Donnerstag, 10. September 2015

[Rezension] James Bowen - Bob 01: Bob, der Streuner



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: 22. Aufl. 2015 (17. Mai 2013)
ISBN-10: 3404606930
ISBN-13: 978-3404606931
Originaltitel: A Street Cat Named Bob
Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 2,4 x 18,8 cm

Inhalt gem. Bastei Lübbe:
Das Leben meint es nicht gut mit James Bowen: Der Obdachlosigkeit entkommen, schlägt er sich als Straßenmusiker durch. Als er eines Abends einen abgemagerten, streunenden Kater vor seiner Tür findet, scheint er sein tierisches Ebenbild zu treffen. Und mehr noch: Während er den Streuner aufpäppelt, entwickelt sich eine besondere Freundschaft. Der Kater Bob will nämlich keineswegs zurück in die Freiheit. So, wie James dem Kater Bob seine Lebenskraft zurückgibt, so füllt das samtpfötige Wesen James Leben wieder mit Sinn – und jeder Menge witziger Anekdoten. Mittlerweile sind James und Bob weltbekannt, ihre Geschichte hat bereits Millionen Leser gerührt. Nur selten wird die Beziehung zwischen Mensch und Katze so charmant beschrieben wie in "Bob der Streuner".

Zum Buch:
James Bowen, Straßenmusikant, schlägt sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Er wohnt in einer Sozialwohnung, lebt statt mit Drogen nun mit Methadon.
Er lebt von der Hand in den Mund, für Extras bleibt kein Geld übrig.
Als er eines Tages nach Hause kommt, sitzt auf einem Abtreter ein ziemlich abgerissener Kater. Am kommenden Tag sitzt der Kater noch immer dort. Nach Klopfen beim Nachbarn und der Info, dass diesem der Kater nicht gehört, nimmt er ihn kurzerhand mit.
Er ist sehr knapp bei Kasse, aber er gibt sein letztes Geld, um dem Kater, den er alsbald Bob nennt, zu helfen. 14 Tage lang umsorgt er ihn und verschafft ihm medizinische Hilfe. Als es ihm besser geht, will er ihn wieder auf die Straße setzen, in der Hoffnung, dass er sein Zuhause aufsuchen wird.
Aber Bob denkt gar nicht daran. Bob hat James adoptiert, er lässt sich nicht vertreiben.
Von nun an sind die beiden unzertrennlich. Bob begleitet ihn, wenn James auf die Straße geht, um sich mit Straßenmusik den Unterhalt zu verdienen. Interessiert nimmt er alles in sich auf, selbst beim Bus fahren sieht er wissbegierig aus dem Fenster.
Von nun an bilden die beiden eine Einheit, der eine ist ohne den anderen nicht mehr denkbar, eine Freundschaft fürs Leben entstand...

Bob und James waren schon lange bekannt, bevor James gefragt wurde, ob er nicht ein Buch schreiben möchte. Dieses Buch hält man nun in den Händen. Ich muss sagen, dass es mich tief berührt hat.
Ein Mann und ein Kater, beide ziemlich weit unten, finden sich und brauchen sich. Jeder der beiden profitiert vom anderen.
James hat das erste Mal im Leben jemanden, für den er Verantwortung trägt, der ihn abends nach Hause kommen lässt und der ihn liebt.
Bob hat ein Zuhause gefunden, jemanden, der ihn liebt und für ihn sorgt. 
Es ist anrührend zu lesen, wie die beiden voneinander abhängig werden. Eine tiefe Freundschaft verbindet die beiden.

Im Buch erfährt der Leser, wie James Bob kennenlernte und wie er zu einem Teil seines täglichen Lebens wurde. Auch auf der Straße wurde er von Bob begleitet, der ihm immer hinterherlief.
Man erhält als Leser aber auch einen Einblick auf die Lebensumstände der Leute, die gezwungen sind, sich das Geld auf der Straße zu verdienen, weil sie nirgends sonst eine Chance erhalten. Eine böse, rauhe Welt, die voller Missgunst und auch Neid ist, auch wenn sie alle in einem Boot sitzen. 
Durch Bob, der wie ein Magnet auf die Vorbeieilenden wirkt, hat James höhere Einnahmen, was nicht jeder gern sieht. Verleumdungen folgen, die auch Konsequenzen in James Leben nach sich ziehen.
James ist in allem bemüht und tut vieles, um sich und Bob über die Runden zu bekommen.  Es ist nicht leicht, aber er packt es... für Bob, seinen Lebensretter.
Was wäre aus James geworden, wenn er nicht auf Bob getroffen wäre? Eine Frage, die sich genauso wenig beantworten lässt wie die Frage, was hat Bob vor seiner Zeit bei James erlebt? 

James erzählt viele humorvolle Erlebnisse mit Bob, aber auch die, die zum Nachdenken anregen oder in denen man um Bob bangen muss.
Ich habe mehr als einmal Tränen in den Augen gehabt, obwohl ich wusste, dass alles positiv ausgeht.
Auch die Hoch und Tiefs in seinem Leben verschweigt er nicht. Er gibt sehr viel von sich preis, was ihm sicher nicht leicht gefallen ist. 
Es ist ein ehrliches Buch von einer großen Liebe zwischen Mensch und Kater.
Nicht nur für Katzenliebhaber ein absolutes Muss zum Lesen.
Ich empfehle dieses Buch sehr gern weiter.


Bewertung



Von James Bowen gelesen und rezensiert (ist erst sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird):


Zum Autor:
(Text übernommen von Bastei-Lübbe)
James Bowen, geboren im März 1979 in Surrey, ist ein ehemaliger Straßenmusiker aus der Nähe von London. Lange Zeit hielt James sich leidlich mit Musik und dem Verkauf der englischen Obdachlosenzeitschrift „The Big Issue“ über Wasser. Nach Jahren als Heroinsüchtiger und Obdachloser hatte er gerade die ersten, noch unsicheren Schritte in ein normales Leben getan, lebte aber immernoch von der Hand in den Mund, Zukunftsperspektiven gab es für ihn kaum.

Doch das ändert sich, als James Bowen 2007 vor seiner Sozialwohnung in Tottenham einen kranken  Kater findet. James nimmt den streunenden Kater bei sich auf, zahlt von seinem letzten Geld die Tierarztkosten und pflegt das Tier gesund. Schon bald weicht Bob, wie James den Kater tauft, nicht mehr von seiner Seite. Sogar bis in den Bus und auf die Straßen der Großstadt London begleitet der Kater seinen neuen Freund.

Das ungleiche Paar sorgt selbst in einer Stadt wie London für Aufsehen und so dauert es nicht lange, bis die beiden Freunde eine stadtbekannte Attraktion auf den Straßen der englischen Hauptstadt werden. Auch Zeitungen und Verlage werden auf James Bowen aufmerksam und so entwickelt sich aus den schweren Zeiten eine Erfolgsstory.

Heute leben James Bowen und Bob in einer bescheidenen Dreizimmer Eigentumswohnung. Bobs Herrchen setzt ihre gemeinsame Berühmtheit dazu ein, auch weiterhin denen zu helfen, die Hilfe nötig haben – Obdachlose und andere sozial Benachteiligte. 

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt


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