Freitag, 14. August 2015

[Rezension] Vincent Kliesch - Bis in den Tod hinein (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 400
ISBN: 978-3-442-37798-5
Erscheinungstermin: 15. Juli 2013
Format: Taschenbuch

Verlag: blanvalet


Klappentext: gem. blanvalet
Eine Serie von grausamen Hinrichtungen erschüttert Berlin. Jede der Leichen ist mit einer Zahl versehen, die keiner ersichtlichen Logik folgt. Hauptkommissar Severin Boesherz und sein Team ermitteln. Offenbar steht jede Zahl für eine Eigenschaft, die dem Täter so sehr an seinen Opfern missfällt, dass er sie dafür tötet: Einer der Toten ist ein Brandstifter, der in seinem eigenen Feuer stirbt, ein anderer ein Lügner, dem die Zunge abgetrennt wird. Als immer mehr Leichen gefunden werden und eine Frau verschwindet, zerrinnt Boesherz die Zeit zwischen den Fingern. Können ihm die Zahlen den Weg zum Mörder weisen?


Rezension:
Nils Rau ist eines jener Elemente in Berlin, dass grundsätzlich für Ärger sorgt, denn der junge Mann hat ein sehr zerstörerisches "Hobby" - er steckt Autos in Brand. Schon des Öfteren hat er das getan, auch wurde er schon erwischt, doch gelernt hat er aus den Konsequenzen nichts. Auch in dieser Nacht ist er wieder auf die Zerstörung eines hochwertigen Fahrzeuges aus - doch dieses Mal wird er erwartet. Ein Unbekannter schaut nicht tatenlos zu, wie er fremdes Eigentum zerstört - nein, er beschließt, dem jungen Mann eine Lektion zu erteilen.

Staatsanwalt Carl vom Stein ist in einer Krisenbesprechung mit Daniela Castella, Dezernatsleiterin der Abteilung I für Delikte am Menschen beim LKA Berlin. Vor wenigen Stunden wurde die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Laut den Ausweispapieren, die in der Nähe gefunden wurden, handelt es sich um Nils Rau, der wegen Brandstiftung bereits vorbestraft war. Er wurde in einem am Tatort befindlichen Auto verbrannt. Fakt ist, dass Nils Rau kein zufälliges Opfer war, dagegen sprechen Beweise, die am Tatort gefunden wurde. Genauer gesagt ist Nils das dritte Opfer einer Mordserie, die vor vier Tagen begann. Castella ist in einer Zwickmühle, denn ihr bester Ermittler, Julius Kern, ist derzeit mit seiner Frau und Tochter im Urlaub in den USA. Im LKA gibt es jedoch einen neuen Ermittler, Severin Boesherz, der sich nun beweisen muss.

Hauptkommissar Severin Boesherz stammt aus Oestrich-Winkel. Er ist nach Berlin gekommen, um einen Neuanfang zu wagen. Boesherz ist Rheingauer, Single und schon vom äußeren Erscheinungsbild anders, als die meisten Männer in seinem Alter. Noch dazu hat er einen sehr kultivierten Geschmack und ist ein absoluter Liebhaber von Opern. Doch in seiner bisherigen Laufbahn war er sehr erfolgreich und so nimmt er sich voll und ganz den Ermittlungen an. Vor allem Oberkommissarin Olivia Holzmann ist ihm eine große Hilfe und hat, ähnlich wie Boesherz, einen Instinkt, der die Ermittlungen voranbringt. Schnell ist Severin und seinem Team klar, der Killer wird nicht aufhören, dafür ist er zu erfolgreich und hinterlässt zu wenige Spuren und noch dazu scheinen alle Morde im Dienste einer gesellschaftlichen Moral ausgeführt worden zu sein. So sehr die Gesellschaft diese Morde auch verstehen oder gar dulden würde, Severin hat eine Aufgabe, der er sich stellt und er muss sich beeilen, denn der Killer verkürzt die Abstände zwischen seinen Morden immer mehr ...


Der 1. Band der Severin-Boesherz-Reihe! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders fasziniert war ich von der Tatsache, dass die Morde auf den ersten Blick durchaus zum Wohle der Gesellschaft begangen worden sind. Als kleines Manko empfand ich, dass es im Laufe der Geschichte schon sehr offensichtlich war, welches Motiv hinter der Mordserie steckt. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Völlig in Bann geschlagen war ich von der Figur des Severin Boesherz, der mich von seiner Art her immer an Tassilo Michaelis erinnert hat. Ich denke, die beiden hätten sich gut verstanden - vielleicht begegnen sie sich ja in einem weiteren Band, das stelle ich mir überaus interessant vor. Den Schreibstil empfand ich sehr angenehm zu lesen und ich freue mich bereits auf den Nachfolgeband "Im Augenblick des Todes", der die Tage herauskommt.



Bewertung

Von Vincent Kliesch bereits gelesen und rezensiert:



 
Der Autor: 
Vincent Kliesch wurde in Berlin-Zehlendorf geboren, wo er bis heute lebt. Im Jahr 2010 veröffentlichte er seinen ersten Thriller »Die Reinheit des Todes«. Es folgten zwei weitere Bände, die die Trilogie um den Ermittler Julius Kern und dessen Gegenspieler Tassilo Michaelis abschlossen. Mit »Bis in den Tod hinein« stellte Kliesch seinen neuen Ermittler vor: Severin Boesherz, der es gleich bei seinem ersten Fall mit einer erschreckend düsteren Mordserie zu tun bekommt. »Im Augenblick des Todes« ist der zweite Fall für den eigenwilligen Berliner Kommissar.

Wenn Vincent Kliesch nicht schreibt, unterhält er als Moderator das Publikum bei Firmenevents und im Filmpark Babelsberg. In seiner Freizeit widmet er sich am liebsten seiner Leidenschaft für gutes Essen und Wein. (übernommen von Randomhouse)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.



Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch bekam ich von Kleeblatt geschenkt.



 

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