Donnerstag, 6. August 2015

[Rezension] Roman Klementovic - Verspielt



Vorab ein paar Eckdaten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1939 KB
Seitenzahl: 312 Seiten
Erscheingungstermin: 1. Juli 2015
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B00XPFVUO2
ISBN-Nr.: 978-3-8392-1797-9
Verlag: Gmeiner 



Klappentext gem. Gmeiner:
Zwei Frauen verschwinden spurlos. Einziger Anhaltspunkt für die Angehörigen: ein Brief mit der Anleitung zu einem perfiden Spiel. Nur wenn sie die Regeln befolgen und innerhalb von drei Tagen herausfinden, warum die Frauen entführt wurden, können sie ihnen das Leben retten. Ermittlungen in einem anderen Fall führen Bezirksinspektor Mück zu den dramatischen Ereignissen rund um die Entführungen. Er deckt unglaubliche Zusammenhänge auf. Es beginnt ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit.


Rezension:
Es ist Dienstag, der 1. Dezember und der 35-jährige Martin Fink, Partner bei der Kanzlei KOVACIC & FINK, kommt nach einer Geschäftsreise endlich wieder nach Hause nach Wien. Er will den Abend, wie jeden Dienstag, mit seiner Frau Maria verbringen, mit der er seit drei Jahren verheiratet ist. Die Dienstagabende gemeinsam vor dem Fernseher zu verbringen ist Tradition bei den Beiden, es gibt ihnen die Möglichkeit, sich wirklich bewusst Zeit für sich zu nehmen. Doch als Martin nach Hause kommt ist Maria nicht da. Stattdessen findet Martin eine Nachricht vor, in der ein Unbekannter bekennt, Maria entführt zu haben und Martin zu einem Spiel auffordert. Wenn er innerhalb von drei Tagen herausfindet, warum er Maria entführt hat, lässt er sie gehen, findet er es nicht heraus, wird er Maria töten. Ferner wird sich der Entführer jeden Abend um Mitternacht bei Martin melden - nimmt er den Anruf an und weiß die Lösung nicht, wird Maria ebenfalls getötet, nimmt er den Anruf nicht an, wird Maria Schmerzen erleiden. Außerdem darf Martin niemanden über die Entführung informieren. Erst jetzt wird ihm klar, dass er herzlich wenig über die Vergangenheit seiner Frau weiß.

Gebrauchtwagenhändler Klaus Richter hat ganz andere Sorgen. Bei einem Koksdeal mit Al hat er diesen um 30.000 Euro betrogen und Al ist dahinter gekommen und will das Geld unbedingt zurück oder das Leben von Klaus ist verwirkt. Tja, nun läuft der Gebrauchtwagenhandel gerade nicht ganz so gut und wenn Klaus ganz ehrlich ist, er hat Schulden und weiß nicht, wie er das Geld aufbringen soll. Er versucht, seine Schwester Christine zu erreichen, vielleicht könnte sie ja einen Kredit für ihn aufnehmen, doch irgendwie erreicht er sie partout nicht. In der Tat sind die Geschwister jetzt nicht unbedingt ein Herz und eine Seele, aber Blut ist doch wohl dicker als Wasser. Dann erhält auch Klaus einen Brief, in dem die Entführung von Christine offenbart wird und auch er bekommt die gleichen Bedingungen wie Martin auferlegt.

Derweil schlägt sich der 41-jährige Bezirksinspektor Robert Mück mit ganz eigenen Problemen herum. Weil er mit seinem Vorgesetzten aneinander geraten ist, wird der von der Mordkommission zur Suchtmittelkriminalität versetzte, was seiner Degradierung gleich kommt und noch schlimmer, er muss auch noch einen gewissen Klaus Richter observieren, der im Verdacht steht, mit Drogen zu handeln. Als dann so ein paar "Schränke" bei Klaus Richter auftauchen, scheint bestätigt zu sein, dass dieser Dreck am Stecken hat, doch besagter Klaus Richter wiegelt ab. Das Ziel von Klaus Richter und Martin Fink steht fest - sie wollen unabhängig voneinander die jeweilig entführte Frau retten - doch welchen Zusammenhang gibt es zwischen ihnen. Martin findet zuerst eine Spur - doch wird er es in der vorgegebenen Zeit schaffen, seine Frau zu retten?


Lass uns ein Spiel spielen! Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Leser das Geschehen aus der Perspektive von Maria, Martin, Klaus und Robert verfolgen kann und man auch Einblicke in die jeweilige Gefühlswelt erhält. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet und ganz ehrlich, ich kann den Täter sogar ein Stück weit nachvollziehen und die Idee, aus der Entführung ein Spiel zu machen und das auch eiskalt durchzuziehen, inklusive Beseitigung von etwaigen Störenfrieden, fand ich genial. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, hätte mir an einigen Stellen doch etwas mehr Nervenkitzel gewünscht. Abschließend kann ich sagen, dass  mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat und ich gerne mit Martin, Klaus & Co. gespielt habe.

Bewertung

Der Autor:
Roman Klementovic wurde 1982 in Wien geboren. Er wuchs im niederösterreichischen Marchfeld auf, bis es ihn für sein Studium der Internationalen Entwicklung wieder zurück in die österreichische Bundeshauptstadt zog. Er arbeitete viele Jahre im Marketing, bevor er seine Liebe zum Schreiben entdeckte. Wenn er nicht gerade auf Reisen ist, sucht er Entspannung beim Musizieren und auf Konzerten. Darüber hinaus ist der leidenschaftliche Fußballfan regelmäßig in Pubs und im Stadion seiner Lieblingsmannschaft anzutreffen. »Verspielt« ist sein erster Roman.  (übernommen von Gmeiner)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Verlag



http://www.gmeiner-verlag.de/


bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

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