Dienstag, 30. Juni 2015

[Rezension] Janet Evanovich - Stephanie Plum 14: Kuss mit lustig


Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (16. Januar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442473683
ISBN-13: 978-3442473687
Originaltitel: Fearless Fourteen (Plum 14)
Größe und/oder Gewicht: 12 x 3 x 18,9 cm

Inhalt gem. Goldmann:
Stephanie Plum soll für den Sohn einer Klientin den Babysitter spielen. Doch der „Kleine“ entpuppt sich als Spraydosen schwingender Teenager. Grandma Mazur ist begeistert, aber da ist sie die Einzige. Wo steckt seine Mutter Loretta, deren Bruder an allem schuld ist? Seit er aus der Haft entlassen wurde, sind einige Leute hinter dem Ex-Bankräuber her. Und als wäre das nicht schon Chaos genug, muss Stephanie auch noch eine Popdiva beschützen, sich um einen Stalker mit Visionen kümmern und um ihre Kollegin Lula, die ihre Hochzeitspläne ohne den Bräutigam gemacht hat.

Zum Buch:
Stephanie hat wieder alle Hände voll zu tun. Sie arbeitet noch immer für ihren Cousin Vinnie und sucht NVGler (nicht vor Gericht erschienene Personen), die damit die Kautionsauflagen verletzt haben.
Als sie Loretta dem Gericht vorführen will, bekommt sie von ihr auch mal eben den Sohn mit aufs Auge gedrückt, damit sie auf ihn aufpassen soll. Der Sohn, ein Teenager und Hobbysprayer, ist in der virtuellen Spielwelt kein Unbekannter und nennt sich Zook. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen mit dem Jungen, der auch nicht davor zurückschreckt, Bob, Morellis Hund, einzusprayen.
Zumal sieht Zook auch noch aus wie Morelli, der in seiner Jugend nichts ausgelassen hat.
Loretta wird vorüber festgesetzt, da niemand bereit ist, die Kaution für sie zu hinterlegen. Nicht mal ihr Bruder, ein Ex-Knacki, der gerade wieder entlassen wurde und angeblich etliche Millionen auf Eis zu liegen hat, will für sie gerade stehen.
Und dann gibt es noch das Gerücht, dass in Morellis Haus die Millionen zu finden sein sollen...

Das Wort Chaos passt zu Stephanie Plum wie die Faust aufs Auge. Eine Katastrophe zieht die nächste nach sich. Entspannung ist bei den Büchern nicht zu erwarten, da geht es rund und das Schlag auf Schlag.

Ranger bittet sie, gemeinsam mit ihm den Personenschutz von Brenda, einer alternden Musiklegende, zu übernehmen. Sie wird von einem Stalker verfolgt, mit dem sie auch noch verwandt ist und der sie aufgrund von Visionen warnen will.
Tank, ein knallharter Mitarbeiter von Ranger soll heiraten, zumindest ist Lula der Meinung, dass es Zeit ist, dass sie beide den Bund fürs Leben eingehen. Die Vorbereitungen laufen auf vollen Touren und Stephanie wird mit eingebunden. Lula, Stephanies Freundin und Mitarbeiterin bei Vinnie sowie Ex-Prostituierte zieht aus dem Vollen und Tank kann ihr nichts entgegensetzen, er wird regelrecht überrollt.

Die Suche nach den Millionen auf Morellis Grundstück tun ihr übriges, um es nicht langweilig werden zu lassen. 

Wer Stephanie Plum kennt, weiß, was ihn erwartet. Action bis zum Abwinken und davon kann man in diesem Band reichlich von mitnehmen.
Skurrile neue Protagonisten mit den verschiedensten Macken und Eigenarten tummeln sich genauso wie die altbekannten, die man bereits in den diversen Bänden kennenlernen durfte. Da fehlen weder Morelli, der Stephanie gern heiraten würde, oder Ranger wie auch nicht die herrlich durchgeknallte, aber durchaus liebenswürde Grandma Mazur und der Rest von Stephanies Familie.
Ich persönlich freue mich jedes mal auf ein Wiederlesen mit diesen Protagonisten. Ich mag den Schreibstil der Autorin, der leicht und locker ist, zum Schmunzeln anregt und einfach nur ein wenig schräg ist. Mich überrascht sie jedes Mal mit ihren Einfällen, die sie auf Stephanie prallen lässt. Ich kann nur hoffen, dass ihr diese nicht so schnell ausgehen.

Stephanie Plum-Bücher kann man immer lesen, vorzugsweise in der Reihenfolge, wie sie erschienen sind.
Von mir gibt es wieder eine klare Leseempfehlung.


Reiheninfo:
St. Plum 01: Einmal ist keinmal
St. Plum 02: Zweimal ist einmal zuviel
St. Plum 03: Eins, zwei, drei und du bist frei
St. Plum 04: Aller guten Dinge sind vier
St. Plum 05: Vier Morde und ein Hochzeitsfall
St. Plum 06: Tödliche Versuchung
St. Plum 07: Mitten ins Herz
St. Plum 08: Heiße Beute
St. Plum 09: Reine Glückssache
St. Plum 10: Kusswechsel
St. Plum 11: Die Chaos Queen
St. Plum 12: Kalt erwischt
St. Plum 13: Ein echter Schatz
St. Plum 14: Kuss mit lustig
St. Plum 15: Kuss mit Soße
St. Plum 16: Der Beste zum Kuss
St. Plum 17: Küsse sich, wer kann
St. Plum 18: Kuss Hawaii
St. Plum 19: Küssen und Küssen lassen
St. Plum 20: Küss dich glücklich 


Bewertung:



Zur Autorin:

(Text übernommen von Goldmann)
Janet Evanovich, die mit jedem ihrer Romane in den USA einen Nummer-1-Bestseller landet, stammt aus South River, New Jersey, und lebt heute in New Hampshire. Die Autorin wurde von der Crime Writers Association mit dem "Last Laugh Award" und dem "Silver Dagger" ausgezeichnet und erhielt bereits zweimal den Krimipreis des Verbands der unabhängigen Buchhändler in den USA.

Von Janet Evanovich wurden gelesen und rezensiert:



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Petra Bender - Frösche küssen ist auch keine Lösung








Eckdaten:
Broschiert: 176 Seiten
Verlag: Aquamarin (29. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3894276924
ISBN-13: 978-3894276928
Größe und/oder Gewicht: 13 x 1,5 x 20 cm

Inhalt gem. Aquamarin:
Petra Bender liebt ihre fünf Kinder. Was ihr aber fehlt ist der Traumprinz an ihrer Seite. Die beiden Väter ihrer Kinder waren es ganz sicher nicht. Abenteuerlustig sucht sie ihn in Internet­portalen, lernt aber nur die unmöglichsten Ex­em­plare kennen. Sie kommt in die verrücktesten Situationen und muss ständig improvisieren. All­mählich ahnt sie, dass es um mehr geht als nur den Richtigen zu finden. Doch was und wo muss sie suchen? Ihr väterlicher Freund Patrick führt sie behutsam ein in die ihr völlig fremde spirituelle Welt. Sie geht zu Heilern, Hellsehern und Astrologen und erkennt, dass sie zuerst in sich selbst glücklich werden muss, bevor sie das Glück in einer Beziehung und im Äußeren findet.

