meist sieht sie sogar zu, dass sie ihren Kindern nicht über den Weg läuft, um sich nicht den Vorwürfen ihrer ältesten Tochter stellen zu müssen.

Für Sandra ist es mehr als schwierig, ihre kleine Schwester zu versorgen, denn das Geld reicht vorne und hinten nicht. Oftmals hat sie nur Centbeträge, um einzukaufen und wenigstens ihr etwas zu Essen auf den Tisch zu stellen. Sandra hingegen magert immer weiter ab, sodass sie in der Schule bereits als magersüchtig verschrien ist. Solche Sprüche sind Sandra egal, wichtig ist ihr nur, dass sie irgendwie ihre kleine Schwester durch kriegt. Sandras schulische Leistungen bleiben dabei fast auf der Strecke.

Nils Joswig ist ein neuer Lehrer an Sandras Schule und wenn sie ehrlich ist, sie ist vom ersten Moment an in ihn verliebt. Auch er scheint sich sehr um das verschlossene Mädchen zu bemühen und versucht sie zu unterstützen, doch wie könnte sie sich irgendjemanden offenbaren? Sie könnte sie berichten, wie ihr Leben wirklich aussieht, wenn doch immer die Angst vor dem Jugendamt da ist, dass ihre kleine Schwester in ein Heim oder eine Pflegefamilie stecken würde und die beiden Schwestern unweigerlich trennen? Sandra weiß keinen Ausweg, doch was noch schlimmer ist, zwar ist sie nicht die beliebteste Schülerin ihrer Klasse, aber sie scheint ernsthaft eine Feindin zu haben, die sie mobbt und dies bis ans äußerste treibt ...


Wenn alles aussichtslos erscheint ... Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Über die Authentizität des Plots möchte ich mich hier nicht groß auslassen, sondern lediglich erwähnen, dass es sich um eine erdachte Geschichte handelt, die hoffentlich so in der realen Welt nicht passiert, denn bestimmte Aspekte waren mir dann doch nicht geheuer. Die Figuren wurden authentisch und realistisch erarbeitet. Besonders beeindruckt hat mich die Figur der Sandra, denn diese ist bereit, auf alles zu verzichten, nur um zum Beispiel ihre kleine Schwester halbwegs gut zu versorgen. Sie weiß, wer sie ist und obwohl es ihr nicht leicht fällt, mit den Vorurteilen anderer klar zu kommen, so weiß sie, dass sie für ihre Situation das einzig richtige tut. Den Schreibstil empfand ich als fesselnd zu lesen, sodass ich mich gar nicht von dem Buch lösen konnte und es am Stück gelesen habe.

Bewertung

Von Inge Löhnig bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufband ist erst nach Deaktivierung des Adblockers sichtbar)


Die Autorin: 
Die Autorin Inge Löhnig wurde 1957 in München geboren. Sie studierte an der renommierten Akademie U5 in München Grafik-Design und arbeitete anschließend in verschiedenen Werbeagenturen, zuletzt als Art-Directorin auf einem Mode-Etat. Ende der Achtzigerjahre machte sie sich mit einem kleinen Design-Studio selbständig. Heute lebt sie als freiberufliche Grafik-Designerin und Autorin mit ihrer Familie in der Nähe von München.

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.

[Rezension] Matt Haig - Ich und die Menschen


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 352
ISBN: 978-3-423-21604-3
Erscheinungstermin: 21. August 2015
Format:
Taschenbuch
Verlag: dtv


Klappentext: gem. dtv
In einer regnerischen Freitagnacht wird Andrew Martin, Professor für Mathematik in Cambridge, aufgegriffen, als er nackt eine Autobahn entlangwandert. Professor Martin ist nicht mehr er selbst. Ein Wesen mit überlegener Intelligenz und von einem weit entfernten Stern hat von ihm Besitz ergriffen. Dieser neue Andrew ist nicht begeistert von seiner neuen Existenz. Er hat eine denkbar negative Meinung von den Menschen. Jeder weiß schließlich, dass sie zu Egoismus, übermäßigem Ehrgeiz und Gewalttätigkeit neigen. Doch andererseits: Kann eine Lebensform, die Dinge wie Weißwein und Erdnussbutter erfunden hat, wirklich grundschlecht und böse sein? Und was sind das für seltsame Gefühle, die ihn überkommen, wenn er Debussy hört oder Isobel, der Frau des Professors, in die Augen blickt?


Rezension:
Andrew Martin ist ein begnadeter Professor für Mathematik in Cambridge und fachlich hoch geachtet, auch wenn menschlich einiges zu wünschen übrig lässt, denn so begnadet er auf seinem Fachgebiet ist, das Zwischenmenschliche liegt ihm nicht. Dass er augenscheinlich völlig den Verstand verloren hat, zeigt sich in der Tatsache, dass er nackt durch die Gegend und auch eine Autobahn entlang wandert. Schlussendlich wird er aufgegriffen und landet in der Psychiatrie.

Tatsache jedoch ist, dass Professor Andrew Martin tot ist - er starb nur wenige Stunden, bevor er nackt durch die Gegend wanderte. Sein Körper übernommen hat ein Vonnadorianer, der die Publikation einer Entdeckung Martins verhindern soll, denn mit dieser Entdeckung wäre es den Menschen möglich, durch das All zu reisen und das will nun wirklich keine intelligente Rasse im Weltall.

Dank seiner Fähigkeit, Leute zu beeinflussen, wird er recht schnell aus der Psychiatrie entlassen und darf wieder nach Hause. Nun steht er vor der ihm völlig unbekannten Aufgabe, ein Leben als Mensch zu führen. Jedoch hatte Professor Martin zu allem Überfluss auch noch eine Ehefrau namens Isabell und einen Sohn namens Gulliver. Gerade das Verhältnis zu letztem ist mehr als angespannt und überhaupt, wie agieren Menschen nur untereinander? Mit Logik hat dieses Miteinander nicht viel zu tun, dass muss "Andrew" schnell feststellen und doch muss er bleiben und sicherstellen, dass Martins Entdeckungen nicht publik werden - zur Not muss er über Leichen gehen. Doch irgendwas haben die Menschen und gerade diejenigen, die seine "Familie" sind, die ihn zögern lassen ...


