Montag, 31. März 2014

[Rezension] Schmidt - Das Arschlochglas



Leseprobe



Eckdaten:
Broschiert: 256 Seiten
Verlag: Eden Books; Auflage: 1 (31. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3944296605
ISBN-13: 978-3944296609
Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 14,4 x 2,4 cm

Inhalt gem. Edenbooks:
New Girl-Star Schmidt rechnet ab:
Die 203 genialsten Strafzahlungen ins Arschlochglas.
Frauenheld Schmidt ist ein WG-Phänomen: Kein Spruch ist ihm zu dumm, kein Outfit zu peinlich und seinen gestählten Oberkörper kann er gar nicht oft genug zeigen. Als Erziehungsmaßnahme haben seine Mitbewohner deshalb das Arschlochglas erfunden. Das Prinzip: Für jede peinliche Aktion muss Schmidt eine saftige Geldstrafe abdrücken. Doch Schmidt wäre nicht Schmidt, wenn er auf seine zahlreichen Fehltritte nicht stolz wäre. In diesem Buch macht er Kassensturz und beweist: Genie und Arschloch liegen nah beieinander.

Zum Buch:
Das erste offizielle Buch zur TV-Serie "New Girl" ist da.
"Das Arschlochglas" ist ein Glas, in dem Schmidt seine Strafzahlungen zu leisten hat für seine dummen und unflätigen Sprüche, die er so ablässt.
Es ist als Erziehungsmaßnahme gedacht und man kann es nicht anders sagen, es ist ein gut gefülltes Glas.

Schmidt ist der Sprücheklopfer der Serie und er ist derjenige, der das Glas füllt. 203 x durfte Schmidt zahlen und das macht im Ganzen 3.198$, die er am Ende ärmer ist und es betrifft nur die Jahre von 2005 bis 2010.
Der größte Teil der Sprüche ist witzig, einige sind unappetitlich, andere sind wie z.B.

(Seite 200)
"Die Barkeeperin hätte keinen winzigen Strohhalm in meinen Cocktail getan, wenn sie nicht wollte, dass ich ihn benutze"
  Ort: In der Bar
  Anlass: Jungs machen sich unfairerweise über mich lustig.
  Betrag: 11$
  
Es gibt zu fast jedem Thema etwas zu sagen, so findet man unter anderem folgendes:

(Seite 138)
"Wenn ich ein Tiger wäre, würde ich Schlange stehe, um von Wladimir Putin erschossen zu werden."
  Ort: Auf der Couch
  Anlass: Russland ist wieder da!
  Betrag: 13$

Viele seiner Sprüche wurden auf der Couch geprägt.
Schmidt ist nie um einen Spruch verlegen, egal, ob auf der Couch, im Krankenhaus, im Café, in der Küche, kein Ort ist vor ihm sicher.

So ganz nebenbei erfährt man auch noch 29 Orte, an denen er nie wieder Sex haben möchte, da finden sich tatsächlich Orte wie "Neben einem Wespennest" oder einer"Kiste voller Styroporwürmer". Bei der Auflistung hat man schon das Gefühl, dass der Typ nicht alle Latten am Zaun hat.

Er unterteilt seine Sprüche in die einzelnen Jahre, die da unter folgenden Mottos stehen:
2005: Streifzüge
2006: Die Architektur von Liebe und Gefahr
2007: Freiheit / Schmerz
2008: Zeit der Unschuld
2009: Träumereien, Fummeleien und Asche
2010: Farewell Andromeda

Zugegeben musste ich nach Schmidt und der Serie erst einmal googlen, da ich so gut wie kein Fernsehen sehe und mir von daher die Serie kein Begriff war. So hatte ich wenigstens eine Vorstellung von ihm und konnte mich daraufhin besser mit den Texten / Sprüchen anfreunden.

Ich hatte meinen Spaß an den Sprüchen, die manches Mal mit Fotos von Schmidt unterlegt sind oder mit weiteren dummen / witzigen Anmerkungen.

Für zwischendurch eine angenehme Abwechslung mit Spaßfaktor.


Bewertung: 


Zum Autor:
keine Informationen gefunden

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag


bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

[Rezension] Anja Goerz - Der Osten ist ein Gefühl



Leseprobe



Eckdaten:
Broschiert: 200 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. April 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423260300
ISBN-13: 978-3423260305
Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,4 x 2,4 cm

Inhalt gem. dtv:
Einmal Ossi, immer Ossi?
Auch heute noch ist die Mauer in den Köpfen der Menschen nicht verschwunden. Das erfährt Anja Goerz in ihrer täglichen Arbeit als Radiomoderatorin beim rbb. Deshalb wollte sie es genauer wissen: Warum fühlen sich im Osten sozialisierte Menschen oft so ungerecht behandelt? Stimmen die Behauptungen über das Verdrängen der Ossis von den Spitzen der Universitäten, Gerichte und Kliniken? Waren die Ossi-Frauen wirklich so viel emanzipierter? Haben die Wessis einfach alles plattgemacht und nach ihren Regeln umgebaut?
Porträts von einfachen Menschen und Prominenten

Zum Buch:
Dieses Jahr im November jährt sich der Fall der Mauer zum 25. Mal. 
Noch immer sind Worte wie Ossi und Wessi in aller Munde und so schnell werden die wohl auch nicht aus dem Sprachgebrauch verschwinden.

Anja Goerz, die Autorin dieses Buches, ist Radiomoderatorin beim rbb, wo die Besetzung des Senders sowohl mit Menschen aus dem Westen wie auch aus dem Osten besteht.
Von dort kam auch der Anstoß, dieses Buch zu schreiben.

Sie hat viele Prominente, aber auch "Otto-Normalverbraucher" befragt, wie sie rückwirkend gesehen, die Zeit in der DDR verbracht haben, welche Erinnerungen geblieben sind, was als gut und was als schlecht empfunden wurde.
Unter den Prominenten befinden sich z.B. Sebastian Krumbiegel, Sänger der Prinzen, Achim Mentzel, Inka Bause, aber auch ein ehemaliger Direktor der Charité oder ein Polizist. 

Einige von ihnen durften aufgrund ihres Berufes schon zu DDR-Zeiten ins westliche Ausland reisen, andere hatten sich in der DDR mit der Tatsache arrangiert, dass das erst mit Eintritt ins Rentenalter geschehen würde.