Zum Buch:
Petra Bender weiß nach 4 Kindern endgültig, dass ihr Mann nicht derjenige ist, mit dem sie alt werden möchte, so dass sie beschließt, sich von ihm zu trennen.
Sie ist gern Mutter und atmet ein wenig auf, als die Kinder aus dem Gröbsten raus sind.
Ihr neuer Partner ist verheiratet und gar nicht begeistert über die Tatsache, dass sie schwanger von ihm ist. Eine Abtreibung, wie er ihr sie anrät, lehnt sie ab, was alsbald die Folge hat, dass sie nunmehr mit 5 Kindern alleinerziehend ist.
Sie liebt ihre Kinder, will aber nicht für den Rest des Lebens ohne Mann sein, also sucht sie diesen auf diversen Internetportalen und sucht sich Hilfe...

Eine neue Konstante in ihrem Leben ist der wöchentliche Italienischkurs an der VHS. Sie lernt neue Leute kennen und kommt mit der Esoterik in Berührung.

Die Erziehung von 5 Kindern und davon ein Baby lässt sie förmlich auf dem Zahnfleisch laufen. Zeit für sich selbst hat sie fast gar nicht mehr. Es zerreibt sie und doch muss sie funktionieren.
Sie geht zu einer Psychologin, bei der sie Kraft schöpft und die Erkenntnis gewinnt, es hilft ihr, wenn jemand in der Lage ist, ihr einfach nur zuzuhören. 

Als sie beginnt, auf Internetportalen nach dem Mann des Lebens zu suchen, erlebt sie Pleiten, die den Außenstehenden teilweise ein Grinsen ins Gesicht treiben. Man kann kaum glauben, was ihr dort alles begegnet. Sie erkennt, dass 1,82 m in Wirklichkeit doch nicht so groß sind, dass es Typen gibt, die Deutsche Schlager hören, obwohl sie in ihrem Profil AC/-DC angegeben hat und erfährt interessante Details, was andere auf dem Klo treiben. 
Mir persönlich hat der Musiker mit den Windeln die Füße weggezogen. 

Aber sie holt sich auch Ratschläge von Hellsehern und Astrologen, die ihr, was unglaublich erscheint, tatsächlich Dinge erzählen, die sie nicht wissen konnten.

Als Leser begleitet man Petra Bender bei ihrer Suche nach dem EINEN Mann. Sie testet vieles aus und erlebt Sachen, die nicht nur schlecht sind.
Eine große Hilfe sind ihre Freunde, auf die sie zählen kann. Eine feste Gemeinschaft, sei es, um die Kinderversorgung zu gewährleisten oder einfach mal zum tratschen und zum Herz ausschütten.
Einer ihrer Freunde ist Patrick, den sie beim Italienischkurs kennenlernte. Ihm gelingt es, in sie hineinzusehen und ihr Wahrheiten über sich selbst zu sagen, die sie erst schockieren, aber auch nachdenklich machen. Er ist ihr Freund und Berater zugleich, der sie durch all die Zeit hindurch begleitet.

Auf ihrer Suche lernt sie, dass sie erst bei sich selbst ankommen muss, sich selbst akzeptieren und lieben muss, um andere in ihr Leben lassen zu können.

Ein sehr unterhaltsames Buch auf der Suche nach dem Mann fürs Leben und dem Finden zu sich selbst.
Ich empfehle es gern weiter.

Bewertung:




Zur Autorin:
Keine Informationen gefunden

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim


bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 29. Juni 2015

[Rezension] Cornelia Franke und Dominic Franke - Tougard: Seelenseher (Band 1)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 504
ISBN: 978-3-944-54442-7
Erscheinungstermin:
1. März 2015  
Format: Taschenbuch
Verlag:
papierverzierer


Klappentext gem. Cornelia Franke:
»Charlie gelangt auf Grund einer besonderen Gabe, von der er bislang noch nichts wusste, in die Welt Tougard. Mit anderen Befähigten lernt er in einer Schule, seine Fähigkeit zu verbessern und damit umzugehen. Als einige Mitschülerinnen verschwinden und er wegen einer Prophezeiung vermutet, ein Seelenseher würde seine beste Freundin Ann töten, scheint ihm die Zeit davonzulaufen. Für Charlie beginnt das Abenteuer seines Lebens, denn in Tougard … in Tougard ist alles möglich!«

Rezension:
Charlie Andrews ist ein typischer Außenseiter. In der Schule unbeliebt und Freunde hat er bis auf eine Ausnahme keine. Der er auf Muttersprachler-Niveau Englisch spricht und auch noch besser als sein Kunstlehrer zeichnen kann, machte ihm das Leben auf dem Gymnasium vom ersten Tag an schwer. Lediglich Ann Kreuz, eigentlich Annabelle, steht Charlie seit jeher zur Seite. Ann selbst hat ebenfalls eine Außenseiterposition in der schulischen Gemeinschaft inne, doch sie stört das nicht weiter. Doch nicht nur das belastet Charlie. Er wird in wenigen Wochen mit seiner Famlie nach London ziehen und weiß noch immer nicht, wie er es Ann sagen soll, denn eigentlich, ja eigentlich empfindet er für dieses ungewöhnliche Mädchen mehr als nur Freundschaft. Ann selbst ist ein Genie, wenn es um Mechanik geht, hilft sie doch ihrem Vater immer wieder bei der Reparatur von elektrischen Geräten. Gerne verbringt Charlie, der ein Einzelkind ist, seine Nachmittage bei Ann und ihrer Familie (sie hat sechs Geschwister, Tendenz steigend), denn dort ist immer was los und so sehr Ann auch in Naturwissenschaften begabt ist, so sehr versagt sie zum Beispiel in Englisch, sodass Charlie ihr hier Nachhilfe gibt.