Diese merkwürdige Menschheit und ihre komischen Gewohnheiten! Der Plot wurde humorvoll und authentisch erarbeitet, allerdings schweifte mir der "neue" Andrew dann doch etwas zu sehr in mathematische Begebenheiten ab, sodass ich hier immer fast den Faden verloren habe. Die Figuren wurden realistisch erarbeitet, wobei mir hier die Figur des Gulliver sehr ans Herz gewachsen ist, denn bei ihm merkt man, wie sehr er schon zuvor Probleme mit seinem Vater hatte. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, muss aber gestehen, dass mich das Buch nicht überzeugt hat. Ich hatte hier andere Vorstellungen anhand des Klappentextes, die Umsetzung war einfach nicht meines.


Bewertung

Der Autor:
Matt Haig, geboren 1975 in Sheffield, hat bereits eine Reihe von Romanen und Kinderbüchern veröffentlicht, die mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet und in über zwanzig Sprachen übersetzt wurden. (von dtv übernommen)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.

Mittwoch, 27. April 2016

[Rezension] Sam Gasson - Gone Cat: Die stumme Zeugin



Leseprobe




Eckdaten:
Broschiert: 352 Seiten
Verlag: Egmont LYX; Auflage: 1 (8. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 373630157X
ISBN-13: 978-3736301573
Originaltitel: The Cat who saw it all
Größe und/oder Gewicht: 13,5 x 3 x 21,5 cm

Inhalt gem. Egmont Lyx:
Jim Glew ist Privatdetekiv, doch sein Herzleiden zwang ihn in den vorzeitigen Ruhestand. Sein elfjähriger Sohn Bruno ist begeisterter Fan von TV-Krimis – für ihn lauert das Verbrechen überall. Er liebt nur eins mehr als Detektiv zu spielen, und das ist seine Katze Mildred. Nur zu gern würde er die Welt einmal aus ihrer Perspektive sehen. Daher bindet er Mildred ein Kamera-Halsband um, ein Halsband, das plötzlich von größter Wichtigkeit ist. Denn als die Nachbarin Poppy Rutter brutal ermordet wird, findet die Polizei blutige Pfotenabdrücke am Tatort. Aber wo ist Mildred mit ihrer Kamera?

Zum Buch:
Wenn man einen Vater hat, der Privatdetektiv war, kommt man als Sohn nicht darum herum, ebenso in dieses Metier hineinriechen zu wollen. So geht es dem 11-jährigen Bruno, dessen Vater aus Gesundheitsgründen seinen Job beenden musste. Bruno ist jedoch fasziniert vom Bekämpfen von Verbrechen.
Neugierig geht er durch die Welt und macht sich auch so seine Gedanken, was wohl seine Katze Mildred alles erleben würde. Gemeinsam mit seinem Vater besorgen sie für Mildred eine Überwachungskamera, die dieser um den Hals gehängt wird. Neben den üblichen Putz- und Ruhestunden können sie nun auch verfolgen, was Mildred am Tag treibt und wem sie begegnet.
Eines nachts wird ihre Nachbarin Poppy Rutter ermordet und wie es allgemein üblich ist, wird zuerst der Ehemann, der zugegebenerweise etwas gewalttätig ist, als Tatverdächtiger angesehen.
Wer ist der Mörder, ist nun die große Frage. Wäre nicht Mildred auch seit dieser Nacht spurlos verschwunden, könnte sie vielleicht zur Klärung des Falls beitragen. Sie trug ihr Überwachungshalsband und es wurden blutige Katzenpfoten gesichtet...

Bruno, der Sohn eines Privatdetektivs, weiß schon heute, was er einmal werden wird, mit Sicherheit auch Privatdetektiv. Er ist regelrecht besessen davon, nun erst einmal den Todesfall ihrer ermordeten Nachbarin zu lösen. Seine Katze Mildred hat mit Sicherheit etwas gesehen, denn warum kommt sie seit dem Mord nicht mehr zurück? Was hat sie gesehen? Wo ist sie?
Für Bruno ist völlig klar, dass die beiden Ereignisse in einem Zusammenhang stehen.

Es ist ein brutaler Mord gewesen und doch lässt der Autor einen 11-jährigen bei den Ermittlungen mitwirken. Mit Hilfe seines Vaters, der besonders stolz auf die Fähigkeiten seines Sohnes ist, ermitteln die beiden in Sachen Mordfall, auch wenn der Vater zu seinem Beruf Abstand halten will. 
Dem Autor gelingt es mühelos, die verschiedensten Charaktere der Straße aufzuzeichnen, wie beispielsweise einen neugierigen Nachbarn, der alles und jeden beobachtet. Eine Ladenbesitzerin verhält sich eigenartig wie auch ihr merkwürdiger Sohn.

Lange Zeit versucht Bruno, den Fall allein zu lösen und rückt nur spärlich mit wichtigen und für den Fall relevanten Informationen für die Polizei heraus. Er möchte gern helfen, aber nicht alle Fäden aus der Hand geben.
Für den Leser ist es interessant zu erleben, wir Bruno und sein Vater an die Lösung des Falls herangehen.
Natürlich rätselt man als Leser mit und auch ich hatte eine Vermutung, die sich jedoch völlig zerschlagen hatte. Gerade, wenn man sich mit dem Gedanken an einen Täter angefreundet hatte, wurde alles wieder umgeschmissen und es kam ein neuer Verdächtiger ins Spiel. 

Bruno ist ein sympathischer Junge, der nicht nur kriminalistischen Spürsinn sein eigen nennt, sondern der auch für seinen Freund Dean da ist und ihm zur Seite steht, als dessen Mutter ermordet wurde. Gewissenhaft macht er sich an die Arbeit und lässt nicht locker. Zielstrebig verfolgt er sein Ziel und ist mit handfesten Informationen bei der Polizei dabei.
Mir hat es Spaß gemacht, Bruno erleben zu dürfen, wie er versucht, einen brutalen Mord aufzuklären. Ein Junge, den man hoffentlich in einem weiteren Fall einmal wiedertreffen wird.  

Bewertung:


Zu Autor:
(Text übernommen von Egmont Lyx)
Sam Gasson ist dreiunddreißig Jahre alt und lebt mit seiner Frau in Horsham, einer historischen Marktstadt in Südengland. Tagsüber unterrichtet er Englische Literatur in einer Sekundarschule, und seine Abende verbringt er am Schreibtisch und ersinnt eigene Geschichten. Gone Cat ist sein Debütroman.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir dieses Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.
Danke, dass ihr vorbei geschaut habt


Dienstag, 26. April 2016

[Rezension] Laini Taylor - Zwischen den Welten: Days of Blood and Starlight (Band 2)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 624
ISBN: 978-3-8414-2137-1
Erscheinungstermin: 26. September 2013
Format: Hardcover

Verlag: FJB


Klappentext: gem. Fischer Verlage:
Karous Welt ist zusammengebrochen: Ihre große Liebe, der Seraph Akiva, ist für den Tod ihrer Familie verantwortlich. Jetzt hat sie nur noch ein Ziel: den jahrtausendealten Krieg zwischen den Chimären, zu denen sie selbst gehört, und den Seraphim zu beenden. Gemeinsam mit ihrem einstigen Feind Thiago -dem Weißen Wolf- zieht Karou sich in die Wüste Marokkos zurück, um dort eine neue Armee zu bilden. Eine Armee aus Monstern. Und wenn es nach Karou geht, wird zumindest die letzte Vertraute, die ihr geblieben ist, ihre beste Freundin Zuzana, aus alledem herausgehalten werden. Wer Zuzana kennt weiß allerdings, dass sie sich nicht gerne bremsen lässt…

Akiva dagegen will sich unbedingt von seiner Schuld befreien. Er hatte nur im Irrtum gehandelt, dachte Karou wäre tot, und wollte sie rächen. Um seine Tat zu sühnen, plant er deshalb einen gefährlichen Verrat an seinen eigenen Leuten.

Aber wird Akivas Plan aufgehen? Und kann Karou ihre Trauer überwinden, und Akiva jemals verzeihen?

Rezension: 
Karou ist  am Boden zerstört. Die Welt der 17-jährigen liegt in Trümmern. Zwar weiß sie jetzt, warum sie bei Chimären aufgewachsen ist, wer Brimstone wirklich für sie war und wer sie selbst einst war, doch wiegt das nicht den Verrat auf, den Akiva begangen hat, denn er war es, der ihre Familie tötete. Auch das die Menschheit jetzt um die Engel weiß, ist nicht unbedingt hilfreich, vor allem dann nicht, wenn in diesem Zusammenhang das Mädchen mit den blauen Haaren bzw. sogar ihre Identität bekannt wurde.

Früher, vor 18 Jahren, als sie noch Madrigal war, träumt sie  mit Akiva zusammen den Traum von Frieden zwischen den Völkern der Seraphim und Chimären. Nun weiß sie, dass es diesen Frieden nur geben kann, wenn eine der Seiten gewinnt. Doch sie kann nicht mit ansehen, wie immer mehr ihres Volkes getötet werden, ja schlimmer noch, tot bleiben, denn Brimstone, der Wiedererwecker, ist selbst endgültig gestorben. Nun ist es Karous Aufgabe als seine Schülerin, sein Werk fortzusetzen.

In der Wüste Marokkos haben sie sich Chimären zurückgezogen, in eine alte, verlassene Burg. Dort setzt Karou nun Brimstones Werk fort, doch ihre Kreationen unterscheiden sich von denen ihres Ziehvaters, denn alle Schöpfungen Karous haben Flügel, um es mit den Engel aufnehmen zu können. Doch kann sie Thiago, dem weißen Wolf und Anführer der Chimären-Armee, wirklich trauen oder wird er sie nur so lange am Leben lassen, bis sie ihm nicht mehr von Nutzen ist und wie werden die übrigen Chimären auf sie reagieren - gilt sie doch als Engelfreundin und Verräterin ihres eigenen Volkes und schlimmer noch - Thiago war es, der sie als Madrigal hinrichten ließ, weil sie sich seinerzeit für Akiva und nicht ihn entschied. Wird es Karou gelingen, sich ihrem eigenen Volk wieder anzunähern und ihnen zum Sieg zu verhelfen?


Der 2. Band der Zwischen-den-Welten-Trilogie! Der Plot beginnt kurz nach Ende des 1. Bandes und wurde wieder phantastisch und abwechslungsreich erarbeitet. Im Besonderen hat mir hier gefallen, dass Karou erfährt, was sich wirklich damals hinter ihrem Tod verbarg und wie sich die Situation gegenwärtig wirklich darstellt. Auch Akiva erkennt langsam, welchen Weg er gehen  muss, um vielleicht doch noch Frieden zwischen den Völkern zu stiften. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Besonders ans Herz gewachsen ist mir hier die Figur der Karou, die trotz aller Feindseligkeiten, die ihr von ihrem eigenen Volk entgegengebracht werden, bereit ist, alles dafür zu geben, dass das Überleben der Chimären gesichert ist. Auch finde ich, macht sie in diesem Band eine starke Entwicklung ihrer Persönlichkeit durch und erkennt, was wirklich zählt im Leben. Den Schreibstil kann ich nur als bildgewaltig beschreiben, ich hatte jederzeit das Gefühl, direkt vor Ort zu sein und alles mitzuerleben, was in bestimmten Situationen einen leichten Grusel bei mir verursacht hat. Leider konnte ich dem Abschlussband der Trilogie noch nicht habhaft werden, dieser war bisher immer verliehen, aber ich bleibe am Ball, denn ich möchte zu gerne wissen, wie es mit Karou und Akiva ausgeht.

