Mittwoch, 31. Dezember 2014

[Rezension] Ellen Berg - Zur Hölle mit Seniorentellern



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 4 (16. Mai 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746629802
ISBN-13: 978-3746629803
Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 2,7 x 20,7 cm

Inhalt gem. Aufbau:
Jetzt erst rächt!
Seniorenteller und Rentnerbingo, das ist doch öde. Elisabeth und ihre schrägen Freunde im Altersheim haben da ganz andere Pläne: raus aus dem Heim und rein ins Leben. Nur woher kriegen sie das nötige Kleingeld für ihre Fluchtaktion? Legal, illegal – total egal! Mit Witz, Charme und einer ordentlichen Portion krimineller Energie beginnt der irre Trip in die Freiheit.
Elisabeth ist siebzig und eigentlich noch ganz fit. Doch das Leben scheint gelaufen, als ihre Töchter sie gegen ihren Willen in ein Altersheim stecken. Endstation? Aber doch nicht mit Elisabeth! Bald schon schmiedet sie Fluchtpläne, zusammen mit einigen skurrilen Mitbewohnern. Einer von ihnen ist ein rasend attraktiver älterer Herr, der ihr Herz im Sturm erobert. Die eigenwilligen Senioren träumen vom goldenen Herbst im sonnigen Süden. Fragt sich nur, wie sie an genügend Geld für ihre Flucht kommen. Wild entschlossen hecken sie einen kriminellen Plan aus.

Zum Buch:
Nach einer trostlosen Feier zu ihrem 70. Geburtstag und der Ankündigung, dass man ihr einen Platz in einer Seniorenresidenz gesichert hat, verlässt Elisabeth die Feier und feiert mit Benno, einem Taxifahrer, woanders weiter.
Das Ergebnis des Abends - ein Oberschenkelhalsbruch, ein Aufwachen im Krankenhaus, die Aussicht auf ein Leben im Rollstuhl und die Sicherheit, nach dem Krankenhausaufenthalt direkt in die Seniorenresidenz übersiedeln zu müssen. Ihre 3 Töchter machen es möglich, räumen ihre Sachen aus, verscherbeln bei Ebay, was sich verkaufen lässt.
Elisabeth ist todunglücklich und kann nicht glauben, auf was für skurrile Typen sie dort im Altersheim trifft. Sie ist kurz davor, sich selbst aufzugeben, als man ihr anbietet, in den Einstein-Club einzutreten, deren erklärtes Ziel es ist, aus dem Altersheim auszubrechen ...

Elisabeth wird zu den Heiminsassen Lila Fouquet, einer ehemaligen Opernsängerin, die immer und überall eine Arie trällert, dem ehemaligen Lehrer Hans Martenstein, Ella Janowski, die unter einer Schlafkrankheit leidet und dem gutaussehenden Vincent von Wackerbarth, an einen Tisch gesetzt. Bei dem charmanten Vincent beginnen bei Elisabeth sofort an, die Schmetterlinge zu tanzen. 
Obwohl sie alle für völlig gaga und durchgeknallt hält, vor allem, als man ihr vom Einstein-Club erzählt, will sie bei diesem mitmachen. Dass Vincent der Grund ist, muss ja niemand wissen.
Sie wollen aus dem Heim türmen, eine Bank ausrauben und in den Süden gehen. 
Aber zuerst einmal muss Elisabeth wieder laufen lernen und das heimlich. 

Neben einer unangenehmen Heimleiterin gibt es aber noch Pete, ein Pfleger, der das Herz am rechten Fleck hat. Frau Fröhlich, die Leiterin bestimmt allzugern über ihre Insassen. Wer nicht spurt oder aus der Rolle fällt, kommt in die Regenbogenallee, der letzte Ort, in dem man in diesem Heim sein möchte.
Auf Elisabeth hat sie sich eingeschossen und so droht dieser die Umsiedlung in die Regenbogenallee. Ihr bleiben nur noch ein paar Tage, also muss die Aktion, aus dem Heim zu türmen und eine Bank zu überfallen, schnellstens über die Bühne gebracht werden.

Ellen Bergs Romane sind immer wieder zur Unterhaltung gut. In diesem Roman hat sie sich in die Sphäre eines Altersheimes herangetraut.
Auch wenn die Ereignisse alle unter dem Thema Humor verbucht werden, können die Geschehnisse im Heim schon betroffen machen. Sicher ist vieles überspitzt, aber ich kann mir schon gut vorstellen, dass es doch ein Stück Realität widerspiegelt und das kann einem schon Angst machen.

Verständlicherweise möchte Elisabeth aus diesem Heim weg. Sie, die seit 8 Jahren Witwe ist und seitdem endlich frei atmen kann, sehr aktiv ist  und wandern gegangen ist, kann nicht glauben, was ihr ihre Kinder damit antun wollten.

Die Ereignisse überschlagen sich, als sie sich endlich auf den Weg machen und das Heim verlassen wollen.
Das, was die Autorin Ellen Berg die Protagonisten erleben lässt, hat weder Hand noch Fuß, aber es ist herrlich schräg. Das sollte man sich klarmachen, wenn man das Buch lesen will. In der Wirklichkeit hätten diese Aktionen keinerlei Chance, aber es ist ein Buch.
Die Ereignisse überschlagen sich und sorgen beim Leser für ein absolutes Vergnügen. Ich habe grinsend gelesen und gehofft, dass aus dem immer wieder entstehenden Dilemma doch noch alles gut werden möge.

Die Protagonisten sind größtenteils sympathisch, wobei sich das bei dem ein oder anderen während der Lektüre ein wenig verschoben hat.
Die drei Töchter von Elisabeth habe ich regelrecht gehasst, wenn man bedenkt, wie sie mit ihrer Mutter umgegangen sind. Solche Kinder wünscht sich niemand. Ein Bestimmen über den Kopf hinweg, das geht gar nicht.

