Mittwoch, 4. Februar 2015

[Rezension] Patrizia Sabrina Prudenzi - Verdammt zur Ewigkeit: Ich komme wieder III (Band 3)


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 746 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 278 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B00HAR3KJ4


Klappentext gem. Amazon:

Eines Tages öffnen sich die Tore der Hölle für dich. Du wirst heimgesucht und kannst nichts dagegen tun...

Für Olaf ist das Gedankenlesen von Kindheit an stets ein leichtes Spiel. Eine Fähigkeit, die er immer für sich behalten hat. Aber plötzlich ist es kein Spiel mehr: Beängstigende Spuk-Phänomene quälen ihn und verwandeln sein Leben in eine Hölle. Als er sich auf die Suche nach den Ursachen macht, offenbart sich ein düsteres Geheimnis, das für jeden Menschen eine tödliche Gefahr darstellt. Wer darauf stößt, kann sich nur wünschen, endgültig sterben zu können.
Kann das alles tatsächlich nur die Folge eines jahrhundertealten Fluches sein?


Rezension:
Olaf Rieger musste in letzter Zeit einiges durchstehen. In seinem Haus spukt es, sein Vater Bruno verstarb und irgendwie ist sein ganzes Leben gerade recht chaotisch, doch es scheint einen Silberstreifen am Horizont zu geben, denn eine Sache, eine Sache scheint sich zum Guten zu wenden: Er hat wieder mehr Kontakt zu seiner Ex-Freundin Lisa, mit der er auch die letzte Nacht verbracht hat. Sie hatte gute Gründe, sich seinerzeit von ihm zu trennen, doch diese Schwächen Olafs scheinen nunmehr überwunden und auch Lisa, die lange Jahre die Frau an Olafs Seite war, steht ihm in dieser schweren Zeit bei und die Gefühle waren bei Beiden niemals wirklich verschwunden. Mit diesem Hoffnungsschimmer macht sich Olaf auf dem Weg nach Kaliningrad, denn er will wissen, warum sein Vater sterben musste, denn Kaliningrad war auch dessen Ziel gewesen, kurz bevor er starb. Außerdem will Olaf den Informanten im "Hotel Bernstein" ausfindig machen, der seine Bekannte Berta gewarnt hat.

Schnell macht Olaf in dem Hotel Bekanntschaft mit dem freundlichen Pagen Pawel, der der deutschen Sprache mächtig ist. Pawel verspricht ihm, Olaf bei der Suche nach Antworten auf seine Fragen zur Familie von Klorken zu helfen, denn das auf dieser Familie ein Fluch lastet, ist Olaf klar, nur weiß er nicht, was er mit der ganzen Sache zu tun hat. Es dauert nicht lange, da kann Olaf Pawel ebenfalls als Informanten entlarven, denn Pawel hat ganz eigene Gründe, Olaf bei seinen Recherchen zu unterstützen, denn seine Frau verschwand vor nicht allzu langer Zeit in Kaliningrad - und sie wusste einiges über die von Klorkens.  

Bei seinen Recherchen trifft Olaf auf den pensionierten Lehrer für Geschichte und Philosophie Johann Hydenreich, der ihm, sozusagen als Freizeitbeschäftigung, ebenfalls seine Hilfe anbietet. Tatsächlich haben sie Erfolg und finden einige interessante Artikel in alten Zeitungen, doch als Olaf am nächsten Tag diese kopieren will, sind sie verschwunden und auch Johann Hydenreich kann er nicht mehr ausfindig machen. Was wird dort gespielt? Immer wenn er Hinweise findet, die endlich zur Lösung des Rätsels führen könnten, was er und seine Gabe mit der Familie von Klorken verbindet, verschwinden diese Beweise und die Personen, die ihm geholfen haben, diese zu finden, ebenfalls. Doch dann kann Olaf eine neue Spur aufnehmen, um endlich hinter das Geheimnis zu kommen und diese Spur führt ihn nach Lettland. Wird er dort endlich Antworten auf seine vielen Fragen finden?