Bewertung


Von Laini Taylor bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufbanner ist erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)



Die Autorin:
Laini Taylor hat bereits mehrere Romane veröffentlicht. Sie hat Literatur und Kunst studiert und lebt in Portland, Oregon mit Ehemann und Tochter Clementine. Bei Fischer FJB hat sie in der ›Zwischen den Welten‹-Reihe die Bände ›Daughter of Smoke and Bone‹, ›Days of Blood and Starlight‹ und ›Dreams of Gods and Monsters‹ veröffentlicht. (übernommen von Fischer Verlage)


Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich  mir geliehen. 


[Rezension] Laini Taylor - Zwischen den Welten: Daughter of Smoke and Bone (Band 1)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 496
ISBN: 978-3-8414-2136-4
Erscheinungstermin: 23. Februar 2012
Format: Hardcover

Verlag: FJB


Klappentext: gem. Fischer Verlage:
Was würdest du dir wünschen, wenn du nur eine Perle deiner Kette opfern musst, damit dein Wunsch in Erfüllung geht?
Wo würdest du hinreisen, wenn du bloß durch eine Tür gehen musst, um nahezu alle Orte der Welt zu erreichen?
Wie würdest du dich fühlen, wenn du den falschen Mann liebst, er aber die Antwort auf alle deine Fragen ist? Karou dachte, sie wüsste, wer sie ist. Doch dann kommt es zu einer Begegnung, die alles verändert …

Eine Liebe, die älter ist als die Zeit. Und ein Kampf, bei dem ALLES auf dem Spiel steht. Der erste Band der Serie, die die Welt erobert.


Rezension: 
Die 17-jährige Karou ist Kunststudentin in Prag. Sie ist eigentlich eine ganz normale junge Frau, die mit ihrer besten Freundin auch gerne mal nach der Schule einen Trinken geht und sich amüsiert. In der Liebe lief es bisher nicht so gut. Ihr Ex-Freund hat sie nicht nur betrogen, generell drehte sich in dieser Beziehung alles nur um den Möchtegern-Schauspieler. Sicherlich fällt Karou mit ihren blauen Haaren in der Öffentlichkeit auf, doch an sich ist sie eine ganz normale junge Frau.

Doch es gibt noch eine andere Seite von ihr, eine Seite, die auch ihre beste Freundin nicht kennt. Karou hat keine Eltern. Sie wurde von Brimstone adoptiert und aufgezogen und steht "in seinen Diensten", sprich, ist ihm bei seiner Arbeit behilflich. Brimstone ist jedoch kein Mensch, er ist eine Chimäre und Karou ist in einer kleinen Enklave von Chimären aufgewachsen. Er ist ein magischer Wunschhändler, dessen Dienstleistungen mit Zähnen bezahlt werden. Karous Aufgabe ist es unter anderem, auf der ganzen Welt, in Brimstomes Namen, Zähne gegen Wünsche zu tauschen.

Veränderungen bahnen sich jedoch ihren Weg. Die Portale, die Karou benutzt, um durch die ganze Welt zu reisen, weisen plötzlich verbrannte Handflächen auf. Karou denkt sich nicht viel dabei, bis sie eines Tages von einen nicht-menschlichen Wesen angegriffen wird. Akiva ist ein Seraphim, den Menschen bekannt als Engel. Instinktiv weiß Karou, dass er ihr Feind ist, doch etwas lässt sie nicht los, zieht ihre Aufmerksamkeit immer wieder auf diesen Mann. Diese Begegnung weckt Sehnsüchte in ihr, doch die Gefahr, in die sie sich begibt, kann sie bisher noch nicht einmal erahnen ...


Der 1. Band der Zwischen-den-Welten-Trilogie! Der Plot des Buches wurde phantastisch und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders schön fand ich dargestellt, wie Karou in ihrer Chimären-Familie aufgewachsen ist und dennoch als ganz normaler Mensch in der Menschenwelt agieren kann und hier niemand Verdacht schöpft, dass sie irgendwie anders sein könnte. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Sehr starken Eindruck hat die Figur des Brimstone auf mich hinterlassen, denn dieser ist zwar der Anführer einer kleinen Chimären-Gruppe, jedoch auch Karous Ziehvater und wenn er auch noch so streng mit ihr zu sein vermag, man merkt ganz deutlich, dass er dieses außergewöhnliche junge Frau aus ganzen Herzen an Tochter statt liebt. Den Schreibstil kann ich nur als fesselnd beschreiben, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir der Trilogie-Auftakt tolle Lesestunden bereitet hat.

Bewertung


Von Laini Taylor bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufbanner ist erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)



Die Autorin:
Laini Taylor hat bereits mehrere Romane veröffentlicht. Sie hat Literatur und Kunst studiert und lebt in Portland, Oregon mit Ehemann und Tochter Clementine. Bei Fischer FJB hat sie in der ›Zwischen den Welten‹-Reihe die Bände ›Daughter of Smoke and Bone‹, ›Days of Blood and Starlight‹ und ›Dreams of Gods and Monsters‹ veröffentlicht. (übernommen von Fischer Verlage)


Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich  mir geliehen. 


