Mittwoch, 7. Januar 2015

[Rezension] Alice Golding - Gesucht: Traummann mit Ente



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 246 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (6. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1500825646
ISBN-13: 978-1500825645
Größe und/oder Gewicht: 13,3 x 1,6 x 20,3 cm

Inhalt gem. Amazon:
Ein turbulenter Chicklit-Roman mit Herz!
Freuen Sie sich auf ... eine temporeiche Geschichte um Rezeptionistin Valerie, die ihrem Traummann Erik gleich zu Beginn ihres Kennenlernens eine gepfefferte Lüge auftischt ... auf kritische Mitglieder einer Schreibgruppe ... verrückte Hotelgäste ... und eine Mutter, die man nicht geschenkt haben will! Endlich einen Mann an ihrer Seite – das ist alles, was Valerie sich wünscht. Humorvoll soll er sein, treu und … eine Ente fahren. Als ihr mit Erik genau so ein Traumtyp begegnet, könnte alles perfekt sein. Wäre da nicht diese klitzekleine Lüge, die ihr über die Lippen kommt, um sich ein bisschen interessanter zu machen. Denn eine erfolgreiche Schriftstellerin ist sie wahrhaftig nicht, genau genommen umfasst ihr geplanter Roman erst zwei Zeilen. Als Eriks Freund, ein bekannter Verleger, gerne eine Leseprobe von Valeries Schaffen sehen würde, ist guter Rat teuer. Wie schreibt man auf die Schnelle eine spannende Geschichte, wenn man schon beim Verfassen einer Glückwunschkarte Schweißausbrüche bekommt? Doch Valerie wäre nicht Valerie, wenn sie da nicht einen genialen Einfall hätte …

Zum Buch:
Einen Roman schreiben? Kein Problem. Das geht schnell und man wird verdientermaßen reich. So die Vorstellung der Rezeptionistin Valerie, die ihren Beruf zwar liebt, aber auch gern einen Roman schreiben würde. Dass sie damit ihren Sommerurlaub finanzieren kann, steht überhaupt nicht als Frage im Raum. Die ersten zwei Sätze sind auch recht schnell getippt, aber wie nun weiter?
Da begegnet ihr der gutaussehende Erik, der ihre Nachbarin besuchen möchte, und als sie so ins Gespräch kamen, plaudert sie aus, dass sie Autorin wäre. Erik bietet ihr sofort an, dass er ihr bei der Veröffentlichung helfen könnte, denn er würde einen Verleger kennen. Nun ist guter Rat teuer, denn Valerie sieht sich gezwungen, nun auf die Schnelle den Roman schreiben zu müssen...

Alice Golding, das Pseudonym von Ivonne Keller, kannte ich bisher nur von ihrem Werk "Hirngespenster", was ja ein völlig anderes Genre ist. So war ich natürlich doppelt gespannt, wie sie sich in der "leichten" Literatur schlagen wird.
Ich muss sagen, ich bin begeistert.

Die Protagonistin Valerie macht es einem leicht, sie zu mögen. Chaotisch bis ins letzte, verliebt sie sich auf Anhieb in Erik, als sie ihn zum ersten Mal sieht.
Obwohl sie ihren Beruf als Rezeptionistin liebt, mag sie ihm nicht sagen, dass sie als selbige arbeitet, sondern flunkert ihm vor, dass sie Autorin wäre. Das wiederum zieht eine Kette von weiteren Notlügen nach sich und sie hat es nicht leicht, aus diesem Dilemma wieder herauszufinden.
Vor allem aber muss sie Maßnahmen ergreifen, um ihr anvisiertes Buch auch in die Tat umsetzen zu können. So meldet sie sich bei einer Autorengruppe an, die sich regelmäßig trifft. Aber was sie dann dort zu hören bekommt, kann sie nicht glauben. Dreieinhalb Jahre an einem Buch schreiben oder sogar acht? Kann ja wohl nicht sein, und was zum Geier ist ein Plot?
Da hilft alles nichts, sie muss ihrem Roman ein wenig auf die Füße helfen und ein klein wenig aus anderen Büchern abschreiben, das Rad wird ja schließlich auch nicht neu erfunden.

Eine ausgesprochen unterhaltsame Lektüre hat man in den Händen, wenn man sich auf dieses Buch der Autorin eingelassen hat.
Locker und spritzig lässt sie ihre Protagonistin von einem Fettnäpfchen ins nächste treten. Immer auf der Suche, ihre Notlügen zu stabilisieren und zu umschiffen, indem die nächste schon auf der Lauer liegt. 
Erik und ihre Nachbarin wollen ein selbstverfasstes Gedicht hören? Kein Problem, da wird mal eben telefoniert, ob jemand eins auf Lager hat.

Neben der Protagonistin Valerie glänzen auch die Nebenfiguren, wie Erik, ihre Nachbarin, selbst ihre bestimmende Mutter. Wer so eine Mutter hat, braucht wahrlich keine Feinde.
Natürlich bleibt das Chaos, das Valerie im Privatleben verbreitet, auch nicht vor ihrer Arbeit stehen, denn selbst dort wird so einiges durcheinandergerüttelt.

Aber sie hat Freunde, die zu ihr stehen und auf die sich letztendlich auch verlassen kann. Selbst wenn Valerie das Chaos in Person ist, hätte man sie gern als Freundin, denn sie ist herzlich, hilfsbereit und offen. Eine Frau, die man einfach ins Herz schließen muss.

Das Buch ist aus der Sicht von Valerie in der Ich-Perspektive geschrieben, so dass der Leser jederzeit alles zeitnah in sich aufnehmen kann.

Positiv herausstellen möchte ich noch das wirklich schöne Cover, das verspielt daherkommt. Selbst die kleine gelbe Ente findet auf dem Cover Platz. Ein absoluter Hingucker und ein Magnet, der das Auge des Betrachters anzieht, so dass man das Buch einfach in die Hand nehmen muss.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. 

Bewertung:


Zur Autorin:
(Text übernommen von Amazon)
Alice Golding wurde in den wilden Siebzigern in Hessen geboren. Ihr Vater fuhr statt einer gelben Ente einen roten Manta, dabei wehten ihr auf der Kunstlederrückbank ABBA-Klänge um die Ohren. Mit Eintritt in die Grundschule kam die Autorin mit dem Hochdeutschen in Berührung - was ihre Leidenschaft für Fremdsprachen erklären könnte. 
Bis heute hat sie etliche literarische Kurzgeschichten und Kurzkrimis sowie vier Romane veröffentlicht - mit "Gesucht: Traummann mit Ente" den ersten Chicklit-Roman.



Von Ivonne Keller / Alice Golding wurden gelesen und rezensiert:


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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