An einem solchen Nachmittag ist es auch, als Charlie sich bei Ann verletzt und sich plötzlich an einem fremden Ort wiederfindet. Begrüßt wird er an diesem Ort, der ihm als "Tougard" benannt wird, von einem gewissen Frederick Trench, einem Protektor. Charlie glaubt an einen Traum, auch wenn er sich nicht ganz sicher ist, wann und wo er eingeschlafen ist, doch ihn fasziniert dieser Traum, sodass er darauf eingeht. Bei "Tougard" soll es sich um eine Paralleldimension handeln, in der die Zeit anders läuft, als auf der Erde. Ein Jahr in "Tougard" entspricht einem Jahr auf der Erde und Charlie wäre dorthin gekommen, weil er eine besondere Gabe besäße und dort ausgebildet werden solle. Seine besondere Gabe besteht darin, dass er heilen kann, denn nur dadurch, dass er sich von seiner Verletzung bei Ann selbst heilte, gelangte er in diese Dimension.

Die anfängliche Annahme, dass es sich bei seiner Reise nach "Tougard" um einen Traum handelt, muss er jedoch bereits am nächsten Tag revidieren, denn es scheint tatsächlich einen solchen Ort zu geben und er ist dort. Er ist jedoch nicht allein. Insgesamt befinden sich zweihundertvierundzwanzig Begabte hier und alle verfügen über die unterschiedlichsten Gaben. Schnell schließt er Freundschaft mit seinem Zimmergenossen Daisuke, der eine Art Fährtenleser ist. Neben Charlie selbst, gibt es noch vier andere Heiler in "Tougard", es handelt sich somit um eine eher seltene Gabe. Doch schnell muss er feststellen, dass es in "Tougard" nicht viel anders zugeht, als in einer normalen Schule. Da gibt es Lehrer, die allgemein unbeliebt sind, hier ist es ein gewisser Mr. Peel und auch Cliquenbildung ist dort vertreten und dennoch fühlt sich Charlie in "Tougard" deutlich wohler, als in der realen Welt, nur eines fehlt ihm bzw. eine: Ann. Als Charlie von Raphael Valente, einem Schüler eines höheren Jahrgangs, zu einer Einführungsmutprobe aufgefordert wird, nimmt er diese an, denn wenn er diese besteht, hat er die Möglichkeit, in seine Welt zurückzukehren. Tatsächlich gelingt Charlie das, was vor ihm erst einmal geschah - er landet wieder in Anns Zimmer und nimmt sie schlussendlich mit nach "Tougard", denn seine Zeit in der realen Welt mit ihr ist wegen des Umzugs gezählt, doch in "Tougard" könnten sie noch Jahre zusammen sein, ohne dass sie sich trennen müssten. Anns Ankunft in "Tougard" wird nicht von allen gut aufgenommen, zumal sie es nicht geschafft hat, aus eigener Kraft dorthin zu kommen, sondern nur dank Charlies Hilfe. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass auch Ann über eine Gabe verfügt, noch seltener, als die von Charlie. Ann hat die Gabe der Mechanik, sie kann Dinge reparieren und neu erschaffen. Voller Begeisterung für die sich ihr bietenden Möglichkeiten, beschließt auch Ann, in "Tougard" zu bleiben, doch was weder sie, noch Charlie ahnen: Es gibt eine Prophezeiung, die den Tod der Mechanikerin vorhersagt ...


1. Band der Tougard-Reihe! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Im Besonderen hat mir gefallen, dass Charlie, der in der realen Welt ein Außenseiter ist, in Tougard nur einer von vielen ist und die Möglichkeit hat, für sich noch einmal neu anzufangen und tatsächlich gelingt ihm das, was ihm in der realen Welt nie gelungen ist - er findet Freunde, die für ihn da sind und er findet Lehrer, die ihn um seiner selbst willen fördern und nicht nur stur ein Unterrichtsprogramm durchziehen (naja, bis auf eine Ausnahme ^^). Die Figuren wurden facettenreich und realistisch erarbeitet. Natürlich, wie sollte es anders sein, schlug mein Herz für Charlie, der es bisher im Leben, trotz wirklich guter Voraussetzungen, nicht gerade leicht hatte und endlich an einem Ort angekommen ist, an dem er sich selbst entfalten und zeigen kann, was in ihm steckt. Ich muss gestehen, regelrecht begeistert war ich von den "Türmännchen", die es in Tougard gibt. Solch einem Wesen würde ich gerne persönlich mal begegnen, doch ob es mich einlassen würde? Den Schreibstil kann ich nur als spannend und fesselnd beschreiben, es war mir fast unmöglich, das Buch auch nur kurzfristig aus der Hand zu legen, so sehr hatte mich die Geschichte samt packendem Schreibstil in ihren Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Nun hoffe ich natürlich, dass die Fortsetzung nicht allzu lange auf sich warten lässt, denn ich denke, Charlie und seine Freunde haben noch einige Abenteuer zu bestehen, bis sie ihre Ausbildung in Tougard abgeschlossen haben.

Bewertung

Von Cornelia Franke und Dominic Franke bereits gelesen und rezensiert:

 
Die Autorin:
Cornelia Franke, 1989 in Mönchengladbach geboren, studierte Kulturwissenschaften und arbeitet als Lektorin. Dazu engagiert sie sich für die kreative Schreibförderung an Grundschulen. Film- und kinoversessen, liebt sie es außerdem zu bloggen, neue Kochrezepte auszuprobieren oder stundenlang mit ihrer Spiegelreflexkamera durchs Grüne zu wandern. Den Traum, Bücher zu schreiben, fasste sie schon früh, ihr erstes Kinderbuch „Timmy und die Allergomörder“ veröffentlichte sie 2010. Mit ihrem Mann Dominic lebt und schreibt sie in Berlin. 2015 erscheint bei cbt ihr vierter Roman. Weitere Informationen zu ihren Büchern findet man unter www.corneliafranke.org Dominic Franke, Jahrgang 1982, wurde in Berlin geboren, lernte zunächst einen Bürojob, der ihm jedoch zu monoton erschien. Sein Motto lautet „Nutze die Zeit, die du hast, für etwas, das dir Spaß macht“, daher begann er Drehbücher zu schreiben. Seit 2008 arbeitet er zusammen mit seiner Frau an ihren Büchern.  (übernommen von Amazon)


Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.




Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich gerne bei


bedanken, die mir das Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

[Rezension] E. M. Ross - Devoted Angels (Band 4)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 376
ISBN: 978-3-944-94831-7
Erscheinungstermin:
15. Juni 2015
Preis:
11,95 EUR 
Format:
Taschenbuch
Verlag: Medu


Klappentext gem. Medu:
In New York wird eine grausam verstümmelte Leiche mit einem Sack über dem Kopf gefunden. Die junge Schülerin wurde vergewaltigt und anschließend regelrecht hingerichtet. Der dritte Mord des sadistischen „Friday Killers“. Der FBI-Ermittler Sean Caver und sein Team stehen vor einem Rätsel, denn zwischen den Frauen scheint es keine Verbindung zu geben. Was treibt diesen Mann an? Wie wählt er seine Opfer aus?