Montag, 25. April 2016

[Hörbuch-Rezension] Kate Morton - Das Seehaus


Leseprobe



Eckdaten:
Audio CD
Verlag: Random House Audio; Auflage: Gekürzte Lesung (29. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3837133230
ISBN-13: 978-3837133233
Originaltitel: The Lake House (Allen & Unwin)
Größe und/oder Gewicht: 12,8 x 2,8 x 14,5 cm

Inhalt gem. Diana:
Eine Mittsommernacht am See, die noch jahrzehntelang ihre Schatten wirft
Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem Höhepunkt des Jahres entgegen, dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem herrschaftlichen Landgut ihrer Familie. Noch ahnt niemand, dass sich in dieser Nacht etwas Schreckliches ereignen wird. Ein Unglück, das so groß ist, dass die Familie das Anwesen für immer verlässt.
Siebzig Jahre später stößt Sadie auf das verfallene Haus an einem See. Sie geht den Spuren des Jungen nach, der in jener Nacht verschwunden sein soll. Die Suche nach Antworten führt Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld …

Zum Buch:
Cornwall 1933: Eine große Party auf dem Anwesen der Edevanes nimmt ihren Lauf. Ein Mittsommernachtsfest ist in vollem Gange, bei dem der jüngste Spross des Hauses, der 2-jährige Theo, spurlos verschwindet. Er bleibt unauffindbar.
Die Familie verlässt daraufhin das Anwesen und kehrt nie wieder zurück.

Cornwall 2003: Nach einem dummen Fehler, den die Polizistin Sadie Sparrow gemacht hatte, verkroch sie sich nach Cornwall zu ihrem Großvater. Beim Joggen trifft sie auf das verlassene Anwesen der Edevanes und fragt sich, wie man alles stehen und liegen lassen und ein solches Landgut sich selbst überlassen kann.
Sie fragt rum und erfährt dabei, was vor 70 Jahren dort geschehen ist. Sie fängt an zu recherchieren, denn das Schicksal des verschwundenen Jungen hat sie neugierig gemacht. Dabei erfährt sie, dass die älteren Schwestern des Jungen noch leben und beginnt, in der Vergangenheit zu graben und kommt so langsam einem Geheimnis auf die Spur...

Eine einzige Nacht verändert das Leben vieler von einem Tag auf den anderen nachhaltig.

Ich liebe Familiengeheimnisse und wenn diese sich über mehrere Zeitebenen ausbreiten, gleich noch mehr.
Das ausschlaggebende Ereignis passierte im Jahr 1933 auf dem Landgut der Familie deShiel / Edevane, als der 2-jährige Theo auf dem angestammten Landsitz spurlos verschwindet. Die Polizei stand seinerzeit vor einem Rätsel und konnte den Jungen nie finden.

Zwischenzeitlich sind 70 Jahre vergangen, in denen Theo nie wieder auftauchte. Als die Polizistin Sadie sich für die Geschichte interessiert, taucht sie tief in die Leben und Geschichten der noch lebenden Anverwandten ein wie auch die der inzwischen verstorbenen ein. Alice Edevane, die seinerzeit gerade einmal 16 Jahre alt war und einer der Schwestern von Theo war, lebt inzwischen in London und ist Autorin. Sie hat das Anwesen geerbt, auch wenn sie nie wieder dort gelebt hatte. Sadie nimmt Kontakt zu ihr auf und erhält die Erlaubnis, sich auch im Inneren des Hause umzusehen. Ebenso nimmt sie Kontakt zu dem damals ermittelnden Polizisten auf, der sich selbst nach so langer Zeit noch gut an den Fall erinnern kann.

Anhand von Briefen und alten Tagebucheinträgen kommt sie der Wahrheit recht nahe.

Die Autorin arbeitet, wie schon gewohnt, auf verschiedenen Zeitebenen. In diesem Buch sind es zum einen die Zeit 1931 - 1933, in der Theo verschwand, das Jahr 2003, in dem die Geschichte aufgeräufelt wird und rückblickend die Jahre 1911 - 1914, in der die Ereignisse ihren Lauf nahmen.
Sie nimmt den Leser, in meinem Fall den Hörer, mit auf die Reise in die Vergangenheit, um einem nie geklärten Fall im Jahr 1933 das Geheimnis des Verbleibs eines verschwundenen Jungen zu entlocken.
Die Zeitebenen wechseln sich ab und auch die Sichten der Protagonisten.

Mir hat es Spaß gemacht, Sadie bei ihren Ermittlungen zu begleiten und gemeinsam mit ihr sich auf die Reise in die Vergangenheit zu machen. Sie erfährt Wahrheiten, die sie nie für möglich gehalten hätte.

Ein einziger Satz in der Mitte des Buches brachte mich auf den Weg, wie es enden könnte und genauso entwickelte es sich auch, was aber meinem Hörvergnügen keinen Abbruch tat.

Ich habe dieses Buch durch die Stimme der Schauspielerin Esther Schweins gehört und war restlos begeistert. Sie könnte mit ihrer Stimme auch Rezeptbücher vorlesen und es wäre ein Vergnügen.
So hat das Buch durch das Vorlesen durch Esther Schweins nicht nur vom Inhalt her gepunktet, sondern auch durch die Wiedergabe der Schauspielerin. Sie hat emotionsvoll gelesen und hielt den Hörer bei der Stange.

Die Geschichte bildet durch die 3 Zeitebenen letztendlich eine Einheit, deren Zusammenhänge man verständlicherweise erst zum Ende erkennt. Die Spannung wird bis dahin gehalten und flacht nicht ab.

Mir hat es sehr gut gefallen und ich empfehle es sehr gern weiter.


Bewertung:

Zur Autorin:
(Text übernommen vom Diana-Verlag)
KATE MORTON, geboren 1976, wuchs in Queensland, Australien, auf und studierte in London Theaterwissenschaften und Englische Literatur. Ihre Romane Das geheime Spiel (2007), Der verborgene Garten (2009) und Die fernen Stunden (2010) sind in mehr als dreißig Ländern erschienen und waren internationale Bestseller. Auch in Deutschland eroberte Kate Morton ein Millionenpublikum, alle drei Romane sind SPIEGEL-Bestseller. Kate Morton lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Brisbane, Australien.