Das Buch strotzt nur so von Witz und Humor, den man wirklich nicht ernst nehmen darf. Auch über die vielen Überspitzungen sollte man hinwegsehen, um ein Lesevergnügen zu haben. 
Ich habe mich prächtig amüsiert mit dem Buch und bleibe der Autorin Ellen Berg auch weiterhin treu. Ein Buch, gemacht, um mal richtig abschalten zu können.     

Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen vom Aufbau-Verlag)
Ellen Berg, geboren 1969, studierte Germanistik und arbeitete als Reiseleiterin und in der Gastronomie. Heute schreibt sie und lebt mit ihrer Tochter auf einem kleinen Bauernhof im Allgäu. Ihr erster Roman "Du mich auch. Ein Rache-Roman" wird verfilmt.


Von Ellen Berg wurden gelesen und rezensiert:


Die Bibliographie von Ellen Berg und Rezensionen findet ihr auf unserer Autorenseite


Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich beim Verlag 


bedanken, der mir dieses Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 30. Dezember 2014

[Rezension] Sabine Bürger - Hexenkinder 02: Unter Piraten



Leseprobe



Eckdaten:
Broschiert: 391 Seiten
Verlag: bookshouse (18. November 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 996352561X
ISBN-13: 978-9963525614
Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 3,5 x 19 cm

Inhalt gem. bookshouse:
Mithilfe der Zauberamulette seiner Familie hat der 13-jährige Florian Falco den Sprung in die Vergangenheit geschafft. Und nicht nur das. Seine fünf besten Freunde begleiten ihn.
Während Florian Falco und seine heimliche Jugendliebe Anastasia im mittelalterlichen Warnemünde landen, fallen Hans Peter und Bernhard auf der Ostsee in die Gewalt dänischer Piraten.
Charlotte und Mohamed Janek begeben sich auf eine abenteuerliche Suche nach ihnen. Doch wer ist Freund und wer Feind, in einer von Grausamkeit und Aberglauben geprägten Zeit?
Konfrontiert mit den verbrecherischen Branntweinbrüdern, dem barbarischen Narbenpete, den mörderischen, von Habgier und Rücksichtslosigkeit geprägten Freibeutern, stützen sie sich auf ihre Freundschaft und Kämpfen gemeinsam um ihr Überleben.
Werden die sechs Freunde jemals in ihre eigene Zeit zurückfinden?

Zum Buch:
Florian Falco, kurz Eff Eff genannt, würde sonst was dafür tun, um hinter das Geheimnis von Samantha und den Zwillingen zu kommen. Irgendetwas lief da vor ein paar Jahren ab, aber weder Sam, die Zwillinge oder seine Mutter lassen etwas verlautbaren.
Eines Tages aber ist Samantha bereit, ihm von ihrer Reise und den Erlebnissen im Mittelalter zu erzählen. Natürlich kann er das nicht für sich behalten, sondern erzählt es seinen 5 Freunden, die dann natürlich beschließen, ebenfalls eine solche Reise anzutreten.
Gesagt, getan. Nachdem es ihnen gelungen ist, die 3 Zauberamulette zu finden, reisen sie während eines Gewitters huckepack ins Mittelalter und werden prompt getrennt. Gelandet im Mittelalter von Warnemünde, getrennt voneinander, versuchen sie, sich zu finden und hoffentlich wieder einen Weg nach Hause zu finden ...

Endlich ist sie da, die Fortsetzung der Hexenkinder, die mittels Zauberamulette ins Mittelalter reisen. Lange ist es her, dass ich den ersten Teil der Hexenkinder gelesen habe, aber ich war immer voller Hoffnung, dass es eine weitere Reise geben wird.
Seit Diana Gabaldons "Feuer und Stein" haben es mir die Zeitreiseromane angetan und so bin ich immer auf der Suche nach neuem Lesefutter.
Dieser 2. Teil der Hexenkinder bringt alles mit, was ein spannungsgeladener unterhaltsamer Roman mitbringen muss. Spannung, Spaß, Humor und Geschichte vereinen sich hier zu einem wahren Leseerlebnis.

Als Leser nimmt man Teil an den Erlebnissen der 6 Protagonisten, Florian Falco (Eff Eff), Charlotte, Anastasia, Mohamed (Motze), Bernhard (Klößchen) und Hans-Peter (Huscher).
Während 4 von ihnen an Land bzw. am Wasser landen, machen Klößchen und Huscher eine Wasserlandung und landen prompt auf einem dänischen Piratenschiff. Komplikationen und Verwicklungen sind vorprogrammiert.

Das Mittelalter ist eine Zeit, in der Aberglaube, Missgunst, Neid und Armut sehr ausgeprägt waren. In diese Epoche purzeln die 6 Abenteurer und müssen erst einmal lernen, sich anzupassen, so gut es geht.
Sie müssen einige Hindernisse überwinden, sie werden verschleppt, gekidnappt, eingesperrt und bedroht und doch geben sie die Hoffnung nicht auf, sich wieder zu finden und gemeinsam nach Hause zu reisen. Gar nicht so leicht, wenn man nicht mal ansatzweise eine Ahnung hat, wo die anderen verblieben sind.

Aber die 6 Zeitreisenden finden in diesem unwirtlichen Zeitalter auch Freunde, die ihnen helfen und die ihnen beistehen.

So ganz nebenbei gelingt es der Autorin auch, Wissen zu vermitteln. Ob es die Köhlerei ist oder die Glockengießerei, das Wissen um die Zustände der armen Bevölkerung oder gar der dänischen Piraten. Alles sehr gut recherchiert und glaubwürdig verpackt, macht es einfach nur Spaß, dieses Buch zu lesen.

Eff Eff, ein Berliner durch und durch, lässt die Autorin auch im Buch Berliner Dialekt sprechen. Für mich als Berlinerin nicht schwer zu lesen, aber ich glaube auch nicht, dass andere Leser mit der Mundsprache Probleme haben werden. Gerade Eff Eff gelang es auch, mich einige Mal zum Grinsen zu bringen. Seine lockeren Sprüche, die er so drauf hat, machten es möglich.