Es gibt gute und schlechte Erinnerungen. Viele haben von ihrer Kindheit in der DDR gute Erinnerungen. Schlechte Erinnerungen gehen in die Richtung der unterschiedlichen Versorgungslage in der DDR. Berlin und Leipzig wurden als Vorzeigeobjekte für das westliche Ausland natürlich anders beliefert als der Rest der Republik.

Ein großer Kritikpunkt geht an die Wessis, dass sie sich nicht für den Osten interessieren, für die Menschen im Osten.
Während zu DDR-Zeiten bei vielen, wenn auch im Geheimen, Westfernsehen geguckt wurde, um zu erfahren, wie es im anderen Teil Deutschlands aussah, so stieß das Interesse nicht auf Gegenliebe. Auch heute noch kann man die Frage hören, was sie denn im Osten sollten.

Jeden der Befragten bewegte etwas anderes, blieben andere Erinnerungen hängen. Einige kamen mir vertraut vor, andere konnte ich mit den Augen von den jeweiligen Personen sehen, die ich so nicht empfunden oder gewusst habe.

Jeder der Befragten hat auch in seinem privaten Fotoalbum geblättert und für den Leser ein Foto hinterlassen. Bilder wie die mit Telefon im Kindergarten oder dem Löwenbaby im Tierpark finden sich auch in meinem Fotoalbum, die waren damals Standard.

Viele Wahrheiten, die dem westlichen Leser sicher nicht geläufig sind, werden angesprochen. Nicht jeder ging in der DDR den einfachen Weg und lief im Trott mit. Einige eckten an, gingen dafür auch ins Gefängnis, anderen wurde nahegelegt, doch lieber die DDR zu verlassen, wieder andere wollten sie verlassen, konnten oder durften das jedoch nicht tun.

Es ist eine interessante Zusammenstellung von Interviewpartnern, die sich Anja Goerz hier zusammengestellt hat. Nicht nur ehemalige "Ostler" kommen hier zu Wort, auch einige "Westler" wurden befragt.

Für mich war dieses Buch zum Teil ein Blick in die Vergangenheit, denn auch ich bin in der DDR groß geworden und kann bei vielem, da Jahrgang 1958, mitreden. Einiges hatte ich schon wieder vergessen, anderes war noch so present wie damals.

Drei Sachen möchte ich jedoch noch ansprechen, die ich anders in Erinnerung hatte.
Das Rentenalter der Frauen lag bei 60 Jahren, nicht wie erwähnt bei 63. 
Auch habe ich eine andere Erinnerung was die Zeit im Krankenhaus nach einer Geburt angeht. Wir sind damals im Schnitt nach 5 Tagen aus dem Krankenhaus entlassen worden. Auch durften die Väter ihre Kinder auf den Arm nehmen und nicht nur hinter einer Scheibe bewundern. Wir Mütter hatten die Kinder nicht nur zum Stillen bei uns, sondern es gab dieses Rooming-in, wo wir die Babys den ganzen Tag bei uns hatten und versorgten und sie nur nachts auf der Säuglingsstation verbrachten. Das habe ich bereits 1983 bei meinem ersten Kind so erlebt, aber vielleicht ist das eine Sache, die in den Krankenhäusern unterschiedlich gehandhabt wurde.
Auch traf in meinem Fall nicht zu, dass jeder Stipendium erhalten hat, unabhängig vom Verdienst der Eltern. Meine Eltern hatten scheinbar zuviel verdient, so dass ich kein Stipendium erhalten habe und sie zahlen mussten. Ich habe 1978 angefangen zu studieren, vielleicht wurde das später geändert, zu meiner Zeit jedoch noch nicht. 

Anja Goerz legt mit diesem Buch ein Werk vor, das sowohl West- wie auch Ostdeutsche anspricht.
Man kann der Autorin nur wünschen, dass ganz viele das Buch lesen werden, zum einen, um sich nochmal zu erinnern, zum anderen, um uns Ostdeutsche ein wenig kennenzulernen.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Bewertung:



Zur Autorin:

(Text von dtv)
Anja Goerz, geboren 1968, ist gelernte Fotografin und seit 1989 Radiomoderatorin. Sie ist auf dem nordfriesischen Festland nahe Sylt aufgewachsen. Heute arbeitet sie beim Radiosender radioeins/rbb. Sie lebt mit Mann und Sohn in Falkensee bei Berlin. Sie hat bereits zwei Romane veröffentlicht.








Von Anja Goerz wurden gelesen und rezensiert:





An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin Anja Goerz sowie dem Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 30. März 2014

[Neuzugänge] der 13. KW 2014

Die letzte Woche verging wie im Fluge, genauso wie der Monat März.
Das erste Viertel des Jahres ist so gut wie Geschichte, so dass man sich einmal mehr fragt, wo denn die Zeit nur bleibt.
Wie ihr wisst, lesen wir viel in unserer Freizeit und damit wir das tun können, brauchen wir Bücher. Glücklicherweise fliegen uns die Bücher nur so zu, so geschehen auch in der letzten Woche.
Welche es diesmal sind, könnt ihr hier sehen

Kerrys Neuzugänge:



Kleeblatts Neuzugänge:
- Fülscher, Susanne - Opa 02: Mit Opa am Canal Grande
- Flechsig, Dorothea - Pünktchen das Küken
- Brockmole, Jessica - Eine Liebe über dem Meer 
- Brettschneider, Jutta - Montagsblues 
- Schmidt - Das Arschlochglas 
- Dürr, Julia / Endres, Brigitte - Vom Küken, das wissen wollte, wer seine Mama ist 
- Lagler, Gottfried / Fink, Hans Peter - Sprossen 
- Austilat, Andreas - Hotel kann jeder




Welches der Bücher würde euch denn ansprechen, welches hättet ihr auch gern oder kennt ihr etwa schon eins der vorgestellten?