Von Kate Morton wurden gelesen und rezensiert:
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An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag

bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 24. April 2016

[Rezension] Neal Shusterman - Vollendet: Der Aufstand (Band 2)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 544
ISBN: 978-3-7373-6718-9
Erscheinungstermin: 22. August 2013
Format:
Hardcover
Verlag: Sauerländer



Klappentext gem. Fischer Verlage:
Du hast geglaubt, es ist vorbei?

Die Siegesfreude ist von kurzer Dauer:
Connor muss sich als neuer Anführer der Flüchtlinge beweisen.
Risa fürchtet, ihm keine große Hilfe zu sein.
Lev versucht, ein neues Leben zu beginnen.
Einer von ihnen wird verraten werden. Einer von ihnen wird fliehen. Einer von ihnen wird auf Cam treffen, einen Jungen, den es nicht geben darf.

Rezension:
Das Happy-Jack Erntecamp wurde zerstört, Connor gilt offiziell als tot. Risa wurde schwer verletzt, hat aber eine "Spende" abgelehnt, sodass sie auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Lev hingegen hat, obwohl er ein Klatscher (eine neue Art eines Selbstmordattentäters) ist, überlebt. Auf Grund der Chemikalien, die sich in seinen Organen festgesetzt hat, ist er für eine Wandlung nunmehr ungeeignet, ebenso wie Risa, da auch von ihr nicht die vorgeschriebenen 99,4 % des Körpers wiederverwendet werden können.

Die Tatsache jedoch ist, dass Connor lebt. Er wurde bei der Zerstörung des Camps schwer verletzt und während er bewusstlos war, wurden ihm Teile anderer Wandler transplantiert. Dies geschah jedoch nur auf Grund einer Verwechslung. Connor war so schwer verletzt, dass man ihn nicht gleich identifizieren konnte und mit einem Aufseher verwechselte. Nun lebt er dieses Leben. Zusammen mit Risa ist er auf den "Friedhof" zurückgekehrt, den Ort, der eine Zuflucht für Hunderte Wandler ist, denen die Flucht vor dem System gelungen ist. Doch es ist schwer, dort die Versorgung aller sicher zu stellen und auch noch die Rivalitäten untereinander zu klären. Als es zu einem Unfall kommt, begleitet Risa, die auf dem Friedhof als Krankenschwester arbeitet, den Jugendlichen in die Klinik und wird dort erkannt und in Gewahrsam genommen.

Lev hingegen ist populär, jedoch nicht auf die angenehme Art. Er ist der Klatscher, der nicht geklatscht hat - das Zehntopfer, dass sich schlussendlich nicht opfern ließ. Er ist für jede Gesellschaftsschicht ein schlechtes Vorbild. Auch seine Familie hat sich von ihm abgewandt, lediglich ein älterer Bruder und ein ehemaliger Priester stehen zu dem Jungen, der von der Gesellschaft geächtet wird. Zu allem Überfluss ist Lev auch noch auf Bewährung, d. h. er darf sich nur in Begleitung einer der Beiden in der Öffentlichkeit zeigen und ansonsten das Haus nicht verlassen. Doch alles ändert sich, dass eine Klatscherin das vollenden will, wozu Lev nicht bereit war. Durch einen Trick gelangt sie in das Haus, in dem Lev mit seinem Bruder lebt und klatscht. Der anwesende Priester wird dabei getötet und sein Bruder schwer verletzt. Noch auf der Fahrt zum Krankenhaus verrät er Lev - sodass dieser von nun an auf sich allein gestellt ist. Doch es gibt Gruppen, die haben nur darauf gewartet, den Jungen in einer solchen Situation anzutreffen ...
 

Der 2. Band der Vollendet-Trilogie! Der Plot beginnt kurz nach Ende des 1. Bandes und wurde wieder abwechslungsreich erarbeitet. In diesem Band stehen jedoch nicht die Abenteuer der Figuren im Vordergrund, sondern es setzt sich viel mit den gesellschaftlichen Normen dieser Zeit auseinander und lässt Einblicke darauf zu, wie es zu den "Wandlungen" kam bzw. klärt auf, dass vielleicht doch nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. In diesem Band hat mich die Figur der Risa begeistert zurückgelassen, denn auch ab dem Zeitpunkt, in dem sie in Gefangenschaft gerät, ist sie nicht bereit aufzugeben oder gar ihre Freunde zu verraten. Schlussendlich muss sie einen Pakt mit dem Teufel schließen, um das Überleben ihrer Freunde sicherzustellen. Den Schreibstil kann ich nur wieder als packend beschreiben, sodass ich mich kaum von dem Buch lösen konnte. Leider konnte ich dem 3. Band der Trilogie noch nicht habhaft werden - wer war immer ausgeliehen in der Bücherei, aber ich bleibe am Ball!



Bewertung

Von Neal Shusterman bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufbanner ist erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)


Der Autor:
Neal Shusterman, geboren 1962 in Brooklyn, USA, schrieb seine ersten Geschichten bereits zu Schulzeiten. Er studierte in Kalifornien Psychologie und Theaterwissenschaften, mittlerweile widmet er sich ganz dem Schreiben von Jugendbüchern und Drehbüchern für Fernsehserien und Spielfilme. Sein Romanzyklus ›Vollendet‹ wurde vielfach ausgezeichnet. (übernommen von Fischer Verlage)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.

[Rezension] Neal Shusterman - Vollendet (Band 1)




Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 432
ISBN: 978-3-7373-6166-8
Erscheinungstermin: 1. August 2012
Format:
Hardcover
Verlag: Sauerländer



Klappentext gem. Fischer Verlage:
Jeder hat das Recht zu leben – bis zu seinem 13. Geburtstag ...

