Montag, 24. August 2015

[Rezension] Nadin Hardwiger - Lucindarella



Leseprobe



Eckdaten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 334 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 81 Seiten
Verlag: dp Digital Publishers (13. Mai 2015)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00XLMV66Q

Inhalt gem. dp:
Die Mittzwanzigerin Lucinda Neis, genannt Cinda, fährt anlässlich der siebzigsten Geburtstage ihrer Großeltern auf deren Weingut. Bei ihrer Ankunft spielt sie mit dem Gedanken, das Gaspedal wieder durchzudrücken und zurück nach Hause zu fahren. Denn auf dem Gut leben nicht nur ihre geliebten Großeltern, sondern auch ihre Mutter und ihre beiden Stiefschwestern. Deren Gemeinheiten aus Kindertagen – solide ausgeführt unter den wachsamen Augen ihrer Mutter – reichen von Sekundenkleber in der Zahnpasta bis hin zu heimlich abgeschnittenen Zöpfen.
Doch bevor Cinda ihrem Fluchtimpuls nachgeben kann, wird sie von dem neuen Gutsjuristen David Priens aufgehalten. Schließlich entdeckt ihre Mutter sie. Von da an muss sich Cinda, die als Designerin eine eigene Boutique in Berlin führt, um die Festkleider ihrer Mutter und ihrer Stiefschwestern kümmern. Noch dazu verpasst sie ständig ihre Großeltern und bekommt von ihrer Stiefschwester Asta eingeredet, dass ihr Großvater schwer krank sei und sich nicht aufregen dürfe. So fügt sich Cinda, denn ihre Großeltern stehen für sie an erster Stelle.

Zum Buch:
Lucinda hat sich ihr Standbein in Form einer kleinen Boutique in Berlin erarbeitet. Sie entwirft für ihre Kunden die Kleider und hat großen Erfolg damit.
Mit dem Standort Berlin ist sie weit weg von ihrer Mutter und ihren beiden Stiefschwestern, die ihr, wenn immer möglich, Knüppel zwischen die Beine werfen.
Ihre Mutter und Schwestern leben auf dem Weingut ihrer Großeltern und wenn diese nicht wären, würde sie dort überhaupt nicht mehr hinfahren.

Nun aber ist es Zeit, dort einen Besuch zu machen, denn ihre geliebten Großeltern werden 70 Jahre alt. Natürlich will sie es sich nicht nehmen lassen und ihnen zu dem Ehrentag gratulieren.
Kaum eingetroffen, wird sie auch schon von Mutter und Stiefschwestern attackiert. Die Kleider der Damen sind für das Fest zu nähen und das bitteschön recht schnell. Die fertigen Kleider werden mit Fettfingern angefasst und Lucinda bekommt die Schuld für die Fettflecke zugeschrieben.
Ihre Mutter und Schwestern trampeln sinnbildlich einfach über sie hinweg.

Die Versuche, ihre Großeltern zu sehen, werden nicht nur vereitelt, es wird ihr sogar erzählt, dass es dem Großvater schlecht gehe und sie nicht zu ihm gehen könnte.

Schikane auf der ganzen Linie, wie bei Aschenputtel, dem Märchen. Die Erzählung basiert auch auf das altbekannte Märchen der Gebrüder Grimm und lässt den Leser schon ahnen, dass da auch noch ein Prinz vorkommen muss. Dieser erscheint in der Person von David Priens, dem Juristen des Gutes. 

Die Autorin hat sich das Märchen "Aschenputtel" zu Hilfe genommen, um eine moderne, in der heutigen Zeit spielende, Geschichte zu erzählen.
Schade, dass es nur eine Kurzgeschichte ist, ich hätte mich gern länger mit Lucinda beschäftigt.

Lucinda ist ein sympathische Protagonistin, die es leider nicht so richtig schafft, sich gegen Mutter und Stiefschwestern durchzusetzen, was ich ein wenig schade finde.
Dass die Stiefschwestern gemein sind, kann ich noch verstehen, aber dass die eigene Mutter diese der eigenen Tochter vorzieht, leider nicht mehr.

Es ist eine ausgesprochen unterhaltsame Kurzgeschichte, die man viel zu schnell durchgelesen hat. Lucinda schließt man schnell ins Herz, über die Gemeinheiten und Bösartigkeiten von Mutter und Schwestern kann man nur den Kopf schütteln.
Aber die Rache wird süß sein ... :-)

Mit dieser Kurzgeschichte habe ich mich gut unterhalten. Sie ist für zwischendurch und zum Abschalten genau das richtige. Man muss nicht mitdenken und kann die Story einfach auf sich wirken lassen. 

Bewertung:



Zur Autorin:
(Text übernommen von dp)
Nadin Hardwiger wurde 1975 in Deutschland geboren, wuchs in Österreich auf und lebt heute mit ihrer eigenen Familie wieder in Deutschland. Sie arbeitet als Beraterin für ein IT-Unternehmen, doch die Sprache der Programmierung genügt ihr nicht. Begeistert stöbert sie nach Worten, ersinnt Figuren und webt Geschichten – am liebsten mit einem Glitzerkörnchen Magie und Glücks-Ende.


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag 

bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. 


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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