Montag, 2. Mai 2016

[Rezension] Marina Boos - Jules Welt 01: Das Glück der handgemachten Dinge


Leseprobe





Eckdaten:
Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: Knaur TB (2. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426517191
ISBN-13: 978-3426517192
Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 2,5 x 19,5 cm

Inhalt gem. Knaur:
Haben Sie’s schon mal getan? Etwas selbst gemacht? Dann wissen Sie ja, wie wunderbar sich das anfühlt. Auch Jule, die Heldin aus Marina Boos' erstem Kreativ-Roman "Jules Welt" kennt es gut, das Glück der handgemachten Dinge.
Drei Monate vor ihrem 31. Geburtstag ist die Weltenbummlerin Jule auf der Suche nach den drei Großbuchstaben des Lebens: HLL – Heimat, Liebe, Lebensaufgabe. Um das alles zu finden, zieht sie in das Heimatdorf ihrer Großmutter und übernimmt eine geschlossene Schankwirtschaft. Jule möchte daraus etwas ganz Besonderes machen: ein gemütliches Kreativ-Café. Hier sollen sich alle, die ihrer kreativen Seite mehr Raum geben möchten, treffen und austauschen können. Denn seit sie denken kann, bastelt und backt Jule für ihr Leben gern. Und so hängt sie kleine Anleitungen ins Fenster, Tipps, Rezepte und Ideen rund ums Handarbeiten, Basteln, Kochen und den Garten. Aber nicht alle Dorfbewohner sind von Jules Plänen begeistert … Eine moderne Sinnsuche-Geschichte, in der es um das Glück geht, Dinge wieder selber zu machen. Mit umfangreichem Anleitungsteil zum Selbermachen

Zum Buch:
Momentan wendet sich alles von Jolanda, Jule genannt, ab. Sie wohnte in einer WG mit zwei Freundinnen. Nachdem Cora bereits ausgezogen war, will sich nun auch Maike aus der WG verabschieden und sich anderweitig umtun.
Jule hängt an ihren beiden Freundinnen, kann sie aber nicht halten. Nun ist auch noch ihr Job weggefallen, denn die Zeitung verzichtete auf die weitere Zusammenarbeit mit ihr. Nun ist guter Rat teuer, was tun. Ihr großer Traum ist, ein Café zu eröffnen, aber mit welchem Geld?
Ihre Großmutter Wilhelmine hatte mit einer Lottogemeinschaft viel Geld gewonnen, das die fast 100-jährige selbst nie ausgeben kann. Ihren zwei Enkeln wollte sie es geben, aber bislang hat nur Ole das Angebot angenommen. Jule tut sich schwer, das Geld ihrer Großmutter zu nehmen, aber diese lässt nicht locker. Sie lässt Jule eine Annonce zukommen, wo eine seit 5 Jahren leerstehende Schankwirtschaft verkauft werden soll. Diese befindet sich in Müggebach, der Heimat von Wilhelmine.
Jule verabschiedet sich schweren Herzens aus ihrer Heimatstadt Frankfurt und zieht ins ländliche Müggebach.
Sie hat sich eine Aufgabe gestellt, sie will etwas aus der alten Schankwirtschaft machen. Es ist noch nicht ganz klar, was genau, aber eins ist klar, es bedarf einer intensiven Renovierung.
Sie macht sich voller Eifer ans Werk, aber es gibt scheinbar jemanden, der etwas gegen sie und den Umbau der Wirtschaft "Zur alten Linde" hat ...

Jule ist eine Optimistin, die schaffen will, was sie sich vorgenommen hat. Sie zieht von Frankfurt weg ins dörfliche Müggebach. Dort trifft sie auch ihren Cousin Ole wieder, den sie schon seit Jahren nicht mehr gesehen hatte und findet in ihm eine Hilfe für ihr Vorhaben und einen Menschen, auf den sie sich verlassen kann.
Nach einer Bestandsaufnahme der alten Schankwirtschaft fällt es ihr schwer zu entscheiden, was von dem alten Zeug weg kann und was sie für ihr neues Vorhaben, ein Café zu eröffnen, mit dort einbringen kann. 
Sie wird unter anderem kreativ, wenn es heißt, altes in neuem Licht erstrahlen zu lassen.

