Freitag, 3. April 2015

[Rezension] Tanja Höfliger - Cináed: Aus dem Feuer geboren (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 319
ISBN: 978-3-944-78803-6
Erscheinungstermin:
23. Oktober 2014
Preis:
14,95 EUR
Format:
Hardcover
Verlag: Fabulus Verlag


Klappentext gem. Fabulus: 
Daniel Frayne kann es nicht fassen. Statt eines Surfboards schenken ihm seine Eltern zum 16. Geburtstag nur einen Stift mit roter Mine. Doch bald merkt er, dass dieser Stift eine geheimnisvolle Macht über ihn ausübt. Und als wäre das nicht verwirrend genug, wird Daniel auch noch in einer Nacht-und-Nebel-Aktion auf die Akademie des mysteriösen Sir Edmund auf Castle Conwy im Norden von Wales geschickt, um eine Elite-Ausbildung anzutreten. Als dort die alljährlichen Wettkämpfe anstehen, ruft der magische Stift viele Neider auf den Plan. Kilian, sein Widersacher, plant etwas gegen Daniel, und der junge Held muss zahlreiche Abenteuer bestehen. Zum Glück ist da Levi, Daniels Freund, und dessen Schwester Lou, die jedoch ein Geheimnis trägt. Daniel wird bewusst, dass er ein „Auserwählter“ ist, denn nur er kann den Stift, den er „Cináed“ nennt, tragen. Wie geht er mit der Verantwortung um?


Rezension:
Der 15-jährige Daniel Destin Frayne führt das Leben eines ganz normalen Teenagers in Swansea, Wales. Er treibt in seiner Freizeit gerne Sport, hier vor allem das Surfen und ist geschlagen mit drei älteren Schwestern, zu denen er allerdings ein sehr gutes Verhältnis hat. In wenigen Tagen wird Daniel 16 und auf das bevorstehende Ereignis freut er sich schon sehr, da seine Eltern ihm ein ganz besonderes Geschenk angekündigt haben. Die Enttäuschung allerdings ist groß, als sich jenes Geschenk als ganz gewöhnlicher Stift mit roter Mine entpuppt. Was soll er denn davon halten?

Damit jedoch  nicht genug. Knall auf Fall und ohne wirklich gefragt zu werden, wird Daniel auch noch auf ein Internat verfrachtet und dabei hat er sich nichts zu Schulden kommen lassen. Sir Edmund, ein Freund seiner Eltern, ist der Leiter der Conwy-Akademie nahe London und hier soll Daniel nunmehr seine Schulausbildung beenden. An sich wirkt das Internat sehr exklusiv, doch etwas merkwürdig ist es schon, denn neben der normalen Schulbildung werden die Schüler noch in speziellen Gruppen ausgebildet: den Kämpfern, den Helfern, den Findern, den Mützenträgern und den Erben. Was genau es damit auf sich hat, ist Daniel noch nicht ganz klar, zumal bei der Zuordnung ein kleines Problem auftritt: Erst hat er bei seiner Ankunft als einziger keinen sogenannten Paten, der ein Schüler des Internats ist, der bereits länger vor Ort ist und den Neulingen den Einstieg erleichtert und dann kann er keinen Ausbildungszweig zugeordnet werden. Durch eine List gelingt es ihm, Levi, einen Schüler und Mützenträger, den er gleich bei seiner Ankunft kennengelernt hat und der ihn freundlich aufgenommen hat, als seinen Paten zu gewinnen und in den Zweig der Erben aufgenommen zu werden, doch wirklich schlau wird er aus dem ganzen System nicht.

Es dauert jedoch nicht lange, bis er herausbekommt, dass sich alles um zwei Stifte dreht, einen roten und einen grünen, denen große Macht innewohnt und die zu finden Aufgabe der Schüler ist - bisher versagten Generationen. Schnell ist ihm jedoch auch klar, dass es sich bei dem roten Stift um eben jenen handelt, den er von seinen Eltern zum Geburtstag bekommen hat. Dieser Stift ist nicht bloß ein normaler Stift, denn er kann Verbindung mit Daniel aufnehmen und hilft ihm in so manch misslicher Lage. Schnell entsteht eine Art "Freundschaft" zwischen Daniel und dem Stift, dem er den Namen "Cináed" gibt. Daniel selbst ist also ein "Auserwählter" und "Stiftträger", doch er ist nicht der erste seiner Familie. Im Internat findet er heraus, dass sein Onkel ebenfalls einer war und auf Grund eines Unfalls  mit Cináed vor Jahren ums Leben kam, als er in seinem Alter war. Noch ist ihm nicht ganz klar, warum Sir Edmund dem Stift habhaft werden will, doch er weiß, dass er in Gefahr schwebt, wenn er als Stiftträger identifiziert wird. Es ist nicht leicht, dieses Geheimnis zu wahren, nur Levi und Daniels Familie wissen davon, doch bevor er sich offenbart, muss er erst herausfinden, welches Geheimnis sich hinter den Stift verbirgt.


Der 1. Band der Cináed-Trilogie! Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich mit einem Hauch Mystik erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, wie sich Protagonist Daniel mit immer neuen, für ihn unbekannten Situationen auseinandersetzen muss und wie er es, dank seiner Verbindung zu Cináed schafft, diese zu meistern, für einen 16-jährigen, der plötzlich entwurzelt wird, sicherlich keine einfachen Situationen. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Besonders sticht hier natürlich Protagonist Daniel ins Auge. Ich fand es faszinierend zu erleben, wie dieser auf den ersten Blick gewöhnliche, sportverrückte Teenager, über sich hinauswächst und seinen überaus wachen Verstand, natürlich auch mit Hilfe von Cináed und Levi, zu nutzen vermag und so immer wieder in verzwickten Situationen besteht. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Abschließend kann ich sagen, dass dieses Buch einen faszinierenden Auftakt einer vielversprechenden Trilogie darstellt, die ich  mit Spannung verfolgen werde.

Bewertung

Von Tanja Höfliger bereits gelesen und rezensiert:



Die Autorin:
Die Literatur hat Tanja Höfliger, Jahrgang 1970, schon sehr lange in ihren Bann gezogen. Als Jugendliche las sie z. B. begeistert Michael Ende – und traute sich, inspiriert davon, erste Geschichten zu schreiben. Um 2009 begann sie mit der Arbeit an ihrer Fantasy-Trilogie „Cináed“ – und ihr war schnell klar, dass sie bei der Veröffentlichung frei von Reglementierungen sein wollte. So gründete Höfliger 2013 den Fabulus Verlag - als erster Titel erschien dort Teil I. von „Cináed“, „Cináed – aus dem Feuer geboren“.
Als Autorin wie als Verlegerin ist ihr der Zugang zu den Lesern besonders wichtig und sie bietet spannende und mitreißende Bücher für Jugendliche und Erwachsene an. Ihre Geschichten entwickeln sich vor allem beim Gehen, einer Leidenschaft von Höfliger. Sie braucht die Bewegung, dann fließen die Gedanken, und sie schreibt am liebsten in Cafés, im Trubel. Tanja Höfliger lebt in Fellbach und liebt neben der Literatur und dem Gehen auch die Fotografie, das Reisen und natürlich „ihren“ Romanhelden Daniel Frayne: 16 Jahre alt und ein „Auserwählter“. (übernommen von Fabulus)


Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.



Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag


http://fabulus-verlag.de/de/

bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.


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