Montag, 2. Februar 2015

[Rezension] Ricardo Donnert - An Wonne erquicken



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 55
Erscheinungstermin: 2015  
Format: Broschiert
Verlag:
Selbstverlag
Preis: 9,50 EUR
Zu beziehen: hier

Rezension:
Bei "An Wonne erquicken" handelt es sich um einen kleinen Gedichtband, der 2015 im Selbstverlag erschienen ist. Bei diesem Gedichtband handelt es sich um eine Sammlung unterschiedlichster Gedichte. Diese reichen von wenigen Zeilen über mehrere Absätze, einige reimen sich, andere wiederum nicht.

Angesprochen werden sowohl Gefühlslagen, wie auch verschiedene Situationen, auch über verschiedene Zeiträume. Besonders gefallen hat mir, dass sich auch Texte in dem Werk wiederfinden, wo sich im Laufe des Gedichtes herausstellt, dass diese nicht in jüngster Vergangenheit spielen, sondern eine deutlich ältere Zeitepoche widerspiegeln.
Alles in allem kann ich sagen, dass ich zwar kein großer Freund von Gedichten bin (war ich in der Schule schon nicht), mir jedoch die Lektüre dieses Gedichtbandes sehr gefallen hat, da ich schnell feststellte, dass der Beginn der Texte, nicht unbedingt auf das jeweilige Ende schließen lässt und das ist etwas, das ich mag: Das Unerwartete.

Mit freundliche Genehmigung des Autoren habe ich hier noch zwei Gedichte für euch:


Natürlicher Einklang
Bienen schwirren aus ihr Werk zu tun
Über die wilde Hecke schießt der Sperber
Im Stadtpark hat ein Sturm gewütet
Roter Regen fällt vom Ahorn auf ein Grab
Moos gedeiht üppig an der Friedhofsmauer
Droben ein Ballon und Stare
Wenn man die Augen zuklappt erkennt man
Geradewegs jenen Wert der Stille
Mitten im Dschungel der Metropole



Wenn ich tagsüber mit Dir
Im Bett sitze, Lindenblütentee schlürfe
Und mich an dich drücke,
Bin ich aus dem Irrgarten hinausgerannt.
Nicht stark brauchst du sein,
Wie Löwen in freier Savanne.
Wenn du viel mit mir sprichst,
Mich anfässt wenn es gewittert.

Wenn nachts mein zierliches Gesicht auf deinem Herz ruht,
Wärme uns umschliesst,
Dann klopft wieder diese Sehnsucht an.
Wir wiegen das Baby, stolz,
Als wäre die Vergangenheit kinderleicht gewesen.
Du mit deinem Trieb. Ich mit meiner Lust.

Unsere Liebe funkelt.
Verschmolzen zu einem unbezahlbaren Rubin.
Schaust du ihn an, macht er glücklich.
Nimmst du Anteil an seiner Aura,
Fließt Honig über deine zweifelnden Äste.

Bewertung

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich gerne bei


Ricardo Donnert

bedanken, dier mir diesen Gedichtband zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

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