Dienstag, 3. März 2015

[Rezension] Elisabeth Florin - Commissario Pavarotti küsst im Schlaf (Band 2)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 432
ISBN: 978-3-954-51439-7
Erscheinungstermin: 7
. Oktober 2014
Preis:
11,90 EUR (D), 12,30 EUR (A)
Format:
Taschenbuch
Verlag: emons

Lust auf eine Leseprobe?


Klappentext gem. emons:
Ein drückend heißer Sommer in Meran. Der Chefingenieur eines italienischen Kreuzfahrtschiffs wird in einer psychiatrischen Klinik ermordet. Bevor Commissario Pavarotti und die Deutsche Lissie den Täter jagen können, müssen sie dem Opfer auf die Spur kommen, denn der Mann lebte unter falschem Namen. Ein Verwirrspiel um Identitäten beginnt – bis sie schließlich den Keim des Bösen in der gemeinsamen Vergangenheit Italiens und Deutschlands entdecken . . .


Rezension:
Etwa drei Monate sind vergangen, seit Commissario Luciano Pavarotti und die Deutsche Lissie von Spiegel einander kennenlernten und eine Mordserie aufklären konnten. Seitdem hat sich viel getan. Lissie ging zurück nach Frankfurt, um zu versuchen, aus dem Scherbenhaufen, der in Deutschland nun ihr Leben darstellte, wieder etwas Sinnvolles zu machen und vor allem, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Luciano ist weiterhin Commissario in Meran und hat mittlerweile den jungen Justus aufgenommen, doch das Leben mit einem Teenager hat auch so seine Tücken, wie der Commissario ein ums andere Mal feststellen muss. Sorge macht ihm jedoch auch, dass er seit Lissies Rückkehr nach Deutschland nicht mehr von ihr gehört hat. Ist sie überhaupt in Frankfurt angekommen oder ist ihr etwas zugestoßen?

Obwohl Meran eigentlich ein recht beschaulicher Ort ist, der hauptsächlich von den Touristen lebt, kehrt für Pavarotti dort einfach keine Ruhe in seinem Leben ein, denn schon wieder hat es einen Mord gegeben. In einer Privatklinik für psychische Störungen wurde der Patient Michael Cabruni in der Nacht im Garten erstochen. Der Leiter der Klinik, Anselm Matern, kann sich diesen Mord überhaupt nicht erklären, denn keiner seiner Patienten ist wegen Gewalttätigkeiten in Behandlung und überhaupt ist Michael Cabruni erst kürzlich in die Klinik gekommen. Bei ersten Ermittlungen stellt sich heraus, dass Michael Cabruni keinerlei Familie und Freunde/Bekannte vor Ort hatte - wer hatte also ein Motiv, ihn umzubringen? Da sich kurz darauf jedoch herausstellt, dass Michael Cabruni nicht Michael Cabruni war, ist wieder alles offen. Wer war der Tote? Pavarotti kann sich nicht wirklich einen Reim darauf machen, doch sein Bauchgefühl sagt ihm, dass irgendwas Merkwürdiges in der Klinik vorgeht, nur was? Oder ist es eher seine Befangenheit gegen über psychisch Kranken, die ihm dieses Bauchgefühl verschafft?

Pavarotti findet heraus, dass der Tote als Michael Cabruni als Chefingenieur auf einem Kreuzfahrtschiff gearbeitet hat, bevor es auf diesem zu einer Katastrophe kam. Er weiß, wenn er herausbekommen will, wer Michael Cabruni wirklich war, muss er dort ansetzen, doch das ihm das selbst nicht möglich ist, ist ihm schnell klar. Doch er kennt genau die Person, die dieser Aufgabe gewachsen ist: Lissie von Spiegel. Mit einem Trick lockt er sie nach Meran zurück und tatsächlich erklärt sie sich bereit, ihm bei den Ermittlungen zu helfen. Doch Lissie ist nicht nur der Ermittlungen wegen nach Meran zurückgekehrt. Neben dem Mordmotiv will sie auch endlich klären, was sie und Luciano für einander sind. Sind sie Bekannte, Freunde, Liebende am Beginn einer  Beziehung? Fest steht nur, sie mögen und respektieren einander, doch ist das alles? Noch ehe Lissie bzw. Luciano eine Antwort auf diese Fragen bekommen, überschlagen sich die Ereignisse ...


Der 2. Band der Commissario-Pavarotti-Reihe! Der Plot wurde wieder detailliert und spannend erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass lange Zeit nicht wirklich klar ist, wer das Mordopfer jetzt wirklich ist und ohne dessen wahre Identität ist es natürlich fast unmöglich, ein Mordmotiv zu ermitteln. Die Figuren wurden sehr authentisch und facettenreich erarbeitet, wobei ich hier mein Herz definitiv an den Commissario verloren habe, der auf mich manches Mal, trotz seines scharfen Verstandes, wie ein unsicherer Mann wirkte, gerade was das Zwischenmenschliche betrifft. Ich finde es einfach erfrischend, dass Pavarotti, der ja nun schon äußerlich nicht unbedingt einem Idealbild entspricht, diese wunderbare Unvollkommenheit auch in seinem Inneren aufweist. Den Schreibstil empfand ich als angenehm und bildhaft zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch sogar besser gefallen hat als der erste Band und mir wundervolle Lesestunden bereitet hat. Dank dem bösen (und genialen) Cliffhanger am Ende, bin ich nun mehr als gespannt, wie es mit dem Commissario weiter geht und ich hoffe, der Nachfolgeband erscheint bald.

Bewertung


Von Elisabeth Florin bereits gelesen und rezensiert:


Die Autorin: 
Elisabeth Florin wuchs in Süddeutschland auf und verbrachte als Jugendliche viel Zeit in Meran. Ihre journalistische Laufbahn begann sie im nahen Bozen bei der Radiotelevisione Italiana (RAI). Meran hat sie seither nicht mehr losgelassen. Elisabeth Florin arbeitet seit zwanzig Jahren als Autorin, Finanzjournalistin und Kommunikationsexpertin für Banken und Fondsgesellschaften in Frankfurt. Sie lebt mit ihrer Familie im Taunus. (übernommen von emons)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei


und dem Verlag
 


http://www.emons-verlag.de/start

bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt haben.

Keine Kommentare: