Samstag, 7. Februar 2015

[Rezension] Emmy Layboune - Monument 14: Die Rettung (Band 3)



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 384
ISBN: 978-3-453-53471-1
Erscheinungstermin:
8. Dezember 2014
Preis:
8,99 EUR (D), 9,30 EUR (A), 13,50 CHF
Format:
Taschenbuch
Verlag: Heyne


Klappentext gem. Heyne:
Nachdem ein Tsunami die Ostküste der USA verwüstet hat, finden sich Dean und sein kleiner Bruder Alex in einer Welt wieder, in der nichts mehr ist, wie es einmal war. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen gelingt es ihnen, sich in ein Flüchtlingslager in Kanada zu retten. Doch Zeit zum Atemholen bleibt ihnen nicht: Noch immer ist Josies Schicksal ungewiss, die sich mit ihnen aus dem Herzen des Sturms retten konnte und dann spurlos verschwand. Und auch Astrid, Deans Freundin, schwebt in Gefahr: Da sie während des Chemieunfalls, der sich kurz nach der Naturkatastrophe ereignete, schwanger war, zeigt die Regierung nun ein beunruhigendes Interesse an ihr. Astrid fürchtet um ihr Kind und flieht aus dem Flüchtlingslager, begleitet von Dean. Doch sie ahnen nicht, was sie draußen erwartet ...


Rezension:
Die Kinder und Jugendlichen, die den Tsunami im Greenway Supermarkt in Monument überlebt haben, haben es geschafft - sie sind in Sicherheit. Tatsächlich ist es der Gruppe um Niko gelungen, Hilfe für ihre Freunde im Greenway zu organisieren, doch es gab auch Verluste. Brayden wurde ermordet, seine Freunde konnten nichts tun, um ihn zu retten und auch Josie ist verschollen, vermutlich tot, denn sie, eine "Nullerin" hatte intensiven Kontakt mit der Giftgaswolke. Die Chancen, dass sie in ihrem Mordrausch überlebt hat, sind gering. Doch ein Großteil der Kids hat überlebt und ist in Sicherheit, einige haben sogar ihre Familien wieder gefunden. Die Brüder Alex und Dean sind wieder zusammen, doch sie haben ihre Eltern noch nicht gefunden, von daher beschließt Alex, einen Brief an eine Zeitung zu schreiben und ihre Geschichte zu erzählen - damit steigen die Chancen, dass auch die Übrigen ihre Familien, sofern diese noch leben, wiederfinden können.

In einer Zeitung, ein mittlerweile heiß begehrtes Medium, gerade im Flüchtlingscamp, sehen die Freunde ein Bild aus einem "Nuller-Internierungslager" in Missouri und auf dem Bild ist klar und deutlich Josie zu erkennen - sie lebt! Niko, der sein Herz an Josie verloren hat, will sofort aufbrechen, um sie dort rauszuholen. Nur mit viel Mühe und Überredungskunst gelingt es Dean, Niko davon zu überzeugen, sich zumindest erst einmal einen Plan zurecht zu legen. Dean hat derweil noch andere Sorgen. Astrid, mit der er inzwischen fest zusammen ist, hat Probleme mit ihrer Schwangerschaft, traut sich aber nicht zum medizinischen Personal, da das Gerücht umgeht, dass an schwangeren Frauen, die dem Giftgas ausgesetzt waren, Experimente durchgeführt werden. Jake, der Vater von Astrids Baby, ist auch keine große Hilfe, denn er nutzt jede Gelegenheit, um sich mit Pillen oder Alkohol zu betäuben. So ist es an Dean, sich um Astrid zu kümmern. Als es ihr eines Tages richtig schlecht geht, gehen sie doch auf die Krankenstation, unter falschem Namen, um nicht gelistet zu werden - doch sie fliegen auf. Mit Müh und Not können sie von dort verschwinden, doch eines ist ihnen klar: Sie müssen weg aus dem Lager, weg, um Astrid und das Baby zu schützen. Sie beschließen, sich Niko anzuschließen, zumindest bei der Flucht aus dem Lager und auch Jake geht mit, immerhin ist er der Vater von Astrids Baby. Tatsächlich gelingt ihnen mit Mr. McKinleys Hilfe in letzter Minute die Flucht, denn in der Tat war das Personal des Lagers bereits auf der Suche nach Astrid.

Derweil versucht Josie in diesem Internierungslager nur irgendwie zu überleben. Da dort nur "Nuller" sind, kann die Situation jederzeit eskalieren und sie muss auch Mario schützen, den alten Mann, der ihr in ihrer schlimmsten Zeit geholfen hat und ihr ein Freund war und der als einziger im Lager kein "Nuller" ist, sondern Blutgruppe AB hat und sich dennoch entschlossen hat, bei Josie zu bleiben und auf sie aufzupassen. Mario hat in dem Lager gleich noch die Patenschaften für einige Waisen übernommen, für die er die Verantwortung trägt. Neben Josie gehören nun auch Lori, Freddy, Heather und Aidan zu Mario. Wer hier allerdings auf wenn aufpasst, ist öfter nicht ganz klar, denn Josie ist versucht, auf Mario aufzupassen, bemüht sich aber, die Übrigen nicht an sich heran zu lassen - zu viele Freunde hat sie während und nach dem Tsunami verloren. Weitere Verluste würde sie nur schwerlich verkraften. Doch Gefahr lauert in diesem Lager nicht nur von den anderen Insassen, auch die Wachen sind nicht zu unterschätzen. Es dauert nicht lange, dann spitzt sich die Situation unaufhörlich zu und eskaliert ...


Der 3. Band der Monument-14-Reihe! Das Buch beginnt unmittelbar nach dem Ende des 2. Bandes am einunddreißigsten Tag nach dem Tsunami und umfasst den Zeitraum bis zum sechsunddreißigsten Tag. Dieser Band beschreibt dem Leser die Geschichte aus der Sicht von Dean und aus der Sicht von Josie. Besonders gut hat mir in diesem Band gefallen, dass im Plot fiel Wert auf die emotionale Sichtweise der jeweiligen Protagonisten gelegt wurde, sodass man als Leser immer genau nachverfolgen konnte, welches Emotionen Dean/Josie gerade durchlebten. Die Figuren wurden wieder facettenreich erarbeitet. Im Besonderen sticht hier wieder die Figur des Dean heraus. Noch immer bin ich begeistert von der Wandlung, die dieser einstige Nerd in dieser Krisensituation durchgemacht hat, eine Wandlung zum Positiven auf jeden Fall. Bei der Figur des Jake hingegen kann man sehr gut nachvollziehen, wie sich Menschen wandeln können, wenn sie mit diesen extremen Veränderungen nicht so gut klar kommen und zu zerbrechen drohen, egal, wie stark sie vorher im "normalen Leben" waren.  Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen fesselnd zu lesen und auch auf Grund der Unvorhersehbarkeit des Plots hatte ich ernsthaft Mühe, dass Buch auch nur kurzfristig zwischendurch aus der Hand zu legen. Solche Bücher / Buchreihen würde ich sehr gerne öfter lesen.

Bewertung

Von Emmy Laybourne bereits gelesen und rezensiert:


Die Autorin:
Emmy Laybourne arbeitete als Schauspielerin, ehe sie zum Schreiben kann. Über den großen Erfolg von MONUMENT 14, ihrem Debütroman, ist sie noch immer selbst erstaunt. Mit ihrem Mann, zwei Kindern und der australischen Echse Goldie lebt sie im Bundesstaat New York. (übernommen von Randomhouse)

Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Verlag

http://www.randomhouse.de/heyne/

bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

1 Kommentar:

Nazurka hat gesagt…

Hui, die Reihe hat's dir wohl echt angetan. Ich hab damals gedacht, dass ich es wohl lieber lassen sollte, da die Rezensionen dazu wirklich durchwachsen waren. Aber mittlerweile glaube ich, dass ich doch mal einen Versuch wagen sollte, vor allem nach deinen guten Wertungen zu den Büchern.

Liebe Grüße!
Nazurka