Dienstag, 3. Juni 2014

[Rezension] Alexa Hennig von Lange - Ach wie gut, dass niemand weiß ...


Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 400
ISBN: 978-3-570-16284-2
Erscheinungstermin: 29.
April 2014
Preis: 1
4,99 EUR (D), 15,50 EUR (A), 21,90 CHF
Format:
Broschiert
Verlag: cbt


Klappentext gem. cbt:
Reibungslos, so soll das Leben von Sina, Tochter eines Staatsanwalts, verlaufen. Da passt ein aalglatter Schwiegersohn in spe wie Jean perfekt - jedenfalls für Sinas Eltern. Doch dann verändert ein einziger Abend Sinas ganzes Leben: Als ihre Freundinnen von den Jungs einer Gang angegriffen werden, ist es ausgerechnet einer der Täter, der Sina in letzter Minute rettet. Noah, so heißt der Junge, will Sina unbedingt wiedersehen und steigt sogar heimlich in die Villa ihrer Eltern ein, nur um mit ihr zu reden. Trotz allem, was zwischen ihnen steht, verlieben sich die beiden mit Haut und Haaren. Doch niemand darf von ihren heimlichen Treffen wissen! Und so beginnt ein Spiel mit dem Feuer, in dem plötzlich nichts mehr ist, wie es scheint ...


Rezension:
Die 17-jährige Sina ist am Boden zerstört, denn Jean hat mit ihr Schluss gemacht und das auch noch über Facebook! Dabei waren sie doch das Traumpaar der Schule, doch das ist nun alles, nach immerhin einem Jahr und drei Monaten, Vergangenheit. Sina zieht sich immer mehr zurück, zu sehr leidet sie unter der Trennung, zumal Jean sie auch noch betrogen hat! Ihre besten Freundinnen Juno, Nana und Lil wollen sie auf andere Gedanken bringen und beschließen, sie kurzerhand zu ihrem Glück in Form eines ausgelassenen Abends zu zwingen. Wie immer startet der Abend, wie viele zuvor, bei KFC. Sina hat keine Lust, dort zu Essen, zumal sie in ihren Gammelklamotten unterwegs ist und so beschließt sie, im Auto zu warten. Ein junger Mann auf dem Parkplatz erweckt jedoch ihre Aufmerksamkeit und zwischen den Beiden entwickelt sich ein kurzes Gespräch, dann ist er weg. Nur wenige Minuten darauf, als die jungen Frauen wieder zusammen sind, werden sie überfallen. Sina wird in ein Gebüsch gezerrt, von dem jungen Mann, mit dem sie sich unterhalten hatte, wie sie feststellen musste, Lil wird niedergeschlagen und Juno und Nana werden gezwungen ins Auto zu steigen und entführt. Kurz darauf werden sie unversehrt freigelassen, müssen jedoch alleine zurechtkommen bzw. zurück in die Stadt. Die Einzige, die den Überfall unbeschadet überstanden hat, ist Sina. Diese musste jedoch ihrem Retter versprechen, diesen nicht zu offenbaren.

Sinas Vater Bernhard, ein Oberstaatsanwalt und Leiter der Abteilung für jugendliche Straftaten und Bandenkriminalität, ist außer sich vor Zorn, dass gerade seiner Tochter, die er und seine Frau Helene immer so behütet haben, so etwas passieren muss. Für ihn steht fest, diese Männer müssen gefunden und verurteilt werden, allesamt, zumal alle Gangmitglieder jederzeit mit der vollen Härte des Gesetzes zu rechnen haben, so seine Meinung. Sina ist einfach nur geschockt, dass ihr und ihren Freundinnen das passiert ist, immerhin sind sie die angesagteste Mädchenclique der Schule und sie ist fasziniert von dem jungen Mann, der ihr geholfen hat und der weiß, wo sie wohnt, denn er hat Sinas Portemonnaie mit all ihren Papieren.

Tatsächlich taucht Noah, so heißt der junge Mann wie Sina kurz darauf erfährt, nachts bei ihr auf und sie hilft ihm in eine brenzligen Situation. Die Beiden fühlen sich sofort zueinander hingezogen, doch wissen sie, dass sie sich eigentlich nie wieder sehen sollten, zu verschieden sind die Welten, aus denen sie kommen. Doch so sehr sie sich bemühen, sie können sich nicht von einander fern halten, immer wieder zieht es sie zueinander hin. Doch damit bringen sie sich in eine lebensgefährliche Situation ...


Eine Liebe gegen alle Widerstände! Der Plot wurde abwechslungsreich und spannend erarbeitet. Immer wieder kam bei mir die Frage auf, wird es enden wie bei Romeo und Julia? Ich habe hier regelrecht mitgefiebert, wo mich die Geschichte hinführen wird. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und fesselnd zu lesen, ich konnte das Buch zwischendurch kaum aus der Hand legen, zumal ich ja auch unbedingt wissen wollte, wo mich die Geschichte hinführen wird. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet, wobei mich hier gerade die Figur des Noah sehr beeindruckt hat, denn trotz der Gefahr, in der er sich befindet, tut er das, was sein Herz ihm sagt, egal, welche Konsequenzen es für ihn hat. Als Nebenfigur empfand ich Bernhard mit seiner stark ausgeprägten, vorgefassten Meinung als sehr eindrucksvoll dargestellt, denn er wirkte auf mich wie ein Fels, der nur unter äußerst beschwerlichen Anstrengungen dazu bewegt werden kann, seine Meinung auch nur geringfügig zu ändern. Abschließend kann ich sagen, dass es sich bei diesem Buch um eine wundervolle Jugend-Lovestory mit gelungenen Thrillerelementen handelt.


Bewertung
Von Alexa Hennig von Lange bereits gelesen und rezensiert:



Die Autorin:
Alexa Hennig von Lange wurde 1973 geboren und begann bereits mit acht Jahren zu schreiben. 1997 erschien ihr Debütroman Relax, mit dem sie über Nacht zu einer der erfolgreichsten Autorinnen und zur Stimme ihrer Generation wurde. 2002 bekam sie den Deutschen Jugendliteraturpreis. Es folgten zahlreiche Romane für Erwachsene wie Jugendliche und Kinder, außerdem Erzählungen und Theaterstücke. Alexa Hennig von Lange lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Berlin. (übernommen von Randomhouse)


Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.


Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Verlag

http://www.randomhouse.de/cbt/


bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

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