Dienstag, 16. Februar 2016

[Rezension] Sabine Both - Ein Sommer ohne uns



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 240
ISBN: 978-3-7320-0419-5
Erscheinungstermin: 15. Februar 2016
Preis: 8,99 EUR 
Format: E-Book
Verlag: Loewe


Klappentext gem. Loewe:
Eine große Liebe. Und eine Auszeit von der Treue.

Eine offene Beziehung. Für drei Monate. Zwischen Abi und Studium. Sich ausprobieren. Mit anderen. Danach ist alles wieder wie zuvor und Tom und Verena weiterhin ein Paar. Denn sie lieben sich und wollen für immer zusammen bleiben. Doch ist das wirklich so einfach, wie sie es sich vorstellen?

Verena und Tom kennen sich von klein auf, sind ein Paar, seit sie dreizehn sind. Sie gehören einfach zusammen und das soll für immer so bleiben.
Aber ein Gedanke lässt Verena – mitten im Abistress und voller Vorfreude auf das anstehende Studium – nicht mehr los: Sie hat noch nie einen anderen Jungen geküsst, geschweige denn Sex mit einem anderen gehabt. Doch sie liebt Tom und sich von ihm zu trennen oder ihn zu betrügen, kommt nicht infrage.
Als sie schließlich mit Tom darüber spricht, treffen die beiden eine Vereinbarung: eine offene Beziehung, drei Monate Austobzeit nach dem Abi. Danach ist alles wieder wie vorher und die zwei wieder ein Paar.
Zunächst genießen die beiden es, sich auszuprobieren. Doch sie haben nicht mit den Gefühlen gerechnet, die das Arrangement mit sich bringt: Zweifel tun sich auf. Ängste. Werden sie rechtzeitig einen Ausweg finden? 


Rezension:
Verena und Rollo sind Zwillinge, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. An ihrem 13. Geburtstag wird sich zumindest das Leben von Verena für immer verändern. Wie jedes Jahr wird im elterlichen Garten eine kleine Geburtstagsfeier veranstaltet, zu der auch die Nachbarn Hannes und Siegrid mit ihrem Sohn Tom kommen. Tom ist, seitdem er mit seinen Eltern vor ca. 10 Jahren in die Siedlung gezogen ist, ein fester Bestandteil von Verenas uns Rollos Leben, denn sie sind nicht nur Nachbarskinder, sie sind Freunde, wobei er, gerade in den letzten Monaten, mehr als nur Freundschaft für Verena empfindet. Doch auch Tom ist erst 13, wenige Monate älter als Verena und ja, er ist verliebt, doch wie sagt man es einem Mädchen? Sie ist seine erste Liebe und instinktiv macht er ihr zu ihrem Geburtstag genau das Geschenk, das alles verändern soll.

Fünf Jahre später, die drei sind mittlerweile 18 Jahre alt, hängen sie immer noch zusammen wie Pech und Schwefel. Seit jenem schicksalshaften Tag sind Verena und Tom ein Paar und Tom ist nach wie vor Rollos bester Freund, doch bald wird sich das Leben der drei ändern. Verena und Tom bereiten sich intensiv auf ihr Abi vor, wollen sie doch nach diesem nach Marburg ziehen, um zu studieren und Rollo zurücklassen, der eine Ehrenrunde gedreht hat und sowieso keinerlei schulischen Ehrgeiz an den Tag legt. Die Zwillinge wollen ihren 18. Geburtstag so richtig schön mit ihren Freunden feiern und gehen, nach der obligatorischen Familienfeier im heimischen Garten, noch in einen Club.

In diesem Club lernt Verena Jesse kennen und ist von ihm fasziniert, auch wenn sie natürlich niemals was mit ihm anfangen würde, liebt sie doch Tom und haben sie sich Treue in ihrer Beziehung geschworen. Verhängnisvoll wird es erst, als Rollo die etwas ältere Isabelle kennenlernt und in ihrem Bann gezogen wird, denn sobald sie auf der Bildfläche auftaucht, herrscht Unruhe in der Gruppe und bisher Ungedachtes bereitet sich seinen Weg: werden es Tom und Verena nicht irgendwann bereuen, niemals mit jemand anderem geschlafen zu haben und ist eine befristete, offene Beziehung nicht eine Möglichkeit, Erfahrung auch mit anderen Menschen zu sammeln, ohne einander zu verlieren?

Die erste Liebe, aber auch die einzige? Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Erstaunt war ich, dass in diesem Buch von einer Liebe erzählt wird, die, gerade zu Beginn, ihresgleichen sucht, denn es scheint heute alles andere als normal, dass man mit seinem ersten Partner auch noch nach fünf Jahren glücklich liiert ist. Doch mit der Reife des Alters kommen auch Zweifel an dieser einzigartigen Liebe auf, die ich sehr eindrucksvoll dargestellt fand. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, wobei mir die Figur des Tom unheimlich zugesagt hat, denn vom ersten Moment an wusste er, was bzw. wenn er wollte. Der Schreibstil lässt sich sehr gut und ohne große Anstrengungen lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir dieses Buch schöne Lesestunden bereitet hat, ich jedoch nicht immer die Beweggründe der Figuren so nachvollziehen konnte (was jedoch auch an meinem schon eher gesetzteren Alter liegen kann).

Bewertung
 

Die Autorin:
Bestsellerautorin Sabine Both lebt mit ihren Kindern in der Nähe von Neuss. Mit dem Schreiben von berührenden Romanen hat sie ihren absoluten Traumjob gefunden. Unter dem Pseudonym Franziska Moll erschienen bereits „Was ich dich träumen lasse“ und „Egal wohin“. Auch in ihrem neuen Band geht es um die Spielarten der Liebe und das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen. (übernommen von Loewe)


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich gerne beim Verlag




bedanken, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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