Donnerstag, 24. März 2016

[Rezension] Margot S. Baumann - John 01: Band des Schweigens



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (8. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1523644222
ISBN-13: 978-1523644223
Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 1,4 x 20,3 cm

Inhalt gem. Amazon:
John Achilles Fortune, der gut aussehende Londoner Anwalt, erhält seinen ersten eigenen Fall. Er wird beauftragt, mögliche Nachkommen der betuchten Eleanor Cavendish zu finden. Was zuerst nach reiner Routine aussieht, entwickelt sich bald zu einem mysteriösen Spiel. Denn die alte Lady umgab ein Geheimnis. Wieso unterhielt sie ein leeres Grab auf einem Londoner Friedhof? Und wer sind die beiden Mädchen auf dem Foto, das er in einem Versteck findet? Die Spur führt ins wildromantische Cornwall, wo er die attraktive Alice Ponsomby Pane trifft. Ist sie womöglich eine legitime Nachfahrin seiner verstorbenen Klientin? Oder hat sie es nur auf deren Vermögen abgesehen? Und wieso fühlt er auf einmal so ein seltsames Kribbeln in ihrer Gegenwart? Er wird sich doch nicht etwa in eine potenzielle Erbin verliebt haben! John ist hin- und hergerissen zwischen Sympathie und Professionalität. Wird er den Dschungel aus Lügen, Intrigen und vertuschten Familiengeheimnissen, die bis in den Zweiten Weltkrieg zurückführen, durchdringen können?

Zum Buch:
John A. (Achilles) Fortune ist Anwalt. Seine Kanzlei versucht die Erben Verstorbener ausfindig zu machen, bevor das Geld an den Staat fällt.
Nun hat er seinen ersten selbständigen Fall und gedenkt, ihn erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Die verstorbene Eleanor Cavendish war gut betucht und starb, ohne je ein Testament gemacht zu haben.
Bei der Suche nach Hinweisen findet John ein altes Foto, auf dem 2 Mädchen abgebildet sind. Eine ist definitiv die verstorbene Eleanor, aber wer ist das andere Mädchen, eine Freundin oder gar Schwester? Weitere Hinweise finden sich nicht.
John macht sich auf die Suche, die ihn nach Cornwall führt...

In Cornwall trifft er auf die gut aussehende Kellnerin Alice Ponsomby Pane, die dort in einem Fischrestaurant jobbt, und ist sofort fasziniert von ihr. Alice hat jedoch einen Freund, Gordon. Sie weiß tief im Inneren, dass diese Beziehung keine Zukunft hat, denn es fehlt ihr etwas, was sie nicht wirklich benennen kann. Doch den Schritt, sich von ihm zu trennen, konnte sie bislang noch nicht gehen. Da macht ihr Gordon einen Heiratsantrag.
Alice ist wieder bei ihrer Mutter eingezogen und träumt ihren Traum vom Kunststudium, den sie jedoch nicht finanzieren kann.

Die Anziehung zwischen John und Alice besteht von beiden Seiten und sie nähern sich an. Bald muss John erkennen, dass die Möglichkeit besteht, dass Alice die gesuchte Erbin von Eleanor sein könnte. Er versucht von ihr Informationen zu bekommen, ohne sich zu erkennen zu geben, aus welchem Grund er bestimmte Fragen stellt. Er ist hin- und hergerissen und versucht sich sein Schweigen ihr gegenüber für sich selbst schönzureden.

Von der Autorin Margot S. Baumann kenne ich bereits einige Bücher, so dass ich besonders auf ihr neuestes Werk neugierig war, da es sich hier um einen Mehrteiler handelt. Zumindest ist das so geplant.
Mit dem vorliegenden Buch hält man Teil 1 in den Händen und lernt den Protagonisten John A. Fortune, einen jungen Anwalt, kennen.
Die Protagonisten dieses Bandes John und Alice sind zwei ausgesprochen sympathische Figuren, die man einfach mögen muss.
Durch die Schreibweise des Romans in der 3. Person, sowohl aus der Sicht von John wie auch von Alice gelingt es der Autorin mühelos, den Leser an den Gedanken der Protagonisten teilhaben zu lassen. So ist man dabei, wenn sie sich Gedanken über ihre Beziehung machen, ihre Sorgen und Nöte.

