Mittwoch, 13. Januar 2016

[Rezension] Jaques Buval - Der Kannibalenclan


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 173
ISBN: 978-3896045232
Erscheinungstermin: Januar 2001
Format:
Hardcover
Verlag: Weltbild


Klappentext: gem. Goodreads
Im Jahre 1996 kommt es in einer Mietwohnung in Nowokusnezk, einer Stadt im tiefen Sibierien, zu einem Wasserrohrbruch. Als die Nachbarn und der herbeigerufene Klemptner die Wohnung der Familie Spesiwtsew betreten, denken sie noch an einen Routinefall. Doch es bietet sich ihnen ein Bild des Schreckens: In der Wohnung liegen die zerstückelten Leichen zweier Mädchen. Ein drittes Mädchen lebt noch, stirbt aber wenig später in Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. Die polizeilichen Ermittlungen ergeben: Sascha Spesiwtsew ist ein Serienmörder. Jahrelang hat er, unterstützt von seiner Mutter, seine grausigen Taten begangen. Neunzehn Morde an jungen Mädchen gesteht er. Am Ende eines langwierigen und erschütternden Prozesses wird Sacha Spesiwtsew zum Tode verurteilt.

Der Autor Jaque Buval hat vor Ort recherchiert und anhand der Prozessakten die entsetzlichen Geschehnisse aufgezeichnet. Entstanden ist ein Dokument des Grauens, das den Leser fassungslos zurücklässt.



Rezension:
Im Winter des Jahres 1996 kommt es in der Wohnung des arbeitslosen Sascha Spesiwtsew zu einem Wasserrohrbruch. An sich sicherlich nichts Ungewöhnliches, lebt Sascha doch im tiefsten Sibirien, an einem Ort, wo mit  unter die kältesten Winter herrschen. Nun ist weder er, noch seine Mutter im Haus, als es zu dem Rohrbruch kommt, sodass sich die Mitmieter Zutritt zu der Wohnung verschaffen und das Grauen entdecken. In der gesamten Wohnung riecht es nach Verwesung, das Badezimmer ist getränkt in Blut und die Küche ist übersät mit menschlichen Körperteilen.

Schwerverletzt wird ein Mädchen gefunden, welches jedoch kurz darauf im Krankenhaus verstirbt. Vorher jedoch kann sie noch den Namen ihres Vergewaltigers und Mörders benennen. Es handelt sich um eben jenen Sascha Spesiwtsew, der bisher strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getreten ist.

Bei der Durchsuchung der Wohnung finden die zuständigen Beamten Aufzeichnungen, die belegen, dass Sascha, mithilfe seiner Mutter und Schwester, mindestens 19 junge Mädchen entführt, vergewaltigt und ermordet hat sowie deren Fleisch anschließend von der Familie verzehrt wurde. Tatsächlich gelingt es schnell, Sascha in Haft zu nehmen und er berichtet freimütig von seinen Verbrechen, wobei er diese nicht unbedingt als solche sieht, immerhin drehte sich Zeit seines Lebens immer alles nur um ihn und ihm steht schließlich alles zu, wonach es ihm begehrt ...


Kannibalismus in Nowokusnezk! Bei diesem Buch handelt es sich um eine Reportage über einen der schlimmsten Serienmörder, der in Sibirien im letzten Jahrtausend sein Unwesen trieb. Erschreckend war zu lesen, wie dieser Sascha mit den Mädchen umgegangen ist und ebenso erschreckend empfand ich die Unfähigkeit der Behörden, nicht alle Opfer identifizieren zu können, denn nur die wenigsten Opfer konnte namentlich benannt werden und begraben, begraben werden konnte nur sein letztes Opfer vollständig, viele Leichen-/Knochenteile konnten nie zugeordnet werden und lassen im Nachhinein bei mir die Frage aufkommen, waren es wirklich "nur" 19 Opfer?


Bewertung

Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.


Keine Kommentare: