Mittwoch, 26. August 2015

[Rezension] Aubrey Cardigan - Wings of Silence (Lia & Coel 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 344
ISBN: 978-3-95815-040-9
Erscheinungstermin:
31. Juli 2014
Preis: 13
,90 EUR 
Format:
Taschenbuch
Verlag:
Oldigor


Klappentext gem. Oldigor:
Die 17-jährige Lia Raven ist seit einem Flugzeugabsturz blind und stumm. Als ihre indianischen Großeltern beschließen, dass sie nach Wales zu ihren unbekannten Großeltern mütterlicherseits ziehen muss, bricht für sie eine Welt zusammen. Welche Rolle spielt der mysteriöse 18-jährige Coel, dessen Berührungen Licht in ihre dunkle Welt bringen? Und wieso wird sie das Gefühl nicht los, dass es keine Haut war, die sie spürte, als sich seine Finger zum ersten Mal um ihre schlossen? Sondern Federn? Als die strenge keltische Großmutter Ida alles daran setzt, Lia von Coel fernzuhalten, begreift Lia, dass sie kämpfen muss. Um Coel und um das Recht auf ihre Träume, die untrennbar verbunden sind mit einem uralten Geheimnis.


Rezension:
Die 17-jährige Lia Raven hat im letzten Jahr furchtbares durchgemacht. Vor neun Monaten, an ihrem 17. Geburtstag, war ihre Welt noch in Ordnung. Früh hatte sie ihre Mutter verloren, aber sie hatte einen Vater, der sie liebte und sie in ihren Wünschen unterstützte, so auch in dem Wunsch, die Flugprüfung abzulegen. Ihr Vater selbst hatte seine bereits und er gab seiner Tochter Stunden. Doch an jenem schicksalshaftem Tag vor etwas über einem halben Jahr wollte er ihr beibringen, bei Sturm zu agieren - die Maschine stürzte ab, ihr Vater starb sofort und Lia wurde schwer verletzt. Seit diesem Vorfall hat sie ihre Sprache und ihr Augenlicht verloren. Nachdem sie aus dem Krankenhaus entlassen wurde, lebt sie auf der Ranch ihrer Großeltern väterlicherseits. Hier unterstützt ihre Familie sie im Alltag und ihre Tante Fala, die als Ärztin im nahen Reservat arbeitet, denn Lias Vater war indianischer Abstammung. Doch die Zeit bei ihrer Familie ist vorbei. Laut letzten Willen ihres Vaters soll Lia die Zeit bis zu ihrer Volljährigkeit, bei ihren Großeltern mütterlicherseits in Wales verbringen.

Lia ist nicht ganz wohl bei der Sache, denn diesen Teil der Familie hat sie noch nie kennen gelernt und der Gedanke, in ein Flugzeug zu steigen und nach Wales zu fliegen, behagt ihr gar nicht. Zwar wird ihr Cousin Delsin sie begleiten, doch auch er ist fremd in diesem Land und in der keltischen Kultur, denn ihre Großeltern, Ida und Bran, sind stolz auf ihre keltische Abstammung. Doch anstelle von Ida und Bran, ist Bran in Begleitung eines jungen Mannes namens Coel erschienen, um sie abzuholen und an diesem ist irgendetwas merkwürdig, denn sobald Coel sie berührt, kann sie sehen und gedanklich mit ihm kommunizieren und ganz ehrlich, was sie sieht, gefällt ihr außerordentlich gut.

Tatsächlich gelingt es Lia, mit Hilfe von Coel und Bran heil in Wales anzukommen, doch bereits beim ersten Zusammentreffen mit ihrer Großmutter Ida steht fest: die beiden werden keine Freunde werden und Coel bestätigt ihre Befürchtungen, ja schlimmer noch, er hegt den Verdacht, dass Ida die beiden trennen will und tatsächlich gibt es in dem Haus nur eine Regel: Lia und Coel dürfen einander nicht berühren - mit anderen Worten: Lia wird blind und stumm sein und weiterhin auf die Hilfe von Delsin oder gar ihrer Großeltern angewiesen sein. Doch Lia, die zwar diese Regel akzeptieren muss, gibt sich nicht geschlagen - zum ersten Mal seit einem dreiviertel Jahr gibt es so etwas wie Hoffnung in ihrem Leben, Hoffnung auf ein Leben mit einem Mann, der sie so annimmt, wie sie ist, trotz ihrer Sprachverlustes, trotz ihrer Blindheit, trotz ihres mit Narben entstellten Körpers und nichts und niemand wird ihr diese Hoffnung nehmen! Doch auch Coel hat ein Geheimnis ...


Der 1. Band der Lia-und-Coel-Reihe! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, wie auf das Leben der Protagonistin, deren Leben in den letzten Monaten alles andere als einfach war, nunmehr noch neue Menschen und eine ganz neue Kultur einwirken und alle irgendwelche Geheimnisse vor ihr zu haben scheinen, aber niemand willens oder in der Lage ist, ihr die Situation, in der sie als Stumme und Blinde hineingeraten ist, zu erklären. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Protagonistin Lia ist mir hier besonders ans Herz gewachsen, denn obwohl ihr Körper gebrochen war und noch immer Narben und Defekte (Stummheit und Blindheit) aufweist, ist sie fest entschlossen, mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zu kämpfen, um das zu wahren, was ihr geschenkt wurde - die Liebe eines jungen Mannes, auch wenn die ganze Welt gegen sie beide zu sein scheint, sie weiß, er ist der richtige, er ist der, der sie so nimmt, wie sie ist und sie wird alles tun, um ihn in ihrem Leben zu halten. Den Schreibstil empfand ich als geradezu fesselnd zu lesen, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte und es in einem Rutsch durchlesen musste. Jetzt hoffe ich sehr, dass die Fortsetzung der Reihe nicht allzu lange auf sich warten lässt - es gibt so einen genial-bösen Cliffhanger am Ende!

Bewertung


Die Autorin: 
Aubrey Cardigan wuchs in den USA und Deutschland auf und studierte englische Literaturwissenschaften - unter anderem in Wales, wo sie sich vor allem in die walisische Sprache verliebte. Sie singt leidenschaftlich gern, spielt Querflöte, liebt keltische Musik und träumt davon, Harfe zu lernen. Ihre Romane plottet sie bei langen einsamen Spaziergängen durch die Wälder ihrer Wahlheimat im Herzen Deutschlands. Wenn sie nicht an eigenen Büchern schreibt, dann arbeitet sie auch als Übersetzerin.  (übernommen von Oldigor)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Verlag

http://www.oldigor.de/


bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

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