Ein wunderbarer Roman, den man nicht nur Jugendlichen empfehlen möchte. Ich habe mich sehr gut unterhalten. Der lockere und leichte Schreibstil der Autorin machten es einem leicht, das Buch in einem Rutsch durchzulesen.
Ich hoffe doch sehr auf eine Fortsetzung der Hexenkinder, die nicht so lange auf sich warten lässt.      


Bewertung:



Zur Autorin:
(Text übernommen von Bookshouse)
1946 an der Ostsee, im hanseatischen Rostock geboren, blieb mein Wunsch Gedichte und Geschichten aufzuschreiben, vorerst auf kindliche Versuche beschränkt.
Mein Schulabschluss an einer POS in Rostock, meine Ausbildung zur Laborantin am Justus von Liebig Institut und meine Heirat folgten.
Als Berufstätige und Mutter dreier Kinder war ich vollends ausgelastet. Mein großer Traum vom Schreiben rückte in den Hintergrund.
Erst viele Jahre später brachte mich meine Liebe zu den Büchern, die bis heute meine ständigen Begleiter sind, dazu, an meine Kinder – und Jugendjahre anzuknüpfen, Eigenes aufzuschreiben.
Seit 2010 schreibe ich für eine Agentur Krimis und Kurzgeschichten. Im Dezember ist mein Kinder – und Jugendbuch erschienen, dem hoffentlich viele folgen werden.
Ich freue mich riesig auf die Zusammenarbeit mit einem Verlag, der meinen Vorstellungen und Wünschen total entspricht.


Von Sabine Bürger wurden gelesen und rezensiert:



An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei


bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 29. Dezember 2014

[Rezension] Karen Swan - Ein Weihnachtskuss für Clementine



Leseprobe




Eckdaten:
Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (20. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442481929
ISBN-13: 978-3442481927
Originaltitel: Christmas at Claridge's
Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 3,7 x 18,8 cm

Inhalt gem. Goldmann:
Clementine Alderton ist die Sorte Frau, die jeder zur Freundin haben – oder lieber gleich selbst sein möchte: schön, reich und glücklich. Männerherzen fliegen ihr mühelos zu, und sie ist der Mittelpunkt jeder Londoner Party. Doch Clementine hütet ein dunkles Geheimnis. Gerade als ihre sorgsam aufgebaute Fassade zu bröckeln beginnt, erhält sie ein Jobangebot als Inneneinrichterin im verträumten Hafenstädtchen Portofino. Clementine sagt zu – die Reise nach Italien scheint wie die Lösung all ihrer Probleme. Wenn man davon absieht, dass sie in der Vergangenheit schon einmal dort war und sich eigentlich geschworen hatte, nie wieder zurückzukehren ...

Zum Buch:
Clementine, Clem genannt, ist eine Frau, die alles hat, was man sich wünschen kann. Keine Geldsorgen und einen Job bei ihrem Bruder, bei dem sie sich nicht totmachen muss. Sie ist oberflächlich, lässt an Männern niemanden länger als 3 Monate an sich heran und fliegt so von Blüte zu Blüte.
Über die Konsequenzen ihrer impulsiven Handlungen ist sie sich oftmals nicht bewusst. Als durch ihre Schuld ihr Bruder fast seine Firma verliert, verliert sie auch ihn. Er hält nicht länger die schützende Hand über sie.
Nur ein Auftrag kann die Firma retten, ein Auftrag, der sie nach Portofino führen wird. Lange sträubt sie sich dagegen, denn die Bedingung für den Auftrag ist, dass Clem die Leitung vor Ort in die Hände nimmt. Aber Clem hat sich vor Jahren geschworen, nie wieder nach Portofino zu gehen, denn dort hat sie eine Vergangenheit, die bis heute ihr Geheimnis geblieben ist...

Clem und ihre Freundin Stella sind Partygirls. Wo etwas los ist, sind sie vor Ort. Einen Mann für eine Nacht abschleppen, kein Problem. Eine längerfristige Beziehung mit einem Mann? Mit Clem gern, aber bitte nicht länger als 3 Monate gem. der 3-Monatsregel. Danach wird jeder Kandidat abgeschossen, gnadenlos.

Clem ist zu Beginn des Romans eine egoistische und für meinen Geschmack unsympathische junge Frau von 29 Jahren. Sie nimmt sich, was und wen sie will und guckt nicht nach Konsequenzen. Viele Dinge hat sie durch ihre Gleichgültigkeit und Unachtsamkeit in den Sand gesetzt, aber ihr Meisterstück hat sie sich geleistet, als ihr Bruder fast seine Firma durch sie verliert. Tom, der immer nachsichtig mit ihr war und auch versuchte, sie mit ihren Eltern zu versöhnen, vor allem mit ihrer Mutter, bricht danach alle Brücken zu ihr ab. 
Als sie nun den großen Auftrag bekommen, der sie nach Portofino führt, ist sie dort auf sich allein gestellt. Sie soll ein komplettes Haus und eine Jacht umbauen und zwar nach ihrem Geschmack, als wäre es ihr eigenes.
Gabriel, der Auftraggeber hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um genau sie zu bekommen. Geld spielt dabei keine Rolle.

Dort in Portofino lernt man endlich eine andere Clem kennen, eine, die sich gezwungen sieht, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten und die Zukunft neu zu gestalten. Nicht alles geht glatt und es müssen einige Hindernisse und Missverständnisse aus dem Weg geräumt werden.

Clem entwickelt sich zu einer warmherzigen und sympathischen Protagonistin.
Einige Dinge sind vorhersehbar, anderes überraschte mich zum Ende hin, mit dem absolut nicht zu rechnen war.