Dabei quälen Ermittler Sean Caver selbst existenzielle Sorgen. Der Tod schwebt wie ein Damoklesschwert über seinem Haupt. Sean muss sich entscheiden: Er oder sein ungeborenes Kind. Nur einer kann leben.
„Das fulminante Ende der erfolgreichen Angels-Reihe“


Rezension:
FBI-Agentin Catherine "Cat" Kampell ist schwanger. Was für andere eine beglückende und schöne Nachricht ist, stellt für ihren Vorgesetzten und Lebenspartner Sean Caver eine Katastrophe da. Geplant war diese Schwangerschaft nicht, denn vor nicht allzu langer Zeit wurde ihm vom Erzengel Gabriel mitgeteilt, dass wenn Cat sein Kind austragen würde, sowohl sie, als auch Sean sterben würden. Sie würden mit ihrem Leben für das Leben ihres Kindes zahlen müssen. Für Sean steht fest, dass Cat um jeden Preis abtreiben muss, denn auch wenn er alles geben würde, um Vater zu werden, das Leben der Frau, die er liebt, wird er dafür nicht opfern. Cat hingegen ist sich durchaus der Gefahr bewusst, in der sie leben, doch ist sie nicht gewillt, eine erneute Abtreibung vornehmen zu lassen, zu schmerzlich sind die Erinnerungen an die Geschehnisse von vor sieben Jahren.

Sean besteht auf einer Abtreibung, die Cat nach wie vor verweigert. Um doch noch eine Lösung zu finden, verlässt er sie und zieht sich kurzfristig zurück, denn er will die Hoffnung nicht aufgeben, doch noch irgendetwas tun zu können, um Cats Leben zu retten. Cat verlässt ihn daraufhin, denn diese Alleingänge, ob zu ihrem Wohl oder nicht, damit kann sie nicht mehr leben. Sie flüchtet zu ihrem Vater nach Paris, doch wird sie dort von Sean aufgespürt, der zwischenzeitlich eine Lösung für ihr Problem gefunden hat. In der Tat hat sich der Erzengel Gabriel bereit erklärt, sowohl Cat, als auch seinem Kind das Leben zu lassen, jedoch nur, wenn Sean sich seines nimmt. Es kann nur einer überleben, entweder Sean oder das Kind, das nie hätte entstehen sollen. Sean weiß sofort, was er tun wird.

Derweil wird in New York die 16-jährige Florentine Ebersheimer entführt. Kurz darauf wird ihre misshandelte Leiche gefunden. Sie ist bereits das 3. Opfer des Friday-Killers (alle bisherigen Opfer wurden an einem Freitag gefunden). Sean und sein Team werden angefordert, die Ermittlungen zu übernehmen, da es sich um eine staatenübergreifende Mordserie handelt. Sean ist wenig begeistert, will er doch so viel Zeit wie möglich mit Cat verbringen, denn er weiß, dass seine Tage gezählt sind. Schlussendlich übernimmt Sean doch die Leitung des Ermittlerteams, zu dem auch Cat gehört, zumindest so lange, wie sie ihre Schwangerschaft nicht behindert. In New York treffen Sean, Cat und Don Viggen (Seans bester Freund und ebenfalls Ermittler) auf die exzentrische Dr. Emanuele "Mandy" Snow, eine örtliche Pathologin, die auf Grund zweier der Opfer die Schlussfolgerung auf einen Serienkiller treffen konnte. Kaum hat Don Mandy erblickt, ist es um ihn geschehen. Der Mann, der wahre Liebe immer für einen Irrglauben hielt (zumindest bis er Sean und Cat miteinander erlebte), verliebt sich auf der Stelle in diese ungewöhnliche Frau und sie kommen sich schnell näher. Die Ermittlungen jedoch stagnieren, denn nach Florentine werden keine weiteren Opfer gefunden. Zwar kann Sean in etwa ein Alter des Täters bestimmen und seinen Wohnraum, doch weitere Informationen könnte er erst sammeln, wenn es weitere Opfer gäbe. Doch augenscheinlich hat der Mörder seine Mordserie eingestellt. Nur warum? Sean und sein Team sind frustriert über den Fortgang der Ermittlungen, doch ist dies nicht auch eine Chance für ihn, noch eine letzte Zeit mit Cat zu verbringen, bevor alles enden muss?


Der 4. Band der Angels-Reihe! Der Plot wurde wieder spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Dieses Buch spielt auf mehreren Ebenen, zum einen sind da die Ermittlungen in der Friday-Killer-Mordserie, dessen Täter sich sehr geschickt dem Gesetz entzieht, zum anderen das persönliche Drama um Protagonist Sean, der entscheiden muss, wer leben darf: Er selbst oder sein Kind? Die Figuren wurden wieder facettenreich und authentisch erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, wie sich Protagonist Sean mit der Tatsache auseinandersetzen muss, dass er auf Grund eines einzigen Fehlers, der zur Schwangerschaft von Cat führte, ihr Leben in Gefahr gebracht hat, denn er kannte die Prophezeiung bereits lange vorher und das er nicht bereit ist, kampflos das Leben der Frau aufzugeben, die er liebt, sei es auch gegen ihren Willen. Wirklich überrascht in diesem Band wurde ich von der Figur des Don Viggen, denn es war herrlich erfrischend mitzuerleben, wie dieser Macho plötzlich verdammt handzahm wird, wenn es um eine ganz bestimmte Frau geht. Auch den Täter empfand ich als ausgesprochen faszinierend erarbeitet, denn erst nach und nach offenbart sich, was genau hinter dieser Mordserie steckt und aus welchen Gründen der Täter seine Morde begeht. Den Schreibstil kann ich nur als fesselnd beschreiben, ich konnte und wollte das Buch nicht aus der Hand legen, denn ich musste einfach wissen, wie die Geschichte von Sean und Cat (vorläufig) enden wird. Wie gesagt, vorläufig endet diese Reihe erst einmal, doch ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich die Figuren allesamt zusammentun und der Autorin so lange auf die Nerven gehen, bis sie sich  hinsetzt und sie wieder literarisch auferstehen lässt.

Bewertung

Von E. M. Ross bereits gelesen und rezensiert:



Die Autorin:
E. M. Ross wurde 1962 im Ruhrgebiet geboren. Als Finance Manager war Ross für einen großen amerikanischen Konzern tätig und lebte unter anderem in Frankreich, England, Russland, Singapur, Thailand und China. Im Jahre 2006 kehrte Ross nach Deutschland zurück und wohnt seither im Großraum Frankfurt am Main. „Desperate Angels“ ist Ross’ erster Roman. (übernommen von Medu)







 

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mir herzlich bei


E. M. Ross


bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellthat und eine Bitte noch: Lass mich nicht allzu lange warten, bis du die Geschichte um Sean und Cat und Don und Mandy und ... weitererzählst.

