Montag, 29. September 2014

[Rezension] Allie Brosh - Ich. Neben der Spur



Leseprobe



Eckdaten:
Verlag: Mosaik (29. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442392713
ISBN-13: 978-3442392711
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 16 Jahre
Originaltitel: Hyperbole and a Half
Größe und/oder Gewicht: 22 x 15 x 3 cm

Inhalt gem. Mosaik-Verlag:
Absurd, seltsam, einfach wundervoll: Hilfloses Gelächter und ein hoher Wiedererkennungswert sind garantiert, wenn die überaus erfolgreiche Bloggerin Allie Brosh in ihren unnachahmlichen Zeichnungen und genialen Texten davon erzählt, welcher Fluch eine leichtfertige Äußerung sein kann, vor allem, wenn es dabei auch noch um Tabasco-Sauce geht; wie sie herausfindet, dass ihr Hund minderbemittelt ist (sie liebt ihn trotzdem); warum sie nicht erwachsen werden kann (Verantwortung führt nur zu Systemabstürzen); und vor allem natürlich von ihrer Fähigkeit, Dinge, die getan werden müssen, nicht zu tun. So macht sie ein für alle Mal klar, warum Tiefpunkte, Macken und andere Katastrophen einen gleichzeitig weinen und lachen lassen.

Zum Buch:
Allie Brosh hat bislang einen Blog erfolgreich geführt. Meist geht es um Alltäglichkeiten, die sie selbst illustriert. 
Ihr Blog hat eine große Anhängerschar, so dass es schon logisch ist, ein Buch herauszubringen, welches man nunmehr in Händen hält.

Sie erzählt humorvoll die unterschiedlichsten Geschichten. 
So schreibt ihr 10-jähriges Ich sich selbst einen Brief in die Zukunft und vergräbt ihn. Als sie ihn nach 17 Jahren ausbuddelt ist sie selbst überrascht, wie naiv sie war, erwartete sie doch tatsächlich vom Zukunft-Ich eine Antwort. Also schreibt sie verschiedene Briefe an ihr früheres Ich mit 2 Jahren, 4 Jahren, 10 Jahren und und und.
Eine andere Geschichte erzählt von einem Spaziergang mit ihrer Schwester und Mutter in den Wald. So nach dem Motto, Kinder müssen an die Luft und Mutter kann mit ihren Pfadfindererinnerungen glänzen. Nur dass das ganze Ding nach hinten losging. Wie versucht eine Mutter zu unterdrücken, dass sie sich hilflos im fremden Wald verlaufen hat und wie versucht man krampfhaft, diese Angst nicht ihren Kinder zu zeigen. Diese Mutter hatte jedenfalls lange durchgehalten und ihre Kinder anständig beschäftigt.
Eine weitere Geschichte handelt von einem Spielzeugpapagei, der das nachplappert, was er so hört. Ja, so ein Spielzeug, von den Eltern geschenkt, kann schon mal nach hinten losgehen und die Eltern ein klein wenig nerven. Da hilft es auch nicht, wenn man selbst nachhilft, dass das gute Stück kaputt geht. Manchmal halten die Kinder länger durch als gedacht.

Besonders viel Spaß hatte ich jedoch mit der Geschichte, in der es um eine Gans geht, die so einfach ins Haus spazierte und ein wenig randalierte. Gänse sind so eigene Kreaturen, die machen natürlich nicht, was man ihnen sagt. Und schon gar nicht, wenn man sie nett bittet.
Das war eine der Geschichten, die Allie selbst erlebt hat, sie kann es anhand von Fotos belegen. Ich glaube ihr jedes Wort, hatte ich doch schon meine eigenen Erlebnisse mit der Gattung Gans.

Viele Erzählungen sind aus dem Leben gegriffen, bei einigen muss man selbst entscheiden, ob man sie für bare Münze nimmt oder nicht.

Alle Geschichten sind illustriert.
Ich weiß, dass diese Art von Illustrationen momentan eine Modeerscheinung ist, mir gefällt sie überhaupt nicht. Im Gegenteil, sie schreckt mich regelrecht ab.
Die Protagonistin ist nur daran zu erkennen, dass sie immer irgendwas pinkartiges trägt und ein gelbes Horn auf dem Kopf hat. Ich bin leider nicht dahinter gekommen, was es mit dem Horn auf sich hat. Stielaugen und Striche als Arme und Beine vervollkommnen die Person.
Völlig unförmig gezeichnet sind alle Figuren, die Menschen darstellen sollen. Der Kopf setzt unmittelbar am Körper an, einen Hals gibt es nicht.
Es ist mit Sicherheit alles Geschmackssache oder eine Frage des Alters. Ich bin in den 50er Jahren, vielleicht liegt es daran oder einfach nur daran, dass ich davon keine Ahnung habe. Aber meine persönliche Meinung, und nach der wird hier gefragt, ist negativ. Mir gefällt es nicht und ich kann mich beim besten Willen nicht mit diesen Zeichnungen anfreunden. Mag sein, dass es anderen gefällt, mir nicht.
Das ist auch der Grund, warum ich 2 Pfötchen in der Bewertung abziehe.

Das Buch ist auf Leser zwischen 12 und 16 Jahren eingetaktet und ich denke, dass das ganz gut passt.


Bewertung:




Zur Autorin:
(übernommen von Mosaik)
Allie Brosh lebt als Eremitin in ihrem Schlafzimmer (naja, eigentlich lebt sie mit ihrem Mann in einem Haus in Oregon). 2009 dachte sie sich: »Ich habe eine super Idee, ich werde keine Wissenschaftlerin, sondern schreibe und zeichne Sachen im Internet.« Aus mehreren Gründen war das eine total bescheuerte Idee, aber die Dinge gerieten außer Kontrolle und der Blog bekam mehr und mehr und dann unfassbar viele Follower, er gewann Preise und Allie wurde plötzlich zu einer der 50 einflussreichsten kreativen Persönlichkeiten der Welt ernannt (von Advertising Age, aber hey!). Da musste sie dann wohl auch noch ein erfolgreiches Buch machen ...


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Verlag




bedanken, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

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