Dienstag, 23. Juni 2015

[Rezension] Markus Tillmanns - Engel des Todes (Band 2)



Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3013 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 230 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B00Y2J75QW


Klappentext gem. Amanzon:
Wer bist du, dass du glaubst, du könntest die Welt verbessern?

Ein gefallener Engel wandelt über die Erde. Doch niemand bemerkt es. Nur Tabarie nimmt die Herausforderung an. Er kämpft um die Chance seines Lebens: Seine High-Tech-Stiftung soll die Welt zu einem besseren Ort machen.
Tabarie ahnt, dass er es mit dem Teufel selbst aufnehmen muss. Aber was plant Satan? Während der Engel des Todes nach der Macht greift, versinkt um Tabarie herum alles in Intrigen und Chaos.


Rezension:
9 Monate sind seit dem großen Showdown im Vatikan vergangen und Luzifer ist verschwunden. Seitdem hat der 25-jährige Journalist Aljoscha "Joschi" Tabarie die Leitung der Foundation übernommen, doch der Ruf der Foundation ist ruiniert. Zwar versucht Tabarie alles, um den Ruf der Foundation wieder herzustellen, doch das Vertrauen der Menschen in dieselbe ist bis in die Grundfesten erschüttert.

Auch privat läuft es für Tabarie nicht gut. Einerseits hat er einen stressigen Alltag, um den Ruf der Foundation wieder ins rechte Licht zu rücken und da ist dann auch noch Gül. Seine Songül "Gül", die ausgerechnet mit einem anderen Mann liiert ist und sich auch noch mit ihm verlobt hat. Es läuft also alles nicht glatt in Tabaries Leben.

Doch die Entwicklung neuer Medikamente und auch neuen Saatgutes für die Ärmsten der Armen soll zumindest die Foundation retten. Als dann jedoch Anschläge auf die Forschungsstätten verübt werden, ahnt Tabarie, dass ihm nicht jeder seiner Mitarbeiter wohl gesonnen ist. Zwar hat er viele ersetzt / ausgetauscht, aber nicht jede Position konnte er neu besetzen. Welcher seiner Angestellten spielt ein doppeltes Spiel und stecken womöglich doch Luzifer und Eisberg hinter den Anschlägen, weil sie wieder die Führung der Foundation übernehmen wollen?


Der 2. Band der Luzifer-Chroniken! Der Plot wurde wieder spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir in diesem Band gefallen, dass erst nach und nach herauskommt, wer hinter Tabarie steht und wer ihm schaden will und warum sie ihm schaden wollen. Die Figuren wurden individuell und authentisch erarbeitet. Diesmal hat es Joschi mit "Feuer" von allen Seiten zu tun und ist dennoch gewillt, nicht aufzugeben, sondern alles zum Guten zu wenden, weil er hinter der Idee der Foundation steht - auch wenn das in seinem privaten Leben bedeutet, dass er Gül ihren Weg gehen lässt, obwohl sie ihm alles andere als egal ist. Den Schreibstil kann ich nur wieder als packend beschreiben, sodass ich das Buch einfach am Stück gelesen habe, weil ich einfach wissen musste, wohin mich diese Reise führt. Jetzt beginnt das große Warten auf den 3. Band der Reihe "Die Rache Gottes".


Bewertung

Von Markus Tillmanns bisher gelesen und rezensiert.


Der Autor über sich:

„Sie wissen, warum wir Sie anhalten?“ Das Gesicht hinter der Frage scheint aus einem amerikanischen Polizeiverhör zu stammen. Und es gehört definitiv dem bösen Cop.
Ich überlege fieberhaft. Aber es will mir nichts einfallen. Ich bin noch zu abgelenkt.
„Verdammt, machen Sie die Scheibe richtig runter!“
Ich drücke den elektrischen Fensteröffner. Surrend verschwindet das Glas vollständig.
Der Polizist schneidet mir mit dem Taschenlampenstrahl ins Auge. Dann leuchtet er das Innere des Peugeot aus. „Was zum Teufel ist denn hier passiert?“
Ich bin mir nicht sicher. Die Tasche auf dem Beifahrersitz ist offen. Da war eine Windbö. Meine Sachen haben sich explosionsartig im Wagen verteilt. Ein Blatt meines neuen Manuskriptes hängt am Innenspiegel. „Ich weiß nicht genau“, sage ich unsicher. Ich war vorhin sehr abgelenkt. Und ich bin über irgendeine … Unebenheit gefahren.
„Sie wissen, warum wir Sie anhalten!“
Oh Gott, das wird doch nicht …? Vor dem inneren Auge sehe ich einen Film ablaufen, wie ich zwei Waisenkinder im Dunkeln überfahren habe. Nachts auf Landstraßen spielen hier immer Zwillinge. Es ist geradezu unheimlich.
„Was zum Teufel ist d a s da?“ Der Mann deutet auf meinen Kopf.
Ich fasse mir in die Haare. Sie kleben zusammen. „Ein Kaugummi“, sage ich. Froh, endlich einmal eine Frage beantworten zu können.
Der Polizist guckt nicht so, als ob er die Freude teilen würde. Er dreht sich zu seinem Kollegen um. „Wen haben wir denn da gerade noch erwischt?“ Die harten Augen kommen zurück. „Zeigen Sie jetzt die Fahrerlaubnis!“
Ich werfe rasch einen Blick in den Rückspiegel, um das Entsetzliche zu sehen. Aber das Blaulicht überall blendet mich.
„Den Führerschein!“
„Ja, ja. Sofort.“ Ich fasse in die Innentasche meiner Jacke. Da ist: nichts.
Nein!
 „Wird´s bald!“
„Ich … Sofort.“ Ich greife in die beiden Seitentaschen. Halstabletten, Öko-Purex-Taschentücher, ein Einkaufszettel von letztem Sommer. Kein Führerschein.
Oh, scheiße!
„Ich … es tut mir leid. Ich kann die Fahrerlaubnis nicht finden.“
Die unbarmherzige Lampe kommt zurück und sticht mir in die Augen. „Ach, so ist das.“
Der Mann reicht mir etwas herein. Führerschein. Tillmanns, Markus.
„Ist Ihnen hinten rausgesegelt. Machen Sie doch wenigstens e i n e Scheibe hoch.“
Ich nicke. Und drücke den elektrischen Fensterheber.
Surrend schließt sich das Glas wieder. (übernommen von HP)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 



bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

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