Sonntag, 28. Juni 2015

[Neuzugänge] der 26. KW 2015

Wieder ist eine Woche ins Land gegangen  und wir haben bald die erste Hälfte des Jahres geschafft.
Trotz landesweitem Streik schaffen es die Bücher doch, zu uns vorzudringen. So haben wir auch diese Woche wieder Neuzugänge zu verzeichnen.
Welche es sind, seht selbst:

Hier nun unsere Neuzugänge der letzten Woche.

Kerrys Neuzugänge:
http://www.amazon.de/Devoted-Angels-E-M-Ross/dp/3944948319/ref=sr_1_1_twi_1_per?ie=UTF8&qid=1435443508&sr=8-1&keywords=devoted+angels
Kleeblatts Neuzugänge:
- Engelmann, Gabriella - Sturmgeflüster
- Hunter, Erin - Warrior Cats IV / 06: Die letzte Hoffnung
- Bender, Petra - Frösche küssen ist auch keine Lösung




Kennt ihr bereits eines unser neuen Bücher bzw. habt ihr sogar schon eines von ihnen gelesen?
Wir wünschen euch eine schöne Woche.

Kerry und Kleeblatt

Samstag, 27. Juni 2015

[Rezension] Mechthild Lanfermann - Emma Vonderwehr 03: Wer ruhig schlafen kann


Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: btb Verlag (9. Juni 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442747244
ISBN-13: 978-3442747245
Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 2,8 x 18,7 cm

Inhalt gem. btb:
Berlin im Hochsommer: Radioreporterin Emma Vonderwehr springt als Gerichtsreporterin ein und wieder meldet sich ihr kriminalistischer Instinkt. Auf dem Alexanderplatz ist das Straßenmädchen Hilke tot aufgefunden worden. War es wirklich der alte Paule, der zwar notorisch zu viel trinkt, aber eigentlich ganz friedlich scheint? Als Emma nach der Verhandlung mit der Freundin der Toten spricht, bemerkt sie, dass diese vor etwas Angst hat. Emma beginnt in der Berliner Straßenszene zu recherchieren und wird mit Gewalt und Drogen konfrontiert. Hilke soll sich prostituiert haben, doch Emma zweifelt an der Geschichte. Sie hat einen schrecklichen Verdacht …

Zum Buch:
Emma Vonderwehr ist Radioreporterin und als diese momentan als Urlaubsvertretung bei Gerichtsverhandlungen unterwegs.
Hilke, eine Obdachlose vom Alexanderplatz, wurde tot aufgefunden, der Mörder Paul, ebenfalls ein Obdachloser, recht schnell gefunden, zumal er geständig war. Bei der Verhandlung wird Emma auf Maren aufmerksam, ein Mädchen, das den Angeklagten kannte und die Verhandlung besuchte. Als sie kurz mit ihr ins Gespräch kam, meinte diese, Paul wäre zu dem Mord gar nicht fähig gewesen, auch weil er ständig betrunken war. Sein Geständnis hatte er zwischenzeitlich widerrufen.
Emmas Spürsinn ist geweckt, sie recherchiert auf eigene Faust und versucht zu ermitteln, wer für den Mord verantwortlich ist. Dabei stößt sie auf die Tatsache, dass Edgar Blume, ihr Ex-Freund, der verantwortliche Ermittler seinerzeit für diesen Fall war. Sie spricht ihn darauf an, aber für ihn ist der Fall abgeschlossen...

Emma Vonderwehr ist eine taffe Radioreporterin, der es nicht reicht, einfach nur über die Verhandlungen zu berichten, sondern sie sieht genau hin und hört genau zu. So wird sie auf Maren aufmerksam, die die Tote und auch Paul kannte und die die Meinung vertritt, dass mit der Überführung von Paul als Mörder irgendwas nicht stimmt. Auch hatte Hilke wohl in letzter Zeit vor ihrem Tod von viel Geld gesprochen. Und es ist nicht zu übersehen, dass sie selbst Angst hat, wovor oder vor wem, gibt sie nicht preis.
Aber sie bringt Emma auf eine Spur, die sie emsig verfolgen wird.

Parallel zu Emmas Recherchen macht sich Edgar Blume Gedanken über den Fall, für den er zwar die Verantwortung trug, die er selbst aber nur grob begleitet hat. Obwohl er Emma erzählt hat, dass er mit seiner Frau einen Neuanfang plant und mit ihr gemeinsam Urlaub in Italien machen will, lassen ihn die damaligen Ermittlungen nicht in Ruhe und trotz Urlaub beginnt er im nachhinein ebenfalls Unklarheiten zu erkennen und ihnen nachzugehen.

Das ist nun schon der 3. Fall mit Emma Vonderwehr, einer Frau, die mir ausgesprochen sympathisch ist. Die Autorin entführt den Leser auf den Berliner Alexanderplatz, in das Milieu der Arbeits- und Obdachlosen. Sie zeichnet ein recht gut recherchiertes Bild vom Leben auf der Straße. Realitätsnah übermittelt sie ein Bild, das man als Unbeteiligter zwar am Rande sieht, über das man sich größtenteils keine Gedanken macht. Die Zustände, wie die Obdachlosen leben, machen betroffen und regen zum Nachdenken an.
Ebenso übermittelt sie aber auch, dass es Hilfe für diese Menschen gibt, die Streetworker, die sich ihrer annehmen, ihnen Essen geben und auf deren Hilfe die Betroffenen zählen können.
Ich bin selbst schon sehr oft über den Alexanderplatz gelaufen, aber beim nächsten Gang werde ich ihn wohl aus einer anderen Perspektive betrachten.

Die Ermittlungen sowohl von Emma wie auch von Edgar laufen parallel und bringen unglaubliches zutage. Auch wenn man als Leser bald einen Verdacht hat und sich dieser auch letztendlich bestätigt, wird das Buch zu keiner Zeit langweilig oder langatmig. Man wird stetig vorwärts getrieben, ist neugierig, wie sich alles auflösen wird und wie es zusammenhängt.

Dieser Krimi könnte auch als Einzelband gelesen werden, denn er ist in sich abgeschlossen. Wer jedoch auch gern auf das Insiderwissen der Beziehung zwischen Emma Vonderwehr und Edgar Blume zurückgreifen möchte, sollte die Reihe von Beginn an lesen, es lohnt sich.
Für mich ist es Krimi, an dem man nicht vorbeikommt, wenn man selbst Berliner ist. Mir wurde ein Stück Berlin gezeigt, das ich so noch nie bewusst in mich aufgenommen habe.

Ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle und nicht nur Berlinern.


Reiheninfo:
Emma Vonderwehr 01: Wer im Trüben fischt
Emma Vonderwehr 02: Wer ohne Liebe ist
Emma Vonderwehr 03: Wer ruhig schlafen kann
Emma Vonderwehr 04: Berliner Blut (Aug. 2015)    

Bewertung:




Zur Autorin:
(Text übernommen von btb)
Mechthild Lanfermann ist 1969 in Niedersachsen geboren. Sie studierte Theater, Film- und Fernsehwissenschaften und später Journalistik an verschiedenen deutschen Hochschulen und an der Sorbonne in Paris. Nach dem Studium arbeitete sie als Reporterin und Redakteurin beim WDR, bei Radio Bremen, beim RBB und bei Deutschlandradio Kultur. Als Dozentin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover lehrt sie seit kurzem Hörfunk. Mechthild Lanfermann lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Berlin




Von Mechthild Lanfermann wurden gelesen und rezensiert:


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Lesung] Mechthild Lanfermann liest aus "Wer ruhig schlafen kann"

Donnerstag Abend war das Katzenpersonal getrennt on Tour, wie es so schön heißt, denn auch wenn wir gewöhnlich im Doppelpack bei Lesungen auftauchen, manchmal gibt es dann doch Tage, an denen zwei Lesungen sind, die wir besuchen wollen - und in solch einem Fall ist es überaus praktisch, dass das lesende Katzenpersonal aus zwei Personen besteht. Ich (Kerry) bin ja der Krimi- und Thriller-Literatur sehr zugetan, sodass ich gleich nach Feierabend freudig Richtung KPM aufgebrochen bin, denn für mich stand an diesem Abend eine Lesung aus

http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Wer-ruhig-schlafen-kann-Kriminalroman/Mechthild-Lanfermann/e442730.rhd

mit der Autorin, Mechthild Lanfermann, auf dem Plan. Da rechtzeitiges Erscheinen die besten Plätze sichert, war ich (natürlich) ausreichend vorher vor Ort (und habe mir erst einmal eine Eintrittskarte gekauft und natürlich gleich einen Platz in der ersten Reihe reservieren lassen). Da ich noch etwas Zeit hatte, machte sie noch die Heimsuchung bei einer lieben Freundin und musste mich am Ende ganz schön sputen, um pünktlich zur Lesung wieder vor Ort zu sein, aber natürlich habe ich es geschafft, denn diese Lesung hätte ich nicht verpassen wollen. An dieser Stelle muss ich mich für die Bilder im Voraus entschuldigen - ich habe sicher einige Talente, Fotografieren gehört jedoch nicht dazu ^^

mein Wegweiser zur Lesung

Ehrlich erstaunt war ich über den verdächtig hohen Männeranteil im Publikum. Wer öfter Lesungen besucht weiß, dass Männer bei solchen eher rar gesäht sind, aber bei der Lesung zu diesem Buch war der Männeranteil so hoch, das habe ich noch nicht erlebt. 

der "Tatort" noch unbesetzt

die Dekoration fand ich sehr schön gemacht

die unverputzte Decke fand ich auch sehr beeindruckend

es gab auch einen Büchertisch 
(hier sind Bücher mehrer Autoren "aufgetischt", 
die im Rahmen der Crime Time in der KPM lesen)
 
Mit einer leichten Verspätung ging es dann los. Moderiert wurde die Lesung von Thomas Kastura und er entlockte der Autorin so einige Details aus ihrem Leben. So erfuhren wird, dass Mechthild Lanfermann seit knapp 15 Jahren in Berlin lebt, zweifachen Nachwuchs hat und ihr Angetrauter grundsätzlich verpflichtet ist, bei ihren Lesungen anwesend zu sein. Auch erfuhren wir, dass Mechthild einige Gemeinsamkeiten mit ihrer Protagonistin Emma Vonderwehr hat. Beide sind Radioreporter und in Emmas neuem Abenteuer macht diese für einen Kollegen die Urlaubsvertretung und ist vorübergehend als Polizeireporterin tätig und stößt dabei auf Ungereimtheiten, denen sie unbedingt nachgehen muss.

Thomas Kastura und Mechthild Lanfermann im Gespräch

Die Story den Buches wird auf zwei Ebenen erzählt, etwa die Hälfte spielt im Obdachlosenmilieu und die andere Hälfte in der Oberschicht, also Welten, die aufeinander prallen und wo es Opfer gibt.

Dann begann der lesende Teil, in dem die Autorin uns mit ihrer Figur Emma bekannt gemacht hat, welche urlaubsvertretungsbedingt über eine Gerichtsverhandlung berichtet und dort eine junge Obdachlose kennenlernt, die irgendwie mit dem geständigen Angeklagten in Verbindung zu stehen scheint. Emma ist fasziniert und beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen, denn irgendwas ist an dieser jungen Frau, das ihre Instinkte weckt. Ferner begegneten wir in diesem Abschnitt auch Edgar Blume, mit dem Emma bereits mehrfach zu tun hatte und auch diesmal geht diese Begegung nicht ganz harmlos auseinander.

Mechthild Lanfermann lesend

Doch auch mit der anderen Seite der Gesellschaft machte uns die Autorin in diesem ersten Leseabschnitt bekannt, doch an dieser Stelle möchte ich nicht mehr verraten ^^

Während einer kurzen Pause habe ich natürlich gleich die Gunst der Stunde genutzt und Kleeblatts Exemplar des Buches veredeln lassen.

Mechthild Lanfermann signierend

Im zweiten Lesungsteil entführte uns die Autorin in die Welt der Obdachlosigkeit bei Jugendlichen in Berlin - erschreckend, wenn ich ehrlich bin, denn in den vorgetragenen Textpassagen wurde nichts beschönigt, es wurde die harte und kalte Realität obdachloser Jugendlicher aufgezeigt. Um diesen Szenen realistisch darstellen zu können, hat Mechthild Lanfermann lange recherchiert und sich mit der Thematik der Obdachlosigkeit in Berlin und Deutschland befasst und auch mit ehemaligen Obdachlosen gesprochen.

Anschließend hatten wir noch die Möglichkeit, uns mit den anwesenden Autoren auszutauschen, eine Möglichkeit, die sehr gerne in Anspruch genommen wurde.

Bei diesem Band handelt es sich übrigens um den 3. Band der Emma Vonderwehr / Edgar Blume-Reihe. Der 4. Band "Berliner Blut" erscheint übrigens in einem guten Monat ^^

An dieser Stelle möchte ich noch mal Danke sagen, Danke an Mechthild Lanfermann und Thomas Kastura für diesen spannenden und mit unter sehr lehrreichen Abend. Jetzt hoffe ich, dass ich bald mit meinem aktuellen Büchern auf Stand bin, sodass auch ich mich dieser Buchreihe endlich widmen kann.

