Donnerstag, 2. Juni 2016

[Rezension] Peter Merten - Alles auf Anfang


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1384 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 416 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: 
B01ACLY7O6


Klappentext gem. Amazon:
Der Dieb Reeycot Varda entdeckt ein uraltes Artefakt, mit dem der anhaltende Verlust des Sonnenlichts seiner Welt aufgehalten, vielleicht sogar dauerhaft umgekehrt werden kann. Er bringt es in seinen Besitz und macht sich auf den Weg in die Hauptstadt.
Da ihm nur wenig Zeit bleibt, sein Ziel zu erreichen, heuert er die eigenwillige Luftschiffkapitänin Fade an.
Aber Can Fade hütet ein gefährliches Geheimnis, das nicht nur Vardas Leben, sondern darüber hinaus auch die Zukunft des ganzen Landes in Gefahr bringen kann.


Rezension:
Die Welt Pyres ist dem Untergang geweiht, denn die eigentlich friedfertige Welt, in der Wissenschaft und Magie nebeneinander existieren steht kurz vor ihrem Ende. Die Sonne, der Grundstein des Lebens, weist immer mehr schwarze Flecken auf und weder Wissenschaftlern noch Magiern ist es gelungen herauszufinden, warum dies der Fall ist oder gar diesen Zustand aufzuhalten bzw. umzukehren. Lediglich der Leiter der Akademie der förderlichen Wissenschaften, Bovart Seitenfärber, hat eine Idee, wie die drohende Sonnenfinsternis abgewendet werden kann. In der Akademie entdeckte er eine Maschine, welche seit Angedenken der Zeiten dort befindlich sein muss, doch diese könnte die Lösung für den drohenden Untergang darstellen. Bedauerlicherweise fehlt ein entscheidendes Teil, doch Bovart hat Hoffnung, denn er weiß, dass das Teil bereits gefunden wurde und auf dem Weg zu ihm ist.

Famola, Bovarts Nichte und Assistentin, ist da weniger optimistisch, vor allem als sie erfährt, das ausgerechnet Reeycot Varda das fehlende Teil gefunden hat und es zu Bovart bringen will. Generell hat Famola keine besonders hohe Meinung von Reeycot, schmuggelt er sich doch bereits Zeit seines Lebens durchs Leben, hat keine anständige Arbeit und sichert sich seinen Lebensunterhalt durch diverse Gaunereien. Noch dazu ist er träge und über alle Maßen von sich selbst eingenommen - Famola hat also allen Grund, Reeycot zu misstrauen. Zu allem Unglück wird die Akademie, genauer gesagt deren Bibliothek, von Mangold Dunk, einem Lichtmeister der Vereinigung der Diener des Lichts, überfallen. Zwar kann er weder Bovart, noch Famola stellen, doch durch eine Notiz weiß er, was sich in Reeycots Besitz befindet. Das Reeycot sein Ziel nicht erreichend darf, steht außer Frage.

Derweil plant Tab Valniwow mit einem Luxusmodell der Luftschifffahrtsindustrie eine gemächliche Reise nach Muceport, der Stadt, in der sich auch die Akademie befindet. Obwohl Tab niemanden etwas getan hat, wird er noch auf dem Flugfeld von Lichtbringern gejagt, doch ihm gelingt die Flucht. Allerdings verpasst er seine Passage, sodass er sich als blinder Passagier auf die Pryde schmuggelt, ein Luftschiff, das allerdings eher für Warentransporte geeignet ist, aber in die selbe Richtung fliegt, in der sein Ziel liegt. Tatsächlich bleibt er unentdeckt, zumindest so lange, bis die Lichtbringer die Pryde angreifen und er sich bekennen muss. Es gelingt ihm, die Kapitänin des Schiffes, Candrine Ogrem Fade, zu erweichen, ihn zu retten. Nur den beiden gelingt die Flucht, das Schiff und seine Mannschaft sind verloren. Tab gelingt es Fade zu überzeugen, ihn auf seiner Reise zu begleiten, doch die Lichtbringer sind weiter hinter ihnen her, denn Tab ist eigentlich gar nicht Tab Valniwow, sondern Reeycot Varda ...


Pyres droht der Untergang! Der Plot wurde spannend und fantastisch erarbeitet. Besonders gut hat mir die Harmonie von Wissenschaft und Magie in der Welt von Pyres gefallen, denn eigentlich sollte man ja davon ausgehen, dass diese sich ausschließt, aber es funktioniert und zwar ganz hervorragend. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Ans Herz gewachsen ist mir natürlich die Figur des Reeycot, der wirklich alles verkörpert, was man von einem Anti-Helden erwartet und dennoch schaffte er es immer wieder, mich zu überraschen und tatsächlich kristallisierten sich im Laufe des Buches eine Menge positive Eigenschaften bei diesem Lebemann heraus. Die Interaktion der Figuren des Reeycot und der Fade empfand ich faszinierend zu lesen, denn sie ist ihm gegenüber von Beginn an eher unwirsch eingestellt, während er auf den ersten Blick erkennt, dass diese Frau so viel mehr ist, als es auf den ersten Blick erscheint und er fühlt sich sofort zu ihr hingezogen - was sich auch nicht ändert, als er ihre Meinung zu seiner Person erfährt. Den Schreibstil fand ich fesselnd zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch hervorragende Lesestunden bereitet hat.


Bewertung: 

Von Peter Merten bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufband ist erst sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)



Der Autor über sich:
Meine Großmutter väterlicherseits war tatsächlich eine talentierte Märchenerzählerin und mein Großvater mütterlicherseits ein ständiger Quell Antworten auf alle Fragen, die Kinder stellen.
Ich will noch immer Geschichten erzählen, die den kalten Dingen ein Herz und den stummen Dingen eine Stimme geben.
Das aktuelle Projekt trägt den Arbeitstitel ‚Sonnenflecke’. (übernommen von HP)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.



Wie ich zu dem Buch kam:  
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich bei



Peter Merten

bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat. 


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