John, als Protagonist der Reihe, ist ein Mann, den man gern als Freund hätte. Strebsam und ehrgeizig versucht er einen Erben zu finden. Sein Chef sitzt ihm zeitlich im Nacken, so dass er sich sputen muss, mit seinen Erkundigungen Ergebnisse vorzeigen zu können. Aber er ist auch der Typ, der sich festbeißen kann an einer Aufgabe und nicht locker lässt.
Er ist von Hause aus ein wenig schüchtern, zumindest was das weibliche Geschlecht angeht, denn noch immer geht er, fast 30 Jahre alt, als Single durchs Leben.

Was die Autorin schon immer gut in ihren Büchern beschreiben konnte, ist die Wiedergabe der Örtlichkeiten. Gekonnt und detailtreu beschrieben, hat der Leser das Gefühl, vor Ort zu sein und es mit eigenen Augen zu sehen.

Mit diesem Buch hat man nicht nur eine Liebesgeschichte in der Hand, sondern auch eine Geschichte, in der detektivische Fähigkeiten gefragt sind.
Der Plot der Geschichte ist gut durchdacht und wurde hervorragend umgesetzt.
Es macht Spaß, die Protagonisten zu begleiten und schon während des Lesens hat man das Gefühl, man kennt das Ende bzw. vermutet, wie es ausgehen wird.

Nach einigen Verwicklungen und Missverständnissen kommt das Ende immer näher und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass noch was kommen müsste, aber das Buch hatte meiner Meinung nach nicht mehr genügend Seiten, um ein Ende zu finden, das ich mir gedacht hätte.
Es kommt wie es kommen soll, das Ende hat einen so fiesen Cliffhanger, dass man augenblicklich den zweiten Teil zur Hand nehmen möchte und wissen will, wie es weitergeht.
Ich kann nur hoffen, dass er nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt.

Das ist ein erster Teil, der definitiv neugierig macht auf alles, was nach ihm kommt.
Ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle. 


Reiheninfo:
Band 01: Band des Schweigens
Band 02: Asche im Wind

Bewertung:


Zur Autorin:
Die Autorin über sich selbst: 
Meine Laufbahn als Dichterin begann in der zweiten Klasse, als ich der Lehrerin erzählte, meine Eltern hätten mich Fahrenden abgekauft. Als Kind immer auf der Grenze zwischen Realität und Phantasie balancierend, schuf ich mir bereits früh eine eigene Welt, in der meine selbstverfassten Geschichten einen wichtigen Platz einnahmen.
 Mit meinen Gedichten möchte ich dem Leser eine andere Sichtweise auf Alltägliches vermitteln. Dabei versuche ich ihm gleichzeitig eine Emotion zu entlocken. Sei es ein Seufzen, ein Schmunzeln oder eine Zeitreise zu einer fernen Erinnerung. Ich sehe mich als Erzählerin, die mit Worten Bilder im Kopf entstehen lassen möchte, die den Leser für einen kurzen Augenblick in eine andere Welt entführen und ihn zugleich unterhalten.
In den letzten Jahren habe ich mich von der Lyrik entfernt und mehr der Prosa zugewandt. Diese Gattung lässt mir mehr Raum, um meine Geschichten zu erzählen. Und das Tolle am Romane schreiben ist, dass ich meinen Protagonisten befehlen kann: spring! Interessant wird es aber erst dann, wenn sie mich fragen: warum?
Heute schreibe ich Romane über Liebe, Verrat, Geheimnisse und Sehnsuchtsorte. Für meine Werke erhielt ich nationale und internationale Preise. Ich mag raue Küsten, schroffe Felswände, Musik, Hunde, das Leben im Allgemeinen, meine Familie und träume von einem Cottage am Meer.


Von Margot S. Baumann wurden gelesen und rezensiert:



An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin bedanken, die mir das Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt  hat

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Kommentare:

Sabine Büchersüchtig hat gesagt…

Schöne Rezension, liebe Monika.
Ich mochte das Buch auch sehr und freue mich auf den 2. Band.

Liebe Grüße von
Sabine

Margot S. Baumann hat gesagt…

Vielen lieben Dank fürs Lesen und die tolle Rezension. :-)

Liebe Grüße
Margot