Mittwoch, 10. Juni 2015

[Rezenion] Susanna Kearsley - Im Land des Feuervogels



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (13. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492302858
ISBN-13: 978-3492302852
Originaltitel: The Firebird
Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 3,8 x 19 cm

Inhalt gem. Piper:
Galeristin Nicola Marter besitzt eine besondere Gabe: Sobald sie einen Gegenstand berührt, sieht sie dessen früheren Besitzer. Als eine Unbekannte ihr eine Holzskulptur anvertraut, erkennt sie, dass es sich um einen Feuervogel aus der Welt der russischen Märchen handelt, und einst Zarin Katharina gehörte. Ihre Nachforschungen fördern eine lang vergessene Geschichte zutage, von verzweifelter Liebe, von Mut und von bitterer Rache ....

Zum Buch:
Nicola, eine junge Frau mit russischem Vorfahren lebt in London und arbeitet in einem Antiquitätengeschäft. Die Arbeit macht ihr Spaß, hat sich doch ihr Chef hauptsächlich auf russische Antiquitäten spezialisiert.
Eines Tages trifft sie im Geschäft eine ältere Frau, die ihrem Chef eine Holzskulptur verkaufen wollte, von der sie behauptet, dass eine ihrer Vorfahrinnen diese von der russischen Zarin Katharina I. erhalten habe. Nur leider stet sie mit ihrer Behauptung ganz allein da, denn Nachweise für diese Behauptung gibt es nicht.
Nicola hat eine Gabe, die sie vor sich und der Welt verschließt. Sie kann allein durch Berührung eines Gegenstandes dessen Geschichte sehen. So sieht sie auch Anna, die Vorfahring der Frau, vor ihrem geistigen Auge vor Katharina I. stehen.
Auch wenn sie ihre Gabe nicht öffentlich macht, möchte sie nun die Geschichte der Skulptur erfahren, aber sie braucht Hilfe.
Sie fährt nach Schottland zu ihrem ehemaligen Freund und bittet ihn, ihr zu helfen. Rob, der ebenfalls mit einer Gabe geboren wurde, macht diese öffentlich und behält sie nicht als sein Geheimnis. Im Gegensatz zu Nicola ist seine jedoch sehr stark ausgeprägt und die Hilfe, die er ihr geben kann, ist mehr, als sie erwartet.
Aber wird er sich mit Nicola auf die Suche machen nach dem Geheimnis der Skulptur und der Wahrheit um die Behauptung, dass sie von Katharina I. stammt? ...

Susanna Kearsley ist eine Autorin, die ich sehr verehre. Alle bislang auf deutsch erschienen Bücher habe ich verschlungen und sie begeisterten mich. So war es einfach nur eine Frage der Zeit, dass ich auch ihr neuestes Werk in Angriff nehme.
Die Autorin ist bekannt dafür, dass sie in ihren Romanen die Gegenwart mit der Vergangenheit verknüpft. Dieser Roman führt den Leser aus dem Heute zurück ins 18. Jh., nach Russland, in die Zeit, in der Katharina I. lebte.
Man lernt durch die Zeitsprünge die junge Anna kennen, die eine recht unruhige Kindheit hatte und die geprägt war von russischen Machtspielchen und Intrigen.
Sie wächst als Kind in einer einfachen Familie auf, nicht wissend, dass sie gar nicht das leibliche Kind ist von der Frau, die sie Mutter nannte.
Von dem Moment an, als sie durch Zufall die Wahrheit erfährt, ist nichts mehr in ihrem Leben, wie es war. Sie muss die Familie verlassen und es wird auch nicht das letzte Mal sein, dass sie aus ihrer vertrauten Umgebung herausgerissen wird.
Zu ihrem großen Glück findet sich immer jemand, der seine schützende Hand über sie hält. Aber selbst Anna, der man als Kind sagte, warum sie nicht bei ihren Eltern aufwuchs und der man die Zusammenhänge der Geheimhaltung ihrer Person aufzählte, war schon als Kind jemand, der mitdachte, gefährliche Situationen erkannte und sie zu ihrem Wohl nutzte. 
Sie sah sich gezwungen, bereits als Kind eine Entscheidung zu treffen, die ihr ganzes Leben verändern würde, sie gab sich einen fremden Namen.

Durch die verschiedenen Zeitsprünge erlebt der Leser Anna in verschiedenen Zeiten, er ist auch dabei, als sie auf Katharina I. trifft.

Nicola und Rob gehen die Suche nach der Wahrheit gemeinsam an, wobei Rob daran interessiert ist, Nicola zu zeigen, was sie selbst bereits für Fähigkeiten hat und wie sie ihre Gabe nutzen kann. Auch entwickelt sich zwischen ihnen das zarte Pflänzchen der Liebe, die wenig Chancen hat, wenn Nicola ihre Gabe nicht akzeptiert.
Diese Liebesbeziehung spielt aber in der Geschichte eine untergeordnete Rolle, der Hauptaugenmerk liegt in der Vergangenheit.

Die Autorin lässt für den Leser alte, nicht mehr vorhandene Straßen und Gebäude wieder auferstehen, nicht nur in Russland, sondern auch schon in Belgien, wohin es Nicola und Rob ebenfalls hin verschlägt.

Die geschichtlichen Zusammenhänge im Russland des 18. Jh. sind von der Autorin hervorragend recherchiert worden, so dass sie imstande ist, den Leser voll in diese Zeit zu integrieren.

Die Protagonisten, sowohl die aus der Gegenwart, wie auch die in der Vergangenheit, konnten mich voll überzeugen. Besonders ist mir Anna, die Protagonistin der Vergangenheit ans Herz gewachsen. Gegen Ende des Buches konnte ich es wahrlich nicht verhindern, dass Tränen flossen, so hat mich das Buch gefesselt.

Mich hat dieses Buch, wie bisher alle von der Autorin, vollends überzeugt. Wer sie kennt, dem muss ich dieses Buch nicht empfehlen, denn die wissen, auf was sie sich einlassen, wenn sie ein Buch von Susanna Kearsley in der Hand halten. Für diejenigen, die sie nicht kennen, ist es ein Appell, dies schnellstens zu ändern, denn die Romane von ihr entführen jeden Leser in vergangene Zeiten, die sie durch ihren fesselnden Schreibstil für den Leser wieder auferstehen lässt.

Ich spreche damit eine absolute Leseempfehlung aus. 

Bewertung:





Zur Autorin:
(übernommen vom Piper-Verlag)
Susanna Kearsley, geboren 1966, lebt in Ontario. Sie hat Politik und Internationale Entwicklungen studiert und als Museumskuratorin gearbeitet. Gleich ihr erster Roman »Mariana« war ein großer Erfolg. Danach veröffentlichte sie die Bestseller »Glanz und Schatten«, »Die Geister von Rosehill«, »Haus der Stürme«, »Der Ruf der Nacht«, »Damals in Lissabon«, »Das schottische Vermächtnis«, »Licht über den Klippen« und zuletzt »Im Land des Feuervogels«.

Von Susanna Kearsley wurden gelesen und rezensiert:


Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich beim Verlag


bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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