Mittwoch, 17. Februar 2016

[Rezension] Nora Melling - Nachtkrähen (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2255 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 392 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B01A6VTV5C


Klappentext gem. HP:
Nach einer Party, die Hanna mit ihrem Freund Ivo besucht, verwandelt sich die Siebzehnjährige zu ihrem Entsetzen jeden Abend bei Sonnenuntergang in eine Krähe.
Der charmante Nicolas nimmt ihr die Angst vor dem Leben und zeigt ihr, was es heißt, eine Nachtkrähe zu sein. Er hilft ihr zu fliegen. Gemeinsam mit ihm stiehlt sie sich heimlich aus dem Fenster und kreist im nächtlichen Himmel über Berlin, schwerelos und frei.
Leider ist ihr neues Leben nicht so perfekt ist, wie sie glaubt. Schwer bewaffnete Krähenjäger bedrohen sie auf ihren Streifzügen durch die Nacht. Das hatte Nicolas nicht erwähnt: Von dem Moment an, an dem sie sich verwandelt hat und zur Nachtkrähe wurde, ist auch Hanna eine der Gejagten.
Ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel beginnt. Nicolas wird angeschossen, und das nicht zum ersten Mal. Schlagartig ist Hannas Angst wieder da. Am liebsten würde sie zurück in ihr altes, sicheres, langweiliges Leben, mit ihrem Freund Ivo und der Schule und den fürsorglichen Eltern, und alles vergessen.
Doch als Jasper, der Jüngste der Nachtkrähen, von den Krähenjägern entführt wird, als Nicolas aufbricht, um den übermächtigen Feinden Jasper ganz allein wieder abzujagen, muss Hanna sich für eine Leben entscheiden.


Rezension:
Es ist Halloween in Berlin und die 17-jährige Hanna Lorenz will mit ihrem Freund Ivo zur Halloweenparty ihres gemeinsamen Freundes Patrick. Für sie ist das eine große Sache, ist sie doch überbehütet aufgewachsen, da sie bis vor einem Jahr an Belastungsasthma litt und ihre Eltern hatten ihre persönliche Freiheit bis zu diesem Zeitpunkt stark eingeschränkt. Doch mittlerweile ist sie gesund und langsam aber sicher beginnt auch für sie das Leben eines normalen Teenagers und dazu gehört nun mal auch eine Halloweenparty. Hanna selbst ist als Rotkäppchen verkleidet, während Ivo stilecht als Jäger auftritt.

Doch die Party entspricht so gar nicht Hannas Vorstellungen, vor allem dann nicht, als ausgerechnet Ivo eine fremde Frau küsst - und das vor ihren Augen! Hanna will nur noch weg und stürmt einfach drauf los, ist jedoch so aufgebracht, dass sie sich in den Häusergassen verirrt und zu allem Überfluss auch noch von einer Horde Männer aufs Übelste angemacht wird. Rettung ereilt sie in Form eines jungen Mannes, der wie zufällig auf sie zu treffen scheint und zusammen (und mit Hilfe eines Elektroschockers) gelingt es ihnen, die Männer in die Flucht zu schlagen. Nach so viel Aufregung will Hanna nur noch eines - nach Hause. Sie kommt jedoch nicht weit, als eine Krähe, scheinbar tot, vor ihr auf der Straße landet. Sie hat Mitleid mit dem armen Tier und will es mitnehmen, um es am nächsten Tag zu begraben, doch augenscheinlich ist das Tier zwar verletzt, aber durchaus noch am Leben und fliegt, mehr schlecht als recht, davon.

