Mittwoch, 6. Juli 2016

[Rezension] Don Winslow - Frank Decker 02: Germany



Leseprobe




Eckdaten:
Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Droemer TB (1. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426304309
ISBN-13: 978-3426304303
Originaltitel: Germany
Größe und/oder Gewicht: 14,1 x 3 x 21,3 cm

Inhalt gem. Droemer:
Privatermittler Frank Decker ist ein Meister seines Fachs: Er findet Menschen, die vermisst werden. Keiner hat seine Härte, seine Besessenheit und seine Unnachgiebigkeit. Hat er einen Fall angenommen, verfolgt er ihn erbarmungslos. Als die atemberaubend schöne Frau seines Freundes verschwindet, ihr Auto verlassen in den Ghettos von Miami, und die Polizei im Dunkeln tappt, setzt er sich auf die Fährte. Die Spur führt ihn aus dem sonnenverwöhnten Florida ins kalte Deutschland. Decker kennt Deutschland: Hier hat er die schönste Zeit seines Leben verbracht. Doch das soll sich bitter rächen. Nun lernt er das Deutschland der Rotlichtbezirke, des Mädchenhandels und der Drogen kennen.

Zum Buch:
Für Frank Decker gibt es keine Zweifel, ob er seinem Freund Charlie helfen soll oder nicht. Charlie Sprague hatte ihm vor Jahren im Irak das Leben gerettet, so dass er ihm noch immer etwas schuldig war.
Als Charlie ihn bittet, seine Frau Kim zu suchen, sagt er bereitwillig zu.
Kim, das einstige Model, ist nach einer Shoppingtour nicht mehr nach Hause gekommen und scheint spurlos verschwunden zu sein.
Frank, der früher Ex-Detective bei der Mordkommission war, hat sich mittlerweile auf die Suche nach Menschen spezialisiert.
Er findet selbst die, die nicht gefunden werden wollen.
Kim und Charlie kennt er schon lange, war er doch auch der Trauzeuge bei der Hochzeit gewesen. Für ihn wie auch für Charlie unvorstellbar, dass Kim sich aus dem Staub gemacht haben sollte.
Ihr Auto wurde gefunden, von ihr selbst fehlt jede Spur. Wo ist sie und wird es Frank gelingen, sie zu finden? ...

Mit "Germany" liegt hier der zweite Teil um den Ermittler Frank Decker vor.
Die Geschichte führt den Leser nicht nur zur Hälfte durch die USA, sondern auch nach Deutschland. Hier findet auch der aktionsgeladene Showdown statt.

Die Suche nach Kim macht ihn mit der Vergangenheit von Kim bekannt. Einer Vergangenheit, die ihn überrascht.
Viele dunkle Geheimnisse tun sich auf, es geht um mehr, als nur um das Verschwinden von Kim. Plötzlich hat er auch mit der ukrainischen Mafia zu tun, mit Mord und Prostitution. Er hat bei seiner Suche die Büchse der Pandora geöffnet und wird letztendlich auch selbst zur Zielscheibe.

Frank ist der Typ Mann, dem ein einmal gegebenes Versprechen etwas bedeutet. Dieses Versprechen kommt ihm hier hart hoch. Es kommt der Moment, wo er dieses Versprechen bitter bereut, am liebsten alles hinschmeißen würde, aber er kämpft sich widerwillig durch.

Dass letztendlich nicht alles das ist, wonach es aussieht, wird einem zum Ende des Buches deutlich bewusst. 
Gemeinsam mit Frank Decker hat man sich auf die Suche nach Kim gemacht, ist durch viele Länder gejagt und hat sich in Gefahr begeben.
Aus der Sicht von Frank Decker geschrieben, ist man als Leser immer aktuell dabei, hat Anteil an seinen Gedanken und Handlungen.

Von Beginn an wird Spannung aufgebaut, die sich stetig steigert. Was anfangs noch wie ein bloßes Verschwinden bzw. einer Entführung von Kim aussieht, entwickelt sich zu einem Albtraum, aus dem es ein böses Erwachen gibt.

Eine atemlose Jagd mit vielen Wendungen, die absolut nicht vorhersehbar waren, machen dieses Buch zu einem Pageturner, das ich gern weiterempfehle. 

Bewertung:


Zum Autor:
(Text übernommen vom Droemer-Verlag)
Don Winslow wurde 1953 in der Nacht zu Halloween in New York geboren. Seine Mutter, eine Bibliothekarin, und sein Vater, ehemaliger Offizier bei der Navy, bestärkten ihn schon früh in dem Wunsch, eines Tages Schriftsteller zu werden, vor allem die Geschichten, die sein Vater von der Marine zu erzählen hatte, beflügelten die Fantasie des Autors.
Das Sujet des Drogenhandels und der Mafia, das in vielen von Don Winslows Romanen eine Rolle spielt, lässt sich ebenso mit seinen Kindheitserfahrungen erklären: Seine Großmutter arbeitete Ende der 60er für den berüchtigten Mafiaboss Carlos Marcello, der den späteren Autor mehrere Male in sein Haus einlud.
Jeden Morgen um fünf setzt er sich an den Schreibtisch. Mittags läuft er sieben Meilen, in Gedanken immer noch bei seinen Figuren, um dann am Nachmittag weiterzuarbeiten. Winslow sagt von sich, dass er bislang nur fünf Tage durchgehalten habe, ohne zu schreiben. Es ist eine Sucht, die bis heute ein Werk hervorgebracht hat, dessen Qualität, Vielseitigkeit und Spannung Don Winslow zu einem der ganz Großen der zeitgenössischen Spannungsliteratur machen.
Don Winslow wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Krimi Preis (International) 2011 für "Tage der Toten". Für die New York Times zählt Don Winslow zu einem der ganz Großen amerikanischen Krimi-Autoren.
Don Winslow lebt mit seiner Frau und deren Sohn in Kalifornien.

Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich beim
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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