Montag, 7. Dezember 2015

[Rezension] Lisa Aldin - Jungs to go



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 368
ISBN: 978-3-453-26992-7
Erscheinungstermin:
14. September 2015
Preis:
12,99 EUR (D), 13,40 EUR (A), 17,90 CHF
Format:
Paperback
Verlag: Heyne fliegt


Klappentext gem. Heyne fliegt
Mädchen sind einfach nicht so Toni Valentines Ding. In ihrer alten Jungs-Clique fühlt sich die Siebzehnjährige viel wohler als in der Gesellschaft ihrer sorgfältig gestylten neuen Klassenkameradinnen der exklusiven Mädchenschule. Außerdem versteht sie Jungs viel besser. Als eine ihrer Mitschülerinnen Liebeskummer hat, weiß sie sofort: Man muss den Treulosen eifersüchtig machen! Und Kerle dafür hat Toni ja praktischerweise an der Hand. Kurz entschlossen vermietet sie einen ihrer Jungsfreunde zum einmaligen Date. Der Plan wird ein voller Erfolg – und Toni kurz darauf Inhaberin einer gefragten Schein-Date-Agentur. Bis sie sich selbst verliebt und damit nicht nur ihre Geschäftsidee, sondern auch ihren Seelenfrieden ernsthaft gefährdet …


Rezension:
Toni Valentine hängt am liebsten mit den Jungs ab. Erklärtes Ziel der vier ist es, endlich im Lake Champlain das alte Ungeheuer ausfindig zu machen, dass sie bereits im Sommer vor der fünften Klasse gesichtet hatten - doch seitdem  nie wieder, aber sie geben nicht auf. Toni wird von den Jungs (Cowboy, Loch und Ollie) eigentlich nur McRib genannt - ein schwer erarbeiteter Spitzname, immerhin war der Verzehr von 12 McRibs dafür erforderlich. Im wirklichen Leben heißen die Jungs natürlich nicht Cowboy, Loch und Ollie, sondern Micah, Luke und Justin und Toni heißt auch nicht wirklich Toni, sondern Tonya und sie ist das einzige Mädchen ihrer Clique. Das hat sich seit frühester Kindheit so ergeben, war sie doch das einzige Mädchen in der Straße und die übrigen drei die Nachbarjungs. Auf Grund dieser Freundschaftskonstellation ist Toni auch nicht unbedingt ein Mädchen-Typ Mädchen.

Vor drei Jahren, als Tonis Vater starb, waren ihr die Jungs eine große Hilfe, von jeher sind sie durch dick und dünn gegangen und auch zu diesem überaus schmerzlichen Zeitpunkt haben sie sie nicht im Stich gelassen. Zu ihrer Mutter hat sie ein sehr gutes Verhältnis, zu ihrem Stiefvater Brian eher nicht so - denn kein Mann auf der Welt kann ihren Vater ersetzen. Als er nach einem misslungenen Streich Tonis auch noch ihre Mutter überzeugt, sie auf die Winston Academy für Mädchen zu schicken, ist für Toni klar: Die ganze Welt hat sich gegen sie verschworen. Dass sie in der neuen Schule auch noch einen Rock tragen muss, macht das Maß voll - und überhaupt, was soll sie, die von Mädchen so gar keine Ahnung hat, auf einer Mädchenschule, wie soll sie das überstehen?

Toni hat Glück im Unglück - ihre Rettung kommt in Form von Emma Elizabeth Swanson. Diese unterstützt Toni von der ersten Minute an und führt sie nach und nach in die Mädchen-Welt ein, denn Emma ist durch und durch der mädchenhafte Typ. Als jedoch Emmas Freund mit ihr Schluss macht, ist es Toni, die ihr behilflich sein kann. Um Kevin zurückzugewinnen, will Emma diesen eifersüchtig machen und Toni weiß sofort, welcher ihrer Jungs dafür geeignet ist. Tatsächlich wird der Abend ein voller Erfolg und als Toni von einer anderen Mitschülerin auf ein Pseudo-Date mit einem Jungen angesprochen wird, ist eine neue Geschäftsidee geboren: sie wird ihre Jungs an die Mädchen der Schule als Pseudo-Freunde vermieten - auf die Weise verdienen alle Geld und bleiben weiterhin ein Team, denn obwohl Toni erst seit kurzem auf die Winston geht, merkt sie schnell, dass sie sich immer mehr von ihren Jungs entfernt. Doch kann das gutgehen?


"Es kann nicht alles ewig so bleiben, wie es ist ..." (S. 63) Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir die darin beschriebene Freundschaft der drei Jungs zu Toni gefallen, die in ihrem bisherigen Leben immer durch dick und dünn gegangen sind und füreinander da waren und sie auch nicht im Stich lassen, als sich plötzlich alles ändert. Die Figuren wurden authentisch und sehr differenziert erarbeitet. Keine Figur ähnelt einer anderen, sodass jederzeit ein hoher Wiedererkennungswert gegeben war und auch während der jeweiligen Interaktionen immer offensichtlich war, wer gerade agierte. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch angenehme Lesestunden bereitet hat.

Bewertung

Die Autorin: 
Lisa Aldin machte ihren Universitätsabschluss in englischer Literatur, ehe sie sich hauptberuflich dem Schreiben widmete. Mit ihrem Mann, ihrer Tochter und diversen Haustieren lebt sie in Indianapolis. "Jungs to Go" ist ihr Debutroman. (übernommen von Randomhouse)

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Verlag

http://www.randomhouse.de/heyne/

bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

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