Anfänglich zog sich der Roman ein wenig, so dass ich aus diesem Grund ein Pfötchen abziehe, aber das änderte sich mit Clems Ankunft in Portofino.
Der Roman umfasst die Zeit eines Jahres und macht den Anschein, als wäre es ein Weihnachtsroman. Auch wenn das Cover und der Originaltitel das suggerieren, ist es mitnichten ein Weihnachtsroman. Er spielt größtenteils im Sommer in Italien und endet an Weihnachten.
Aber das tut dem Lesevergnügenn keinen Abbruch. So ist es ein Roman, den man nicht nur bevorzugt zur Weihnachtszeit lesen mag, sondern den man auch während der restlichen Jahreszeiten lesen kann.

Karen Swan versteht es, den Leser in ihre Welt hineinzuziehen und den Leser zu fesseln. Einfühlsame und zwischenmenschliche Momente machen den Reiz ihrer Bücher aus.
Mir machte es Spaß, Clem nach Portofino zu begleiten und ihr bei der Vergangenheitsbewältigung über die Schulter zu schauen.
Ein schöner Roman für jede Jahreszeit und eine Bestätigung für Fans von Karen Swan.

Bewertung:  




Zur Autorin:
(Text übernommen vom Goldmann-Verlag)
Karen Swan arbeitete lange als Modejournalistin für Zeitschriften wie Vogue, Tatler und YOU. Sie lebt heute mit ihrem Mann und ihren drei Kindern im englischen Sussex. Wenn die Kinder sie lassen, schreibt sie in ihrem Baumhaus Romane.


Von Karen Swan wurden gelesen und rezensiert:

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag

bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Den Goldmann-Verlag findet ihr auch auf Facebook 

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 28. Dezember 2014

[Neuzugänge] der 52. KW 2014

Die letzte Woche des Jahres 2014 ist zu Ende. Für dieses Jahr gibt es zum letzten Mal bei uns Neuzugänge zu verzeichnen.
Natürlich lohnt es sich beim Katzenpersonal wieder einmal, denn schließlich hatten wir ja Weihnachten und einen Geburtstag zu verzeichnen.
Und das sind sie nun, unsere letzten hinzugekommenden Schätze im Jahr 2014

Kerrys Neuzugänge:


Kleeblatts Neuzugang:
- Raven, Michelle - Tödliche Verfolgung 
- Raven, Michelle - TURT/LE 03: Geheime Mission 
- Raven, Michelle - Hunter 05: Späte Vergeltung 
- Brown, Rita Mae - Mrs. Murphy 20: Vier Mäuse und ein Todesfall 
- Keyes, Marian - Glücksfall 
- Balfour, Liz - Die dritte Schwester 
- Zinßmeister, Deana - Hexen 03: Der Hexenschwur 
- Alliott, Catherine - Beim zweiten Mann wird alles besser 
- Semple, Maria - Wo steckst du, Bernadette? 



Und, kennt ihr eines unserer neuen Bücher?

Wir wünschen euch einen guten Rutsch ins neue Jahr 2015 und freuen uns, wenn ihr uns auch im kommenden so zahlreich besuchen kommt.
 
Kleeblatt und Kerry

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Weihnachtsgruß

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Wir wünschen euch zu Weihnachten alles alles Gute, lasst euch reich beschenken. 
Hoffentlich sind ganz viel Bücher dabei.

Wir werden versuchen, ein wenig Zeit zum lesen zu finden.

Kleeblatt und Kerry

Dienstag, 23. Dezember 2014

[Rezension] Ingrid Pernkopf / Willi Haider - Vorratsbibel



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Pichler; Auflage: Hardcover mit Tiefprägung partiell UV-Lackierung Kastenrücken 2 verschiedenfarbige Lesebändchen (24. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 385431681X
ISBN-13: 978-3854316817
Größe und/oder Gewicht: 19,5 x 3,5 x 25,1 cm

Inhalt gem. Pichler:
Das Grundkochbuch der Vorratshaltung enthält alles Wissenswerte über das Haltbarmachen der gesunden Schätze der Natur. Von Wurzeln und Knollen bis zu Pilzen und Nüssen, von Äpfeln und Karotten bis zu Knoblauch und Rosmarin: Eine umsichtige Vorratshaltung gewinnt im Küchenalltag wieder zusehends an Bedeutung. Ingrid Pernkopfs großes Grundkochbuch bietet dafür einen wahren Schatz an Vorschlägen und Anleitungen. Alles zum Selbermachen zu Hause: Kompotte, Liköre, Sirupe, Säfte, Terrinen, Würste, Fonds, Aromatische Salze, Öle und Essige sowie Zuckermischungen, Einkochen, Einlegen, Gelieren, Räuchern, Dörren, Selchen

Zum Buch:
"Vorratsbibel", so der Name des Buches.
Zu DDR-Zeiten haben wir so gut wie alles eingeweckt und bevorratet, damit man was hatte, wenn man es brauchte. "Nie wieder" war meine Meinung nach der Wende, wo man getrost in den Laden gehen kann und alles kaufen für zum Teil kleines Geld.
Diese Meinung hat sich nicht nur aufgeweicht im Laufe der Zeit, sie wurde regelrecht umgeschmissen, nachdem ich diese "Bibel" das erste Mal in der Hand hatte. 
Die Vielfalt und Fülle der Sachen, die man einwecken, einlegen, einfrieren, dörren und was weiß ich noch kann, ist unglaublich und erschlägt einen förmlich.
Bewaffnet mit meinen Post-its, die ich immer zur Hand habe, wenn ich ein neues Back- / Kochbuch in der Hand habe, um die Rezepte zu markern, die mir gefallen, musste ich feststellen, dass das Buch nun voller Markierungen ist von Sachen, die mir auf Anhieb gefielen. 

Das Buch unterteilt sich in folgende Abschnitte:
- Das Einmaleins der Vorratsküche
- Marmeladen, Gelees & Aufstriche
- Pikante Marmeladen, Chutneys & Relishes
- Säfte, Sirupe & Hochprozentiges
- Kompotte, Muse & Röster
- Aromatische Öle & Essige
- Pikantes & Süß-Saures
- Senf, Würz-, Salatsoßen & Pasten
- Salze, Gewürz- und Zuckermischungen & in Honig eingelegtes
- Backen im Einmachglas, Brote & süße Festtagsgebäcke
- Herzhaftes zur Jause
- Trocknen & Dörren
- Tipps zum Tiefkühlen

Schon allein an den Überschriften der Abschnitte ist sehr gut erkennbar, dass es eine Vielzahl von Angeboten gibt.
Das Buch umfasst ein unglaubliche Menge von Rezepten, die schon beim Lesen das Gehirn rotieren lassen und mich mit Gedanken beschäftigte, was ich denn nun unbedingt nacharbeiten möchte.

Dieses Buch ist eine wahre Schatzgrube. Hier wurden Zutaten zusammengerührt, die ich so nie selbst zusammengetan hätte, die hier aber harmonisch miteinander leben. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, Apfelsenf herzustellen oder ein Mohnpesto, genausowenig wie ein Linsenchutney oder etwa einen Brennessel-Sirup, den es sogar in 2 Varianten gibt.
Abenteuerliche Zusammenstellungen, die aber doch neugierige machen und dann probiert man sie und muss feststellen, dass sie sogar super lecker sind.
Aber man findet natürlich nicht nur ungewöhnliche Rezepte, sondern zum Nachschlagen auch Althergebrachtes wie zum Beispiel Schüttelgurken oder süß-saurer Kürbis. Selbstverständlich ist auch ein Rumtopf mit dabei, denn wo kann man besser seine Früchte in Alkohol legen. Apfelmus, Chiliöl, Sauerkraut fehlen genausowenig wie eine Hausmarinade oder Gewürzmischungen.

Es findet sich wirklich für jeden Geschmack etwas und wer nichts findet, dem ist ehrlich gesagt, nicht zu helfen.

Die Rezepte sind unterteilt in Zutaten, Zubereitung und Tipps. Die Tipps beinhalten Ratschläge, wozu man es z.B. essen kann, wie es gelagert werden sollte und wie man es abändern kann.

Einige der Rezepte sind mit fantastischen Fotos bebildert, die noch mehr Appetit machen, als man ohnehin schon hat.

Zum Ende findet man wieder ein Österreichisch-Deutsches Küchenlatein, wo die österreichischen Begriffe, die in Deutschland nicht geläufig sind, übersetzt werden. Auch eine Zusammenstellung von Gewichten, Volumen und Abkürzungen fehlt nicht, denn ich persönlich habe schon so meine Probleme, zu entscheiden, was denn nun 12,5 dag sind.
Sehr schön ist auch der beigefügte Kulinarische Jahreszeitenkalender, der aufzeigt, wann welche Früchte oder Kräuter gerade Saison haben.

Die gesamte Ausgabe des Buches wirkt sehr edel. Der Außenumschlag ist leicht gepolstert, zum Abwischen geeignet und es besitzt sogar 2 Lesebändchen. Als kleine Zugabe liegt ein Blatt bei, auf dem sich einige Aufkleber befinden, die man auf seine Ergebnisse kleben kann.

Ein rundum gelungenes Buch, das aus meiner Küche nicht mehr verschwinden wird, denn ich habe noch vieles damit vor. 
Alles, was ich getestet habe, war einfach nachzuarbeiten und wirklich lecker.
Eine "Bibel", die ich sehr gern weiterempfehle.

Hier noch ein kleiner Blick auf mein zusammengerührtes, aber bedenkt bitte, ich bin kein Fotograf :-) 
Dieses Mal habe ich nicht so viel fotografiert, weil ich es schlicht vergessen habe und es schneller aufgegessen wurde, als gedacht.
Von wegen Vorratshaltung :-)

Einer meiner Favoriten: Schüttelgurken (Rezept Seite 237)
Vegetarisches Schmalz auf frisch gebackenem Brot mit Schüttelgurken
(Rezept Seite 335)











Bewertung:


Zu den Autoren:
(übernommen von Pichler-Verlag)
Ingrid Pernkopf, geboren in Gmunden am Traunsee, führt seit 1989 gemeinsam mit ihrem Mann Franz das elterliche Gasthaus „Grünberg am See“. Im Pichler Verlag erschienen von ihr u. a. die Kochbuch- Bestseller „Süßes zur Weihnachtszeit“, „Die Vorratskammer“, „Knödelküche“, „Das große Mehlspeisen-Kochbuch“, die „Strudelküche“ und „Die traditionelle österreichische Küche“.

Von Ingrid Pernkopf wurden gelesen und rezensiert:



Willi Haider, geboren 1955 in Graz, wurde 1982 als erster Koch der Steiermark von Gault Millau mit zwei Hauben ausgezeichnet, 1990 gründete er die Erste Steirische Kochschule in Kalsdorf bei Graz, die größte private Kochschule Österreichs. Willi Haider ist der Botschafter einer regionalen steirischen Küche und Verfasser zahlreicher Kochbücher. In der Verlagsgruppe Styria erschien von ihm „Die steirische Küche“ (gemeinsam mit Christoph ­Wagner).

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Montag, 22. Dezember 2014

[Rezension] Jeanette Biedermann / Katharina Wieker - Just Heroes 01: Die Beschützer der Quelle








Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Kerle in Herder; Auflage: 1 (16. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3451712482
ISBN-13: 978-3451712487
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 9 - 11 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 14,6 x 2,7 x 21,2 cm

Inhalt gem. Kerle-Verlag:
In Sonnenburg passieren merkwürdige Dinge: Im Wald soll ein Mutant gesichtet worden sein, und die Familien von Emma, Cosmo und Joe erhalten anonyme Drohbriefe. Hat das alles mit dem mysteriösen Vorfall vor 13 Jahren zu tun? Oder weiß etwa jemand, dass Emma, Cosmo und Joe ...
SUPERKRÄFTE haben? Sie machen sich auf die Suche und ahnen nicht, welches Risiko sie dabei eingehen. Ob sie das Rätsel um den Mutanten lösen können, ohne ihr eigenes Geheimnis zu verraten?

