Samstag, 7. März 2015

[Rezension] Shane Hegarty - Darkmouth: Der Legendenjäger (Band 1)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 368
ISBN: 978-3-789-13725-9
Erscheinungstermin:
20. Februar 2015  
Format: Hardcover
Verlag:
Oetinger


Klappentext gem. Oetinger:
Minotauren, Monster, Höllenhunde: Willkommen in Darkmouth!

Es gibt 1000 Gründe, nach Darkmouth zu kommen. Und eine Million, es lieber zu lassen. Das Leben des zwölfjährigen Finn ist alles andere als langweilig. Denn er ist der Sohn des letzten amtierenden „Legendenjägers“ von Darkmouth. Dabei will er mit den Monstern eigentlich gar nichts zu tun haben! Doch als der finstere Riese Gantrua plant, geheime Portale zur „Verseuchten Seite“ zu öffnen und die gruseligsten und gefährlichsten Legenden auf Darkmouth loszulassen, hat Finn keine Wahl. Gemeinsam mit seinem Vater und der vorwitzigen Emmie stellt er sich dem großen Kampf.


Rezension:
In Darkmouth, Irland, ist man entweder geboren oder falsch abgebogen. Wenn ersteres der Fall ist, zieht man nach Möglichkeit so schnell wie möglich weg von diesem Ort, bei letzterem korrigiert man seinen Weg und begibt sich wieder auf den richtigen Weg, denn Darkmouth, ein Ort, der auf keiner Karte (wenn überhaupt), richtig eingetragen ist, ist ein besonderer Ort. Zwar ist das Städtchen recht hübsch anzuschauen, doch birgt es auch gefahren, denn Darkmouth ist der einzige Ort auf der Erde, an dem es noch Legenden gibt. Legenden sind Wesen, welche in Mythen und Fabeln vorkommen, zum Beispiel Minotauren, Hogboons und ähnliches.

Der 12-jährige Finn gehört zu denjenigen, die in Darkmouth geboren wurde, doch ihm steht nicht die Wahl zu, diesen Ort zu verlassen, denn er ist der einzige Sohn des Legendenjägers Hugo und dieser Familie obliegt es, die Bürger von Darkmouth vor den Legenden zu schützen. Darkmouth ist der einzige Ort auf der Welt, in dem sich noch Tore zur "Verseuchten Seite" öffnen, dem Ort, an den die Legenden verdammt wurden. Durch diese Tore jedoch gelangen sie in die Menschenwelt, genauer gesagt nach Darkmouth. Finn mag der letzte seiner Familie sein, doch er ist nicht unbedingt das, was man einen geborenen Legendenjäger nennt. Zu seinem 13. Geburtstag soll er vollenden, sprich, als vollwertiger Jäger anerkannt werden, doch bis dahin muss er mindestens drei erfolgreiche Jagden auf Legenden hinter sich bringen und bisher hat er in dieser Beziehung nur Fehlschläge vorzuweisen. Noch dazu ist er sich gar nicht sicher, ob er das wirklich will, denn eigentlich möchte er viel lieber Tierarzt werden, doch gegen diese Tradition wird er nicht ankommen, dass weiß er. Zwar kennt sich Finn in der Theorie der Legendenjagd sehr gut aus, doch mit der Praxis hapert es immer wieder.

Auf Grund der besonderen Stellung der Jägerfamilie in der Gemeinschaft war Finn schon immer ein Außenseiter. Er hat keine Freunde und von daher ist der tägliche Schulbesuch eher ein Spießrutenlauf. Doch das ändert sich, als erstmalig eine neue Schülerin in seiner Klasse ist. Sein ganzes Leben lang kam es noch nicht vor, dass ein neuer Schüler auftauchte, denn es zieht nie, NIEMALS jemand nach Darkmouth, eher ziehen die Leute von dort weg. Doch Emmie ist die Neue und wie es scheint, lässt sie sich von dem ganzen Gerede um Finn nicht abschrecken, denn, so ungewohnt es für Finn auch ist, sie sucht seine Nähe. Was er davon halten soll, weiß er nicht wirklich, denn da er noch nie Freunde hatte, kann er mit dieser Situation nicht wirklich umgehend, zumal Emmie ja auch noch ein Mädchen ist. Was Finn zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnt, ein Hogboon namens Broonie ist auf dem Weg nach Darkmouth und mit dessen Ankunft soll sich alles verändern, was jemals war ...


1. Band der Darkmouth-Reihe! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir die Idee der eigentlich idyllischen Kleinstadt Darkmouth gefallen, die ab und an von Legenden heimgesucht wird und eine örtliche Jägerfamilie hat, die seit 42 Generationen gegen diese Legenden kämpft, wobei die Bewohner von Darkmouth nicht immer auf Seiten der Jäger stehen. Leider empfand ich es etwas zu offensichtlich, wer sich mit den Legenden verbündet hat, um deren Plan zu erfüllen, aber das war auch das einzige kleine Manko. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Besonders gut hat mir die Figur des Finn gefallen, der bereits sein ganzes Leben lang mit seinem ihm vorherbestimmten Schicksal hadert und dennoch im Laufe dieser Geschichte reift und merkt, was wirklich in ihm steckt. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und spannend zu lesen, sodass ich das Buch am Stück gelesen habe. Ab Ende gab es einen tollen Cliffhanger, sodass ich definitiv gespannt bin, wie es mit Finn und den Legenden weitergeht.

Bewertung

Von Shane Hegarty bereits gelesen und rezensiert: (Das Laufband ist erst sichtbar, wenn der Adblocker für diese Seite ausgestellt wird)


Der Autor:
Shane Hegarty wurde 1974 in Irland geboren. Er ist Vater von vier Kindern, arbeitete schon fürs Radio und Fernsehen und war nach eigener Aussage für kurze Zeit »der schlechteste Stand-up-Komiker der irischen Comedyszene«. Zuletzt war er als Journalist bei der Irish Times tätig, konzentriert sich nun aber voll aufs Schreiben. »Darkmouth – Der Legendenjäger« ist sein Debütroman. (übernommen von Oetinger)

Zur Homepage des Buches kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich gerne beim Verlag



bedanken, der mir das Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Keine Kommentare: