Dienstag, 24. März 2015

[Rezension] Reinhard M. Czar - Karnische Hochzeit



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 208
ISBN: 978-3-222-13495-1
Erscheinungstermin:
25. Februar 2015
Preis: 1
4,99 EUR
Format:
Taschenbuch
Verlag: Styria Krimi


Klappentext gem. Styria: 
Nervöse Bräute, eine übereifrige Mutter, Regen, ein gebrochenes Bein und – Mord!
Eine spontane Doppelhochzeit ist für die Kriminalbeamten Claudio Camilieri und Giuseppe Forza der Anlass, um von Cividale nach Arta Terme zu reisen. In dem beschaulichen friulanischen Kurort wollen sie Lydia und Eleonora das Jawort geben. Die beiden ahnen noch nichts von den dramatischen Ereignissen, die vor ihnen liegen, als des Nachts in der Therme eine Leiche gefunden wird. Als Erste am Tatort, beginnen die beiden Bräutigame mit den Ermittlungen, die sie zu den römischen Ausgrabungen in Aquileia und nach Grado führen. Doch der rasch verhaftete Täter entpuppt sich als Strohmann. Und zurück in Arta Terme wartet statt Hochzeitsromantik das pure Grauen.


Rezension:
Die Arta Terme in Friaul ist bekannt in Italien. Bereits zu Zeiten des römischen Reiches war dies ein beliebter Kurort und ist es noch heute. Dieses Idyll soll der Ort sein, an dem Commissario Claudio Camilieri seine Lydia Brenner heiratet. Doch Camilieri ist nicht allein zu seiner Hochzeit angereist. Sein Kollege Giuseppe Forza ist vor Ort, allerdings um im Zuge von Camilieris Hochzeit seine Freundin Eleonora zu heiraten - sprich: Eine Doppelhochzeit steht an.

Alles könnte so schön sein, na gut, die Bräute sind etwas nervös, aber es sieht alles so aus, als würde die Doppelhochzeit nach Plan verlaufen, zumindest so lange, bis in der Arta Terme eine Leiche gefunden wird. Friaul an sich verfügt über keine eigene Polizei, aber da gerade zwei Kriminalbeamte (wenn auch wegen ihrer Hochzeiten) vor Ort sind, werden diese kurzfristig über den Leichenfund informiert. Schnell stellt sich heraus, der Tote in der Terme wurde ermordet und der Spürsinn von Camilieri erwacht. Obwohl die Hochzeiten kurz bevorstehen, machen sich die beiden Kriminalbeamten an die Ermittlungen.

Noch ist unklar, um wen es sich bei dem Opfer handelt und auch Spuren sind nur rar gesät, doch Camilieri ahnt sofort, dass hinter dem Mord mehr steckt, als es den Anschein hat und sein Verdacht soll sich bestätigen, als der Nachtwächter der Terme, der die Leiche gefunden hat, nur wenige Stunden später ebenfalls ermordet wird. Camilieri ist förmlich vom Jagdfieber gepackt und er beschließt, trotz der immer näher rückenden Hochzeit, weiter zu ermitteln, denn ihm ist klar, dass nur er und Forza in der Lage sind, dieses Rätsel zu lösen. Um das Chaos perfekt zu machen, erscheint auch noch die angesäuerte Mutter von Forza in Friaul, die als Bräutigammutter nicht damit einverstanden ist, nicht in die Hochzeitsplanung mit eingebunden zu sein. Das dies erst der Beginn der sich kurzfristig überschlagenden Ereignisse ahnt zu diesem Zeitpunkt noch keiner der Beteiligten ...


Doppelhochzeit in Gefahr! Der Plot des Buches wurde realistisch und mit überraschenden Wendungen erarbeitet. Bis zum Schluss war nicht ganz klar, ob die Doppelhochzeit nun stattfinden würde oder nicht. Etwas gestört haben mich diese kleinen Nebensätze, die immer wieder mehr von der Geschichte verraten haben, als der Leser zu diesem Zeitpunkt wissen konnte. Dadurch ging leider etwas Spannung verloren, denn als Leser wusste ich dadurch, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln würde. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Mein Herz habe ich besonders an Guiseppe Forza verloren, denn dieser Mann scheint auf den ersten Blick nicht der schlaueste zu sein, überraschte mich jedoch immer wieder durch sein Handeln. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir dieses Buch angenehme Lesestunden bereitet hat.

Bewertung
  
Der Autor: 
REINHARD M. CZAR, Mag., wurde 1964 in Graz geboren. Nach dem Studium der Germanistik und der klassischen Philologie wandte er sich der Medienbranche zu und arbeitet bis heute als Journalist und Autor. Neben satirischen Romanen und Krimis („Die Teufelsbrücke“, 2013) verfasst er Sachbücher mit Schwerpunkt Steiermark. Bei Styria erschienen: „Dunkle Geschichten aus der Alten Steiermark“ (2014) und der Krimi „Karnische Hochzeit“ (2015). (übernommen von Styria)

 Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Verlagsgruppe



bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte


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