Zum Buch:
Emma, Cosmo und Joe sind Schüler und werden als Freaks bezeichnet. So die Meinung der meisten Mitschüler. Irgendetwas an ihnen ist seltsam. Sie werden gemieden, wie auch ihre gesamte Familie, denn ihre Familien sind die Hüter einer Quelle. Aber eigentlich gibt es nichts mehr zu hüten, denn seit 13 Jahren ist die Quelle nach einem Sabotageakt versiegt.
Dass die Hüter der Quelle das nicht verhindern konnten, nimmt man ihnen übel, denn die Touristen, die vormals die Quelle besuchten, blieben aus.
Jetzt gibt es im Ort nur noch einen Arbeitgeber, die Familie Baron. Nun will diese auch noch den Bereich der Quelle in ihre Fänge bekommen und dort ein Hotel hinbauen. 

Die drei Freunde sind anders als normale Kinder, sie müssen sich ihre Energie vom Hügelgrab, das in der Nähe der Quelle liegt, holen. Nur ihre Eltern wissen Bescheid, nicht einmal ihre engsten Freunde haben sie eingeweiht.
Plötzlich geht das Gerücht um, es würde ein Monster im Wald bei der Quelle sein Unwesen treiben. Das Gebiet um die Quelle wird weiträumig abgesperrt.
Die drei Freunde haben sich inzwischen überlegt, ob sie nicht versuchen könnten, die Quelle wieder in Gang zu setzen. Aber haben sie eine Chance? ...

Mit diesem Buch hält man ein fantastisches Werk für Kinder in der Hand. Die Altersgrenze wurde auf 9 - 11 Jahre festgelegt und ich denke, dass das passt.
Das Buch umfasst Abenteuer, Freundschaft, Geheimnisse, Fantasy, Mysteriöses und kriminelle Aspekte. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei. 

Die drei Freunde tun sich schwer, ihre Geheimnisse für sich zu behalten. Nicht einmal ihre Geschwister dürfen über ihre Veränderungen Bescheid wissen, was ihnen nicht immer leicht fällt. Auch würden sie gern ihre Schulfreunde einweihen, aber das Geheimnis muss zu ihrem eigenen Schutz gewährt werden.
Ihre Eltern haben einen Widersacher, die Familie Baron, die noch mehr Macht und Einfluss gewinnen will. Aber selbst für die Freunde gibt es jemanden, der ihnen nicht wohlgesonnen ist. Es handelt sich um Timon, dem Sohn der Barons. Er versucht die Liebe seiner Mutter zu gewinnen, indem er die drei, die ihm ebenfalls nicht ganz geheuer sind, auszukundschaften.
Glücklicherweise gibt es Freunde, auf die man zählen kann und die einem nicht übelnehmen, dass man vor ihnen Geheimnisse hat.

Eine fantasievolle Geschichte, die jedoch am Ende noch ein paar Fragen offen lässt. Ich hoffe stark, dass es in den Folgeteilen Informationen zu dem Hügelgrab geben wird, warum es so geheimnisvoll ist, was es ausstrahlt und warum gerade diese Freunde davon angezogen werden.

Spannend und geheimnisvoll bleibt es von Beginn an. Das Ende wartet noch mit einer Überraschung auf, mit der ich so nicht gerechnet hätte.
Die drei Freunde, die doch recht unterschiedlich sind, muss man einfach mögen. Sie sind loyal und hilfsbereit und mit einer Portion Wagemut ausgezeichnet. Sie wollen die Quelle wieder zum Leben erwecken und die Zeit dazu ist auch noch knapp.

Das Buch ist mit wunderschönen kindgerechten Illustrationen ausgestattet. Es macht schon Spaß, nur allein einmal durchzublättern.
Sehr gut gefällt mir die Idee, auf den Innenseiten des Pappumschlages eine Karte der örtlichen Gegebenheiten abzubilden. So konnte ich mir sehr gut vorstellen, in welchem Bereich die Protagonisten sich gerade aufhielten.
Auf dem vorderen Cover sind die drei Freunde und der Hund Trecker abgebildet. Schrift und Motive sind leicht in 3D ausgearbeitet und lackiert. Das sind Bücher, die ich gern anfasse und "streichle". 

Eine spannende Geschichte, die meiner Meinung nach die anvisierte Altersklasse anspricht. Das Ende suggeriert schon, dass es nicht nur mit der Geschichte getan ist, sondern dass Fortsetzungen folgen werden. Wollen wir mal hoffen, dass diese nicht so lange auf sich warten lassen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es sehr gern weiter.


Bewertung:


Zu den Autorinnen
:

Jeanette Biedermann: (übernommen vom Kerle-Verlag)
Die Autorin Jeanette Biedermann, geb. 1980, ist Schauspielerin, Sängerin und Songwriterin. Wenn sie nicht gerade beim Drehen, Proben oder mit ihrer Band »Ewig« auf Tour ist, schaut sie zum Entspannen gerne auch Superhelden-Filme. Sie wird von ihrer Mutter »Miss 1.000 Volt« genannt und sprudelt vor Ideen. Ein paar davon stecken in ihrem ersten Kinderbuch. 

Katharina Wieker: (Text übernommen vom Rowohlt-Verlag)
Die Autorin Katharina Wieker, geb. 1964, illustriert und schreibt seit vielen Jahren Bücher für Kinder und Erwachsene. Zusammen mit Jeanette diskutierte sie stundenlang über Superhelden und deren Kräfte. Sie lebt mit ihrer Familie und einem unartigen Kater in Berlin. 









Von Katharina Wieker / Carolin Birk wurden gelesen und rezensiert:



An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin
bedanken, von der ich das Rezensionsexemplar erhalten habe.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 21. Dezember 2014

[Auslosung] zum Gewinnspiel des Buches "Schützenbrüder"

So, auch dieses Gewinnspiel ist beendet und die Gewinner wurden ausgelost.
Es gab 27 Teilnehmer mit 25 richtigen Antworten.
Die richtige Lösung lautet natürlich "Fundort Jannowitzbrücke",
Wenn man das Interview gelesen hat, war die Antwort natürlich nicht schwer.

Die Gewinner wurden mittels Random.org ausgelost.

Dieses Buch geht an folgende Gewinner:


     

Claudia Fiedler
Hubert Bruland

Herzlichen Glückwunsch.

Das Buch wird sich am Dienstag auf die Reise machen. Ich wünsche viel Spaß damit.
Es wäre nett, wenn ich eine Rückmeldung erhalten könnte, wenn das Buch angekommen ist.


Vielen Dank nochmals an

Stefan Holtkötter

der das Gewinnspiel erst ermöglicht hat.

[Rezension] Cleveland Amory - Die Katze, die zur Weihnacht kam

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Eckdaten:
Taschenbuch: 192 Seiten
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag; Auflage: 8 (20. Oktober 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 359616396X
ISBN-13: 978-3596163960
Originaltitel: The Cat Who Came for Christmas
Größe und/oder Gewicht: 14,7 x 1,7 x 21,7 cm

Inhalt gem. Fischer:
Weiß wie der Schnee, der draußen fällt, ist die kleine Katze, die am Weihnachtsabend erbärmlich maunzend vor Cleveland Amorys Haustür steht. Wahrlich eine schöne Bescherung! Denn zum einen gebärdet sich dieses Katzentier höchst unabhängig und behauptet - einmal sattgefressen - mit Arroganz und Grazie seine Selbständigkeit. Zum anderen ist sein Herr, den es sich selbstbewusst ausgesucht hat, im Grunde seines Herzens ein »Hundemensch«. Doch das kleine Fellbündel verändert sein Leben vollständig ...
In diesem hinreißenden Buch erzählt der Autor von persönlichen Erlebnissen mit seinem eigenwilligen Hausgenossen und berichtet auch allerlei Wissenswertes und Interessantes für jeden Katzenfreund.

Zum Buch:
Cleveland Amory kann man eigentlich als Hundemensch bezeichnen. Katzen sind nicht ganz so sein Ding.
Er ist Tierschützer und unterstützt die Arbeit des Tierschutz-Fonds.
So kam es, dass eine Mitarbeiterin dieses Vereins Heiligabend vor seiner Tür stand und seine Mithilfe forderte.
Sie wollte eine Katze fangen, die sie schon länger beobachtete und versuchte, mit Leckerlis einzufangen. Bisher ohne Erfolg, so dass sie sich jetzt Hilfe holen wollte.
Es gelingt ihnen tatsächlich, das kleine graue, abgemagerte und nasse Kätzchen zu fangen. Cleveland hält sie unter seinem Mantel warm und nimmt sie mit nach Hause. Als er schon am kommenden Tag einen Anruf bekommt, dass es eine Interessentei für die Katze gibt, versucht er, es locker zu sehen.
Er reinigt die Katze und plötzlich steht vor ihm ein wunderschöner weißer Kater, der sich versteckt, als die Interessentin ihn holen wollte.
Nachdem nun auch Cleveland sein Herz bereits an den Kater verloren hatte, redet er der Dame den Kater aus und dieser weiß das gut auszunutzen.

Die beiden gehen eine Gemeinschaft ein. 
Der Autor Cleveland Amory erzählt in diesem Buch seine Erlebnisse, die er mit Eisbär, so der Name des Katers, erlebt.

Er lässt den Leser teilhaben an einer Flugreise, die Eisbär mitmachen wollte, weil sich sein Personal nicht von ihm trennen wollte, von seinen Eigenheiten, wenn gebadet wird, seinen Fütterungszeiten und vielem mehr.
Als Katzenbesitzer findet man beim Lesen viele Erlebnisse, die man selbst auch mit Katzen erlebt hat. 

Das Buch ist mit wunderschönen Zeichnungen ausgestattet, die als Hauptmotiv natürlich Eisbär in verschiedenen Situationen zeigen.

Es machte mir Spaß, das Buch zu lesen und die kleinen Eigenarten des Katers kennenzulernen. Es zeigt eine Gemeinschaft, aus der beide profitieren und die Liebe der beiden zueinander.

Ein sehr schönes Katzenbuch, das nicht nur zur Weihnachtszeit lesenswert ist.


Bewertung:


Zum Autor:
(übernommen vom Fischerverlag)
Cleveland Amory, Jahrgang 1917, gilt als Amerikas "Tierschützer Nr. 1". Er ist Gründer und Präsident des amerikanischen "Fund For Animals" (200 West 57th Street, New York) und hat sich mit vielen spektakulären Rettungsaktionen (Seehunde, Wale, Wildpferde, Büffel) einen Namen gemacht. Von Haus aus Sozialhistoriker, schrieb Amory eine Reihe bekannter Sachbücher, und er ist Autor vieler Fernsehsendungen und Zeitschriftenartikel.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Neuzugänge] der 51. KW 2014

Neue Woche, neue Bücher und in dieser Woche ist wieder ein äußerst seltenes Ereignis eingetreten - Kerry hat mehr neuen Büchern Asyl gewährt, als Kleeblatt, aber seht selbst.