In Melina und Gerta findet sie zwei Freundinnen, die nicht nur verbal Hilfe anbieten, sondern die diese auch praktisch umsetzen. Wenn ihr die Kabbeleien der beiden und die Ansichten, wie das Café einmal aussehen soll, manches mal ein wenig zu viel werden, so hört sie doch zu und filtert aus den Ideen der beiden heraus, was sie für sich als wichtig und umsetzbar hält. 
Aber es gibt auch jemanden, dem es so gar nicht gefällt, was sie dort treibt. Jeden Tag findet sie einen Zettel im Kasten, auf dem geschrieben steht "KEIN Starbucks in Müggebach!!!" Wie jemand auf die Idee kommt, dass sie dort einen Starbucks aufmachen will, ist ihr rätselhaft. Auch wurde davon gesprochen, dass sie das Gebäude abreißen lassen wollte.

Nebenbei hat sie sich bei der örtlichen Zeitung angeboten, Artikel für diese zu schreiben, aber leider läuft das auch nicht so, wie sie es sich vorstellte. Sie wird blockiert und ihr werden mehr als Knüppel zwischen die Füße geworfen.

Während sie sich liebevoll um die Renovierung der "Linde" kümmert, lernt sie viele andere Dorfbewohner kennen. Mit einigen kommt sie gut aus, andere stehen ihr ablehnend gegenüber, obwohl sie Jule nicht kennen.
Sie hat nun das Ziel, das Café zur Zeit der Lindenblüte zu eröffnen, aber ob sie das schafft, muss sie sich doch um alles selbst kümmern, selbst um Sachen, von denen sie bislang keine Ahnung hatte.
Nicht jede Hilfe ist ihr auch willkommen, die ihr angeboten wird.

Das Buch der Autorin Marina Boos ist ein bezauberndes Buch, in dem es um einen Neubeginn und um Freundschaften geht.
Es ist immer schwer, in einer neuen und unbekannten Umgebung Fuß zu fassen. Das muss auch Jule erfahren. Völlig allein lässt sie sich auf ein "Abenteuer" ein, das ihr privat und auch beruflich neue Wege ebnen soll. Das Ziel ist klar, aber welche Stolpersteine ihr in den Weg gelegt werden und welche Erfahrungen sie sammeln muss, ist vorab nicht absehbar.
Aber Jule ist ein anpackende, sympathische junge Frau, die sich nicht unterkriegen lässt. Auch wenn sie es das ein oder andere Mal nicht schafft, ihrem Ärger und Frust Abhilfe zu schaffen, ist sie immer ehrlich und steht zu dem, was sie macht. Ich mochte Jule sehr, habe sie regelrecht in mein Herz geschlossen. Sie ist für vieles offen und findet recht schnell Anschluss und Freunde.
Sie ist eine kreative Frau, die sich inspirieren lässt und eigene Ideen auch umsetzen kann. Auch lässt sie andere daran teilhaben.

Die Autorin lässt auch den Leser an Jules kreativen Ideen teilhaben, denn am Ende des Buches und einige Male auch zwischendrin, werden die erwähnten Ideen Schritt für Schritt erklärt. Natürlich sind auch leckere Rezepte dabei. 

Ein Buch für kreative Ideen zum handwerken und backen sowie für unterhaltsame Stunden, das ich gern weiterempfehle.

Bewertung:



Zur Autorin:
(Text übernommen von Knaur)
Marina Boos wurde 1981 in Baden-Württemberg geboren. Mittlerweile lebt sie mit ihrer Familie sehr dörflich am Rand der Elfringhauser Schweiz. Nach ihrem Studium arbeitete sie für mehrere Jahre in Öffentlichen Bibliotheken. Dort kümmerte sie sich um Naturwissenschaften, Technikprobleme, Schüler und ein riesiges Regal mit Koch-, Bastel- und Handarbeitsbüchern. Sie spinnt und webt nicht nur Wörter zu Geschichten, sondern auch Wolle zu Schals und Decken.

Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich beim



bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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