Wir wünschen euch ein schönes Wochenende und eine schöne Woche

Kleeblatt und Kerry

Samstag, 29. März 2014

[Rezension] Susanne Goga - Der verbotene Fluss



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Diana Verlag (13. Januar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453356500
ISBN-13: 978-3453356504
Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,6 x 4 cm

Inhalt gem. Diana:
Charlotte wagt einen großen Schritt, als sie 1890 Berlin verlässt und eine Stelle als Gouvernante in einem herrschaftlichen Haus bei London antritt. Dort ist sie für die junge Emily verantwortlich, die seit dem tragischen Verlust ihrer Mutter von schlimmen Albträumen verfolgt wird und den nahe gelegenen Fluss fürchtet. Besorgt um das Wohl des Mädchens versucht Charlotte, mehr über den Tod von Lady Ellen herauszufinden, doch niemand im Haus ist bereit, das Schweigen zu brechen. Erst mithilfe des Journalisten Tom kommt Charlotte einer dunklen Wahrheit auf die Spur …

Zum Buch:
Die Gouvernante Charlotte verlässt ihre Heimat Deutschland und wagt den großen Schritt, eine Stelle in England anzutreten.
Dort soll sie auf dem Lande die 8-jährige Emily unterrichten, die vor einem halben Jahr ihre Mutter verloren hat. 
Sir Andrew Clayworth, ihr Vater, bleibt auf Abstand und unnahbar, aber Emily schließt sie sehr bald in ihr Herz und sie ist um ihr Wohlergehen besorgt.
Emily wird von schlimmen Albträumen geplagt, sie spricht mit ihrer Mutter und ist verstört. Leidet sie unter Wahnvorstellungen oder gehen tatsächlich in dem Haus eigenartige Dinge vor sich? ...

Was auch immer es damit auf sich hat, dass alle über den Tod von Emilys Mutter Ellen schweigen müssen, es ist nicht gut für Emily. Charlotte kann das nicht verstehen und versucht von sich aus, Erkundigungen einzuziehen, warum niemand über sie sprechen darf.
Die Ereignisse im Haus werden immer seltsamer, so dass Sir Andrew Clayworth sich genötigt sieht, sich an die Society for Psychical Research zu wenden. Das ist eine Institution, die sich der Erforschung übernatürlicher Phänomene verschrieben hat. Der Journalist und Theaterkritiker Thomas Ashdown, der erst seit kurzem dort Mitglied ist, wird auf diesen Fall angesetzt.
Auch wenn Charlotte und Thomas alles tun, um Emily zu helfen, müssen sie doch einsehen, dass nicht alle Geschehnisse auf dem Anwesen von Chalk Hill erklärbar sind. 

Die Autorin Susanne Goga war mir bis dato kein Begriff, so dass ich auf dieses Buch recht neugierig war.
Gleich zu Beginn des Buches bringt sie den Leser durch ihren mysteriösen Prolog in die richtige Stimmung. Düster und geheimnisvoll beginnt sie und das Gefühl des Geheimnisvolles und Unerklärbarem liegt über dem ganzen Buch.
Ihr gelingt es mühelos, den Leser ans Buch zu fesseln, zumindest ist ihr das mit mir gelungen.
Über einige Ereignisse, die die Mutter betrafen, machte ich mir schon sehr zeitig meine Gedanken und wie sich herausstellte, lag ich damit auch richtig.

Die Geschichte ist zeitlich zum Ende des 19. Jh. angesiedelt, in einer Zeit von u.a. Gouvernanten und Standesdünkel. Die Gouvernante ist nicht gleichzusetzen mit dem Hauspersonal, aber auch nicht so ansehen wie der Hausherr. Charlotte sitzt ein wenig zwischen den Stühlen, muss sie sich doch auch noch gegen das Kindermädchen von Emily behaupten. 

Mit Charlotte  und Thomas hat die Autorin zwei sehr sympathische Protagonisten geschaffen, die man sehr schnell ins Herz schließt. Sie hinterfragen vieles und können auch ihre Schlüsse ziehen aus den Informationen, die nicht gesagt wurden.
Ich habe sie sehr gern begleitet auf ihrer Suche nach der Wahrheit.

Die Autorin hat ihre Geschichte sehr gut recherchiert. Die Gesellschaft der Society for Psychical Research gab es wirklich und es gibt sie noch immer. Die Suche nach dem Geheimnisvollen hat noch nicht aufgehört.
Einige der benannten Personen gab es in der Realität, so dass auch für die Glaubwürdigkeit der Geschehnisse gesorgt ist.

Die Geschichte ist spannend erzählt. Der Spannungsbogen wird bereits zu Beginn aufgebaut und hält sich kontinuierlich bis zum Ende.
Leider hatte ich zum Ende des Buches noch einige Fragen, die für mich offen geblieben sind. Ich hätte gern mehr von der Mutter erfahren, die ja doch eine gewaltige Rolle spielte.
Aus diesem Grund ziehe ich in der Bewertung auch 1 Pfötchen ab.

Das Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und ich habe mitgebangt und gehofft, dass es ein gutes Ende nehmen möge.
Wer Geheimnisse mag und vor Geheimnisvollem nicht zurückschreckt, dem empfehle ich dieses Buch sehr gern weiter. Aber auch für alle anderen verspricht es Spannung und Lesevergnügen pur.

Bewertung: 



Zur Autorin:
(übernommen vom Diana-Verlag)
Susanne Goga, 1967 geboren, ist eine renommierte Literaturübersetzerin und Autorin. Im Diana Verlag erschienen bereits ihre Romane Das Leonardo-Papier sowie Die Sprache der Schatten, für den sie 2012 mit dem DeLiA-Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Mönchengladbach.

Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich bei Claudia von Claudias Bücherregal und beim 


bedanken, der mir dieses Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Freitag, 28. März 2014

[Rezension] Kate Lord Brown - Das Haus der Tänzerin



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 528 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 5 (16. Juli 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492302327
ISBN-13: 978-3492302326
Originaltitel: The Perfume Garden
Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 3,6 cm

Inhalt gem. Piper:
Die alte Villa in den Hügeln von Valencia ist für Emma der perfekte Rückzugsort: Der verwilderte Garten duftet nach Orangenblüten, die Leute im Dorf sind hilfsbereit und schon bald eröffnet die gelernte Parfümeurin einen Blumenladen. Doch warum vermachte ihre verstorbene Mutter ihr dieses Anwesen? Immer mehr fühlt sich Emma von der geheimnisvollen Vergangenheit des Hauses angezogen. Und dann entdeckt sie ein zugemauertes Zimmer ...

Zum Buch:
Emma, Em genannt, erbt nach dem Tod ihrer Mutter ein Haus in Spanien. Sie ist schwanger und hat gerade den Vater des Kindes verloren, auch wenn sie sich schon vor längerer Zeit getrennt hatten.
Um allem zum entkommen, entschließt sie sich, ihre Zelte abzubrechen und nach Spanien zu ziehen, nicht wissend, in welchem Zustand sie das Haus vorfinden wird. 
Ihre Großmutter Freya und deren Bruder Charles, inzwischen beide weit über 80, die 1936 während des Bürgerkrieges in Spanien gekämpft hatten, sind nicht so begeistert, haben sie sich doch geschworen, nie wieder einen Fuß nach Spanien zu setzen.
Und dann gibt es da noch ein Geheimnis, das bis heute gehütet wird und nun ans Tageslicht kommen will ...

Emma macht es sich nicht leicht, als sie nach Spanien zieht. Sie hat ihre Mutter verloren und kurz darauf den Vater ihres ungeborenen Kindes. Dieser war inzwischen mit ihrer Freundin verheiratet. Zu gleichen Teilen erbten sie die Parfümfirma ihrer Mutter, aber diese soll nun verkauft werden. Emma will damit nichts mehr zu tun haben und noch einmal neu in Spanien anfangen. Sie war die "Nase" der Firma und damit hat sie gute Chancen auf einen Neuanfang.

In Spanien angekommen ist sie fasziniert von dem Haus, auch wenn dort handwerklich vieles gemacht werden muss, da es schon längere Zeit nicht mehr bewohnt war.

Die Villa del Valle gehörte zur Zeit des spanischen Bürgerkrieges den Brüdern Vincente und Jordi. Rosa, eine Flamencotänzerin liebte Jordi und war mit seinem Kind schwanger, als sie Vincente heiratete, um die Familienehre nicht zu beschmutzen und in dem Glauben, Jordi wäre tot.

Emma hört sich um und interessiert sich für die Geschichte der Villa, findet auch noch Personen, die die Eigentümer kannten und deren Geschichte. Sie stößt dabei auf ein Geheimnis, das ihre ganze Welt auf den Kopf stellt.

Die Geschichte spielt auf 2 Zeitebenen. Ebene 1 erzählt die Erlebnisse von Freya und Charles, Rosa, Jordi und Vincente während der Zeit des spanischen Bürgerkrieges ab 1936.
Die zweite Zeitebene spielt 2001/2002 und lässt uns die Geschehnisse um Emma, Freya und Charles miterleben.
Die beiden Stränge laufen lange parallel, bis sich zum Ende die beiden annähern und zu einem Gesamtbild werden.
Die meisten Bücher, die ich bisher gelesen habe und die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpften, konnten nicht mit Personen aufwarten, die sowohl Teil der Vergangenheit wie auch der Gegenwart waren. Die Zeitabstände waren immer größer, so dass ich es sehr reizvoll fand, die Personen hier jeweils in beiden Zeitebenen zu erleben. 

Die Autorin, die selbst eine zeitlang in Spanien lebte, hat die Zeit des spanischen Bürgerkrieges sehr gut recherchiert, so dass die geschichtlichen Ereignisse detailgetreu und nachvollziehbar wiedergegeben wurden. 
Eine Zeit, die von Willkür, Gewalt, Lügen und Verbrechen geprägt war. Dieser Krieg teilte nicht nur das Land, sondern auch Familien. Es gibt Nachwirkungen, die bis in die heutige Zeit reichen.

Es ist ein wunderbares Buch über die Liebe, die Hoffnung, das Vertrauen, die Treue, aber auch ein Buch über Krieg, Verbrechen und Lügen.
Ein Buch über Frauen, die in und zu jeder Zeit ihren "Mann" stehen.


Bewertung:



Zur Autorin:
(Text von Piper)
Kate Lord Brown wuchs in der malerischen englischen Grafschaft Devon auf. Nach ihrem Studium der Philosophiean der Universität Durham und am Courtauld Institute of Art war sie zunächst als internationale Kunstberaterin tätig und kuratierte in Europa und dem Mittleren Osten Sammlungen für Botschaften und Paläste. Später zog sie mit ihrer Familie nach Valencia und widmete sich dort dem Schreiben. Im Jahr 2009 war sie eine der Finalistinnen der »People´s Author Competition«, die vom britischen TV-Netzwerk ITV ausgerichtet wird.
Sie ist mit einem Piloten verheiratet und lebt heute mit ihrer Familie in Qatar. Ihr Debütroman „The Beauty Chorus“ wurde von den vielen Stunden inspiriert, die sie auf Flugplätzen in Großbritannien verbrachte. Sie verarbeitet darin die Erfahrungen von Piloten aus ihrer Familie während des Zweiten Weltkriegs. Ihr zweiter Roman über den Spanischen Bürgerkrieg, „Das Haus der Tänzerin“, zehrt von den Jahren, die sie in Spanien gelebt hat, und und ist ihr erster auf Deutsch erschienener Roman.


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei 


und dem Verlag 
bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Donnerstag, 27. März 2014

Charlies 9. Geburtstag

Kaum zu glauben, es ist schon wieder ein Jahr rum, seit ich mich das letzte Mal zu Wort gemeldet habe, was nur bedeuten kann, dass ich heute Geburtstag habe und somit mir der Blog heute gehört. Richtig gelesen, heute gehört der Blog mir, also nichts mit Büchern, Rezensionen oder dergleichen, heute bin ich die Nr. 1 (wobei ich das als Familienoberhaupt in meiner Familie sowieso bin).


Wie ihr an dem Bild sehen könnt, dass ich euch hier zeige (das ist von gestern Abend), habe ich mich unheimlich gut gehalten und sehe definitiv nicht aus wie 9, oder? Die weißen Haare hatte ich auch schon immer ^^

Wisst ihr was echt beängstigend war? Das Personal und die Ersatz-Dosine haben doch glatt behauptet, wenn sich die Post nicht beeilt, würde ich nichts zum Geburtstag bekommen!!! Okay, ich konnte mich dieses Jahr nicht so leicht entscheiden, was ich haben wollte, denn eigentlich habe ich ja alles ähm sagen wir es mal so rum, ich bin verwöhnt (sagt die Ersatz-Dosine) und da muss ich gut überlegen, was ich haben möchte und nachdem ich mich entschieden hatte, hat mein Personal bestellt - und es stand echt zu befürchten, dass es nicht pünktlich ankommen würde und was das schlimmste gewesen wäre, von der Ersatz-Dosine hätte ich auch nichts (pünktlich) bekommen, denn ihr Geschenk war mit in dem Paket, was das Personal bestellt hat, mit drin. 

Aber als das Personal gestern nach Hause kam, war sie gut bepackt und konnte "Entwarnung" geben - meine Schenkis waren angekommen. Wollt ihr mal sehen, was ich bekommen habe?

 

Aus mir völlig unerfindlichen Gründen ist mein Personal der Meinung, ich müsste zukünftig was tun, um Snacks zu bekommen. Ich liebe Snacks, ich liebe sie heiß und innig und ich liebe es, sie gestreut zu bekommen. Jetzt gibt es so ein lustig anzuschauenes Teil, wo die Snacks oben reinkommen und ich mir die rausfummeln soll - aber da ich Snacks liebe, bin ich sehr optimistisch, dass ganz schnell drauf zu haben ^^ Aber das war noch niht alles! Es gibt so Catnip-Spielzeug in Form von einem Rettich und einem Radieschen - die liebe fast so sehr wie Snacks ^^ Wir haben hier schon ganz viele rumliegen - die werden auch alle eifrig von mir beknuddelt und vollgesabbert (was einmal vollgesabbert ist, ist meins!) und das Personal meinte, weil das mein absolutes Lieblingsspielzeug ist, bekomme ich noch ein paar. Ich hab auch, als sie ausgepackt hat, schon mal angefangen, die voll zu sabbern - denn was von mir vollgesabbert wurde, ist meins! 


Von der Ersatz-Dosine bekomme ich mein allerliebstes Lieblingsfutterchen. Das hat das Personal kürzlich ausprobiert und es wurde meinerseits für überirdisch lecker befunden - und jetzt gibt es Nachschub. Das ist nicht ganz günstig, sagt das Personal, aber ehrlich - ich bin es wert!


So, ich werde mal zusehen, was der heutige Tag noch so alles für mich bringt. Das Personal hat was verlauten lassen, dass sie heute ganz viel Zeit für mich hätte - was ich gedenke, für stundenlange Kuscheleinheiten zu nutzen.


Charlie


PS: Mein Personal ist immer noch sehr, sehr glücklich darüber, dass ich sie vor fast 9 Jahren ausgesucht habe ^^

Mittwoch, 26. März 2014

[Rezension] Sabine Kornbichler - Kristina Mahlo 01: Das Verstummen der Krähe



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: Originalausgabe. (13. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492302033
ISBN-13: 978-3492302036
Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 3,8 cm

Inhalt gem. Piper:
Kristina Mahlos Auftrag als Nachlassverwalterin hat es in sich. Eine Verstorbene vererbt ihr beträchtliches Vermögen ihren fünf besten Freunden, jedoch unter der Bedingung, dass es gelingt, den Mord aufzuklären, für den ihr Mann einst verurteilt worden war. Kris will den Fall ablehnen, doch dann entdeckt sie in der Wohnung der Toten einen Hinweis auf ihren eigenen Bruder Ben, der vor Jahren spurlos verschwand …

Zum Buch:
Kristina Mahlo ist Nachlassverwalterin und in diesem Zusammenhang wird ihr die Aufgabe übertragen, den Nachlass von Theresa Lenhardt zu regeln. Es geht um viel Geld, Häuser und Wertpapiere. Die 5 Erben sind Freunde der Toten. Sie erben aber nur, wenn Kristina zweifelsfrei feststellen kann, dass sie nicht am Tod von Konstantin Lischka beteiligt waren. Theresas Mann war vor 6 Jahren ihres Wissens unschuldig für diesen Mord verhaftet und ins Gefängnis gebracht worden, wo er sich später umbrachte. Seine Frau hat bis zu ihrem Tod an seine Unschuld geglaubt.
Sollte einer oder mehrere mit schuldig an dem Mord sein, wird das Erbe auf die verbleibenden Freunde bzw. an den Tierschutz gehen.
Kristina überlegt lange, ob sie diesen Fall annehmen will, sieht sie für sich doch keine Chance, jetzt nach 6 Jahren etwas anderes herauszubekommen als damals die Polizisten.
Als sie jedoch erfährt, dass es eine Möglichkeit der Verbindung zum Verschwinden ihres vor 6 Jahren verschwundenen Bruders Ben geben könnte, lässt sie sich darauf ein und bringt sich damit selbst in Gefahr...

Ich habe von Sabine Kornbichler schon Bücher gelesen, doch war bis jetzt noch kein Krimi dabei. Demzufolge war ich natürlich gespannt, wie sie sich in diesem Metier schlagen wird.
Als Ermittlerin lässt sie eine Nachlassverwalterin agieren.

Diese versucht die Wahrheit zu finden nur aufgrund von Fragen, da ihr die polizeilichen Untersuchungsmöglichkeiten nicht zur Verfügung stehen. Fragen, logisches Denken und das Erkennen von Zusammenhängen sind ihr einziges Werkzeug. Hilfe bekommt sie von ihrer Freundin Henrike, die auf ihrem Hof einen Trödelladen eröffnet hat. Auch wenn sie nichts über die Vergangenheit von Henrike weiß, da diese sich sehr bedeckt hält, vertraut sie ihr voll und ganz.  
Die beiden arbeiten wie ein eingespieltes Team, stellen Fragen und gehen die Antworten und vermeintlichen Motive gemeinsam durch.

Als Leser ist man unmittelbar in der Geschichte mit drin, da sie aus der Sicht von Kristina erzählt wird. Ich rätselte bei jeder neuen Erkenntnis mit den beiden mit und machte mir meine Gedanken. Ich hatte auch so meine Vermutungen, wer denn hinter allem steckt, musste mich jedoch ständig neu orientieren, da nach dem nächsten Gespräch alles wieder anders aussah.

Der Autorin ist es gelungen, Spannung gleich zu Beginn aufkommen zu lassen, die sich auch kontinuierlich halten konnte.
Die Protagonistin Kristina ist eine sympathische junge Frau, die mit beiden Beinen fest im Leben steht. Sie hat einen Beruf, der ihr Spaß macht, so dass sie sich stark zum Workaholic mausert. Ihr Freund Simon wohnt ebenfalls mit auf dem Hof und betreibt eine Weinhandlung. 

Obwohl die Autorin viele Protagonisten in ihr Buch bindet und es nicht immer einfach ist, diese punktgenau zuzuordnen, bleibt die Geschichte spannend. Man wird regelrecht in das Buch hineingezogen und vorwärts getrieben beim Lesen, weil man wissen will, wie es ausgeht.  

In diesem Krimi schlägt die Autorin zwei Fliegen mit einer Klappe. Nicht nur der Mordfall an Konstantin Lischka wird aufgeklärt, auch die Gründe vom Verschwinden von Kristinas Bruder Ben werden aufgedeckt.
Für mich kamen diese Erkenntnisse ziemlich überraschend, denn mit dem Ausgang hätte ich nicht gerechnet.
Ein gut ausgearbeiteter Plot, der wunderbar ausgearbeitet wurde.

Da das der erste Teil einer Reihe mit Kristina Mahlo ist, kann man heute schon auf den nächsten Teil gespannt sein.



Bewertung:




Reiheninfo:
Kristina Mahlo 01: Das Verstummen der Krähe
Kristina Mahlo 02: Die Stimme des Vergessens
Kristina Mahlo 03: Das böse Kind

Zur Autorin:
(Text von Piper)
Sabine Kornbichler, geboren 1957, wuchs an der Nordsee auf und arbeitete in einer Frankfurter PR-Agentur, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Schon ihr erster Roman, »Klaras Haus«, war ein großer Erfolg. Sie lebt und arbeitet als Autorin in München.

Von Sabine Kornbichler wurden gelesen und rezensiert:


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei 

und dem Verlag 
bedanken, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Dienstag, 25. März 2014

[Rezension] Fanny Wagner und Carolin Birk - Garantiert wechselhaft (Band 1)


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 320
ISBN: 978-3-499-25898-5
Erscheinungstermin:
2. Mai 2013
Format: Taschenbuch
Verlag:
rororo


Klappentext gem. Rowohlt:
Nina hat endlich einmal Glück: Sie erbt einen alten Gasthof in der Fränkischen Schweiz. Kurz entschlossen zieht sie mit ihrer Tochter von Berlin nach Wiestal, um auf dem Land ganz neu durchzustarten. Jedenfalls ist das der Plan. Das Haus entpuppt sich allerdings als ziemliche Bruchbude, die Dorffrauen lassen sie eiskalt abblitzen und der schöne Schreiner Christian hat nur Augen für die marode Kellertreppe. Aber eine Frau mit Hitzewallungen kann keiner stoppen – nicht einmal Amor persönlich.


Rezension:
Männer sind ein Thema für sich, davon kann die 48-jährige Nina Lindner ein Lied singen. Von Volker, dem Vater ihrer 15-jährigen Tochter Marie, ist sie geschieden, arbeitet aber noch hin und wieder für ihn, was sie mehr Nerven kostet, als es irgendetwas einbringen würde und ihr "aktueller" Stefan ist dermaßen bequem, dass er nicht mal aus ihrer Wohnung rauszukriegen ist. Fakt ist - mit Männern hat Nina einfach kein Glück und zu allem Überfluss ist Nina auch noch in den Wechseljahren, was die schönsten Hitzewallungen mit sich bringt, natürlich immer in den unpassendsten Momenten.

Es muss eine Veränderung her, soviel ist Nina klar, doch wie? Fortuna scheint es ausnahmsweise einmal gut mit ihr zu meinen, denn ihr Onkel Hubert ist verstorben und hat ihr seinen Gasthof in Wiestal, in der Fränkischen Schweiz, hinterlassen. Hierbei muss es sich einfach um ein Zeichen handeln und die Möglichkeit eines Neuanfangs tut sich auf. Für Nina wäre ein Umzug kein allzu großes Problem, als Grafikerin kann sie von überall aus arbeiten, vorausgesetzt, sie hat einen Internetanschluss und auch Marie erklärt sich mit einem Umzug einverstanden. Hier hatte Nina mit deutlich mehr Widerstand gerechnet und ist hoch erfreut, dass anscheinend mal alles so läuft, wie es laufen soll. Doch noch vor Wiestal gibt Ninas Auto den Geist auf. Doch Rettung ereilt sie in Person von Martin Küffner, einem Rechtsanwalt, der im Nachbardorf wohnt. Wenn die Menschen in dieser Gegend alle so freundlich sind, kann ja nichts mehr schief gehen.

Schnell muss Nina diese Meinung allerdings revidieren! Was so gut begann, endet schnell mit Ausgrenzung und Getuschel hinter Ninas Rücken. In Wiestal gibt es vier Frauen, die aus irgendwelchen Gründen Nina feindlich gesinnt sind - das merkt Nina schnell, kann sich allerdings keinen Reim darauf machen. Das Schnepfen-Quartett, so nennt Nina eben diese Damen, versucht alles, um Nina aus Wiestal zu ekeln. Lediglich in Gundi Hopf, einer ehemaligen Lehrerin und direkte Nachbarin von Nina, findet Nina eine freundlich gesinnte Seele in Wiestal. Doch wie soll es für sie weiter gehen, wenn es die vier Schnepfen schaffen, immer wieder Unstimmung im Dorf gegen sie zu machen? Auch Marie hat es nicht einfach, als Vegetarierin und Gothic sorgt sie im Dorf für einiges Aufsehen. Doch als wären damit die Probleme nicht genug, taucht auch noch ein neuer Mann in ihrem Leben auf: Nachbar Gustl Beck, der zwar ein sehr netter Mensch zu sein scheint, jedoch so gar nicht Ninas Vorstellung von einem "Mann" für ihr Leben entspricht. Bedauerlicherweise scheint der gute Gustl nicht viel von Frauen zu verstehen, denn immer wieder sucht er Ninas Nähe, was dieser so gar nicht recht ist. Damit jedoch nicht genug der Probleme - auch der Gasthof, den sie geerbt hat, hat schon bessere Tage gesehen und ausgerechnet die vier Schnepfen stehen in sehr guter Verbindung mit den örtlichen Handwerkern. Wider erwartend jedoch gibt es einen Handwerker, der mit den Schnepfen nichts zu tun zu haben scheint: Christian Lodes, seines Zeichens Schreiner und genau das, was Nina sich unter einem "Mann" für ihr Leben vorstellt - wenn es da nicht das ein oder andere Problem gäbe ...