Ausgerechnet in dieser Nacht, wohl auch auf Grund der Aufregung, wird Hanna krank, erholt sich jedoch recht schnell. Nur hat sie seitdem das Gefühl, nicht mehr richtig schlafen zu können und dass Krähen nach ihr riefen. Tatsächlich ist es so, dass sich ihr Blut mit dem der Krähe vermischt hat, die mitnichten eine gewöhnliche Krähe war, sondern eine Nachtkrähe, ein Gestaltwandler, der nachts die Form eine Krähe annimmt. Dass es sich bei diesem Gestaltwandler ausgerechnet um den jungen Mann handelt, der ihr geholfen hat und der sich seit dieser Begegnung sehr zu ihr hingezogen fühlt, erfährt sie erst später, denn vorerst muss sie realisieren, dass sie sich rasant verändert - auch sie wird zu einer Nachtkrähe und ist mit Nicolas, dem Mann, der auch ihr nicht aus dem Kopf geht, untrennbar verbunden ...


Der 1. Band der Nachtkrähen-Trilogie! Der Plot des Buches wurde vielschichtig und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, wie die Autorin es schaffte, reale Orte und Ereignisse mit den Fantasy-Elementen des Buches zu verbinden, sodass diese ein sehr harmonischen Bild ergaben. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Beeindruckt hat mich die Figur der Hanna zurückgelassen, die zum Beginn des Buches bereits die ersten kleinen Schritte in Richtung Selbstständigkeit gemacht hat, sich jedoch, gerade auf Grund der aufkommenden Ereignisse, deutlich schneller zu ihrer wahren Reife entwickelt, als es erst den Anschein hatte. Die Figur des Nicolas empfand ich in meinen Augen sehr zwiegespalten. Zum einen ist er sehr verantwortungsbewusst, was seine Familie angeht und reißt sich für diese fast einen Arm aus, doch dann gibt es Facetten in seiner Persönlichkeit, die ihn nicht unbedingt zu einem Sympathieträger machen - aber ich denke, er ist auf dem richtigen Weg und mit seinen 20 Jahren noch nicht ganz ausgereift. Den Schreibstil kann ich nur als spannend und sehr bildhaft beschreiben, die Szenen konnte ich mir jederzeit vor Augen führen, was mir besonders gut gefallen hat, da das Buch in meiner Heimatstadt spielt und ich viele Örtlichkeiten wiedererkannt habe. Auf den nächsten Band der Trilogie bin ich schon jetzt sehr gespannt.


Bewertung

Von Nora Melling bereits gelesen und rezensiert:



Die Autorin über sich:
Als kleines Mädchen bekam ich einen gelben Filzstift geschenkt, in einem Geschäft als Zugabe. Ich habe mir überlegt, ob man damit vielleicht nicht nur Bilder, sondern auch seine Haare gelb malen könnte. Darüber schrieb ich mit krakeligen Erstklässlerbuchstaben meine erste Geschichte. Seitdem habe ich zwar mal ein paar Jahre Pause gemacht, aber nie ganz aufgehört mit dem Erfinden von Geschichten. Inzwischen weiß ich sogar, wie man ganze Romane schreibt. Ich wurde 1964 in Hamburg geboren und habe nach dem Abitur eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen. Zum Studium zog ich nach Berlin und blieb. Jetzt lebe ich mit meinem Mann und vier Kindern in Berlin Zehlendorf. Der schönste und größte Wald hier in der Nähe ist der Grunewald. Und schon wieder fallen mir Geschichten ein. Was wäre wohl, wenn es in den verborgenen Winkeln des Grunewalds Werwölfe gäbe? Wem das wohl auffiele in einer Stadt wie Berlin?
Die Geschichte von Luisa, die da in meinem Kopf wuchs, war wilder und unbändiger als die Geschichten zuvor. Sie ließ sich nicht im Computer einsperren, sie wollte raus aufs Papier. Und so bin ich jetzt, dank „Schattenblüte“ auch Autorin. (übernommen von HP)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 



bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

1 Kommentar:

Sabine Büchersüchtig hat gesagt…

Hallo liebe Kerry,

deine Bewertung lässt mich hoffen. Leider liegt "Nachtkrähen" noch auf meinem SuB, aber nicht mehr lang...

Büchersüchtige Grüße von
Sabine