Donnerstag, 29. Oktober 2015

[Rezension] Sebastian Fitzek - Passagier 23



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 432
ISBN: 978-3-426-19919-0
Erscheinungstermin:
30. Oktober 2014
Format: Hardcover
Verlag:
Droemer


Klappentext gem. Droemer-Knaur:
Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt ...

Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler.
Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der „Sultan“ kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der „Sultan“ verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm...


Rezension:
Martin Schwartz ist das, was man lebensmüde nennen kann und das nicht ohne Grund. Vor fünf Jahren verschwanden seine Frau und sein Sohn auf dem Kreuzfahrtschiff "Sultan of the Seas" spurlos. Sie waren 2 der 20 Passagiere, die jährlich auf Kreuzfahrtschiffen spurlos verschwinden und nie wieder auftauchen. Seit diesem Tag nimmt Martin nicht mehr wirklich am Leben teil. In seinem Job ist er der Mann, der für Himmelfahrtkommandos genommen wird, denn er hat, außer seinem Leben und an diesem liegt ihm nicht wirklich was, nichts zu verlieren. So wird er immer wieder als verdeckter Ermittler eingesetzt.

Das alles ändert sich jedoch, als eine alte Frau Kontakt mit ihm aufnimmt. Sie selbst ist Dauergast auf der "Sultan of the Seas" und hat vor ein paar Tagen eine Entdeckung gemacht, die auch Martin sehr interessieren wird. Doch will sie ihn nur persönlich einweihen. Obwohl Martin sich geschworen hat, nie wieder ein Kreuzfahrtschiff zu betreten, bucht er eine Kabine an Bord und hört sich an, was die Frau zu sagen hat. Vor zwei Monaten verschwand ein junges Mädchen mitsamt seiner Mutter von Bord - doch jetzt ist das Kind wieder da und sie hatte einen Teddy in der Hand, einen Teddy, den Martin sofort erkennt - ist es doch das Stofftier seines Sohnes. Was wird auf der Sultan gespielt, wo war das Mädchen während der letzten Wochen und wie kam sie an das Kuscheltier seines Sohnes, der vor über fünf Jahren verschwunden ist?

Martin nimmt, mit Einverständnis des Schiffseigners, die Ermittlungen auf, doch ihm bleiben nur wenige Tage Zeit. Wenn er nicht herausfindet, was mit dem Kind passiert ist und wo es in den letzten Wochen war, wird man dafür sorgen, dass niemand je wieder von diesem Kind erfährt, denn auch jetzt wurde die Zahl der Mitwissenden sehr gering gehalten. Wenn Martin es nicht schafft, das Rätsel um den Verbleib des Kindes zu lösen, wird diese, soviel ist ihm klar, das Schiff nicht lebend verlassen. Zwar erhält er Hilfe in Form der Schiffsärztin, doch werden ihm auch Steine in den Weg gelegt und dennoch ist da diese Hoffnung, die Hoffnung herauszufinden, was genau  mit seinem Sohn vor fünf Jahren geschah. Ob er, sollte er das Rätsel um das Mädchen lösen, jemals seinen Frieden mit den Erlebnissen der Vergangenheit machen kann?


Was geschah mit seiner Familie? Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Ich muss gestehen, ich war erst etwas unsicher, ob ich das Buch lesen sollte, denn so sehr ich Sebastian Fitzek als Autor schätze, ist die Thematik "Meer" nicht unbedingt etwas, das Lesegenuss für mich verspricht, doch ich konnte mich auch dieser Story nicht entziehen. Besonders gut hat mir gefallen, dass er nach und nach offenbar wird, was wirklich auf der Sultan gespielt wird und wie sich erst zum Schluss auflöst, wer hinter dem Tod von Martins Familie steckt. Die Figuren facettenreich und realistisch erarbeitet. Besonders ans Herz gewachsen ist mir natürlich Protagonist Martin, der trotzdem er keinerlei Hoffnung hat, seine eigene Familie wieder zu bekommen, alles daran setzt herauszufinden, was mit dem Mädchen passiert ist, um dieses endgültig zu retten und in Sicherheit zu wissen. Den Schreibstil kann ich nur als packend beschreiben, sodass ich mich zwischendurch kaum von dem Buch lösen konnte. Abschließend kann ich sagen, dass auch dieses Fitzeksche Werk wieder einmal ein Lese-Hochgenuss war.


Bewertung

Von Sebastian Fitzek bereits gelesen und rezensiert: (Es ist erst alles sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)




Der Autor:
Sebastian Fitzek, Jahrgang 1971, geboren in Berlin, entschied sich nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Promotion zum Dr. jur. gegen einen juristischen Beruf und für eine kreative Tätigkeit in den Medien. Nach dem Volontariat bei einem privaten Hörfunksender wechselte er als Unterhaltungschef und später als Chefredakteur zur Konkurrenz und machte sich danach als Unternehmensberater und Formatentwickler für zahlreiche Medienunternehmen in Europa selbständig. Er lebt in Berlin, wo er derzeit in der Programmdirektion eines großen Hauptstadtsenders tätig ist. (übernommen von Lübbe)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:

Dieses Buch habe ich mir in der örtlichen Bücherei ausgeliehen.

Kommentare:

_-Cinderella-_ hat gesagt…

Huhu,

Eine wirklich tolle Rezi die mir gleich Lust macht das Buh auch endlich mal zu lesen. Momentan lese ich Die Blutschule, die er unter seinem Pseudonym Max Rhode schrieb und muss wieder sagen: Hut ab! Ich hoffe sehr, dass mir Passagier 23 auch so gut wie dir gefallen wird.

Liebe Grüße
Jenny

louzeekreativ hat gesagt…

Hallo, Passagier 23 habe ich auch schon gelesen und ebenfalls mit 5 Sternen bewertet. Ein tolles Buch! Besonders hat mir auch nochmal das Ende nach dem Ende gefallen... noch so ein kleiner Gag am Schluss :D toll gemacht. lg

Kerry hat gesagt…

@Jenny: Auf die Blutschule bin ich auch schon gespannt, es steht schon auf meiner WL und Weihnachten ist ja zum Glück nicht mehr weit.

@Louzee: Ich war mir etwas unsicher, ob mir das Buch gefallen könnte, von daher erst jetzt und als Leihgabe gelesen, denn ich mag das Meer nicht wirklich und war doch positiv überrascht, wie mich dieses Buch in seinen Bann gezogen hat.

Kerry

_-Cinderella-_ hat gesagt…

Da hast du recht. Buchgeschenke zu Weihnachten gehen immer und werden auch immer gerne angenommen ;D

Liebe Grüße
Jenny

Numinala hat gesagt…

das buch ist heute bei mir angekommen - ich bin
gespannt :0)
lg von der numi