Donnerstag, 22. Mai 2014

[Rezension] Amanda Frost - So fern wie ein Stern (Band 3)


Vorab ein paar Eckdaten:  
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1190 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 268 Seiten

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN:
B00K86F2S6

Klappentext gem. Amazon:
Hätte der Tierarzt Mark für Frauen nur ein halb so geschicktes Händchen wie für Tiere, würde sein Einsatz auf der Erde sicherlich erfolgreicher verlaufen. Denn kaum hat er die quirlige Elena kennengelernt, verliert sie bei einem Unfall ihr Gedächtnis. Eine Fügung des Schicksals? Vielleicht! Elena kauft ihm nämlich bedenkenlos ab, dass Außerirdische auf der Erde das Normalste der Welt sind. Orientierungslos, wie sie ist, verfrachtet Mark sie schließlich auf seinen Heimatplaneten Siria. Mitnichten darauf gefasst, dass der rothaarige Wirbelwind binnen kürzester Zeit nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner beiden Töchter auf den Kopf stellt. Was aber, wenn Elena eines Tages ihr Gedächtnis wiedererlangt …?


Rezension:
Mark hat es seit dem Tod seiner Frau Patrizia vor fünf Jahren nicht leicht. Diese wurde, wie ein Großteil der weiblichen Bevölkerung Sirias von einem Virus getötet. Die Frauen, die überlebten und im gebärfähigen Alter waren, wurden unfruchtbar, doch nur wenige überlebten. Seit fünf Jahren versucht er nun, mit Hilfe seiner Schwiegermutter Carla, seine beiden Töchter, die 11-jährige Carina und die 13-jährige Tessa, zu erziehen. Das ist natürlich alles andere als einfach, zumal gerade Tessa sich zu einem nicht ganz einfachen Teenager entwickelt. Für Mark steht fest: Er muss eine neue Frau bzw. Mutter für seine Töchter finden - und auf der Erde wird sich schon die passende Kandidatin finden lassen. Immerhin hatten Rafael und sein Bruder Simon bereits Erfolg auf diesem Planeten, da sollte es doch für Mark kein Problem darstellen, eine Frau zu finden. Immerhin hat er nicht vor, sich weiter fortzupflanzen. Rafael und Simon waren ja seinerzeit mit ganz anderen Voraussetzungen auf die Erde geschickt worden - und hatten Erfolg, da sollte sich doch auch für ihn jemand passendes finden lassen.

Tja, leichter gesagt als getan, denn Mark, der ein begnadeter Tierarzt ist, kann wunderbar einfühlsam mit Tieren umgehen, mit Frauen jedoch weniger. Auch sind seine Ansprüche an die neue Mutter seiner Kinder nicht gerade gering. Die Frau muss pragmatisch, intelligent und lustig sein sowie Tiere und Kinder lieben. Anhang sollte sie auch nicht wirklich haben, denn immerhin ist Marks Lebensmittelpunkt auf Siria, wohin dann die Mutter seiner Kinder ziehen müsste. Durch Zufall lernt er im Hotel Galaxis in München, welches von Rafael und seiner Frau Valerie betrieben wird, Elena kennen. Irgendetwas fasziniert ihn an der jungen Frau und er lädt sie zum Essen ein.

Doch dieses Essen soll nie stattfinden, denn auf dem Weg dorthin, rettet Elena einen kleinen Welpen vor einem heranfahrenden Auto - und wird selbst verletzt. Als sie im Krankenhaus wieder zu sich kommt, kann sie sich an nichts erinnern. Mark, der sich für Elena verantwortlich fühlt, besucht sie täglich, doch auch ihm gelingt es nicht herauszufinden, wer die junge Frau ist. Bei dem Unfall ist ihre Handtasche mit allen Papieren abhanden gekommen und anscheinend vermisst sie auch niemand. Elena hasst es, so hilflos und von anderen abhängig zu sein und dennoch, irgendetwas an Mark fasziniert sie, vor allem, weil er ihr, trotzdem sie sich nicht wirklich kennen, zur Seite steht. Doch dann droht Elenas Welt zusammen zu brechen. Sie soll in die Psychiatrie eingewiesen werden, bis feststeht, wer sie ist, um anschließend in eine Reha zu gehen. Allein die Vorstellung löst bei Elena blankes Entsetzen aus und auch Mark will sie nicht dort landen sehen, sodass er sie kurzerhand nach Siria "entführt", selbstverständlich nur, weil dort die medizinische Behandlung weitaus fortgeschrittener ist. Mit Erstaunen stellt Mark fest, dass sich Elena, nach anfänglichen Problemen gerade mit Tessa, sehr gut mit seinen Töchter verträgt und eigentlich will er gar nicht mehr, dass sie ihr Gedächtnis wiederbekommt und zur Erde zurückkehrt ...


Der 3. Band der Siria-Reihe! Der Plot wurde wieder abwechslungsreich und ausgesprochen unterhaltsam gestaltet, ich musste mehr als einmal lauthals auflachen, so amüsant waren die Situationen, in die die Autorin ihre Figuren laufen ließ. Die Figuren wurden wieder facettenreich erarbeitet, wobei  mir hier gerade die Figur der Elena wahnsinnig gut gefallen hat, denn obwohl sie ihr Gedächtnis verloren hat, weiß sie genau, was sie will und sieht überhaupt nicht ein, wie ein eingeschüchtertes Mäuschen zu kuschen, sondern ist bereit für das einzustehen, was sie will und was sie für richtig hält, einfach grandios diese Frau. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen angenehm zu lesen, sodass ich auch dieses Buch am Stück lesen musste, ich konnte und wollte einfach nicht aufhören. Leider endet mit diesem Band die Siria-Reihe - ich hätte so gerne noch weitere Bücher gelesen, in denen unbedarfte/chaotische/völlig planlose Siria-Männer versuchen Frauen auf der Erde für sich zu erobern.

Bewertung
Von Amanda Frost bereits gelesen und rezensiert:

Die Autorin: 
Amanda Frost war viele Jahre weltweit im Marketing und der Logistik großer Unternehmen tätig und lebte lange in der Schweiz, bevor es sie nach München zog - ganz wie ihre Protagonistinnen Angelina und Valerie. Der Mann an ihrer Seite ist jedoch ihres Wissens nach kein Außerirdischer. Mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans erfüllte sich Amanda einen lang gehegten überirdischen Traum.  (übernommen von Amazon)
Zur Homepage der Autorin kommt ihr hier.

Wie ich zu dem Buch kam:
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei
 



bedanken, die mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

1 Kommentar:

Sabine Büchersüchtig hat gesagt…

Hallo liebe Kerry,
das hört sich soooo toll an. Schade, dass es den 3. Siria-Band nur als eBook gibt - ich hoffe, das ändert sich bald.


Liebe Grüße
Sabine