Mittwoch, 20. April 2016

[Rezension] Christiane von Laffert - Herz verloren, Glück gefunden



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (18. April 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 344248412X
ISBN-13: 978-3442484126
Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 3,3 x 18,8 cm

Inhalt gem. Goldmann:
Die Ehe der zweifachen Mutter Victoria steckt in der Krise. Um wenigstens für kurze Zeit einmal den ewigen Nörgeleien ihres Mannes zu entfliehen, lässt sich die schüchterne Victoria auf eine abenteuerliche Idee ihrer besten Freundin Emily ein: Sie soll die Society-Reporterin zu einem Kurztrip in ein angesagtes Ski-Resort begleiten und sich – damit sie unter den Reichen und Schönen nicht wie eine graue Maus wirkt – als ungebundene Jetsetterin ausgeben. Der Plan geht auf – bis Victoria im Fahrstuhl des Luxushotels über einen gut aussehenden Fremden stolpert und sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Constantin könnte der Mann ihres Lebens sein – wenn da nicht ihre kleine Lüge wäre und sie nicht eigentlich vergeben ...

Zum Buch:
Victoria hat alles erreicht, was sie sich schon mit 20 erträumt hatte, einen Mann und 2 Kinder. Sie ist Hausfrau und Mutter und geht darin völlig auf. Ihr Mann Hubertus ist ein Fondsmanager und ein reines Arbeitstier. Feierabende kennt er nicht, für ihn zählt nur die Arbeit.
In ihrer Ehe läuft es nicht mehr ganz so rund wie früher, Victoria ist zwar nicht unglücklich, spürt aber deutlich, dass in ihrem Leben etwas fehlt.
Als ihr ihre Freundin Emily, eine Society-Reporterin, anbietet, gemeinsam mit ihr nach Lech zu fahren, um mal aus dem Alltagstrott herauszukommmen, greift sie nach einigem Zögern zu.
Dort gibt sie sich unter dem Namen Kathi König als Jetsetterin aus, die viel unterwegs und ungebunden ist.
Prompt lernt sie den angesagten Constantin von Holt, einen Medienunternehmer, in Lech kennen. Er, der ein begehrter Junggeselle ist, sieht nicht nach den reichen und schönen Frauen, sondern interessiert sich für Victoria, die alles andere als Modelmaße hat.
Sie verlieben sich und Victoria hat nicht die Möglichkeit, ihm zu gestehen, dass sie nicht diejenige ist, für die sie sich ausgibt.
Nur ihrem Mann gesteht sie, dass sie sich mit einem anderen Mann eingelassen hat, womit das Ende ihrer Ehe eingeläutet wird...

Eine gelangweilte Ehefrau bricht aus. Victoria ist unzufrieden mit ihrem Leben und nimmt das Angebot ihrer Freundin Emily an, mal einen auf Chicki-Micky machen zu können.
Sie fühlt sich gut, bewundert und geliebt, als sie Constantin kennenlernt. Die Begegnung geht soweit, dass ihre Ehe Geschichte ist.
Victoria ist auch diejenige, die mit den Kindern aus dem gemeinsamen Haus ausziehen muss, aber wohin auf die Schnelle? 
Da bietet sich ihr die Möglichkeit, in eine WG einzuziehen.

Kristian, dem eine Jugendstilvilla gehört und der diese nach dem Weggang seiner Frau nicht allein bewohnen wollte, hat sich Freunde mit ins Haus geholt, Anna und Manni. Zu diesen recht unterschiedlichen Charakteren wird nun Victoria vorübergehend ziehen, obwohl sie nicht wirklich weiß, ob das eine gute Entscheidung ist, denn allein Manni ist schon arg gewöhnungsbedürftig.

In dieser Villa treffen die unterschiedlichsten Typen aufeinander. Ein wenig exzentrisch und durchgeknallt, anders kann man es nicht bezeichnen. 
Natürlich geht es da auch nicht ganz ohne Konflikte aus.

Victoria ist eine 39-jährige Frau, die das Herz am rechten Fleck hat.
Als sich ihr die Gelegenheit bietet, aus dem inzwischen eingeschliffenen Alltagstrott herauszukommen, greift sie zu. Sie trifft Entscheidungen, die für ihr weiteres Leben entscheidend sind. 
Aber sie steht zu ihren Entscheidungen und zieht diese auch durch, auch wenn sie anfangs bedauert, dass Hubertus so gar nicht bereit ist, um ihre Ehe zu kämpfen.
Als Leser ist man direkt dabei, bei ihren Entschlüssen, wenn sie liebt und auch, wenn sie verzweifelt. Ihr Gefühlsleben breitet sich vor dem Leser aus, so dass man vieles gut nachvollziehen konnte. 

Das vorliegende Buch ist das Erstlingswerk der Autorin. Sie hat einen leicht lockeren Schreibstil, der es dem Leser ermöglicht, das Geschehen gut verfolgen zu können. Man gleitet förmlich durch das Buch und kann es nicht aus der Hand legen. Schließlich will man wissen, wie es ausgehen wird.

Meiner Meinung nach wurde jedoch ein wenig schnell von Liebe gesprochen. Nach ein paar Tagen Gemeinsamkeit gleich eine so tiefe Liebe zu empfinden, ist meines Erachtens nicht der Wirklichkeit geschuldet. Auch eine wahre und ehrliche Freundschaft braucht Zeit zum Reifen und kann nicht schon nach ein paar Tagen als solche benannt werden.

Abgesehen davon ist es eine leichte und humorvolle Geschichte, die sich leicht weglesen lässt. Ich hatte mit dem Buch ein paar schöne Stunden und diese genossen.
Ein unterhaltsames Buch, das ich sehr gern weiterempfehle. 


Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen von Goldmann)
Christiane von Laffert wurde 1975 in einer niedersächsischen Kleinstadt geboren und schrieb bereits in ihrer Schulzeit leidenschaftlich gern Geschichten für ihre Familie und Freunde. Nach einer Banklehre und einem Studium der Betriebswirtschaft arbeitete sie in einer PR-Agentur, bevor sie sich im familieneigenen Unternehmen um die Öffentlichkeitsarbeit kümmerte. Sie ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und Zwillingen in Hamburg. »Herz verloren, Glück gefunden« ist ihr erster Roman.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Den Goldmann-Verlag findet ihr auch auf Facebook 


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Keine Kommentare: