Freitag, 16. Januar 2015

[Rezension] Die Oberlausitz - Ausflugsziele zwischen Neiße und Pulsnitz



Leseprobe



Eckdaten:
Broschiert: 256 Seiten
Verlag: Theiss, Konrad (1. März 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 380622367X
ISBN-13: 978-3806223675
Größe und/oder Gewicht: 14,4 x 1,5 x 21,4 cm

Inhalt gem. Theiss:
Es gibt viel zu entdecken in der sächsischen Oberlausitz. Erkunden Sie selbst bronzezeitliche Burganlagen, erleben Sie früh- und hochmittelalterliche Befestigungen, die von bitteren Auseinandersetzungen künden, oder besuchen Sie eines der hochkarätigen Museen in dieser Gegend.

Zum Buch:
Mich als Berlinerin interessiert natürlich, was es auch vor unserer Haustür zu sehen gibt. Die Oberlausitz grenzt mit ihrer Zugehörigkeit zu Sachsen an Brandenburg an und ist von Berlin aus gut zu erreichen.
Von daher interessiert mich diese Gegend natürlich ebenso wie Brandenburg und Berlin selbst. 

Anhand des hier vorgestellten Buches ist es möglich, sich auf die Umgebung vorzubereiten und einzustellen.

Das Buch ist in zwei große Abschnitte unterteilt:
1. Landschaft, Archäologie, Geschichte und Kultur
2. Kulturdenkmäler und Museen

Mittels des 1. Abschnittes bekommt man alle Informationen zur Landschafts- und Erdgeschichte vermittelt, die die Oberlausitz durchlaufen hat.
Man erhält einen sehr genauen Einblick über Geologie und Naturraum sowie eine Übersicht über 230 Jahre archäologische Forschung in der Region.
Ebenso erhält der Leser Einblicke in die verschiedenen Zeitepochen, die u.a. geprägt waren durch die Slawenzeit und der römischen Kaiserzeit.
Obwohl die Oberlausitz bis in das polnische Gebiet reicht, wird hier nur der deutsche Teil behandelt, die polnische Region wird ausgegliedert.

Es folgt eine Abhandlung der geschichtlichen Ereignisse, beginnend mit dem Paläolithikum und dem Mesolithikum, die erkennen lässt, dass erste Spuren menschlicher Aufenthalte im Jungpaläolithikum um 40000 - 12000 v. Chr. anzusiedeln sind.
Eine Zeittafel spiegelt die chronologische Besiedelung des Gebietes dar, beginnend im Mittelpaläolithikum, 250000 v. Chr., bis zur Neuzeit, bis heute. 

Erstaunlich fand ich die Aussage, dass die Oberlausitz in der frühmittelalterlichen Besiedlung mit 60 Burgen punkten konnte.

Im 2. Abschnitt, Kulturdenkmäler und Museen, werden diese vorgestellt.
Vieles ist heute nur noch aus der Luft kartographisch erfassbar und nachweisbar. Die Darstellung erfolgt mittels Luftaufnahmen oder Zeichnungen, die es dem Leser ermöglichen, das Wissen auch optisch wahrzunehmen. Fundstücke von Ausgrabungen sind im Buch ebenso zu finden wie Fotos von Ausgrabungsstätten.

Fotos von Wallanlagen findet man hier ebenso wie die von Schanzen, Gräberfelder, Klöster und Burgen, aber auch von Steinkreuzen oder Städten.

Sehr detailliert findet man hier Informationen zu verschiedenen Städten wie beispielsweise Bautzen, Görlitz, Oybin oder Zittau. Natürlich fehlen ebensowenig die Informationen zu verschiedenen Burgwällen, Kirchen, Burgen oder kirchlichen Einrichtungen.

Zu jedem Ort gibt es Hinweise zur Anfahrt, die Benennung der Sehenswürdigkeiten, Öffnungszeiten sowie weitere Informationen zur Besichtigung.

Dieses Buch ist nicht nur ein genialer "Reiseführer" für den deutschen Teil der Oberlausitz, sondern auch ein Geschichtsbuch für interessierte Besucher.

Da ich mich gern und sehr akribisch vorbereite, wenn ich in Gegenden unterwegs bin, die ich noch nicht kenne, suche ich mir immer passende Literatur heraus. Diese Reihe vom Theiss-Verlag ist genau das, was ich brauche, Informationen über Land und Leute, Geschichte und Sehenswertes. Für mich eine Reihe, die ich gern weiterempfehle.

Bewertung:



Zu den Autoren: Keine Informationen vorhanden


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag




bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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