Dienstag, 24. Februar 2015

[Rezension] Martin Krist - Gier (Band 2)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 670
ASIN: B00BZ0OU7S
Erscheinungstermin:
12. Juli 2013
Format: E-Book
Verlag:
Ullstein
 

Klappentext gem. Ullstein:
Endlich Urlaub. Kommissar Paul Kalkbrenner hatte die Auszeit an der Ostsee bitter nötig und freut sich, als auch noch seine Tochter Jessy ihren Besuch ankündigt. Doch da erreicht ihn ein Notruf seiner Kollegen im Kommissariat Berlin-Mitte. An einer Hauptschule im Berliner Problembezirk Neukölln wurde der Lehrer Matthias Brodbeck ermordet. Wenige Tage vor den Senatswahlen bestimmt eine Schlagzeile Politik und Medien: Gewalt an Schulen eskaliert! Die beiden Schüler Lukaz und Asim, die des Lehrermords verdächtigt werden, sind untergetaucht. Die Ermittlungen führen ins Nichts, und Kalkbrenner muss den Fall übernehmen. Er findet bald heraus: Sowohl Brodbeck als auch seine Frau Judith hatten Kontakt zu einer stadtbekannten Rotlichtgröße, in deren Machenschaften auch ranghohe Politiker verstrickt sind.

Rezension:
Nur wenige Wochen sind vergangen, seit Kriminalhauptkommissar Paul Kalkbrenner unter dramatischen Umständen den Mordserie rund um die Obdachlosen im Berliner Untergrund aufklären konnte. Auf Grund dieser Umstände wurden ihm acht Wochen Urlaub verordnet, die er an der Ostsee verbringen will. Bereits fünf Wochen ist er vor Ort und er merkt, wie er langsam wieder zur "Normalität" zurückkehrt und endlich abschließen kann. Doch ein Anruf seines Vorgesetzten beendet nach fünf Wochen diesen Urlaub abrupt.

Matthias Brodbeck, Lehrer an der Berthold-Hauptschule in Berlin-Neukölln, wurde in seinem eigenen Klassenzimmer erschossen. Eine Zeugin sah den 15-jährigen Lukaz Vurikovici und den 17-jährigen Asim Kapkin vom Tatort fliehen. Beide waren Schüler Brodbecks und hatten einige Dispute mit ihm, doch reicht dieser Zwist als Mordmotiv aus? Paul Kalkbrenner wird zusammen mit seinem neuen Kollegen Kriminalhauptkommissar Sebastian Berger auf den Fall angesetzt. Gerade im Hinblick auf die in wenigen Tagen stattfindenden Senatswahlen werden diese Ermittlungen mit Argusaugen beobachtet.

Schnell steht für Kalkbrenner fest, dass die beiden Jungen, die vom Tatort flohen, nicht die Täter sind, denn noch eine weitere Person war vor Ort. Doch wo sind die Jungen abgeblieben? Trotz intensiver Recherche gelingt es Kalkbrenner nicht, ihrer habhaft zu werden, es scheint, als wären sie vom Erdboden verschwunden. Derweil macht Kalkbrenner eine schockierende Entdeckung: Die Ehefrau des Opfers ist niemand anderes als seine Jugendliebe Judith. Zwar hat sich Kalkbrenners Verhältnis zu seiner Tochter deutlich verbessert und auch eine Annäherung an seine Frau findet wieder statt, doch die Nähe zu Judith lässt alte Gefühle aufwallen, von denen Paul nicht einmal ahnte, dass diese noch in ihm stecken. Auch bei den Ermittlungen kommt er nicht wirklich weiter. Wer hatte einen Grund, einen einfachen Hauptschullehrer zu töten? Was wusste der Mann? War er in irgendwelche kriminellen Machenschaften verwickelt? Dieser Verdacht liegt nahe, denn aus dem Mord an dem Lehrer wird alsbald eine Mordserie im Rotlichtmilieu und Kalbrenner und Berger haben bald mehr Mordopfer und ungeklärte Motive, als ihnen lieb ist. Was steckt hinter all diesen Morden, was ist der gemeinsame Nenner? Erst wenn Paul diesen findet, kommt er dem Täter auf der Spur, doch dieser scheint von mächtigen Freunden geschützt zu werden ...


Der 2. Band der Paul-Kalkbrenner-Reihe! Der Plot wurde wieder spannend und realistisch erarbeitet. Besonders gut hat mir in diesem Buch die Darstellung der Verbindung zwischen Politik und organisiertem Verbrechen gefallen, wobei ich mich hier ernsthaft frage: wie viel davon ist wirklich nur erdacht? Die Figuren wurden wieder authentisch erarbeitet, wobei ich allerdings gestehen muss, dass Protagonist Paul Kalkbrenner noch immer nicht voll und ganz meine Sympathie genießt. Ich bin gespannt, ob sich das im Laufe der nächsten Bände ändern wird. Als absolut sympathisch empfinde ich allerdings die Figur der Jessy Kalkbrenner erarbeitet, mit der jungen Frau kann ich mich sofort identifizieren, denn sie ist ein echtes Berliner Mädel. Den Schreibstil empfand ich als fesselnd erarbeitet, sodass ich das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt hätte, denn ich musste einfach wissen, wie es sich auflöst. Nun bin ich aber gespannt, was der Autor mit Paul Kalkbrenner noch so für mich bereithält.

Bewertung

Von Martin Krist bereits gelesen und rezensiert:


Der Autor:
Martin Krist ist das Pseudonym des erfolgreichen Autors Marcel Feige. Geboren 1971, arbeitete er als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften und lebt seit 1998 als Schriftsteller in Berlin. (übernommen von Ullstein)







 


Zur Homepage von Marcel Feige kommt ihr hier.


Zur Homepage von Martin Krist kommt ihr hier.




Wie ich zu dem Buch kam:
Da ich die Bücher von Martin Krist sehr gerne lese, war natürlich auch dieses Buch eine absolute Pflichtlektüre.

Keine Kommentare: