Dienstag, 6. Mai 2014

[Rezension] Rudi Jagusch - Amen



Vorab ein paar Eckdaten:
Seitenanzahl: 384
ISBN: 978-3-453-41055-8
Erscheinungstermin:
10. Februar 2014
Preis:
8,99 EUR (D), 9,30 EUR (A), 13,50 CHF
Format:
Taschenbuch
Verlag: Heyne


Klappentext gem. Heyne:
Ein Mann droht, mit einem Sprengstoffgürtel bewaffnet den Kölner Dom in die Luft zu sprengen. Im Dom sitzt der nach einem Herzinfarkt dienstunfähiggeschriebene Kommissar Landgräf. Der Erpresser Roman Winter hat sich ihn als Vermittler ausgesucht. Landgräf weiß noch nicht, warum. Im Zuge der ersten Ermittlung taucht eine Frau bei der Polizei auf, die behauptet, die Frau des Erpressers zu sein, und gibt an, dass ihr Mann es absolut ernst meint. Die Lage spitzt sich dramatisch zu.


Rezension:
Vor sechs Monaten erlitt Kriminalkommissar Martin Landgräf bei der Verfolgung des flüchtigen Verbrechers "Nero" einen Herzinfarkt. Er überlebte dank zwei Bypässen und einem anschließenden Reha-Aufenthalt. Zwei Monate war er intensiv in medizinischer Behandlung und hat sogar 30 Kilo abgenommen, aber ganz hergestellt ist er immer noch nicht. Für seine Ärzte ist klar, es ist eine Kopfsache, denn Landgräf wurde sich zum ersten Mal seiner Sterblichkeit bewusst. Nach wie vor ist er krankgeschrieben, der Elan, wieder zur Arbeit zu gehen, fehlt ihm noch. Oft kann er nachts nicht schlafen und um seine Frau und die beiden Kinder nicht zu stören, spaziert er durch Köln und landet schlussendlich gewöhnlich im Kölner Dom. So auch an diesem Tag.

Dieser eine Tag soll jedoch alles ändern. Es ist ein Frühlingstag in Köln und bereits um zehn nach sechs am Morgen ist Landgräf mal wieder im Dom, doch es ist alles anders. Bereits um diese Zeit herrscht hektische Betriebsamkeit im Dom und Wächter halten die frühen Besucher an, diesen schnellstmöglich zu verlassen. Innerhalb weniger Minuten offenbart sich für Landgräf auch das Warum: ein Mann mit einer Bombe am Körper hält sich innerhalb des Doms auf. Landgräf ist sofort klar, dass es sich hierbei um eine Erpressung handeln muss und in der Tat hat der Täter Forderungen. Was Landgräf ebenfalls sofort auffällt: Bei diesem Mann handelt es sich um "Nero", den Mann, den er folgt hatte, als er vor einem halben Jahr den Herzinfarkt erlitt. Wie der Zufall es will, wird Landgräf von "Nero" als Sprachrohr und Vermittler auserkoren.

Landgräf ist nicht wirklich wohl bei dieser Sache, doch sieht er die Chance, endlich "Nero" zu stellen. Doch die Forderungen sind nicht ohne: er will Geld, viel Geld, 50 Millionen Euro, die Hälfte überwiesen nach Kuba, die andere Hälfte bar und freien Abzug. Als Druckmittel dient ihm jedoch nicht nur die Bombe, die er am Körper trägt und die bei einer Detonation die Zerstörung des Kölner Doms mit sich bringen würde. Auch hat er nach eigenen Angaben seine Stieftochter lebendig begraben - und die Uhr tickt. Wie lange wird ihr Sauerstoff reichen? Doch damit nicht genug, wird seinen Forderungen nicht schnell genug nachgekommen, hat er, um das Ganze etwas zu beschleunigen, weitere Bomben in Köln versteckt. Nun ist es an Landgräf und seinen Kollegen zu verhindern, dass die Situation eskaliert und sie müssen endlich herausfinden, wer "Nero" in Wirklichkeit ist, denn nur so ist es möglich, die junge Frau zu retten. Doch die Uhr tickt unaufhaltsam ...


Bombenleger im Kölner Dom! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Leser immer wieder in kurzen Rückblenden Einblicke in die Vergangenheit von Landgräf, "Nero" und auch dessen Familie erhält und sich nach und nach ein Bild ergibt, was für ein Typ Mensch dieser "Nero" wirklich ist. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet, wobei ich sagen muss, dass hier gerade die Figur des "Nero" großen Eindruck auf mich hinterlassen hat, denn solch ein Scheusal begegnet einem im der Literatur nicht alle Tage und mit diesem Menschen sollte man sich wirklich nicht anlegen, wenn einem sein Leben bzw. körperliche Unversehrtheit wichtig ist. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen fesselnd zu lesen, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen musste. Abschließend kann ich sagen, dass ich wirklich positiv überrascht und erstaunt war, dass es sich bei diesem überaus gelungenen Buch um ein Thrillerdebüt handelte - davon hätte ich sehr gerne mehr.

Bewertung


Der Autor: 
Rudi Jagusch, 1967 geboren, lebt mit seiner Familie in einem kleinen Dorf bei Köln. Als Bücherwurm entdeckte er bereits als Jugendlicher seine Leidenschaft zum Schreiben. Bekannt wurde er durch zahlreiche Krimis mit regionalem Einschlag. Mit seinem ersten Thriller zieht er jetzt das Erzähltempo nervenzerreißend an. (übernommen von Randomhouse)

Zur Homepage des Autoren kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Verlag



http://www.randomhouse.de/heyne/


bedanken, der mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

1 Kommentar:

Nazurka hat gesagt…

Yeah! Ich habs auch schon hier liegen und der Autor ist wirklich sehr sympathisch. Nach deiner Bewertung freue ich mich nun schon sehr auf's Lesen!

LG
Nazurka