Mittwoch, 17. Februar 2016

[Rezension] Martina Schmid - Bluttempel: Das Vermächtnis der Walhalla



Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1960 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 222 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B01BH6BKRC



Klappentext gem. Amanzon:
Der 32jährige Martin leidet unter Halluzinationen und Angstzuständen. Er sieht fremde Gestalten vor sich, die er nicht einordnen kann, die ihm aber auf merkwürdige Art bekannt vorkommen. Er versucht, dies vor seiner Frau und Freunden geheim zu halten. Dadurch löst er eine Kette verhängnisvoller Reaktionen aus. Als er sich bei einem Therapeuten hypnotisieren lässt, um seine Ängste zu ergründen, wird er in ein früheres Leben zurückversetzt. Er verliert mehr und mehr den Bezug zur Realität, verstrickt sich immer tiefer in die Wirren seiner Vergangenheit. Eine erneute Rückführung treibt ihn schließlich an den Rand des Wahnsinns: Er findet sich im Jahre 1830 wieder und erfährt vom dunklen Geheimnis der Walhalla...


Rezension:
Die Kleinstadt Donaustauf ist vor allem wegen der Walhalla bekannt, welche durch Ludwig I. in Auftrag gegeben und im Jahr 1842 eröffnet wurde. Noch heute zieht dieses Wahrzeichen Jung und Alt an und übt eine faszinierende Wirkung auf alle aus, die sie erblicken. Vor fünf Jahren bauten der heute 32-jährige Martin Brenner und seine 29-jährige Frau Barbara ein Haus in Sichtweite der Walhalla.

Martin und Barbara sind glücklich miteinander, sind sie doch schon ewig ein Paar, doch einen kleinen Wermutstopfen gibt es. Martin kann keine Kinder zeugen und somit mit Barbara niemals eine eigene Familie gründen. Ihn selbst stört das nicht weiter, ist er doch glücklich und zufrieden, so wie es ist und muss er doch die Liebe zu seiner Frau mit niemandem teilen und diese ihre Liebe zu ihm auch nicht. Doch nicht alles ist so rosig, wie Martin es gern sehen würde, denn langsam beschleichen Barbara Zweifel an ihrer Ehe, ist Martin doch grundlos eifersüchtig und droht, sie mit seiner Liebe zu ersticken.

Auch hat Martin in letzter Zeit vermehrt Aussetzer, die ihn veranlassen, etwas zu tun, was jedem logischen Denken widerspricht. Um seine Frau wirklich nur für sich zu haben, entführt er sie und hält sie gefangen. Da in der Gegend erst kürzlich Leichenteile einer Frau gefunden wurden (die wohl das 3. Opfer eines Vergewaltigers geworden ist), lässt sich ihr Verschwinden ja auch ganz leicht erklären, doch anstatt es mit seinem Flashbacks besser wird, werden diese immer intensiver. Um zu klären, was es damit auf sich hat, beschließt Martin, sich einer Rückführungstherapie zu unterziehen und wie der Zufall es will, ist ein ehemaliger Mitschüler von ihm Therapeut und bietet eben jene Therapie an. Erst mit Hilfe dieser Therapie gelingt es Martin nach und nach zu begreifen, was hinter seinen Verlustängsten steckt - doch ist es nicht vielleicht sogar schon zu spät?


Im Sog der Vergangenheit! Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut haben mir die Darstellungen der Gegenwart, aber auch die realistischen Szenarien der Vergangenheit gefallen, die Martin während seiner Rückführungstherapie durchlebt. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, auch wenn ich nicht unbedingt mit der Figur des Martin sympathisiere, denn das, was er seiner Frau angetan hat, hat in meinen Augen leider wenig mit Liebe zu tun. Interessant empfand ich auch die Nebencharaktere erarbeitet, die zwar in der realen Welt leben, jedoch auch nicht durchblicken, was mit Martin wirklich geschieht. Den Schreibstil empfand ich sehr bildhaft und angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch angenehme Lesestunden bereitet hat.


Bewertung

Von Martina Schmid bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufband ist erst nach Deaktivierung des Adblockers sichtbar)



Die Autorim über sich:
Ein Autor hat einem Schauspieler eines voran:
Er kann in einem Buch mehrere Rollen spielen. Er kann Menschen nach seinem Gefallen schaffen, kann sie gut oder böse, traurig oder froh, abartig oder normal sein lassen. Das ist es, was mich immer wieder reizt, Bücher zu schreiben, wobei ich im Laufe der Zeit erkannt habe, welche Art von Geschichten und welcher Schreibstil mir liegen. Ich habe schon als Zwölfjährige diese Leidenschaft in mir entdeckt, damals natürlich noch in sehr eingeschränkter Form. Doch ist man erst mit dem "Schreibvirus" infiziert, wird man ihn meist nicht mehr los. So habe ich nach langer "Abstinenz" in Sachen Literatur erst im Alter von ca. 35 Jahren wieder "zur Feder" gegriffen. Seither hat mich diese Leidenschaft nicht mehr losgelassen, so dass ich meine "schriftlichen Ergüsse" noch verfeinert, ausgebaut und erweitert habe. So wollte ich auch andere teilhaben lassen an der "Kunst des Schreibens" und habe vor einigen Jahren die "Schreibwerkstatt für Kinder" ins Leben gerufen. Damals noch unbekannt, erfreute sie sich zunehmender Beliebtheit bei Kindern zwischen etwa acht und zwölf Jahren. Ebenfalls unterstützte ich einen Lesewettbewerb für Schüler aktiv als Mitglied der Jury.

Fazit: Ein Schriftsteller kann sich eigentlich nur eines wünschen: Dass ihm nie die Ideen ausgehen und er immer den gesellschaftlichen Lesetrends einen Schritt voraus ist. Und: solange es Leser gibt, gibt es auch Bücher.
(übernommen von HP)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 



bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

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