Donnerstag, 7. Januar 2016

[Rezension] Oscar Wilde - Das Bildnis des Dorian Gray


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 387
ISBN: 978-3866478657
Erscheinungstermin: 5. August 2012
Format:
Hardcover
Verlag: Anaconda


Klappentext: gem. Anaconda
Oscar Wildes Dorian Gray ist eine der berühmtesten Figuren der Weltliteratur: So stauneswert schön er ist, so unverdorben und naiv ist sein Blick auf die Welt. Verführt durch den geistreichen Zyniker Lord Wotton, stürzt Dorian sich haltlos ins lüsterne Londoner Nachtleben. Ausschweifung und Genuss wecken in ihm den innigen Wunsch nach unvergänglicher Jugend - und auf wundersame Weise altert fortan nicht mehr er selbst, sondern ein Porträt von ihm. Doch Dorians unbedachter Pakt mit dunklen Mächten hat grausame Folgen...


Rezension:
Dorian Gray ist ein junger Lebemann aus gutem Hause. Zwar ist seine Abstammung nicht ganz rein, denn seine Mutter heiratete weit unter ihrem Stand, aber alles in allem ist er ein durchaus gelungener Gentleman. Nach dem Tod seines Vaters und dem kurz darauf folgenden Tod seiner Mutter wurde er von jungen Jahren an von seinem Großvater erzogen, der ihm nach seinem Tod ein beträchtliches Vermögen vermachte, sodass Dorian keine Geldsorgen kennt.

In seinem kleinen Freundeskreis ist Dorian sehr beliebt und wird von allen geachtet. Er erklärt sich einverstanden, seinem Freund, dem Maler Basil Hallward, Modell zu sitzen, denn dieser hegt den großen Wunsch, Dorian zu porträtieren und in der Tat erschafft Basil ein Meisterwerk, dass das Wesen Dorians exakt wiedergibt - er wirkt darauf jung und unverbraucht. Dorian selbst ist von dem Bild so begeistert, dass Basil es ihm zum Geschenk macht.

Dorian selbst ist fasziniert von dem Bild und betet, dass das Bild, dass ihn leibhaftig darzustellen scheint, an seiner statt altern möge. Durch Basil hat Dorian Lord Henry kennengelernt und dieser entdeckt sofort, dass Dorian noch sehr formbar ist und beschließt, den jungen Mann nach seinem Bilde zu formen. Tatsächlich verändert sich Dorians Wesen unter Lord Henrys Einfluss, doch sein Äußeres, sein Äußeres bleibt ihm erhalten - an seiner statt verändert sich das Bildnis ...


Schönheit über alles - damals wie heute! Der Plot des Buches wurde sehr bildgewaltig erarbeitet. Auf Grund der präzisen und anschaulichen Darstellung der Ereignisse hatte ich jederzeit das Gefühl, direkt vor Ort dabei zu sein. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, wobei Dorian Gray leider keine Sympathieträger ist. Zu Beginn erscheint er sehr naiv und auch recht weltfremd, aber anstelle eines gesunden Wachstums seiner Reife, verfällt er mit unter in Boshaftigkeiten, denn ihm ist es wichtig, wie er auf andere wirkt und dank des Gemäldes sieht niemand, wie sich sein Wesen wirklich darstellt. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, muss jedoch gestehen, dass ich wohl zu hohen Ansprüche an das Buch hatte.


Bewertung

Der Autor:
Oscar Fingal O'Flahertie Wills Wilde (* 16. Oktober 1854 in Dublin; † 30. November 1900 in Paris) war ein irischer Schriftsteller, der sich nach Schulzeit und Studium in Dublin und Oxford in London niederließ. Als Lyriker, Romanautor, Dramatiker und Kritiker wurde er zu einem der bekanntesten und – im Viktorianischen England – auch umstrittensten Schriftsteller seiner Zeit. Aus seiner Ehe mit Constance Lloyd gingen zwei Söhne hervor. Wegen homosexueller „Unzucht“ („gross indecency“) wurde er zu zwei Jahren Zuchthaus mit harter Zwangsarbeit verurteilt; sie ruinierten seine Gesundheit. Nach seiner Entlassung lebte er verarmt in Paris, wo er im Alter von 46 Jahren starb. (von Wikipedia übernommen)


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch war ein Spontan-Kauf.


 

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