Der 16-jährige Connor hat ständig Ärger. Risa lebt in einem überfüllten Waisenhaus. Lev ist das wohlbehütete Kind strenggläubiger Eltern. So unterschiedlich die drei auch sind, eines haben sie gemeinsam: Sie sind auf der Flucht. Vor einem Staat, in dem Eltern ihre Kinder im Alter von 13 bis 18 Jahren „umwandeln“ lassen können.
Die Umwandlung ist schmerzfrei. Jeder Teil des Körpers lebt als Organspende in einem anderen Organismus weiter. Aber wenn jeder Teil von dir am Leben ist, nur eben in jemand anderem ... lebst du dann, oder bist du tot?


Rezension:
Der Krieg der Abtreibungsgegner gegen die Abtreibungsbefürworter ist Geschichte. Tatsächlich ist es den Parteien gelungen, einen "Kompromiss" zu schließen, doch dieser hat weitreichende Folgen. Ein jedes menschliches Leben ist geschützt, vom Zeitpunkt seiner Empfängnis an bis zum 13. Lebensjahr. Abtreibungen gibt es nicht mehr, wer ungewollt ein Kind bekommt, hat die Möglichkeit, es zu "storchen", d. h. er kann es jemand anderem vor die Tür legen und derjenige muss es aufziehen. Ein jedes Kind ist bis zum seinem 13. Geburtstag vom Gesetz her geschützt. Sobald ein Kind diese Grenze allerdings überschritten hat, steht es seinen Eltern frei, ihr Kind zur Umwandlung anzumelden. Erst ab ihrem 18. Geburtstag, dem Tag ihrer Volljährigkeit, sind sie für immer sicher. Eine Umwandlung ist eine Art "Recycling" des jeweiligen Jugendlichen, denn vom Gesetz her ist man verpflichtet, 99,4 % des Körpers wieder zu verwenden.

Der 16-jährige Connor ist ein Teenager, wie er im Buch steht, mit anderen Worten, er hat gerne mal Ärger am Hals, aber so richtig. Jahrelang haben seine Eltern es sich angesehen, doch nun ist das Maß voll - Connor soll umgewandelt werden. Tatsächlich haben sie ihm nichts gesagt (das tun die wenigsten Eltern, ihre Kinder werden gewöhnlich vor vollendete Tatsachen gestellt, indem sie einfach abgeholt werden), doch Connor weiß es! Er fand Flugtickets, doch nur drei, ausgestellt auf seine Eltern und seinen jüngeren Bruder. Connor weiß demnach, bis wann sie ihn holen werden. Doch kampflos wird Connor nicht aufgeben, niemals!

Risa hingegen hat ganz andere Probleme. Sie ist ein Waisenkind und lebt in einem staatlichen Waisenhaus. Sie weiß, dass sie besser sein muss als andere, da sie ansonsten zur Umwandlung aussortiert wird. Tatsächlich ist sie eine begnadete Musikerin, doch bei einem Auftritt patzt sie und es geschieht das, was sie immer befürchtet hat - sie wird zur Umwandlung geschickt. Lev hingegen freut sich auf seine Umwandlung, denn er ist ein Zehntopfer und lebt bereits sein ganzes Leben lang mit dem Wissen, dass er umgewandelt wird, sobald er alt genug ist. Wider erwartend gelingt Connor die Flucht, doch provoziert er dabei einen Autounfall, in den auch ein Bus mit Wandlern verwickelt ist. In diesem Bus sitzt Risa, der hierdurch die Flucht gelingt. Sie schließt sich Connor an, der Lev, der sich in einem anderen Fahrzeug befindet, als Geisel nimmt. Zusammen versuchen sie, ihren Häschern zu entkommen und im Untergrund Hilfe zu finden - doch ein Wandler ist nirgends sicher ...
 

Der 1. Band der Vollendet-Trilogie! Der Plot des Buches wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Ganz begeistert war ich von der Thematik der Umwandlung, denn eine solche Idee ist mir noch nicht begegnet. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet. Besonders beeindruckt hat mich die Figur des Connor, der zwar jung und teils so dynamisch ist, dass er über das Ziel hinausschießt, aber der dennoch nicht bereit ist, kampflos sein Leben aufzugeben, so wenig lebenswert es in den Augen seiner Eltern oder der Gesellschaft auch sein mag. Den Schreibstil kann ich nur als fesselnd beschreiben, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir dieser Trilogieauftakt spannende Lesestunden bereitet hat.



Bewertung

Von Neal Shusterman bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufbanner ist erst nach Deaktivierung des Adblockers für diese Seite sichtbar)


Der Autor:
Neal Shusterman, geboren 1962 in Brooklyn, USA, schrieb seine ersten Geschichten bereits zu Schulzeiten. Er studierte in Kalifornien Psychologie und Theaterwissenschaften, mittlerweile widmet er sich ganz dem Schreiben von Jugendbüchern und Drehbüchern für Fernsehserien und Spielfilme. Sein Romanzyklus ›Vollendet‹ wurde vielfach ausgezeichnet. (übernommen von Fischer Verlage)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.

Samstag, 23. April 2016

[Hörbuch-Rezension] Gaby Hauptmann - Nicht schon wieder al dente


Leseprobe


Eckdaten:
Audio CD
Verlag: OSTERWOLDaudio; Auflage: 2 (16. März 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3869520434
ISBN-13: 978-3869520438
Größe und/oder Gewicht: 14,3 x 2,5 x 12,4 cm

Inhalt gem. Amazon:
Männer - am liebsten mit Biss
Und da behaupten alle, Nudeln machen glücklich! Niki liebt Marco, den Erben einer schwerreichen italienischen Nudeldynastie. Und Marco liebt Niki, das Mädchen aus Deutschland. Das Problem: Seine Mama liebt ihn auch, deshalb will sie ihn unbedingt mit einer italienischen Contessa verheiraten. Und dann ist da auch noch Nikis attraktive Mutter Julia. Marco, obschon ziemlich bissfest, ist auch nur ein Mann …
Nicht schon wieder al dente - eine deutsch-italienische Liebesgeschichte der ganz besonderen Art, köstlich, raffiniert und wundervoll pikant. Gaby Hauptmann beweist: Nudeln muss man nicht abschrecken, Männer manchmal schon!

