Montag, 12. Dezember 2016

[Rezension] Christiane Lind - Phillips letztes Geschenk



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 186 Seiten
Verlag: Amazon Publishing (8. November 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1503942503
ISBN-13: 978-1503942509
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 2,5 x 12,6 cm

Inhalt gem. Amazon:
"Was hat er sich nur dabei gedacht?", flüsterte Carolin, als ein schwarzes Kätzchen aus dem Transportkorb herauslugte …
Seit ihr Mann gestorben ist, verkriecht sich Carolin in ihrer Trauer und meidet alle Menschen. Überraschend erhält sie eines Tages ein Geschenk, das Phillip noch vor seinem Tod für sie ausgesucht hatte: ein Katzenjunges. Auf Samtpfoten schleicht es sich in ihr Leben und in ihr Herz – obwohl sein Freiheitsdrang sie gehörig auf Trab hält. Beim Suchen lernt Carolin ihre Nachbarn besser kennen und gewinnt langsam neuen Lebensmut. Bis zu dem Tag, als ihr Kätzchen verschwindet, und das, wo der Winter vor der Tür steht!
Ein berührender Roman über Trauer, Liebe und die Kraft der Freundschaft.

Zum Buch:
Alles was Carolin seit dem Tod ihres Mannes will, ist sich zu verkriechen. Vor der Welt, vor allem. Phillip war ihr Zuhause, ihre Festung, alles was sie wollte. 
Aber Phillip wusste, dass er sterben würde und auch, wie Carolin darunter leiden würde. Er hat dafür gesorgt, dass sie nach seinem Tod ein Geschenk erhält, das er eigens für sie ausgesucht hatte. Trotz des Versuches seiner besten Freundin Anka, ihm die Sache auszureden, blieb er dabei, er wollte Carolin nicht zu Weihnachten allein wissen.
Als Anka dann ein paar Wochen nach Phillips Tod vor ihrer Tür stand und das Geschenk in die Küche stellte, war sie entsetzt, als sie merkte, was Phillip sich für sie ausgedacht hatte. Ein kleiner schwarzer Kater kam aus einem Transportkorb und versuchte, langsam und bedächtig, die Welt um sich herum zu erkunden. Carolin, die nicht einmal mehr mit sich selbst klar kam, sollte sich um ein Katzenbaby kümmern? Das kann doch nicht Phillips Ernst gewesen sein.
Obwohl einer ihrer ersten Gedanken in die Richtung geht, ihn wieder zurückzugeben, gibt sie sich und dem namenlosen Kater eine Chance.
Die beiden gewöhnen sich langsam aneinander, doch dann ist der Kater von einem Tag auf den anderen verschwunden und niemand weiß, wo er ist...

Er ist klein, er ist schwarz, er ist ein kleiner Kater. Ohne Namen schleicht er sich langsam, aber stetig in das Herz von Carolin, die das so gar nicht will und es auch nicht zugibt. Doch er berührt etwas in ihr, sie fühlt sich letztendlich doch für ihn verantwortlich. Ihr gefällt, dass er nicht so verschmust und auf Menschen orientiert ist wie andere Katzen. Er macht sein eigenes Ding und hat seinen eigenen Kopf.
Auch wenn sie es nie zugeben würde, aber sie kann es sich ohne ihn nicht mehr vorstellen.
Was das Zusammenleben mit dem Kater aber hauptsächlich ausmacht, sie nimmt, zwar unfreiwillig, Kontakt zu anderen Menschen auf. Anka und auch ihre Nachbarn kommen ihr näher, eine Nähe, die sie nie wieder zulassen wollte.
Doch dann passiert das Unvorstellbare, der Kater verschwindet und sie weiß sich nicht mehr zu helfen. 
Nun lernt sie ihre Nachbarn und Mitmenschen richtig kennen, ob sie will oder nicht.

Carolin ist eine Einzelgängerin, die niemanden an sich heranlässt. Phillip hatte seinerzeit ihren Panzer geknackt, aber nun ist er nicht mehr da und sie zieht sich in ihr Schneckenhaus zurück. Sie findet keinen Zugang zu anderen Menschen und will ihn auch. Da diese es merken, starten diese auch keinen Versuch mehr, so dass sie mehr und mehr vereinsamt. Sie suhlt sich in ihrem Elend und muss sich doch aufraffen, als der kleine Kater bei ihr einzieht.
Carolin lernt Menschen kennen, die ihr bislang nicht fremd waren, aber hinter deren Fassade sie sich nie die Mühe gemacht hatte, zu schauen.
Sie muss feststellen, dass außerhalb ihres Schneckenhauses Menschen leben, Nachbarn, die ihr freundlich gesinnt sind. Sie tut sich schwer, aber sie lässt diese nach und nach an sich heran. Sie geht weit über ihre gestellten Grenzen und kennt sich selbst nicht mehr wieder.
Carolin ist eine Protagonistin, die sich unglaublich entwickelt, die zwangsweise über ihren Tellerrand sehen muss und eine Welt findet, die ihr bislang fremd war.

Die Geschichte könnte man, wenn man es will und fertigbringt, an 24 Tagen wie einen Adventskalender lesen. Das Ziel für Phillip war, dass Carolin Weihnachten nicht allein verbringen muss. Das Ziel ist also Weihnachten und das Buch endet auch damit. Das Buch ist, zufällig?, in 24 Kapitel unterteilt, die ich jedoch nicht tageweise, sondern in einem Ritt durchgelesen habe.

Ich habe Carolin dafür geliebt, dass sie dem kleinen schwarzen Kater eine Chance gegeben hat und habe mit ihr genauso gefiebert, als das Katerchen verschwunden war. 
Das Buch ist ein absolutes Muss für alle Katzenfans, aber es dürfen auch gern andere teilhaben an dem Zusammenleben von Carolin und dem Kater.

Für dieses Buch spreche ich eine klare Kauf- und Leseempfehlung aus.

Bewertung:


Zur Autorin:

(übernommen von Amazon)
Christiane Lind wuchs im niedersächsischen Zonenrandgebiet auf. Heute lebt sie mit einem Ehemann und fünf Macho-Katern in Kassel. Sie liebt Bibliotheken und Kunstmuseen, kann auf Zigaretten und Fleisch verzichten, nicht aber auf Latte Macchiato und ihren iPod. Die Sozialwissenschaftlerin arbeitete in unterschiedlichen Berufen, bis sie sich zur Jahrtausendwende selbstständig machte.
Christiane Lind war schon immer eine Leseratte, aber den Wechsel auf die Seite der Autorin hat sie ebenfalls mit dem Millenium vollzogen.





Von Christiane Lind wurden gelesen und rezensiert:
           


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin


bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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