3. Band der Verdammt-zur-Ewigkeit-Reihe! Der Plot wurde abwechslungsreich und spannend erarbeitet. Ich konnte förmlich die Frustration des Protagonisten miterleben, denn immer, wenn dieser einer Antwort nahe war, wurde ihm diese auf grausame Art und Weise entzogen und dabei gingen die Hintermänner über Leichen. Dieser Band umfasst den Zeitraum vom 6. August 2004 - 19. August 2004. Die Figuren wurden wieder sehr realistisch erarbeitet und ganz ehrlich, ich bin sowohl vom Protagonisten, wie auch von sämtlichen Nebenfiguren begeistert. Bisher hat mich noch nicht eine Figur enttäuscht bzw. bei mir einen Unwillen gegen die Figur hervorgebracht, auch nicht die "Bösen". Den Schreibstil empfand ich als sehr dynamisch, ja es war sogar so schlimm, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte und es am Stück lesen musste, was für mich im Endeffekt eine sehr kurze Nacht bedeutet, aber: für solch ein Buch opfere ich gerne ein paar Stunden Schlaf. Nun bin ich  natürlich gespannt, wie es weiter geht.

Bewertung
Von Patrizia Sabrina Prudenzi bereits gelesen und rezensiert:


Die Autorin: 
Patrzia Sabrina Prudenzi: Ich entstamme aus einer deutsch-italienischen Ehe und wurde im Jahr 1963 in Mannheim geboren. Kindheit und frühe Jugend verbrachte ich in Italien. Nach dem Abitur habe ich in Perugia Politische Wissenschaften, später in Mannheim Wirtschaftsinformatik studiert. Heute arbeite ich als IT-Spezialistin und habe in diesem Bereich bereits einige Sachbücher publiziert. Ich habe mich schon immer als »Winterkind« bezeichnet, da mein Geburtstag im Dezember liegt. Schon als kleines Mädchen liebte ich den Herbst als den Vorboten des Winters, vor allem wenn der Nebel über den Feldern und in den Wäldern schwebt. Dann saß ich am Kaminfeuer und lauschte den zugegebenermaßen für ein Kind etwas zu gruseligen Erzählungen meiner italienischen Oma, die sich als Dorfhexe einen Namen gemacht hatte. Viele Stunden verbrachte ich in dem Mumien-Museum in der Krypta der Dorfkirche des kleinen Ortes in den italienischen Apenninen. Dort starrte ich die mumifizierten, ausgestellten Gerippe an, und stellte mir diese Menschen zu ihren Lebzeiten vor. Ihre leeren Augenhöhlen erzählten mir von ihrem Leben und von ihrer Traurigkeit, nun tot zu sein. Ich wollte nie die Knochen anfassen, weil ich Angst hatte, dass diese in mir Gefühle auslösen könnten, die mich überwältigen würden. Manchmal durfte ich dort die Touristen-Führungen machen, vor allem wenn die Erwachsene im Sommer zur Mittagszeit ein kleines Schläfchen machten. Ich merkte bald, dass ich eine Menge Erwachsene zum Gruseln bringen konnte, wenn ich, mit meiner Barbie-Puppe in der Hand, die Geschichten der Todesfälle blutig und düster ausschmückte. Schreiben war für mich in der Schule immer ein Vergnügen. Ich verschlang ein Buch nach dem anderen. Früh bildete sich mein Interesse für das Übernatürliche und das Okkulte, auch wenn ich finde, dass die Welt ein schöner Platz zum Leben ist. Ich glaube, dass meine Fähigkeit, mich in den Erfahrungen von anderen, auch fiktiven Personen, einzufühlen, sich in den dunklen Gewölben des Mumien-Museums entwickelt hat. Aus diesem erschreckenden und faszinierenden Reich der Fantasie schöpfe ich heute noch meine Erzählungen. Man kann mir ruhig glauben, wenn ich über Geister, Dämonen oder schreckliche Morde schreibe, stets das Gleiche wie meine Figuren empfinde. Wenn sie Herzklopfen oder Atemnot haben, habe ich es auch. So entstehen die extrem realistischen (manche sagen sinnlichen) Beschreibungen in meinen Texten. Ob das eine Begabung oder ein Verhängnis ist, sollst Du Leser selbst entscheiden.  (übernommen von Amazon)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 

Patrizia Sabrina Prudenzi 

bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.


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