Abschließend noch einige Bilder der KPM

 
falls ihr euch gefragt habt, was "KPM" bedeutet 
(wir Berliner nutzen eigentlich nur die Abkürzung)


 
Nebengebäude der KPM, in dem die Lesung stattfand



 
Hauptgebäude der KPM




Heute Mittag stellt euch Kleeblatt noch ihre Rezension des Buches vor - wir freuen uns, wenn ihr dann nochmal vorbeischaut.

Kerry

Freitag, 26. Juni 2015

[Rezension] Susanne Aernecke - Amakuna 01: Tochter des Drachenbaums



Leseprobe:



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 582 Seiten
Verlag: Europa Verlag; Auflage: 1 (13. Mai 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3958900003
ISBN-13: 978-3958900004
Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 4,5 x 21,6 cm

Inhalt gem. Amazon:
Ein Kampf um Liebe und Macht, der zwei Frauen über die Jahrhunderte verbindet... IRIOMÉ ist die letzte Hohepriesterin der kanarischen Ureinwohner von La Palma und Hüterin Amakunas, eines geheimnisvollen Pilzes, der das Reisen durch Zeit und Raum ermöglicht und jegliche Krankheiten zu heilen vermag. Als die Spanier ihre Heimatinsel La Palma erobern, wird Iriomé nach Cádiz verschleppt. Von der Liebe ihres Lebens verraten, gerät sie in die Fänge der Inquisition, die ihr Amakuna entreißen will. Mithilfe eines maurischen Medico gelingt ihr die Flucht durch das alte Andalusien zurück in ihre Heimat. Dort verbirgt sie das Geheimnis des ewigen Lebens, bis das Schicksal eingreift und es wieder ans Licht holt. 
ROMY ist Ärztin und wird von rätselhaften Träumen nach La Palma geführt. Dort begibt sie sich auf die Spuren Iriomés und entdeckt in einer Grabkammer den heilenden Pilz. Um ihn als universales Heilmittel der Menschheit zur Verfügung zu stellen, reist sie zurück nach Augsburg und startet eine Versuchsreihe. Sie ahnt nicht, dass die Pharmakonzerne ihr längst auf den Fersen sind und vor nichts zurückschrecken, um Amakuna in ihre Hände zu bringen – auch nicht vor Mord. Doch dann begegnet sie dem charismatischen Konzernchef Nic Saratoga, der ihr Schutz gewährt und einen Vertrag anbietet. Kann Sie ihm trauen? In Vergangenheit und Gegenwart entfaltet der Roman das Schicksal zweier Frauen, deren Seelen durch Amakuna miteinander verbunden sind. Beide werden von den Mächtigen ihrer Zeit verfolgt und müssen ihr Geheimnis gegen den Mann schützen, der die Liebe ihres Lebens ist. Eine atemberaubende Mischung aus historischem Roman, Thriller und romantischer Liebesgeschichte...

Zum Buch:
Romy ist Ärztin, die in der Forschung arbeitet. Als ihre Freundin Thea schwer an Krebs erkrankt, muss sie hilflos zusehen. Mit Thea verliert sie nicht nur eine Freundin, sondern auch ihre Klettergefährtin, mit der sie gemeinsame Kletterpartien durchgeführt hatte.
Als Romy bei einem Kletter-Alleingang den Halt verliert und 10 m in die Tiefe stürzt, erwacht sie nach 8 h Ohnmacht völlig schmerzfrei und ohne weitere Verletzungen davongetragen zu haben. Sie kann es nicht glauben.
Während ihrer Ohnmacht hatte sie eine Vision von Ereignissen, die 500 Jahre in der Vergangenheit liegen. Die letzte Hohepriesterin von La Palma hat ihrerseits bei einer Vision in die Zukunft gesehen und erkannt, dass ihr Volk untergehen wird. Spanier werden die Insel einnehmen und die Urbevölkerung mehr oder weniger ausrotten. Sie zieht den Tod vor, schafft es aber noch, ihr Amt an Iriomé zu übergeben und ihr das Versprechen abzunehmen, das Geheimnis des Amakuna zu bewahren.
Romy erzählt Thea von dieser seltsamen Vision und gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach La Palma. Romy wird in einer Höhle durch Zufall den Amakuna, einen Pilz, finden. Dieser ermöglicht die Visionen in die Zukunft bzw. die Vergangenheit. Aber er hat noch eine andere Eigenschaft, er heilt Krankheiten. Romy gibt Thea von dem Pilz, die daraufhin vom Krebs geheilt ist. Als Ärztin ist sie nunmehr bestrebt, den Pilz allein zugute kommen zu lassen, aber Macht und Gier verhindern, dass sie diesen Vorsatz umsetzen kann. Sie hat mächtige Gegner gegen sich und muss sogar um ihr Leben fürchten.

Es gibt aus der Zeit von Iriomé eine Voraussage, dass nur die Liebe es schaffen wird, das Geheimnis von Amakuna zu bewahren.
Iriomé`s Liebe wurde seinerzeit verraten, nun scheint sich in der Gegenwart alles zu wiederholen. Wird es Romy gelingen, die Liebe zu finden und das Geheimnis um den heilenden Pilz zu wahren? ...

Die Geschichte um Iriomé und Romy führt den Leser in die Vergangenheit von La Palma und in die heutige Zeit.
Beide Frauen trennen 500 Jahre voneinander und doch vereint sie gemeinsam das Wissen um den heilenden Pilz Amakuna. Beide sind durch dieses Wissen gefährdet und werden gejagt.
Iriomé vertraute den falschen Leuten, half auf der einen Seite, um Leben zu retten und brachte somit den Neid und die Gier auf den Pilz in ihr Leben. Sie muss erleben, wie die letzte Vision der Hohepriesterin Gestalt annimmt, wie ihre Insel von den Spaniern eingenommen wird und die Ureinwohner getötet oder versklavt werden. Sie hofft, durch die Liebe in der Lage zu sein, das Geheimnis zu wahren und lässt sich auf ein folgenschweres Unterfangen ein.

Romy, die den Wunsch hat, den Pilz der Medizin zur Verfügung zu stellen, muss sehr bald feststellen, dass es eine Lobby gibt, die das verhindern will. Da wird auch vor Mord nicht zurückgeschreckt. 
Als sie Nic Sarratoga kennenlernt, weiß sie nicht, ob sie ihm trauen kann oder nicht, denn er gehört in die Lobby der Arzneimittelindustrie, die die Vermarktung des Pilzes verhindern wollen.

