Freitag, 5. Dezember 2014

[Rezension] Erik Axl Sund - Victoria Bergman 03: Schattenschrei



Leseprobe



Eckdaten:
Broschiert: 448 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (17. November 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442481198
ISBN-13: 978-3442481194
Originaltitel: Pythians anvisningar
Größe und/oder Gewicht: 14,6 x 4,2 x 21,5 cm

Inhalt gem. Goldmann:
Endlich zeigen sich mehr und mehr Erfolge in den Ermittlungen der Kommissarin Jeanette Kihlberg. Sie glaubt, zwei Frauen als Mörderinnen identifiziert zu haben. Aber damit sind die Verbrechen noch nicht aufgeklärt ... Und auch, was die unauffindbare Victoria Bergman mit den Morden zu tun hat, ist noch unklar. Derweil wird für Psychologin Sofia die Zusammenarbeit mit Jeanette immer schwieriger, weil sie dabei ihrem eigenen, persönlichen Kern immer näher kommt. Und das führt sie geradewegs in die Hölle.

Zum Buch:
Jeanette Kihlberg hat das Ziel schon fast vor Augen. Zwei verdächtige Personen hat sie im Visier, die sie für die Täter hält. Als diese beiden zusammen tot aufgefunden werden, ist klar, dass sie nach ihren schändlichen Morden nun Selbstmord begangen haben. 
Ein weiterer Lichtblick tut sich auf, als endlich die Identität der toten Jungen bekannt wird. Aber nun müssen sie auch in einem Sumpf der Bösartigkeit waten, und erkennen, zu was der Mensch fähig ist, anderen anzutun ...

Mit diesem Band der Victoria Bergmann-Reihe geht die Trilogie ihrem Ende entgegen.
Vieles, was in den vergangenen 2 Bänden von Sofia alias Victoria zu lesen war, ist hinfällig und muss aus einem völlig neuen Licht betrachtet werden. Sofia selbst erkenne, dass sie die Erinnerungen an die Vergangenheit zulassen muss, um dieser entgegenwirken zu können. Immer mehr Erinnerungen strömen auf sie ein, die sie verarbeiten muss.
Das Beziehung zwischen Jeanette und Sofia ist etwas abgekühlt. Jeanette, die denkt, dass sie ein Verhältnis mit Sofia hat, kann diese schwer erreichen und ist enttäuscht, Sofia, die sich von Jeanette privat fernhält, um sich selbst zu finden.

In diesem Band hat auch Victorias Tochter Madeleine einen große Rolle, während sie als Rächerin unterwegs ist, um ihre eigene Kindheit zu sühnen. 

Vieles aus den beiden ersten Bänden kommt nun ans Tageslicht und wird aufgeklärt. Anderes muss man völlig neu betrachten, weil einiges neu umstruktuiert wurde und neu bedacht werden muss. Nicht alles findet meine Zustimmung oder wirkte auf mich glaubhaft. 

Die Spannung, die in den Vorbänden erzeugt wurde und die neugierig auf das Finale machten, verpuffte irgendwann zwischendurch. Obwohl auch dieser Teil spannend anfing und die Neugierde geweckt wurde, verlor sich diese innerhalb der Story bei Nichtigkeiten und Längen, die nicht hätten sein müssen.
Bei einigen Fragen, die sich bei  mir im Laufe des Lesen angesammelt hatten, wurde ich unbefriedigt zurückgelassen. Sie blieben bis zum Schluss unbeantwortet oder ließen mich mit weiteren Fragen zurück.
Der gehoffte Showdown blieb leider aus. Das Gefühl, das Buch musste unbedingt beendet werden, verstärkte sich, zumal alles schnell zum Ende kam.

Ich hatte mir von dem Ende mehr versprochen. Leider wurden meine Erwartungen diesbezüglich nicht befriedigt. Für mich ist es der schwächste Teil der Trilogie, was ich sehr schade finde.
Aber hat man die beiden ersten Bände gelesen, will man natürlich auch wissen, wie es ausgegangen ist und dann kommt man an diesem Buch nicht vorbei.


Reiheninfo:
Victoria Bergman 01: Krähenmädchen
Victoria Bergman 02: Narbenkind 
Victoria Bergman 03: Schattenschrei 

Bewertung:  





Zum Autor:
(übernommen von Goldmann)
Erik Axl Sund ist das Pseudonym des schwedischen Autorenduos Jerker Eriksson und Håkan Axlander Sundquist. Håkan ist Tontechniker, Musiker und Künstler. Jerker ist der Producer von Håkans Elektropunkband "iloveyoubaby!" und arbeitet zurzeit als Bibliothekar in einem Gefängnis. Zusammen haben sie drei Romane geschrieben, die Victoria-Bergman-Trilogie, für die sie 2012 mit dem Special Award der Schwedischen Krimiakademie ausgezeichnet wurden.

Von Erik Axl Sund wurden gelesen und rezensiert:

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag
bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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