Dienstag, 31. Mai 2016

[Rezension] Markus Heitz - Lyssa: Ein Geheimniskrämer Fall



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 209
ISBN: 978-3-426-44063-6
Erscheinungstermin: 1. April 2016
Format:
E-Book
Verlag: Knaur

Klappentext: gem. Droemer-Knaur
in Fall für den sogenannten "Geheimnis-Krämer" - ein Thriller von Besteller-Autor Markus Heitz! Es fallen Schüsse im Gerichtssaal von Leipzig. Der Richter selbst hält die Waffe in den Händen und erschießt mehrere Verbrecher, teils auf der Anklagebank, teils im Zuschauerraum. Was zuerst wie ein Rachefeldzug des todkranken Richters Rotmann aussieht, entwickelt sich zu einer wohldurchdachten Mordserie. Täter und Orte sind stets verschieden. Nur eine verstörende Gemeinsamkeit, ein kurzer Satz, findet sich immer am Tatort wieder:  »Gott mit uns«. Tycho Krämer, Millionär und Ermittler aus Spaß am Geheimnis, versucht herauszufinden, ob jemand im Hintergrund die Fäden zieht, um vermeintlich böse Menschen umzubringen. Seine Recherchen führen ihn von Leipzig nach Berlin und Hamburg bis nach Wien und Monte Carlo. Wo liegt die Verbindung und wieso sterben die Mörder kurz nach ihrer Tat? Aber auch Krämer hat Geheimnisse, die er keinesfalls gelüftet wissen möchte... Exklusiv als eBook!


Rezension:
Tycho Krämer ist freier Journalist, nachdem er vor zwei Jahren im Lotto gewonnen hatte. Seit dieser Zeit schreibt er nur noch über Themen, die ihn wirklich reizen und interessieren und hat dank seiner finanziellen Mittel natürlich ganz andere Möglichkeiten als die Kollegen, die in einem (freien) Angestelltenverhältnis sind. Derzeit liegt sein Interesse bei einer Verhandlung von bekannten Unterweltgrößen Leipzigs, welche von Richter Rothmann geführt wird. Der Prozess läuft wie jeder andere - doch am Ende erschießt ausgerechnet Richter Rothmann den Angeklagten mitten in seinem Gerichtssaal. Der Richter selbst wird von den anwesenden Beamten erschossen - ein Motiv kann nicht ermittelt werden.

Kramer aber hat "Blut geleckt". Was brachte den ehren- und verdienstvollen Richter dazu, Selbstjustiz zu üben? Zwar hat er keinen Einblick in die Ermittlungsakten, doch zum Glück ist er mit Elisabeth liiert, die ihres Zeichens Oberkommissarin ist und ihrem Freund so doch den ein oder anderen Tipp geben kann. So glücklich Tycho und Elisabeth auch miteinander sind, Elisabeths Vater ist absolut gegen die Beziehung und dem Kriminalrat ist fast jedes Mittel recht, denn Mann an der Seite seiner Tochter zu diskreditieren.

Derweil wird in Berlin der Abgeordnete Enrico Johann von der Osten von einer unbekannten Frau auf offener Straße getötet. Auch sie sagt die Worte "Gott mit uns", wie bereits Rothmann in Leipzig, doch die Attentäterin kann gestellt werden. Tycho ahnt, dass viel mehr hinter der Geschichte steckt und beginnt, eigene Recherchen anzustellen, denn auch die Frau kann der Polizei kein Motiv nennen. Noch während der Befragung durch die Beamten stirbt sie auf dem Polizeipräsidium. Bei der Obduktion kommt heraus, dass sie Krebs im Endstation hatte - noch eine Gemeinsamkeit mit Rothmann, denn auch dieser hatte nur noch kurze Zeit zu leben. Tycho ahnt, dass viel mehr hinter den Attentaten steckt, als die Polizei annimmt, denn der Zufall von zwei unabhängigen Tätern, die beide dem Tode geweiht waren, mag er nicht so recht glauben und tatsächlich findet er alsbald eine Spur - doch die Mordserie ist noch lange nicht beendet ...


Die Grünkreuz-Mordserie! Der Plot des Buches wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitete. Faszinierend empfand ich, wie sich der Plot nach und nach auflöste und wie so manches "Opfer der Mordserie" er nach seinem Tod sein wahres Gesicht preisgab und immer wieder stand für mich die Frage im Raum: handelt es sich hier um Gerechtigkeit oder Selbstjustiz? Auf jeden Fall kann ich nur sagen, aus meiner Sicht war ich nicht unbedingt immer auf Seiten der Strafverfolgungsbehörden. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, wobei ich mir auch nach Lektüre des Buches nicht sicher bin, was ich von der Figur des Tycho halten soll. Einerseits ist er gewitzter Journalist, der es durchaus (nicht nur mit Hilfe seines Geldes) schafft, sich wertvolle Informationen zu eigen zu machen, doch wer er selbst ist, darüber schweigt sich der Protagonist in großen Bereichen aus, sodass ich nicht behaupten kann, ich hätte Tycho in diesem Buch gut kennengelernt. Den Schreibstil empfand ich fesselnd zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet und mich hier gerade die Thematik des Romans in seinen Bann geschlagen hat.


Bewertung


Von Markus Heitz bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufband ist erst nach Deaktivierung des Adblockers sichtbar)
 


Der Autor:
Markus Heitz, geboren 1971, studierte Germanistik und Geschichte. Kein anderer Autor wurde so oft wie er mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet, weshalb er zu Recht als Großmeister der deutschen Fantasy gilt. Mit der Bestsellerserie um "Die Zwerge" drückte er der klassischen Fantasy seinen Stempel auf und eroberte mit seinen Werwolf- und Vampirthrillern auch die Urban Fantasy. Markus Heitz lebt in Homburg. (Text von Droemer-Knaur übernommen).

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.



Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 



bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

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