Ich mag Bücher, bei denen die Handlung auf mehreren Zeitebenen spielt. Dieser Roman führt den Roman auf die Insel La Palma, in die Zeit, als sie von den Spaniern erobert wurde. Die Guanchen, die Ureinwohner der Insel, werden regelrecht ausgerottet, die Kultur geht unter.
Die Autorin hat diese Zeit hervorragend recherchiert und lässt dies in ihrem Roman einfließen. Man fühlt sich regelrecht in die Zeit zurückversetzt und nimmt am Leben der Ureinwohner teil.
Auch zu dieser Zeit findet man Gier, Neid und Grausamkeiten, die den Tod vieler Menschen zur Folge hat.

Der Strang in der Gegenwart ist so nahe an der Wirklichkeit, dass man keine Mühe hat zu erkennen, dass es genauso ablaufen würde, gäbe es solch ein Allheilmittel. Geld regiert die Welt, leider wahr und noch immer aktuell.

Die Protagonistinnen Romy und Iriomé sind sympathische junge Frauen, die ihren Weg gehen, wenn auch voller Leid, aber immer für das Gute stehend. Man muss sie mögen und wäre froh, eine der beiden als Freundin zu haben.

Die Kapitel spielen teils in der Vergangenheit, teils in der Gegenwart. Gut zu erkennen, wo man sich gerade befindet sind sie durch die Zeichen einer Endlosspirale für die Vergangenheit und dem Äskulapstab für die Gegenwart. Die Länge der Kapitel variiert, lassen sich aber trotzdem gut lesen.

Ein absolut lesenswertes Buch, das einen gefangen nimmt und nicht mehr loslässt. Beide Zeitebenen haben ihren Reiz, sind spannend geschrieben und erzählen ihre eigene Geschichte. Die beiden miteinander verwobenen Ebenen machen die Geschichte rund.
Die Örtlichkeiten sind durch die Autorin fantastisch beschrieben worden, so dass ich das Gefühl hatte, ich würde selbst vor den Höhlen auf La Palma stehen und sie mit eigenen Augen sehen.

Mir hat die Geschichte gefallen, auch wenn sie ein paar Längen aufzeigte. Auf alle Fälle macht sie neugierig auf die beiden kommenden Teile der Trilogie, die hoffentlich nicht allzulange auf sich warten lassen.
Ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.


Bewertung:



Zur Autorin:
(übernommen von Alyna:)

Sie studierte Sprachen und absolvierte eine Regieausbildung an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film.
Sie drehte für verschiedene Sender Dokumentationen u. a. mit indianischen Schamanen im Amazonas, mit wilden Reitern in der Mongolei, mit Mönchen in Indien und Schiffsbauern in der Südsee – Außerdem produziert sie Hörbücher, schreibt Drehbücher und Bücher.






An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag

bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Lesung] Susanne Aernecke stellt "Tochter des Drachenbaums" vor

Zur Zeit stehen wieder ein paar Lesungen an, die wir gern besuchen möchten.
Wie das Leben wieder so spielt, gab es an einem Tag zwei Lesungen, so dass wir uns ein weiteres Mal getrennt auf den Weg machten.
Kleeblatt besuchte die Lesung von Susanne Aernecke, die ihr neues Buch "Tochter des Drachenbaums" vorstellte.

Die Location war eine ganz besondere, denn wo unterhalten Frauen sich über Bücher und wo treffen sie sich? Der Verleger des Verlages Alyna, Michael Görden, ist der Meinung, dass das der Friseur wäre. Die Wahl fiel auf den Friseur der Autorin, dem Geschäft Shift-Friseure Berlin, wohin zur Lesung geladen wurde.

  
Shift Friseure                                                         Susanne Aernecke

            

Zugegeben, ein ungewöhnlicher Ort zum Lesen, aber auch nicht viel anders als Swingerclub oder Tanzstudio, wo wir auch schon waren.

Bevor es jedoch zur Sache gehen sollte, wurde durch die Autorin zuerst das Buffet eröffnet, wo man sich mit Leckereien wie Tappas und anderes wie auch Wein, Limo oder Wasser versorgen konnte. Lecker wars, kann man nicht anders sagen.
 

Nachdem jeder gestärkt war, konnte der Lesungsteil beginnen. Der Verleger Michael Görden begrüßte die Gäste ganz herzlich.
Aber noch immer wurde nicht gelesen, denn wir durften der Sängerin amé toki lauschen, die wunderschöne Lieder zwischen den Lesungsabschnitten vortrug. Die Lieder waren passend zum Buch, balladenartige Song, die sich toll anhörten.

  
v.l.: Susanne Aernecke, amé toki

Gut zu erkennen, dass die Autorin Spaß an der Musik hat, denn sie bewegte sich während des Songs mit (links im Original und rechts im Spiegel), ihre Freundin tanzte im Hintergrund ebenfalls eine Runde :-)

Aber dann ging es nahtlos zur Lesung über, zuerst durften wir den ersten drei Kapiteln lauschen, wo wir die Protagonistinnen Romy und Iriomé kennenlernten.
Später hörten wir noch Ausschnitte vom Kennenlernen der männlichen Parts von Romy und Iriomé sowie die Szene auf der Yacht.


Susanne Aernecke hat sehr gut gelesen, es wäre auch gut vorstellbar, dass die Autorin ihre Bücher selbst für ein Hörbuch einlesen könnte. Es machte Spaß, ihr zuzuhören.

Im Anschluss hatte, wer wollte, Gelegenheit, Bücher zu erwerben oder Schmuck, der aus echtem Lavagestein von La Palma hergestellt wurde.

Büchertisch

Schmuck und CD's von amé toki


Es war ein sehr schöner gelungener Abend. 


Nicht nur Autorin und Sängerin freuten sich über den erfolgreichen Abend.

Kleeblatt hatte das Buch schon im Vorfeld gelesen und nutzte die Gunst der Stunde und ließ sich ihr Exemplar signieren.

 
Autorin beim Signieren.

Kleeblatt hatte einen schönen und unterhaltsamen Abend und dazu eine ausgesprochen sympathische Autorin kennengelernt.
Die Rezension zum Buch wird auch noch heute online gestellt, vielleicht schaut ihr ja noch einmal vorbei.

Zum Buch gibt es übrigens auch eine Facebookseite, die ihr HIER findet.

Ach ja, so ganz nebenbei, begegnete ihr auch noch Zotti, das Urvieh, den meisten bekannt unter dem Sängernamen Christian Anders. Er fuhr nicht mit dem Zug nach Nirgendwo, sondern saß vor einer Gaststätte im Freien. Eine schlechte Gelegenheit zum Fotografieren, fand Kleeblatt. Vielleicht beim nächsten Mal :-) 

Bis zum nächsten Mal
Kleeblatt