Montag, 7. Dezember 2015

[Rezension] Ava Dellaira - Love Letters to the Dead



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 416
ISBN: 978-3-570-16314-6
Erscheinungstermin: 23. Februar 2015
Format: Hardcover
Verlag: cbt


Klappentext gem. cbt:
Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben …


Rezension:
Laurel hat eine schwere Zeit hinter sich. Erst starb ihre ältere Schwester May und dann zog auch noch ihre Mutter weg. Getrennt waren ihre Eltern bereits vor Mays Tod, doch zu dem Zeitpunkt, als Laurel beide Elternteile nötiger gebraucht hätte, als jemals zuvor, zieht ihre Mutter sich aus der Affäre und flüchtet vor ihrer Vergangenheit. Anstelle im wöchentlichen Wechsel bei ihrer Mutter und ihrem Vater zu wohnen, wohnt sie nunmehr wöchentlich bei ihm und ihrer sehr religiösen Tante. Diese Vereinbarung ermöglicht es ihr, eine andere Schule als ihre Schwester May zu besuchen, denn ihre Tante wohnt in einem anderen Schulbezirk.

In dieser neuen Schule will sie ihr altes Leben hinter sich lassen, denn hier weiß niemand, dass sie die jüngere Schwester von May ist, der May, die auf so tragische Weise starb, hier wird sie um ihrer Selbst angenommen werden und nicht übervorsichtig behandelt, weil sie einen solchen Verlust verkraften musste. Doch so ganz kann Laurel das Geschehen nicht hinter sich lassen - sah sie doch in ihrer großen Schwester immer ein Vorbild, sodass sie sogar Mays alte Kleidung trägt, um ihr nachzueifern.

Dann wird im Englischunterricht eine ganz besondere Aufgabe gestellt: Einen Brief an einen Verstorbenen schreiben. Sicherlich sah die Aufgabenstellung eher vor, einer verstorbenen politischen Persönlichkeit einen Brief zu schreiben, doch Laurel entscheidet sich in diesem ersten Brief für Kurt Cobain. Dieser erste Brief ist jedoch nur ein Anfang und Laurel schreibt immer weitere Briefe an verstorbene Berühmtheiten, denn diese können sie nicht verurteilen. Kurz drauf lernt sie in der Schule Sky kennen. Er ist ebenfalls neu an der Schule und hebt sich von der Masse ab, sodass er ihr, die sich auch "nicht der Masse zugehörig" fühlt, sofort auffällt. Langsam kommen sie sich näher, doch werden sie es gemeinsam schaffen, Laurel Vergangenheit zu überwinden?


Liebesbriefe an die Toten! Der Plot wurde authentisch und sehr einfühlsam erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, wie ich als Leser miterleben konnte, wie sich Laurel mit jedem einzelnen Brief ihrer Umwelt immer mehr öffnete und so nach und nach lernen konnte zu akzeptieren, was ihr widerfahren ist. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, wobei hier mein Herz eindeutig für die Figur des Sky schlug, der so geheimnisvoll wirkt und in der Tat auch ein Geheimnis vor Laurel verbirgt, das alles ändern könnte. Den Schreibstil empfand ich sehr einfühlsam erarbeitet, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch sehr schöne und auch nachdenkliche Lesestunden bereitet hat.


Bewertung


Die Autorin:
Ava Dellaira ist Absolventin des Iowa Writers’ Workshop, an dem sie als Truman Capote Stipendiatin teilnahm. Sie wuchs in Albuquerque, New Mexiko auf. Ihren Bachelor machte sie an der Universität von Chicago. Sie glaubt, dass Love Letters to the Dead seinen Anfang nahm, als sie das zweite Mal in ihrem Leben ein Album kaufte –, Nirvanas In Utero – es sich in Schleife anhörte und dabei ihr Tagebuch vollschrieb. Heute lebt Ava Dellaira in Santa Monica, ist in der Filmbranche tätig und arbeitet an ihrem zweiten Roman. (übernommen von Randomhouse)


Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch habe ich mir geliehen.

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