Samstag, 27. Juni 2015

[Lesung] Mechthild Lanfermann liest aus "Wer ruhig schlafen kann"

Donnerstag Abend war das Katzenpersonal getrennt on Tour, wie es so schön heißt, denn auch wenn wir gewöhnlich im Doppelpack bei Lesungen auftauchen, manchmal gibt es dann doch Tage, an denen zwei Lesungen sind, die wir besuchen wollen - und in solch einem Fall ist es überaus praktisch, dass das lesende Katzenpersonal aus zwei Personen besteht. Ich (Kerry) bin ja der Krimi- und Thriller-Literatur sehr zugetan, sodass ich gleich nach Feierabend freudig Richtung KPM aufgebrochen bin, denn für mich stand an diesem Abend eine Lesung aus

http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Wer-ruhig-schlafen-kann-Kriminalroman/Mechthild-Lanfermann/e442730.rhd

mit der Autorin, Mechthild Lanfermann, auf dem Plan. Da rechtzeitiges Erscheinen die besten Plätze sichert, war ich (natürlich) ausreichend vorher vor Ort (und habe mir erst einmal eine Eintrittskarte gekauft und natürlich gleich einen Platz in der ersten Reihe reservieren lassen). Da ich noch etwas Zeit hatte, machte sie noch die Heimsuchung bei einer lieben Freundin und musste mich am Ende ganz schön sputen, um pünktlich zur Lesung wieder vor Ort zu sein, aber natürlich habe ich es geschafft, denn diese Lesung hätte ich nicht verpassen wollen. An dieser Stelle muss ich mich für die Bilder im Voraus entschuldigen - ich habe sicher einige Talente, Fotografieren gehört jedoch nicht dazu ^^

mein Wegweiser zur Lesung

Ehrlich erstaunt war ich über den verdächtig hohen Männeranteil im Publikum. Wer öfter Lesungen besucht weiß, dass Männer bei solchen eher rar gesäht sind, aber bei der Lesung zu diesem Buch war der Männeranteil so hoch, das habe ich noch nicht erlebt. 

der "Tatort" noch unbesetzt

die Dekoration fand ich sehr schön gemacht

die unverputzte Decke fand ich auch sehr beeindruckend

es gab auch einen Büchertisch 
(hier sind Bücher mehrer Autoren "aufgetischt", 
die im Rahmen der Crime Time in der KPM lesen)
 
Mit einer leichten Verspätung ging es dann los. Moderiert wurde die Lesung von Thomas Kastura und er entlockte der Autorin so einige Details aus ihrem Leben. So erfuhren wird, dass Mechthild Lanfermann seit knapp 15 Jahren in Berlin lebt, zweifachen Nachwuchs hat und ihr Angetrauter grundsätzlich verpflichtet ist, bei ihren Lesungen anwesend zu sein. Auch erfuhren wir, dass Mechthild einige Gemeinsamkeiten mit ihrer Protagonistin Emma Vonderwehr hat. Beide sind Radioreporter und in Emmas neuem Abenteuer macht diese für einen Kollegen die Urlaubsvertretung und ist vorübergehend als Polizeireporterin tätig und stößt dabei auf Ungereimtheiten, denen sie unbedingt nachgehen muss.

Thomas Kastura und Mechthild Lanfermann im Gespräch

Die Story den Buches wird auf zwei Ebenen erzählt, etwa die Hälfte spielt im Obdachlosenmilieu und die andere Hälfte in der Oberschicht, also Welten, die aufeinander prallen und wo es Opfer gibt.

Dann begann der lesende Teil, in dem die Autorin uns mit ihrer Figur Emma bekannt gemacht hat, welche urlaubsvertretungsbedingt über eine Gerichtsverhandlung berichtet und dort eine junge Obdachlose kennenlernt, die irgendwie mit dem geständigen Angeklagten in Verbindung zu stehen scheint. Emma ist fasziniert und beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen, denn irgendwas ist an dieser jungen Frau, das ihre Instinkte weckt. Ferner begegneten wir in diesem Abschnitt auch Edgar Blume, mit dem Emma bereits mehrfach zu tun hatte und auch diesmal geht diese Begegung nicht ganz harmlos auseinander.

Mechthild Lanfermann lesend

Doch auch mit der anderen Seite der Gesellschaft machte uns die Autorin in diesem ersten Leseabschnitt bekannt, doch an dieser Stelle möchte ich nicht mehr verraten ^^

Während einer kurzen Pause habe ich natürlich gleich die Gunst der Stunde genutzt und Kleeblatts Exemplar des Buches veredeln lassen.

Mechthild Lanfermann signierend

Im zweiten Lesungsteil entführte uns die Autorin in die Welt der Obdachlosigkeit bei Jugendlichen in Berlin - erschreckend, wenn ich ehrlich bin, denn in den vorgetragenen Textpassagen wurde nichts beschönigt, es wurde die harte und kalte Realität obdachloser Jugendlicher aufgezeigt. Um diesen Szenen realistisch darstellen zu können, hat Mechthild Lanfermann lange recherchiert und sich mit der Thematik der Obdachlosigkeit in Berlin und Deutschland befasst und auch mit ehemaligen Obdachlosen gesprochen.

Anschließend hatten wir noch die Möglichkeit, uns mit den anwesenden Autoren auszutauschen, eine Möglichkeit, die sehr gerne in Anspruch genommen wurde.

Bei diesem Band handelt es sich übrigens um den 3. Band der Emma Vonderwehr / Edgar Blume-Reihe. Der 4. Band "Berliner Blut" erscheint übrigens in einem guten Monat ^^

An dieser Stelle möchte ich noch mal Danke sagen, Danke an Mechthild Lanfermann und Thomas Kastura für diesen spannenden und mit unter sehr lehrreichen Abend. Jetzt hoffe ich, dass ich bald mit meinem aktuellen Büchern auf Stand bin, sodass auch ich mich dieser Buchreihe endlich widmen kann.

Abschließend noch einige Bilder der KPM

 
falls ihr euch gefragt habt, was "KPM" bedeutet 
(wir Berliner nutzen eigentlich nur die Abkürzung)


 
Nebengebäude der KPM, in dem die Lesung stattfand



 
Hauptgebäude der KPM




Heute Mittag stellt euch Kleeblatt noch ihre Rezension des Buches vor - wir freuen uns, wenn ihr dann nochmal vorbeischaut.

Kerry

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