Zum Buch:
Niki lernt in den USA während ihres dortigen Schuljahres Marco, den Italiener kennen. Auch er ist dort zum lernen und schon bald sind die beiden unzertrennlich und nur ungern denken sie daran, dass die schöne Zeit bald vorbei ist.
Als sie sich trennen, versprechen sie sich, Kontakt zu halten. 
Bald darauf erhält Niki eine Einladung von Marco, zu ihm nach Italien zu kommen. Niki freut sich riesig und macht sich auf den Weg. Ihre Vorstellung, mit Marco allein die Zeit zu verbringen, zerstreut sich in dem Moment, als er ihr eröffnet, dass er ja noch bei seinen Eltern wohnt und er sie ihnen vorstellen will. Niki ist alles andere als begeistert, erfährt sie auch jetzt erst, dass Marco der Spross einer bekannten italienischen Nudeldynastie ist und diese nur so in Geld schwimmen.
Der Besuch endet im Desaster, denn Marcos Mutter ist alles andere als erfreut über seine Freundin. Schließlich möchte sie ihn unbedingt mit einer italienischen Contessa zusammenbringen, da passt ihr natürlich so ein bürgerliches Mädchen aus Deutschland so gar nicht in den Kram...

Niki ist entsetzt, als sie mitbekommt, dass Marco eher ein reicher Schnösel ist, als ein Mann, der ihr ebenbürtig ist. 
Ihre Mutter hat ein Lokal, mit dem sie sie beide unterhalten muss und das geht mehr schlecht als recht. Da ist doch das Leben von Marco, der aus dem Vollen schöpfen kann, der krasse Gegenteil zu dem, was sie von zu Hause kennt.
Niki versucht, mit seinen Eltern auszukommen, was ihr durch Marcos Mutter sehr schwer gemacht wird. Diese ist mehr an Bridge interessiert als an der Freundin ihres Sohnes. Sie gibt der Beziehung von daher von vornherein keine Chance. Im Gegenteil, sie tut ihr möglichstes, diese Beziehung zu verhindern. Schließlich gibt es da eine Contessa, die sie sehr gern in ihrer Familie willkommen heißen würde. Schließlich ist eine Verbindung von Adel und Geld besser als die Beziehung, an die Marco und Niki denken.
Niki ist das Geld egal, für sie zählt, dass sie sich lieben. Auch Marco liebt Niki und versucht, ihrer Beziehung eine Chance zu geben.

Viele Verwicklungen, Intrigen und Gemeinheiten sind im Spiel, um die beiden Liebenden auseinander zu bringen.
Eifersucht, Liebesschwüre und verpasste Gelegenheiten machen dieses Buch rund und lassen nicht zu, dass Langeweile auftritt. Missverständnisse müssen überwunden werden. Und Rache ist süß, wie man feststellen kann.

Ich habe dieses Buch von Gaby Hauptmann als Hörbuch erleben dürfen, welches von Ulrike Grothe eingesprochen wurde. Ihre Erzählweise ist ruhig und besonnen, so dass man als Hörer der Geschichte sehr gut folgen konnte.
Es hat mir Spaß gemacht, Niki und Marco zu begleiten, um erfahren zu können, ob ihre Liebe eine Zukunft hat.
Die Protagonisten sind, obwohl sie sich manches Mal wirklich kindisch benehmen, sympathisch und liebenswert.
Die Geschichte ist ständig in Bewegung und wird nicht langweilig, jedoch zum Ende gibt es noch eine Überraschung, mit der ich so nicht gerechnet hätte.
Es ist eine kurzweilige Geschichte, die einen mitnimmt und gut unterhält.
Mir hat das Hörbuch sehr gut gefallen und ich empfehle es sehr gern weiter.

Bewertung:

Zur Autorin:
(übernommen vom Piper-Verlag)
Gaby Hauptmann, geboren 1957 in Trossingen, lebt als freie Journalistin und Autorin in Allensbach am Bodensee. Ihre Romane »Suche impotenten Mann fürs Leben«, »Nur ein toter Mann ist ein guter Mann«, »Die Lüge im Bett«, »Eine Handvoll Männlichkeit«, »Die Meute der Erben«, »Ein Liebhaber zuviel ist noch zuwenig«, »Fünf-Sterne-Kerle inklusive«, »Hengstparade«, »Yachtfieber«, »Ran an den Mann«, »Nicht schon wieder al dente«, »Rückflug zu verschenken«, »Ticket ins Paradies«, »Hängepartie« und »Liebesnöter« sind Bestseller und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und erfolgreich verfilmt. Außerdem erschienen die Erzählungsbände »Frauenhand auf Männerpo« und »Das Glück mit den Männern«, ihr ganz persönliches Buch »Mehr davon. Vom Leben und der Lust am Leben«, das Kinderbuch »Rocky der Racker«, die mehrbändigen Jugendbuchreihen »Alexa, die Amazone« und die »Kaya«-Reiterbücher, sowie »Wo die Engel Weihnachten feiern« und die von ihr herausgegebene Anthologie »Gelegenheit macht Liebe«. Zuletzt erschien »Ich liebe dich, aber nicht heute«.


Von Gaby Hauptmann wurden gelesen und rezensiert:
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Danke, dass ihr vorbei geschaut habt