Der 1. Band um Nina Lindner in Wiestal! Der Plot wurde abwechslungsreich und humoristisch erarbeitet. Besonders ins Auge ist mir hier die fränkische Mundart gestochen, die sich mit Eintreffen von Nina und Marie in Wiestal bis zum Ende des Buches zieht. Nina und Marie, die wie ich aus Berlin stammen, fällt es anfänglich schwer, diesen Dialekt bzw. ja förmlich der Sprache Herr zu werden, denn von weichen und harten Ds hatten sie bis dahin noch nichts gehört. Erstaunlich schnell jedoch machen sie große Fortschritte in Sachen fränkischem Dialekt und auch die Dorfdisziplin "Buschtrommel" beherrschen sie nach anfänglichen Schwierigkeiten immer besser. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, sodass es zu jeder Zeit möglich war, die Figuren anhand ihrer charakterlichen Eigenarten zuzuordnen, was bei den vier Schnepfen von großem Vorteil ist, denn diese treten gewöhnlich nicht alleine auf. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, muss aber gestehen, dass ich mit dem Fränkischen so meine lieben Nöte hatte, denn auch ich kenne weder weiche, noch harte Ds, geschweige denn, einen der anderen Buchstaben bzw. deren Kombination, die es nur in dieser Gegend zu geben scheint. Allerdings muss ich an dieser Stelle zugeben, dass ich prinzipiell mit Dialekten, ob gesprochen oder geschrieben, so meine liebe Müh habe. Abschließend kann ich sagen, dass es sich bei diesem Buch um eine locker-leichte Unterhaltung handelt und ich mich schon auf die Fortsetzung der Geschichte um die Großstädterin Nina Lindner im kleinen Dorf Wiestal freue.

Bewertung


Die Autorinnen: 
Fanny Wagner ist Autorin und Illustratorin und hat unter ihrem richtigen Namen Hermien Stellmacher bereits zahlreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht. «George Clooney, Tante Renate und ich» ist ihr erster Frauenroman. Die Autorin lebt mit Mr. Right und ihren beiden Katern in der Fränkischen Schweiz, in einem kleinen Ort, in dem es mehr Hühner als Menschen gibt. (übernommen von Rowohlt)






Carolin Birk ist das Pseudonym von Katharina Wieker. Sie illustriert und schreibt seit vielen Jahren Kinderbücher und arbeitet seit einiger Zeit auch als Dramaturgin und Dialogautorin für ein namhaftes Berliner Trickfilmstudio.
Carolin Birk lebt nicht mit Mr. Right, aber einigen Mr. und Ms. Pleasure-To-Be-Withes in Kreuzberg.
«Garantiert wechselhaft» ist ihr erster Roman. (übernommen von Rowohlt)

Wie ich zu dem Buch kam:
Das Buch hatte ich mir ausgeliehen.

Montag, 24. März 2014

[Rezension] Ellen Berg - Gib's mir, Schatz!



Leseprobe



Eckdaten:
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 2 (11. November 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746629705
ISBN-13: 978-3746629704
Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,2 x 2,8 cm

Inhalt gem. Aufbau-Verlag:
Sex oder nie
Was tun, wenn Flaute im Bett herrscht? Ganz klar: her mit heißer Wäsche, Handschellen und allem, was den antriebsarmen Mann wieder munter macht! Anne und Tess scheuen weder Mühe noch gewagte Experimente, um ihre Kerle auf Touren zu bringen – mit ungeahnten Folgen.
Anne und Tess teilen ein Problem: lendenlahme Männer. Anne wünscht sich ein zweites Kind, aber leider läuft nichts im Bett – Weihnachten ist öfter. Auch in Tess‘ Beziehung heißt es: alles außer Sex. Damit wollen sich die beiden Freundinnen aber nicht abfinden. Und sind deshalb wild entschlossen, neue Kicks auszuprobieren. Warum nicht mal den Mann mit Fesselspielen überraschen? Sie unternehmen einen Ausflug in einen Sexshop – mit hohem Kicherfaktor! – und wagen sich immer weiter auf die dunkle Seite der Lust. Die Reaktion der Männer: amüsiert bis verstört. Als Tess dann auch noch einem gestrengen Herrn und Meister verfällt, brennt die Hütte ...

Zum Buch:
Anne ist verheiratet und Mutter eines 5-jährigen Sohnes. Gerne würde sie noch ein zweites Kind haben wollen, nur gehört dazu der Sex, den sie leider schon seit längerer Zeit vermisst. Verführungsversuche bei ihrem Mann scheitern aus den unterschiedlichsten Gründen. 
Als sie ihre Freundin Tess befragt, muss sie feststellen, dass es in deren Beziehung leider auch nicht besser aussieht. Was tun? Ein erster Besuch in einem Sexshop lässt auf ungeahnte Freuden hoffen, aber leider geht das ganze nach hinten los. Also müssen andere Ideen her, um das Sexleben wieder auf Vordermann zu bringen ...

Der Name Ellen Berg birgt für Qualität, irre Ideen und Spaß. 
Nachdem ich die vorhergehenden 4 Bücher ebenfalls gelesen habe, war dieses hier ebenfalls ein Muss-Buch und ich habe es nicht bereut.

Der Einfallsreichtum der Autorin, eine festgefahrene Situation zu entschärfen ist bewundernswert.
Was so harmlos begann, wie das natürliche Bedürfnis nach ein wenig Sex und körperlicher Nähe mit dem Mann, den man liebt, entpuppt sich alsbald zum Albtraum.

Was tut Frau nicht alles, um den Mann ins Bett zu bekommen. Wohlgemerkt, den eigenen Mann. Die Lust auf Liebe ist dahin, die Erkenntnis, dass Frau auch daran nicht ganz unschuldig ist, hilft in dem Fall auch nicht weiter. Also sind gute Ideen gefragt.
Schon bald laufen die Ideen von Anne und Tess in Richtung Sexshop und SM-Clubs. Verkleidet natürlich, man will ja schließlich nicht erkannt werden.

Eine amüsante Ausgangsidee, die die Autorin sehr gut umsetzt. Sie lässt die beiden Frauen, Tess voran, auf interessante Ideen kommen, wie sie sich für ihre Männer begehrenswert machen können. 
Dass einige der Situationen, in die die Frauen hineingeraten, ein wenig überzogen sind, tut dem Spaß an dem Buch keinen Abbruch. 
Ich habe mich einfach nur amüsiert und die Gedanken beim Lesen baumeln lassen. Ich musste nicht grübeln oder mitdenken, konnte das Buch einfach nur auf mich wirken lassen.

Die Protagonistinnen Anne und Tess sind zwei taffe Frauen, die eigentlich genau wissen, was sie wollen, das Ziel ist klar, nur der Weg ist noch verstellt. Aber an ein Aufgeben denken sie nicht einmal ansatzweise, das macht sie so sympathisch. 
Aber auch die Nebenfiguren, wie Schuschu oder Mutti, haben es in sich. Mutti als abschreckendes Beispiel schlechthin und die sanfte und sympathische Schuschu machen das Buch erst "rund".

Wer mit dem Buch tiefgreifende Literatur erwartet, sollte die Finger davon lassen.
Wer aber ein Buch mit Unterhaltungswert sucht, das man nicht allzu ernst nehmen sollte und wer Spaß an Gelegenheitskomik hat, der ist mit diesem Buch gut beraten.
Für mich gilt, Ellen Berg - immer wieder gern.

Bewertung:


Zur Autorin:
(übernommen vom Aufbau-Verlag)
Ellen Berg, geboren 1969, studierte Germanistik und arbeitete als Reiseleiterin und in der Gastronomie. Heute schreibt sie und lebt mit ihrer Tochter auf einem kleinen Bauernhof im Allgäu. Ihr erster Roman "Du mich auch. Ein Rache-Roman" wird verfilmt.


Von Ellen Berg wurden gelesen und rezensiert:


Die Bibliographie von Ellen Berg und Rezensionen findet ihr auf unserer Autorenseite


Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich bei Claudia von Claudias Bücherregal und beim Aufbau Verlag bedanken,


der mir dieses Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.



Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

Sonntag, 23. März 2014

[Wanderbuch] "Desperate Angels" möchte Reisen

Kennt ihr das? Es gibt Bücher, die euch begeistern, die ihr euch Buchstabe um Buchstabe einverleibt habt und die euch einfach nicht loslassen? Und dann die Frage zurückbleibt: Warum ist dieses Buch kein Bestseller geworden? Warum hat es noch nicht jeder gelesen? Warum wurde dieses Buch noch nicht leidenschaftlich diskutiert?

Ich habe den Verdacht, dass es viele dieser Bücher gibt und die Antwort auf die Frage lauten könnte: Der Autor ist (noch) zu unbekannt oder der Verlag ist zu klein oder es gibt sie nicht in den Filialen der großen Buchladenketten zu kaufen, etc.

Warum ich euch das schreibe? Ganz einfach, es gibt ein solches Buch bzw. eine Buchreihe, die mich einfach nicht mehr loslässt!

Es handelt sich um die Angels-Reihe von E. M. Ross, die ich mit Begeisterung verschlungen habe (ich bin grundsätzlich nicht ansprechbar, wenn ich eines dieser Bücher lese, ich gehe nicht ins Internet, nicht ans Telefon, bin über Handy nicht zu erreichen und wehe, jemand sollte es wagen, an meiner Tür zu klingeln - hier ist jegliche Störung untersagt!).

Warum ich euch das schreibe? Ganz einfach, ich möchte, dass ihr das Buch lest und mir eure Meinung dazu schreibt (gerne in Form einer Rezension). Deshalb möchte ich, dass Desperate Angels auf Wanderschaft geht - und ganz ehrlich, ich möchte meine Begeisterung für dieses Buch mit euch teilen und hoffe, dass es euch genauso ergeht wie mir ^^


"Drei tote Teenager in Virginia: blutjung, superreich und unschuldig. Man findet jedes der ermordeten Mädchen arrangiert als Engel in weißem Rüschenkleid mit betenden Händen, einem Engelsflügeltattoo und Sperma. Die Spezialeinheit des FBI rekrutiert den jungen Agenten Nathaniel Caim, der die Sonderkommission Angel als Profiler unterstützen soll. Als er undercover mit seiner abgebrühten Partnerin Tandra Romano okkulte Sekten infiltriert, fängt unerwartet für ihn selbst ein abartiger Albtraum an: Tandra wird während eines Rituals brutal vor seinen Augen abgeschlachtet, Nathaniel hält man anschließend monatelang in einer winzigen Zelle in Dunkelhaft, er wird allabendlich tätowiert und vergewaltigt. Knapp mit dem Leben entkommen, doch psychisch wie physisch fürs Leben gezeichnet, muss er bald feststellen, dass er eine Art Galionsfigur der Sekte der Desperate Angels geworden ist. Trotz neuer Identität und Zeugenschutzprogramm heften sich ihm die Desperate Angels und, wie es scheint, auch noch andere Mächte erneut an die Fersen. Der unfassbare Albtraum seines Lebens geht gnadenlos weiter ..." 

Wer mal schauen mag, ich verlinke euch hier mal meine Meinungen zu Band 1, Band 2 und Band 3.  

Der Ablauf:
Wenn dieses Buch dein Interesse geweckt hat und es bei dir Zwischenstation auf seiner Wanderschaft machen darf, dann kommentiere bitte unter diesem Post und schicke mir parallel dazu deine Adresse an kerry5@gmx.de. Gebt mir bitte Bescheid, wenn das Wanderbuch bei euch angekommen ist, ich schicke euch dann die Adresse der nächsten Wanderstation. Eure Adressen werden nur für diese Wanderbuchroute genutzt und anschließend gelöscht!

Als Verweildauer bei euch dachte ich so an 2 - 3 Wochen (glaubt mir, wenn ihr angefangen habt, werdet ihr auf gar keinen Fall so lange brauchen), damit die nächste Station nicht so lange warten muss. 

Gerne möchte ich auch eure Meinungen sammeln und hier verlinken, von daher hätte ich auch sehr gerne den Link zu eurer Rezension.

Wenn ihr ein bisschen Werbung für dieses Wanderbuch machen möchtet, würde mich das sehr freuen, denn je weiter die Wanderroute, desto schöner und wir können uns ausgiebig austauschen ^^

Ich werde dieses Wanderbuch, so lange, wie es wandert, auf der linken Seite des Sideboards verlinken, damit ihr immer sehen könnt, wo es sich gerade befindet und euch schon einmal die Meinungen der vorherigen Wanderstationen durchsehen.

Nun bleibt mir nur, auf eure hoffentlich zahlreichen Anmeldungen und eure Meinungen ganz hibbelig zu warten.

Kerry

Teilnehmer:
1. Kerstin --> Rezension 
2. Lena --> Rezension
3. Heike --> Rezension
4. Melanie
5. Lord Byron 
6. Betty N.  
7. Belle Morte
8. Katja 
9. Maggy17 

10. Simone