Samstag, 9. Januar 2016

[Rezension] Ellen Berg - Ich will es doch auch



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 335 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 5 (7. November 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746630762
ISBN-13: 978-3746630762
Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 2,9 x 20,8 cm

Inhalt gem. Aufbau:
Frikadelle zum Frühstück
Charlotte ist Ärztin, hat einen tollen Job, eine tolle Wohnung, tolle Freunde – nur leider keinen Mann. Und das mit 39! Langsam wird es eng. Da taucht plötzlich Uwe auf, der attraktive, aber ziemlich ungehobelte Klempner. Geht gar nicht. Tja, geht doch! Denn Hals über Kopf verliebt sich Charlotte in sein umwerfendes Lächeln und seine unkonventionelle Art: Buletten zum Frühstück, Tanzen im Regen, Poolbillard in düsteren Kneipen. Charlotte ist selig, ihr Umfeld entsetzt. Downdating? Das kann doch nichts werden! Was willst du denn mit dem?

Zum Buch:
Traurig muss Charlotte zusehen, wie ihre beste Freundin Antonia ihren ehemaligen Freund Tom heiratet.
Charlotte ist 39 und seit ihrer Beziehung mit Tom hatte sie keinen weiteren Verehrer mehr zu verzeichnen. Sie hätte um Tom gekämpft, wäre da nicht die Schwangerschaft von Antonia dazwischen gekommen.
Charlotte ist Herzspezialistin und arbeitet in einem Krankenhaus als Ärztin. Dort lernt sie den Klempner Uwe Strack kennen. Uwe, so heißt man nicht, denkt sie sich und versucht, sich seiner Anziehungskraft zu entziehen, schließlich ist sie Ärtztin und ein Klempner passt so gar nicht zu ihr. Da wäre doch schon eher Alexander von Bernheim etwas für sie, ein Mann, den ihr ihre Eltern ausgesucht haben...

Ein Buch von Ellen Berg in der Hand zu halten, ist für mich gleichbedeutend mit Unterhaltung. Die ist nämlich garantiert.

Charlotte Meininger, Ärztin und Single, hat sich ihr Leben so eingerichtet, wie sie es möchte. Sie hat einen absolut geregelten Tages- und Wochenablauf, alles ist fast minutiös eingetaktet. Sie weiß sogar, was sie jeden Tag tun und auch was sie essen wird. 
Sie hat ein paar Macken und plagt sich mit diversen Ängsten, mit denen sie aber ganz gut klar kommt, indem sie ihnen aus den Weg geht.

Nachdem nun ihre Freundin verheiratet ist, stellen ihre Eltern einen Plan auf, mit dem sie auch unter die Haube kommen soll. Sie versuchen, Charlotte mit Alexander von Bernheim zu verkuppeln, der 52 Jahre alt ist und Bankier. Eine gute Partie. Charlotte, die ihren Eltern selten etwas entgegensetzen kann und sich in deren Gegenwart in ein vierjähriges Mädchen zurückverwandelt, lässt sich darauf ein. Kann sie ja auch, schließlich hat sie eine Checkliste, die sie durchgehen wird, um sicher zu sein, ob Alexander ein Mann für sie wäre.

Da platzt Uwe, seines Zeichens Klempner, in ihr Leben und wirbelt es total durcheinander. Sie will es nicht, schließlich ist er nur Klempner, aber sie kann sich seiner Anziehungskraft nicht entziehen, denn er ist ein Mann, der sie so nimmt, wie sie ist, mit all ihren Macken und Kanten. Aber er ist definitiv kein Mann, mit dem man sich sehen lassen kann. Klar, optisch ist er ein Sahneschnittchen, wie auch andere Frauen feststellen können, aber als Mann an ihrer Seite passt er so gar nicht in ihr Leben. 

Ellen Berg hat es wieder geschafft, mich an ihr Buch zu fesseln. Einmal angefangen, kann man es nicht mehr aus der Hand legen.
Es ist faszinierend zu sehen, wie Charlotte sich entwickelt. Von einer "steifen" Ärztin zu einem mitfühlenden Menschen, von einer Frau, die ihr Leben eingetaktet hat zu einer von Ängsten befreiten Frau.
Das Buch hat viele Themen, die Freundschaft und Liebe genau so beinhalten wie Vertrauen und Verrat bis hin zu krimineller Machenschaften.

Die Handlung spiegelt sich in mehreren Bereichen wieder. 
In der Klinik hat Charlotte zwei Patientinnen, Mutter und Tochter, die beide dringend eine lebensrettende Operation benötigen, diese aber nicht finanzieren können. Charlotte legt sich mit dem Klinikchef an und stößt damit in ein Wespennest. 
Die Beziehung zwischen Charlotte und ihren Eltern ist eine, in denen die Eltern über deren Leben bestimmen wollen. Schon im Kinderalter haben sie bestimmt, mit wem ihre Tochter spielen darf und mit wem nicht. Das hat sich bis zum heutigen Tag nicht geändert.
Dann sind da noch die Beziehungen zu Alexander und Uwe, mit denen sich Charlotte auseinander setzen  muss.

Für Unterhaltung ist gesorgt. In ihrer bekannten, lockeren und humorvollen Art legt die Autorin ein weiteres Mal ein Buch vor, mit dem man sich sehr gut unterhalten fühlt. Ich liebe ihre Bücher, die nicht mit Problemen behaftet sind, mit denen man sich auseinander setzen muss, sondern die man einfach auf sich wirken lassen kann.
Für zwischendurch die geniale Lektüre.

Wer lockere leichte Kost mag, dem empfehle ich dieses Buch gern weiter.


Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen vom Aufbau-Verlag)
Ellen Berg, geboren 1969, studierte Germanistik und arbeitete als Reiseleiterin und in der Gastronomie. Heute schreibt sie und lebt mit ihrer Tochter auf einem kleinen Bauernhof im Allgäu. Ihr erster Roman "Du mich auch. Ein Rache-Roman" wird verfilmt.


Von Ellen Berg wurden gelesen und rezensiert:
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Die Bibliographie von Ellen Berg und Rezensionen findet ihr auf unserer Autorenseite


Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich beim Verlag 


bedanken, der mir dieses Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Kommentare:

Karin Ha hat gesagt…

Guten Morgen,
schön, dass dir dieses Buch auch gefallen hat. Ich hatte auch meine Freude daran.
Ein schönes Wochenende Karin

Nellys Leseecke hat gesagt…

Huhu Monika,
ich habe vor kurzem mein erstes Berg-Buch gelesen (Mach mir den Garten, Liebling) und bin total verliebt. Es war bestimmt nicht mein letztes Buch von ihr. Und nach deiner Rezension könnte es gut sein, dass ich als nächstes zu "Ich will es doch auch" greifen werde.

Alles Liebe, Nelly