Mittwoch, 11. Juni 2014

[Rezension] Joël Dicker - Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert



Leseprobe



Eckdaten:
Gebundene Ausgabe: 736 Seiten
Verlag: Piper (13. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492056008
ISBN-13: 978-3492056007
Originaltitel: La Vérité sur l'Affaire Harry Quebert
Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,8 x 5 cm

Inhalt gem. Piper:
Es ist der Aufmacher jeder Nachrichtensendung. Im Garten des hochangesehenen Schriftstellers Harry Quebert wurde eine Leiche entdeckt. Und in einer Ledertasche direkt daneben: das Originalmanuskript des Romans, mit dem er berühmt wurde. Als sich herausstellt, dass es sich bei der Leiche um die sterblichen Überreste der vor 33 Jahren verschollenen Nola handelt und Quebert auch noch zugibt, ein Verhältnis mit ihr gehabt zu haben, ist der Skandal perfekt. Quebert wird verhaftet und des Mordes angeklagt. Der einzige, der noch zu ihm hält, ist sein ehemaliger Schüler und Freund Marcus Goldman, inzwischen selbst ein erfolgreicher Schriftsteller. Überzeugt von der Unschuld seines Mentors - und auf der Suche nach einer Inspiration für seinen nächsten Roman - fährt Goldman nach Aurora und beginnt auf eigene Faust im Fall Nola zu ermitteln ...

Zum Buch:
Marcus Goldman, ein junger aufstrebender Autor, hat bereits einen Bestseller geschrieben. Er hat einen Vertrag über 5 weitere Bücher abgeschlossen, befindet sich aber seit 2 Jahren in einer Schreibflaute.
Er ruft seinen alten Freund und Professor Harry Quebert an und dieser lädt ihn prompt ein. Aber auch dort kann er die Schreibblockade nicht überwinden, so dass er unverrichteter Ding wieder nach Hause fährt.
Nach seinem Besuch bei ihm wird in Harrys Garten eine Leiche gefunden. Es ist die Leiche der 15-jährigen Nola Kellergan, die vor 33 Jahren als vermisst gemeldet wurde.
Ermittlungen werden eingeleitet und als bekannt wird, dass Harry eine Affäre mit ihr hatte, bricht ein Sturm los. Der damals 34-jährige Professor hatte ein Verhältnis mit der 15-jährigen, das ist nicht zu toppen. Zu allem Übel handelt das hochgelobte Buch von Harry "Der Ursprung des Übels" auch noch von genau dieser Liebesbeziehung. Logisch, dass Harry der Hauptverdächtige ist und ins Gefängnis kommt.
Marcus, fühlt sich trotz allem, was Harry zu Lasten gelegt wird, als sein Freund und zieht vorübergehend in die Wohnung von Harry, von wo aus er selbst versucht zu ermitteln, was damals vor 33 Jahren, am 30. August passiert ist ...

Ein monströses Werk, nicht nur seitenmäßig, mit seinen fast 730 Seiten.

Als Marcus anfängt, Fragen zu stellen, wird ihm gedroht. Er lässt sich nicht beirren und macht weiter, stellt unbequeme Fragen und sucht Leute auf, die eventuell nach so vielen Jahren noch etwas wissen.
Er weiß, dass er jemandem auf die Füße getreten ist, denn die Drohungen werden massiv.
Mit Hilfe von Polizisten, die den damaligen Fall, die Suche nach Nola, begleitet haben, versucht er herauszubekommen, was genau damals passiert ist.
Viele Irrungen und Wirrungen sind nötig, um hinter die Ereignisse zu kommen. Viel Überraschendes tritt zu Tage, mit dem niemand gerechnet hat.
Ebenso die Frage, warum Nola im Grab das Manuskript von Harrys "Der Ursprung des Übels" bei hatte, sucht nach einer Antwort.
Eine Frage wird beantwortet, sofort tun sich die nächsten 3 auf. Es gibt viele Ecken, hinter die man als Leser geführt wird, oftmals sind es die falschen und man muss sich neu orientieren.

Marcus, der dann anfängt, alles aufzuschreiben, hat mit diesem Fall endlich auch ein Thema für sein nächstes Buch.

Das Buch beinhaltet nicht nur die Auflösung dessen, was am 30. August von vor 33 Jahren passiert, es enthält auch eigene Schicksale der Protagonisten, die letztendlich alle miteinander zusammenhängen.  

Das Buch ist spannend und facettenreich geschrieben. Ein hervorragender Plot, der gekonnt umsetzt wurde.
Die Protagonisten Harry und Marcus wirken echt und es ist nicht schwer, ihre Handlungen nachzuvollziehen. Harry Gewissensbisse in Bezug auf Nola sind überzeugend wiedergegeben worden und machen die Geschichte glaubhaft.

Auch wenn es mit fast 730 Seiten ein ordentlicher Wälzer ist, kommt man beim Lesen sehr gut voran. Über die ein oder andere Länge, die das Buch in sich trägt, kann man ignorieren, denn es behindert den Lesefluss nicht. 

Ein tolles Buch mit sympathischen und glaubwürdigen Protagonisten, in dem es vor Überraschungen wimmelt und das ich sehr gern weiterempfehle.


Bewertung:





Zum Autor:
(übernommen vom Piper-Verlag)
Joël Dicker wurde 1985 in Genf geboren. Der studierte Jurist hat bislang zwei Romane geschrieben, »Les Derniers Jours de nos Pères« und »La Vérité sur l'Affaire Harry Quebert«. Für Letzteren bekam er den Grand Prix du Roman der Académie Française zugesprochen sowie den Prix Goncourt des Lycéens. Das bei einem winzigen Verlag erschienene Buch wurde in Frankreich zu der literarischen Sensation des Jahres 2012, die Übersetzungsrechte wurden mittlerweile in über 30 Sprachen verkauft.

Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich beim Verlag


bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Danke, dass ihr vorbei geschaut habt

1 Kommentar:

Beate Senft hat gesagt…

Ich fand das Buch auch total klasse.