Kerrys Neuzugänge:



Kleeblatts Neuzugang:

Samstag, 20. Dezember 2014

[Rezension] Gisa Klönne - Die Wahrscheinlichkeit des Glücks



Leseprobe




Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Pendo; Auflage: 2 (15. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866123744
ISBN-13: 978-3866123748
Größe und/oder Gewicht: 15,1 x 4,2 x 22,1 cm

Inhalt gem. Pendo:
Frieda Telling ist solide verheiratet, Mutter einer erwachsenen Tochter und mit 49 Jahren auf dem Höhepunkt ihrer Karriere als Astronomin. Ihre Leidenschaft gilt der Suche nach einer zweiten Erde. Doch am Tag der Verlobung ihrer Tochter ändert sich alles, denn Aline läuft vor ein Auto und fällt ins Koma. Offenbar hat das Geschenk von Friedas Mutter Aline völlig verstört: ein zerrissenes rotes Halstuch. Kann ein Stück Stoff so viel Macht haben? Gab es eine geheime Liebe im Leben von Friedas Mutter? Friedas Suche nach der anderen Hälfte des Halstuchs und seinem Besitzer führt sie in die Vergangenheit und schließlich nach Siebenbürgen. Doch die Spur verliert sich im Jahr 1948 in einem sowjetischen Gefangenenlager. Und der Mann, der Frieda helfen kann, berührt sie viel mehr, als ihr lieb ist.

Zum Buch:
Im gesamten Weltall muss es mindestens noch einen Planeten geben, der der Erde ähnelt. Frieda Telling, Astrophysikerin, hat sich als erklärtes Ziel gesetzt, diese zu finden. Sie lebt für ihre Arbeit. Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist leicht gespannt, fällt aber nicht mehr ins Gewicht, da diese inzwischen dement ist. Aber auch zu ihrer Tochter Aline hat sie kein so inniges Verhältnis, wie man es gern denken möchte. 
Aline hat ihre Eltern eingeladen, zur Premiere eines neues Ballettstückes zu kommen, wo sie mit ihrem Freund die Hauptfiguren tanzen werden. Im Anschluss will sie sich mit ihm verloben.
Doch dazu kommt es nicht mehr, denn als Frieda ihr ein Geschenk ihrer Großmutter mitbringt, springt Aline verstört auf und läuft vor ein Auto.
Schwer verletzt fällt sie ins Koma.
In dem Geschenk befand sich die Hälfte eines rotes Tuches, dessen Geschichte Aline von ihrer Großmutter kannte.
Frieda, die völlig ahnungslos ist, macht sich auf die Suche nach der Geschichte, weil sie das Gefühl hat, nur dadurch zu Aline vordringen zu können...

Während ihrer Suche nach der Wahrheit trifft Frieda auf Arno, einem Autor. Dessen Vater war gerade gestorben und wartet in einer Urne auf seine Überführung nach Siebenbürgen, wie es sein letzter Wunsch gewesen ist. Arno hält nicht viel von der Idee, so dass er sich nicht überwinden kann, zurück in sein Heimatland zu gehen und seinen Vater zu beerdigen.
Es taucht ein Foto auf, auf dem Arnos Vater gemeinsam mit Friedas Mutter zu sehen ist.
Frieda muss erkennen, dass sie vieles über ihre Mutter nicht wusste, dass diese bewusst einige Puzzles ihres Lebens nie angesprochen hat.
Alles führt zurück nach Siebenbürgen, so dass sie sich gemeinsam mit Arno doch auf die Reise dorthin begibt. Sie hoffen, von Arnos Schwester, die wieder zurückgezogen war, Informationen zu erhalten.

Alles scheint in Siebenbürgen begonnen zu haben, und die Internierung im KZ Sachsenhausen, wo Friedas Mutter und Arnos Vater eine Zeit nach dem Zusammenbruch des Hitlerreiches verbrachten, bleibt lange Zeit im Dunkeln.

Frieda muss feststellen, dass es nicht nur Geheimnisse im Leben ihrer Mutter gibt, sondern dass auch sie belogen wurde, von Menschen, denen sie vertraute.

Ein Buch, das die Gegenwart mit der Vergangenheit miteinander verbindet. Ein Stück deutscher Geschichte wird belichtet und dem Leser nahe gebracht. Für mich traten Fakten zutage, die mir nicht bewusst waren.

Während Frieda versucht, das Rätsel um das rote Tuch zu lösen, treten neue auf, die vieles von dem, was ihr bekannt und vertraut war, auf den Kopf stellt. Die Gelegenheit, ihre Mutter zu fragen, ist wegen der fortschreitenden Demenz nicht mehr möglich. 

Es ist nicht nur ein Gang in die Vergangenheit, sondern auch ein Gang zur Wahrnehmung ihrer eigenen Probleme, auch ihres Verhältnisses zu ihrer Tochter.
Frieda ist jetzt nicht die Protagonistin, die Herzenswärme ausstrahlt oder die einem schlagartig sympathisch ist. Ganz im Gegenteil. Sie strahlte auf mich eine Gleichgültigkeit ihrer Tochter gegenüber aus, die erst durch den Unfall Risse bekam, die sie auf das Wesentliche zurückkatapultierte.

Ein wenig konstruiert fand ich den Auslöser für den Unfall von Aline. Das kommt mir persönlich nicht wirklich glaubhaft rüber. 
Sehr gut recherchiert scheint mir aber das Leben in Siebenbürgen sowohl heute wie zur damaligen Zeit wie auch die Zustände im Lager Sachsenhausen.

Ein Buch, das nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt.


Bewertung:  




Zur Autorin:
(Text übernommen von Pendo)
Gisa Klönne, geboren 1964, ist die Autorin von fünf erfolgreichen Kriminalromanen um die Kommissarin Judith Krieger. 2013 legte die unter anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnete Autorin mit »Das Lied der Stare nach dem Frost« erstmals einen Familienroman vor. Gisa Klönnes Romane sind Bestseller und wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Sie lebt als freie Schriftstellerin in Köln.


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag




bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hatte.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt