Mittwoch, 27. Januar 2016

[Rezension] Heike Franke - Eine Liebe in der Bourgogne


Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (3. Dezember 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746631653
ISBN-13: 978-3746631653
Größe und/oder Gewicht: 12 x 2,9 x 19,5 cm

Inhalt gem. Aufbau:
Wo die Liebe wartet …
Plötzlich steht die junge Berlinerin Johanna ohne Job und ohne Geld da. In ihrer Not nimmt sie eine Stelle in einer Weinhandlung an und wird in die Bourgogne geschickt. Erst hadert sie mit den Gebräuchen der Winzer, aber zwischen beerigen Aromen und komplizierten Abgängen verliebt sie sich in den Weinbauern Luc. Ihre Welten scheinen zu verschieden, doch dann gerät das Weingut seiner Familie in Bedrängnis, und Johanna wirft all ihre Pläne über den Haufen, um für ihr Glück zu kämpfen.

Zum Buch:
Johanna hat Mist gebaut, so richtig, was sie auch die Arbeitsstelle kostet.
Die gelernte Werbefrau, die ihren letzten Job als Pressesprecherin beim Bürgermeister hatte, bekommt beruflich nichts mehr auf die Reihe. Nach dem Desaster erhält sie keine Chance zu zeigen, was sie wirklich drauf hat.
Da liest sie eines Tages im Fenster einer Weinhandlung, dass dort jemand zur Hilfe gesucht wird. Kurzerhand tritt sie in das Geschäft ein und fragt nach dem Job. Besser Wein verkaufen als arbeitslos, denkt sie sich.
Da sie ausgezeichnete Französischkenntnisse vorweisen kann und die Weinhandlung Lieferanten aus Frankreich akquirieren möchte, bekommt sie den Job.
So kommt es auch, dass sie gemeinsam mit ihrer Chefin nach Frankreich in die Bourgogne reist, um dort als Dolmetscherin zu fungieren. Sie lernt den Weinhändler Luc kennen. Aber Luc ist verlobt, auch wenn er sich ernsthaft fragt, ob seine Verlobte die Richtige für ihn ist. Sie ist die Tochter einer anderen Weindynastie und eine Verbindung der beiden wäre sehr gut fürs Geschäft.

Johannas offene Wesen, ihre Bereitwilligkeit, sich Wissen über Weine und deren Herstellung anzueignen sowie ihre Ehrlichkeit imponieren Luc und lassen die beiden mehr Zeit miteinander verbringen und sich näher kommen. Aber es ist eine Beziehung, die keine Zukunft hat, er lebt in Frankreich, sie in Berlin.
Zudem würde Lucs Großmutter niemals zulassen, dass eine Deutsche in die Familie kommen würde...

Das Buch ist das Erstlingswerk der Autorin Heike Franke.
Um dieses Buch schreiben zu können, muss sie sich unglaublich viele Kenntnisse in der Weinherstellung und allgemein über Weine angeeignet haben, was mir sehr imponiert hat. Als Leser habe ich gespürt, wie genau und gewissenhaft sie diese Themen recherchiert hat.

Die Protagonistin Johanna ist eine sympathische junge Frau, die man einfach mögen muss. Zu Beginn des Buches noch ein wenig unbedarft, wächst sie über sich selbst hinaus.
Sie hört und sieht genau hin und bemerkt auch den Plagiatsbetrug der "Chinesischen Weinmafia" mit französischen Weinen und bringt damit unter den französischen Weinbauern eine Lawine ins Rollen.
Sie lässt sich schulen, um alles über Weine zu wissen und lernt bei der Gelegenheit auch Luc ein wenig besser kennen. Sie kommt auch mit seiner Schwester Coco sehr gut aus, stößt aber innerhalb seiner Familie auch auf Ablehnung.
Johanna gewinnt an Selbstvertrauen, dass sie auch dringend benötigt, wenn es um ihre eigenen Eltern geht, denen sie nie etwas entgegensetzen kann.

Das Buch liest sich einfach so weg, man mag es gar nicht unterbrechen oder weglegen, so nimmt es einen mit auf die Reise. Eine Reise nicht nur nach Frankreich in die Bourgogne, sondern auch auf eine Reise durch das Thema Wein, Anbau, deren Risiken, Vermarktung und Verkostung.
Dieses Buch zu lesen und dabei kein Glas Wein neben sich stehen zu haben, ist fast schon ein Frevel. Es macht einfach Appetit, schon um auszutesten, ob man selbst auch verschiedene Geschmäcker aus einem Wein herausschmecken kann. Ich kann es nicht, bin wohl nur der Trinker und Genießer.

Ein wunderbares Buch, das sehr gut recherchiert wurde und das den Leser sehr gut unterhält.
Ich empfehle es gern weiter und bin schon gespannt auf ein neues Werk der Autorin.

Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen vom Aufbau-Verlag)
Heike Franke, geboren 1966, arbeitete nach dem Studium der Politischen Wissenschaften zunächst in England und kehrte später wieder in ihre Heimatstadt Berlin zurück, wo sie heute lebt. Die Inspirationen für ihre Geschichten sammelt sie auf ihren Reisen. Mehr zur Autorin unter www.heike-franke.com



Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich beim Verlag 

bedanken, der mir dieses Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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